Werbung bundesweit

Hallo,

die Geschäftsidee kommt langsam in Gang. Bald geht es los.

Nun stellt sich die Frage mit der Werbung. Weiter unten, habt ihr ein paar schöne Tipps zur regionaler Werbung gegeben. Nun muss die Werbung aber bundesweit gestreut werden, da zukünftig per Post/Mail/Internet gearbeitet wird.
Es sollen Privatmenschen angesprochen werden, Firmen sind uninteressant
Die Werbung soll verständlich sein, das habe ich weiter unten gelernt.

  • Fahrzeugwerbung (fahren zu Beginn aus privaten Gründen einmal quer durch Deutschland)
  • Flyer (verteilen, im Briefkasten, auslegen)
  • Visitenkarten (machen nur Sinn, wenn man sie sinnvoll unter die Leute bringen kann)
  • die Visitenkarten oder Flyer an parkenden Autos verteilen (nervig)
  • Vitamin B (ist aber bundesweit etwas schwierig)

Doch an welche Stellen darf man Fahrzeugwerbung kleben? Machen Magnetschilder oder Heckscheibenwerbung mehr Sinn?
Darf man im Bahnhof oder vorm Supermarkt Flyer verteilen? Muss man da jemand um Erlaubnis fragen?
Darf man Zettel an parkende Autos klemmen?

Ist uns eine Form der Werbung entgangen?
Was davon macht wirklich Sinn? Oder hilft hier nur „die Masse machts“?

Achja, sooo viel soll es auch nicht kosten…

Gruß
TaTo

Hallo TaTo,
so wirds nicht gehen.

Such Dir erst zwei oder drei Testgebiete auf der
Postleitzahl-Landkarte aus.

Dann nimmst Du einen Bleistift und schreibst die Summe, die Du im ersten Jahr für die Markteinführung ausgeben willst, auf einen Zettel.

Mit diesem Zettel gehst Du zu einer Werbeagentur.

Dort kannst Du ja zum Spaß fragen, was eine bundesweite Kampagne kosten würde - also TV, Plakat, Anzeigen u.s.w.

Und dann redet ihr gleich einmal über die zwei oder drei Testgebiete, die Du ja schon vorher ausgewählt hast.

Viel Erfolg!
J.

Hallo TaTo,

wenn Du eine solch große Kampagne (bundesweit) starten willst solltest Du ein Budget festlegen und am besten bei einer Werbeagentur nachfragen ob damit (bei Deiner Zielgruppe) eine wirkungsvolle, bundesweite Kampagne realisierbar ist.

Sollte das Budget zu gering sein, mach lieber eine großzügige regionale Kampagne (da kannst Du dann auch Erfahrungen sammeln).

Fahrzeugwerbung: im Prinzip kannst Du das Fahrzeug rundum bekleben lassen (Fenster müssen natürlich so weit frei bleiben, dass keine Sichtbehinderung besteht).Im fließnden Verkehr ist die Heckfläche Deines Fahrzeuges die wertvollste Werbefläche (Heckscheibe beschriften ist erlaubt, sofern zweiter Außenspiegel vorhanden). An Ampeln, im Stau usw. stehen immer Fahrzeuge hinter Dir und den gelangweilten Auotofahrern ist es eine willkommene Abwechslung (haben Umfragen ergeben) Deine Werbebebotschaften zu lesen (sollten natürlich ein bischen peppig gemacht sein).Generell ->> nicht zuviel Text, wenige prägnante Worte, tolle Grafik (Eyecatcher/Blickfang) und möglichst groß (muss auch bei 50km/h im Vorbeifahren noch die Botschaft rüberbringen).

Magnetschilder würde ich nicht nehmen, sieht immer sehr provisorisch und nach fliegendem Händler (oder Fahrschule) aus.

Flyer/Werbezettel auf öffentlichem Grund verteilen bedarf bei den meisten Kommunen einer behördlichen Genehmigung (nachfragen).

Auf privaten Grund muss der Eigentümer sein Einverständnis geben (Hausrecht).

Werbung an Autos verteilen >> generell ja, sofern nichts beschädigt wird (nach der Aktion bitte die weggeworfenen Flyer o.ä. wieder aufsammeln, sonst wird der Eigentümer des Grundstücks sauer und es gibt einen schlechten Ruf für die beworbene Sache und keine zweite Aktion!!).

Und: Nicht nur die Masse macht’s -> aber es hilft ungemein wenn man so die Streuverluste etwas kompensieren kann. Eine, noch so aufwändige Einmalaktion wird schnell auch wieder vergessen - darum lieber etwas bescheidener dafür aber: wiederholen,wiederholen,wiederholen!!

Hallo!

Nun muss die Werbung aber bundesweit gestreut werden…

Kannst Du tatsächlich aus dem Stand heraus die Liefer- und Leistungsfähigkeit auf die Füße bringen, ein Land mit 82 Millionen Menschen bewerben und beliefern zu können? Falls nicht und es wird trotzdem in zu großem Stil geworben, wird die Sache ein teurer Rohrkrepierer. Zwischen der Aktion in nur einer einzigen kleinen Gemeinde und der bundesweiten Kampagne liegen mehrere Stufen, die sich i. d. R. schon aus finanziellen Gründen nicht übergehen lassen. Außerdem brauchen Produktions-/Dienstleistungskapazitäten Zeit für ihren Aufbau.

Es gibt Werbemethoden, die sich insbesondere für den regionalen Bereich eignen und ganz andere Methoden für die landes- oder bundesweite Werbung. Einige Werbemedien eignen sich eher für das Niedrigpreissegment, während das gleiche Medium einem hochpreisigem Produkt eher schadet. Je nach Medium erreicht man andere Zielgruppen. Mit hinter den Scheibenwischer geklemmten Zetteln erreicht man Autofahrer, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort parkten. Wenn sich die Zielgruppe genau so beschreiben läßt - bitteschön, dann ist das die geeignete Methode. Aber es ist keine Methode, um bundesweit z. B. alle Autofahrer oder möglichst alle Schüler oder alle Gebißträger oder alle Hausfrauen oder alle… Du merkst, erst müssen Vorstellungen über die Zielgruppe vorhanden sein. Ein Produkt, das jeder braucht, gibt es nicht, denn die Luft zum Atmen wirst Du nicht vermarkten wollen. Wenn die Zielgruppe nicht beschrieben ist, strullt man Werbung für teuer Geld nutzlos in die Gegend.

Apropos Geld: Du erwähnst ein knappes Budget. Begrenzt ist ein Budget immer. Knapp ist etwas anderes. Wenn Du Menschen infizieren willst, brauchst Du pro Nase eine bestimmte Mindestmenge Erreger. Unterhalb dieser Schwelle bleiben die Erreger wirkungslos. Das gilt für Werbung in gleicher Weise. Zu dünn übers Land verhudelt, verpufft die Maßnahme wirkungslos. Statt wirkungslose Halbheiten zu veranstalten, beschränkt man Zielgruppe und/oder Gebiet auf ein wirklich gut durchdringbares Maß.

Entscheidend ist der Erfolg einer Werbemaßnahme. So kommt man für die verschiedenen Werbemedien bzw. Werbemethoden zu sehr unterschiedlichen Kosten pro Kontakt und Kosten pro Verkauf. So kostet eine Werbesendung an Haushalte mit Tagespost einen zweistelligen Centbetrag und die Teilnahme an einer Publikumsmesse mit Verkauf ab Messestand einen zweistelligen Eurobetrag pro Kontakt. Die beiden Maßnahmen unterscheiden sich in den Kosten pro Kontakt um den Faktor 100. Das Bild ändert sich bei Betrachtung der Kosten pro Verkauf. Bei Werbesendungen mit Tagespost liegt die Erfolgsquote im Promillebereich, bei der Messeteilnahme um Zehnerpotenzen höher.

Bei landes- oder gar bundesweiter Werbung läßt sich Fernsehwerbung effizient einsetzen. Das muß keineswegs teurer sein als z. B. Aktionen mit Flyern. Wie immer muß man auch bei Fernsehwerbung hinsichtlich Ausstrahlungszeit, Sendeanstalt und Programmumfeld sehr genau auf die Zielgruppe achten. Eine Werbung vor Big Brother erreicht ein ganz anderes Publikum mit ganz anderem Konsumverhalten als der Spot vor regionalen Nachrichten im regionalen Fernsehen. Dabei gibts keine Kategorien von guter oder schlechter Werbung, teurer oder billiger Werbung. Entscheidend ist nur die Effizienz, mit der man die Zielgruppe erreicht.

Zusammengefaßt muß man sich mit dem Produkt, seiner Zielgruppe, mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der Lieferfähigkeit des Anbieters beschäftigen, um zu Ideen für geeignete Werbemaßnahmen und Werbemedien zu kommen. Am Anfang steht aber immer die Beschreibung der Zielgruppe. „An alle Privatleute“ o. ä. ist ganz schlecht, sowas gibts nicht und so läßt sich Werbung nicht gezielt und mit Verkaufserfolg einsetzen.

Gruß
Wolfgang

Danke!
Ihr habt uns zum Nachdenken angeregt.
Inzwischen sind uns schon ein paar kostengünstige, aber kreative Ideen gekommen, wie wir Werbung machen können.
Jetzt mal etwas konkreter.

Habt ihr Erfahrung mit Autowerbung? Bekommt man die Folie wirklich so gut wieder ab, wie überall beschrieben? Gibt es da wesentliche Qualitätsunterschiede?

Welche Flyer (glänzend, Normalpapier, farbig, welche Größe) könnt ihr empfehlen? Was ist für die Kunden ansprechend und was findet ihr einfach nur billig? Es gibt recht wenige Informationen, es soll also keine Speisekarte gedruckt werden. Das ist natürlich Abhängig vom Geschmack und wir können diese Entscheidung auch alleine treffen, aber mich interessiert eure Meinung.

Gruß
TaTo

Laiensicht :smile:
Hi Tato,

also ich spreche jetzt einfach mal für mich. Und ich renne schreiend davon, wenn mir irgendwer in der Fussgängerzone Flyer (egal ob ausgefranste Kopien auf Billigpapier oder Luxus-Hochglanz) in die Pfote drücken will. Genauso reagiere ich auf Flyer in meinem Briefkasten. Die Dinger kriegen allenfalls einen flüchtigen Blick ab. Einzig Pizzaservices werden aufgehoben (you never know *fg*).
Teile, die mir auffallen, weil sie über einen Zeitraum von nem Jahr zweimal wöchentlich hier ankommen merke ich mir, und latsche auch bei eigentlich geringem Interesse mal in dem Laden vorbei. Aber dann muss der Laden schon einiges bieten, dass ich auch was dort kaufe :wink:
Ansonsten gucke ich auch nicht auf Plakete, denn wenn ich da vorbei fahre guck ich ja auf den Verkehr und nicht auf die rumhängenden Teile. Das einzige was auch bei mir funktioniert sind Heckscheibenaufkleber. Aaaaber nicht wenn da steht „Sex Tel 25148 - jetzt wo ich Ihre Aufmerksamkeit habe, kann ich’s Ihnen ja sagen…“ sondern irgendwas witziges mit einer kurzen, gut zu merkenden Internetadresse.

Und eine Sache auf die ich voll abfahre sind Gutscheine. Und zwar nicht „Kaufen Sie bei uns ein Sofa für 5000 Euro oder mehr und wir scheken Ihnen kostenlos ein Lederspray im Wert von 1,49 Euro“. Sondern wirklich und effektiv 10% Rabatt beim ersten Einkauf. Oder irgendwelche bestimmten (attraktiven!) Dinge ("…nach Wahl…") zum halben Preis. Oder eine Gratis-Butterbrezel. Ein Kalender. Scheibset. Irgendwas halt, aber nicht termingebunden sondern „endlos“ gültig. Dann heb ich mir den Gutschein auf und irgendwann schaue ich sicher vorbei :wink: Oder ein Bonusheft (jaaaa, Schweizer fahren voll auf sowas ab *fg*)

Ansonsten wenn ich bundesweit suche, guck ich nicht auf doofe Flyer oder so sondern google. Und die ersten 1 bis 10 Treffer haben ne echte Chance :wink: Aber nur wenn ich sofort überschaue, dass Ihr auch das zu verkaufen habt was ich gerne möchte und ich in einen Online-Shop gerate, wo ich sofort bestellen kann (Rechnung oder Kreditkarte), der keine endlosen Ladezeiten hat, wo ich mich nicht erst anmelden und einloggen muss, wo ich sofort die Lieferzeit sehe und die’s auch in die Schweiz schicken und das Märchensteuer-Problem gleich lösen…
Achja, und wo natürlich Preis zu Leistung passt - aber das hat ja nun mit der Werbung an sich nicht viel zu tun :wink: Generell wäre es aber vielleicht auch ne Idee in dieser Google-Werbe-Spalte zu werben?

Was mich ärgert sind pseudo-echte Briefe. Also Werbung, die auch noch in nem Briefumschlag verpackt ist und entweder an „Petzi Bär, Bärenhöhle 1a, Bärlingen“ oder an „Sie direkt und persönlich und niemanden sonst“ adressiert ist. Die kriegen schon aus Prinzip keinen zweiten Blick auch wenn sie über 100 Jahre täglich im Briefkasten liegen :wink:

*wink*

Petzi

Hallo!

Bekommt man die Folie wirklich so gut wieder ab, wie überall
beschrieben? Gibt es da wesentliche Qualitätsunterschiede?
Welche Flyer (glänzend, Normalpapier, farbig, welche Größe)
könnt ihr empfehlen?

Diese Fragen im Zusammenhang mit bundesweiter Werbung machen mich wirklich neugierig. Wie willst Du mit Autoaufklebern oder Flyern von Aachen bis Dresden, von Flensburg bis Garmisch flächendeckend werben und für welches Produkt oder für welche Dienstleistung? Dafür bräuchtest Du tausende Fahrzeuge und tausende Flyer-Verteiler und selbst mit solchem Aufwand sind es furchtbar ineffektive und langwierige Methoden.

Außerdem: Wer (außer ein paar über Jahrzehnte gewachsenen Riesen) kann und will den Massenmarkt mit zig Millionen Menschen bedienen?

Gruß
Wolfgang

Doch an welche Stellen darf man Fahrzeugwerbung kleben? Machen
Magnetschilder oder Heckscheibenwerbung mehr Sinn?
Darf man im Bahnhof oder vorm Supermarkt Flyer verteilen? Muss
man da jemand um Erlaubnis fragen?
Darf man Zettel an parkende Autos klemmen?

Hier sind Beispiele für Fahrzeugwerbung: http://www.mediaprint-neufeld.de/neu/beschriftung.htm

Wenn das Rückfenster ganz oder teilweise (von Werbung oder Ladung) bedeckt ist, ist ein Außenrückspiegel auf der rechten Seite Pflicht.

Gruß JoKu

Hallo Wolfgang,

Diese Fragen im Zusammenhang mit bundesweiter Werbung machen
mich wirklich neugierig. Wie willst Du mit Autoaufklebern oder
Flyern von Aachen bis Dresden, von Flensburg bis Garmisch
flächendeckend werben und für welches Produkt oder für welche
Dienstleistung? Dafür bräuchtest Du tausende Fahrzeuge und
tausende Flyer-Verteiler und selbst mit solchem Aufwand sind
es furchtbar ineffektive und langwierige Methoden.

Autowerbung soll ja nur ein kleiner Teil sein. Ein Auto ist vohanden. Daher stellt sich die Frage: Nutzt man diesen Platz zum günstigen Preis oder verzichtet man drauf. Das man damit keine Millionen von Kunden gewinnt ist klar. Doch es ist einfach eine Möglichkeiten, die wir haben - warum nicht nutzen?

Das mit den Flyern war regional gemeint. Ganz Deutschland damit einzudecken ist natürlich utopisch. Aber in der Gegend kann man die schon verteilen.

Radio- /Fernsehwerbung ist zwar schön, aber als Existenzgründer unbezahlbar.

Die Zielgruppe lässt sich zwar noch etwas eingrenzen, aber nicht viel. Es ist eine Dienstleistung, die fast jeder nutzen könnte. Laut Statistik gehört jeder dritte Deutsche zur möglichen Kundschaft.
Zum Frisör geht ja auch jeder - nur so als Beispiel aus einen völlig anderen Bereich (was genau die Geschäftsidee ist, sag ich noch nicht). Nur wird diese Dienstleistung per Post und Internet angeboten und ausgeführt, daher ist rein theoretisch eine bundesweite Umsetzung möglich.
Da man aber keine Werbung in ganz D für wenig Geld machen kann, werden wir die Werbung vorerst nur regional einsetzen. Wenn sich dann zufällig ein Autofahrer außerhalb unserer Region von der Heckscheibenwerbung angesprochen fühlt, dann ist das nett…

Nun sind wir doch wieder bei regionaler Werbung…
Unsere Bedenken sind aber, dass Flyer ignoriert werden, was auch einige hier bestätigt haben. Auch bei mir wandern die meisten Flyer in den Müll. In die Hand lasse ich mir auch nichts drücken, wenn da kein Bonbon o.ä. bei ist.

Daher suchen wir noch nach alternativen Ideen…

Gruß
Tato

Hallo!

Wenn lt. Statistik ein Drittel der Bevölkerung Deine Dienstleistung nutzen kann, ist das weit entfernt von **allen Bewohnern. Wenn es solche Statistik gibt, muß es auch gelingen, wenigstens eine Zielgruppe genau zu beschreiben. Wenn man das geschafft hat, kann man nicht mehr auf die Idee kommen, irgendwelches Material unters Volk zu streuen. Statt dessen schießt man direkt ohne Streuverluste auf diese eine einzige Zielgruppe zu.

Wenn in Deinem Garten der Kirschbaum voller Früchte hängt und Du schaffst es gar nicht, die Kirschen zu ernten, bevor die Konkurrenz (in Form von Staren) kommt, wäre es nicht besonders klug, sich bundesweit auf die Suche nach Kirschbäumen zu machen, um mal hier und mal da je eine Kirsche zu ernten. Sinnvollerweise wirst Du Dich also zuerst um den heimischen Kirschbaum kümmern und die anderweitig hängenden Kirschen bewußt ignorieren. Auch die Mittel für die Kirschernte vor der Haustür sind andere, als wenn Du in großer Entfernung ernten willst. Für die Kirschernte im eigenen Garten brauchst Du keinen Lkw für den Transport zu kaufen und mußt Dich nicht um Übernachtungsmöglichkeiten kümmern.

Du brauchst also für die Kirschernte ein Konzept, damit Du nicht versehentlich für den Kirschbaum im eigenen Garten einen Lkw kaufst und Hotelzimmer reservierst. Ich will Dich nicht veräppeln, das Beispiel soll nur verdeutlichen, daß Dir zuerst klar sein muß, ob Du regional oder überregional tätig sein willst. Danach richtet sich nämlich die Vorgehensweise. Geeignete Werbemethoden im regionalen Umfeld haben nicht einmal entfernte Ähnlichkeit mit den Methoden für bundesweite Werbung. Die dabei getroffenen Entscheidungen haben natürlich keinen Ewigkeitswert, sie müssen mit der Zeit immer wieder überprüft werden.

Es scheint eine Existenzgründern nur schwer vermittelbare Kunst zu sein, sich zunächst auf eine bestimmte Zielgruppe und ein bestimmtes Gebiet zu konzentrieren. So wundert mich nur, daß nicht sogleich von weltweiter Akquise die Rede war. Auch in diesem Forum wurde schon gefragt, wie man zum Geld für ein Patent in allen Ländern der Erde kommt. Der Fragesteller wäre schon froh gewesen, wenn er wenigstens einen einzigen Kunden in seinem Wohnort hätte, aber bevor er sich in solche Niederungen begibt, geht der Blick zum kolumbianischen und grönländischen Markt.

Sollte sich zufällig ein Kunde aus einer entfernten Ecke der Republik zu Dir verirren, kannst Du ihn gerne bedienen, sofern Du Dir damit keine Verpflichtung für Vor-Ort-Service o. ä. einhandelst. Ungeachtet dessen mußt Du Deine Werbemethoden auf höchstmögliche Effizienz abklopfen. Werbemethoden mit Erfolgsquoten im Promillebereich (dazu gehören in der Gegend verteilte Flyer) sind alles andere als effizient. Konzentriere Dich auf eine Zielgruppe, von der Du genau weißt, daß sie Dein Produkt gebrauchen kann. Bei der Konzentration auf eine bestimmte Zielgruppe schließt Du zunächst viele Menschen aus, die Dein Produkt vielleicht auch gebrauchen könnten. Macht aber nichts. Einige mit Zeitaufwand recherchierte, handverlesene und direkt angesprochene Interessenten bringen eine größere Erfolgsquote als waschkorbweise verteiltes Zeug, das viel Geld kostete, aber nur bei einem von 1.000 kontaktierten Personen zum Erfolg führt. Als Existenzgründer hast Du i. d. R. kein Geld übrig, Werbematerial herstellen zu lassen, das nur im Müll landet.

Ohne Kenntnis des Produkts/der Dienstleistung kann ich keine Zielgruppenauswahl treffen, bei dessen Kontaktierung Du Schlag auf Schlag zum Erfolg kommst. Aber genau das muß zunächst das Ziel sein. Das hindert Dich ja nicht, Dein Auto mit Aufklebern zu bepflastern, aber solche Maßnahme kommt über lockere Unterstützung am Rande nicht hinaus. Gute Akquise funktioniert mit strikter Erfolgskontrolle und wenn Produkt und Zielgruppenansprache etwas taugen, erzwingt man den Erfolg, macht ihn jedenfalls nicht von Zufällen abhängig und/oder gibt sich mit 1-Promille-Quoten zufrieden.

Gruß
Wolfgang**

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Deine witzige Werbung …

sind Heckscheibenaufkleber. Aaaaber nicht wenn da steht „Sex
Tel 25148 - jetzt wo ich Ihre Aufmerksamkeit habe, kann ich’s
Ihnen ja sagen…“ sondern irgendwas witziges mit einer
kurzen, gut zu merkenden Internetadresse.

… kannst Du hier nicht als Anekdote, sondern als real durchgeführt haben:

Ein Sanitär-Unternehmer aus Algermissen (Niedersachsen) hat auf der Rückseite eines seiner Sprinter-Service Mobils neben seiner Firmenwerbung folgendes stehen:

Jetzt möglich und unkompliziert - für nur einen Euro!
Brustvergrösserung durch Handauflegen!
Gleich hier beim Fahrer!

Werbung auf Weblog
warum werbst du nicht auf mein weblog?:wink:)
http://www.themilliondollarweblog.com

Cheers, Chen

Dann eben nicht.

(was genau die Geschäftsidee ist, sag
ich noch nicht)

Und warum vergeudest Du dann die Zeit von
Fachleuten?

Gruß
J.

Warum sollte er??? Bringt doch nichts!!!

Oh
so Du hast Dich dann diese seite angeschaut? warum sagst Du es nichts bringt?

ich finde so guenstig kann man keine Werbung machen, mit US$10 bist du jetzt schon dabei!

Warum sollte er??? Bringt doch nichts!!!