Hey Ihr,
eine Frage, meine Mutter steht in einem festen Arbeitsverhältnis. Nun ist sie im November 2003 sehr, sehr krank geworden. Mit OP’s, Rhea und pipapo!!!
So, nun hat sie den Bescheid von der Krankenkasse, dass ab April KEIN GELD mehr gezahlt wird!!
Wie geht es denn nun weiter??
Arbeitsfähig ist sie eigentlich noch immer nicht bzw. die Behandlungen sind noch lange nicht abgeschlossen! Aber von nur einem Gehalt leben, dass reicht hinten und vorne nicht.
Wer zahlt denn nun weiter?? Die Krankenkasse erklärte auf Ihre Frage hin, dass wüßten sie nicht!!!
Also, wäre super lieb, wenn mich mal jemand aufklären würde!!
Eure Netti
Hallo Annett,
das Verhalten der Krankenkasse ist mir vollkommen unklar. Ich bekam von meiner rechtzeitig vor Ablauf des Krankengeldes eine Mitteilung, was nun zu tun sei.
An den Rententräger wenden und Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen. Dafür darf Ihre Mutter u.a. nicht in der Lage sein, länger als drei Stunden am Tag zu arbeiten. Ganz wichtig ist alle behandelnden Ärzte aufzuführen und wirklich alle auch subjektiv bestehenden Beschwerden zu nennen.
Allerdings ist es nach meinen Erfahrungen (und die von Bekannten) sehr unwahrscheinlich, dass der Rententräger innerhalb von zwei Monaten über die Rente entscheidet. Die Regeldauer liegt zwischen 3 und 6 Monaten.
Was wurde in der letzten Reha bezüglich der Arbeitsfähigkeit festgestellt? Dauerhaft arbeitsunfähig? Auf nicht absehbare Zeit arbeitsunfähig? Oder was? Wann waren Ihre jeweiligen Reha-Aufenthalte? Hat die Krankenkasse Ihre Mutter bisher nicht aufgefordert eine Rente zu beantragen?
Um Ihnen noch Konretere Hilfe geben zu können, benöigt man hier noch genauere Infos.
mit besten Grüßen
Steffen B.
Hi Steffen,
davon hat die Krankenkasse kein Wort verlauten lassen!
Zur Zeit läuft ein Schriftwechsel zwecks Feststellung des Behinderunggrades. 30% sind wohl schon sicher, aber es wurde nicht alles beachtet!
Von der Reha hat sie ein Schreiben, das EMPFOHLEN wird, dass sie nicht zugig arbeiten darf, nicht viel mit den Händen, nicht im bücken, ect. pp!! Aber eben nur empfohlen. Somit wäre meine Mam, da beim Straßenwesen, für diesen Job überhaupt nicht mehr brauchbar! Aber ein neuer Job mit 52?!?! Das kann man doch auch vergessen.
Die Krankenkasse hat sie nicht aufgefordert Rente einzureichen. Vielleicht geht das in dem Alter nicht.?!
Sie will jetzt ab April anfangen, erstmal 3 Stunden zu arbeiten. Dann würde die Krankenkasse wohl noch weiter zahlen, irgend so ein …-Abkommen???
Hilft das irgendwie weiter?!!?
Anonsten hat sie alle Unterlagen an das Versorgungsamt und natürlich Krankenkasse weiter geleitet, aber es ist eben Papierkrieg und da ich 800km von meiner Mam weg wohne, kann ich ihr dabei nicht helfen und sie ist eigentlich der Typ „nicht jammern, arbeiten“ - nur das bringt ihr hier wohl nix!!! 
Vielen Dank aber schonmal für deine Mühe
Netti
Hallo,
als Mitarbeiter einer Krankenkasse dazu folgende Stellungnahme.
Das Ende der Krankengeldzahlung (Leistungsablauf) wird in der Regel dem Versicherten rechtzeitig
mitgeteilt. Trotz eines festen Arbeitsverhältnisses besteht in diesen Fällen ab dem Folgetag ein
Anspruch auf Arbeitslosengeld. Deine Mutter sollte sich mit dem Bescheid der Krankenkasse sofort
beim Arbeitsamt melden und einen entsprechenden Antrag stellen.
Was die Frage der Erwerbsunfähigkeit betrifft denke ich doch, dass bei einer solch langwierigen Erkrankung
bereits eine ausführliche BErastung seitens der Kasse vorgenommen wurde.
Wir, also die Kasse, fragen die behandelnden Ärzte je nach Diagnosenstellung rechtzeitig an und bitten um
Auskunft ob die Erwerbsfähigkeit noch besteht bzw. stark bedroht ist. Wird dies mit ja beantwortet, fordern
wir sofort die Versicherten auf beim Rentenversicherungsträger einen Antrag auf Leistungen zur
Rehabilitation zu stellen. Ergibt die Prüfung durch den Rentenversicherungsträger, dass auch eine
solche MAßnahme keine Aussicht auf Erfolg hat, wird der Antrag als Rentenantrag gewertet und in der
Regel eine Zeitrente gewährt.
Du siehst, wenn alles ordetnlich abläuft, gibt es keine finanziellen Ausfälle, wenn man mal davon
absieht dass das Arbeitslosengeld als auch die Rente niedriger als das Krankengeld sind.
Gruss
Günter Czauderna
Hallo Günter,
vielen Dank, dass ist doch mal eine hilfreiche Aussage.
Leider glaube ich, dass nicht jeder Mitarbeiter der KK so gut arbeitet, wie scheinbar deine.
Denn meine Mutter bekommt auch ihr Geld nur recht spärlich und nach zich-Nachfragen. Erst ist es Krankheit von Kollegin, dann lag der Schein irgendwo woanders, ect. pp. - LEIDER!!!
Aber ich bin doch sehr froh, dass es auch noch die GUTEN gibt!!
liebe Grüße Netti