ich habe letztes Jahr im August ein Gewerbe im Bereich Dienstleistung angemeldet,
hatte jedoch 1999 keine Geschäftstätigkeit und somit auch keine Einnahmen. Nur Ausgaben zur Vorbereitung der „Infrastruktur“: Telefonanlage, Geschäftspapier, Inserate, Flyer u.a. Werbemassnahmen etc… Ich beziehe meine Einkünfte aus einem
Fulltimejob und die Steuererklärung '99 steht an. Kann ich diese Kosten, für das Gewerbe, das noch nichts eingebracht hat, als Werbekosten - Anlage N - absetzen? Oder wie? Oder was? Die Anlage GSE sieht dafür nichts vor.
Tipps aus dem Erfahrungsschatz anderer „kleiner“ Gewerbetreibenden - in/aus der
Aufbauphase - wären sehr willkommen.
Die Anlage GSE sieht durchaus was vor: Du hast nämlich schlichtweg einen negativen Ertrag, der entsprechend eingetragen wird. Wenn du also DM 10.000,00 Vorbereitungskosten hattest, trägst du als Einnahmen aus Gewerbebetrieb -10.000,00 DM ein. Damit hast du einen Verlustvortrag, der mit zukünftigen Einnahmen verrechnet wird. Natürlich mußt du dem Finanzamt deine Verluste nachweisen und begründen, z.B. durch Belege und einer Überschußrechnung.
MfG
Dietmar Lucas
P.S.: Übrigens ist es durchaus normal daß ein Geschäft in der Anlaufphase „Miese“ macht.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
grundsätzlich wagt sich ein Steuerberater nicht bis an die Grenzen des Möglichen heran, da er um seine „Berufsehre“ Angst hat. „Motto: was sagt das Finanzamt, wenn ich mich aus dem Fenster lehne ?“
Trotzdem sollte man den Jahresabschluß vom Steuerberater machen lassen (sieht einfach seriöser aus), aber man sollte auf den Steuerberater Einfluss nehmen (und sich natürlich vorher selbst mit der Materie auseinandersetzen)
aus eigener Erfahrung kann ich nur
Empfehlen: keine Selbstaendigkeit ohne einen
guten Steuerberater, das Steuerrecht ist
hochkompliziert und aendert sich staendig,
selber machen bedeutet meist auf einer
tickenden Zeitbombe zu si