Werden nur 'Übermenschen' gesucht ...?

hallöle,

um irgendwie brot, wasser und strom bezahlen zu können, jobbe ich derzeit in einer filiale eines bekannten fast food-unternehmens. keine arbeit, die mich erfüllt oder inspiriert, aber eben geld aufs konto bringt, jedenfalls nichts für den rest meines lebens.

ich habe eine überbetriebliche ausbildung sehr gut abgeschlossen, war dann leider ein halbes jahr arbeitssuchend, habe mich an einem studium der bwl versucht, dieses aber nach 4 semestern aufgegeben … und suche nun eben einen ganz normalen, sicheren 9-17-job, mit 40 stunden arbeit pro woche, geregeltes einkommen etc. … was man eben so zum leben braucht.

wenn ich aber mal so häufig frequentierte jobbörsen nach entsprechenden stellenangeboten durchsuche, kommt mir das grausen:

  • anscheinend gibt es keine jobs mehr für leute ohne hochschulabschluß
  • man soll jung und dynamisch sein, aber schon exzellente kenntnisse in 2-3 verschiedenen studiengängen vorweisen können
  • am besten bringt man noch fachkenntnisse in 3-5 programmiersprachen mit (oder erfindet selbst eine)
  • und überhaupt soll man seit seinem eintritt ins arbeitsfähige alter nichts getan haben als zu ackern, zu schindern und sich den buckel krumm zu schuften

hallo?!?

verfassen unternehmen grundsätzlich ihre stellenangebote so, dass man erst mal abgeschreckt wird bzw. dass sich nur die ganz mutigen bewerben? oder ist es allgemein üblich, sich den „super-arbeiter“ als eine art traum in so ner anzeige zu erstellen und dann zu hoffen, dass sich irgendwer bewirbt, der da vielleicht annähernd ranreicht?

ich habe kein abgeschlossenes studium, kann keine programmiersprache nachts im dunkeln durchexerzieren, aber ich habe eine ausbildung, die mir nur immer mehr als völlig nutzlos erscheint … !
ich hab die bereitschaft zu arbeiten, neues zu lernen, mich weiterzubilden, auch meinetwegen jeden tag eine stunde zur arbeit und zurück zu fahren … aber das reicht wohl nicht aus, um auch nur mal irgendwo den fuß in die tür zu kriegen …

wie seht ihr das?
sollte man sich trotz horrender anforderungen einfach bewerben und das beste hoffen? oder gibt es jobbörsen, die sich auch so eher an berufseinsteiger richten?

  • peace, ein irritierter, arbeitsuchender ted

Hallo Ted,

aus deiner Vika habe ich entnommen, dass du eine überbetriebliche Ausbildung in einem der „neuen“ IT-Berufe gemacht hast. War das eine Umschulung? Warum eine überbetriebliche Ausbildung und keine betriebliche Ausbildung?

Da durch diese neuen Ausbildungsberufe sehr viele ITler auf den Markt geschwemmt wurden, hat man es als jemand ohne Praxiserfahrung natürlich schwer.

Wieso hast du dein Studium abgebrochen?

So hast du natürlich nicht die optimalen Grundlagen für den Kampf auf dem Arbeitsmarkt.

Was für einen Job in welcher Berufssparte suchts du? Das hast du noch nicht geschrieben.

Gruß

Phoebe

Hallo ted,

  • am besten bringt man noch fachkenntnisse in 3-5
    programmiersprachen mit (oder erfindet selbst eine)

Ich komme so auf 10, „erfunden“ habe ich auch schon einige.

verfassen unternehmen grundsätzlich ihre stellenangebote so,
dass man erst mal abgeschreckt wird bzw. dass sich nur die
ganz mutigen bewerben? oder ist es allgemein üblich, sich den
„super-arbeiter“ als eine art traum in so ner anzeige zu
erstellen und dann zu hoffen, dass sich irgendwer bewirbt, der
da vielleicht annähernd ranreicht?

Letzteres hat sich in den letzten 10 Jahren so entwickelt.
Ich bin jetzt seit etwa 20 Jahren selbständig, habe aber keine Angestellten. Allerdings bekomme ich immer wieder Bewerbungen.
Da bewirbt sich dann ein plattfüssiger Kelner, welcher in 6 Monaten zum Elektroniker weitergebildet wurde … Scheinbar sind alle Elektroniker blöde welche eine 4 Jährige Lehre abgeschlossen haben.

Bei befreundeten Firmen, habe ich mitgeholfen Bewerber auszusortieren, ich war auch bei den Bewerbungsgesprächen dabei.
Bei einer Befragen können die Leute angeblich ALLES, wenn man dann konkret nachfragt ist nichts vorhanden …

Zudem habe ich als Projektberater Leute kennengelernt, welche sich eine Stelle als C-Programmierer ergattert hatten, allerdings kannten die nichteinmal die Grundlagen von C, kein Wunder, dass diese Projekte nicht vom Fleck kamen.

Irgendwie hat sich das so aufgeschaukelt, ein Bewerber verspricht das Blaue vom Himmel, was seine Fähigkeiten und sein Wissen betreffen und der ARbeitgeber sucht nun halt jemand der maximal 30 Jahre alt ist und mindestens 20 Jahre berufserfahrung hat !!!

MfG Peter(TOO)

Hallo.

ich habe eine überbetriebliche ausbildung sehr gut
abgeschlossen, war dann leider ein halbes jahr arbeitssuchend,
habe mich an einem studium der bwl versucht, dieses aber nach
4 semestern aufgegeben … und suche nun eben einen ganz
normalen, sicheren 9-17-job, mit 40 stunden arbeit pro woche,
geregeltes einkommen etc. … was man eben so zum leben
braucht.

…und welche Richtung ?

wenn ich aber mal so häufig frequentierte jobbörsen nach
entsprechenden stellenangeboten durchsuche, kommt mir das
grausen:

Fehler Nr.1: stark frequentierte Börsen aufsuchen. Immerhin
werden diese aus gutem Grund stark freq. sein.

  • anscheinend gibt es keine jobs mehr für leute ohne
    hochschulabschluß

Umgekehrt: Leute ohne HS werden über andere Medien vermittelt

  • man soll jung und dynamisch sein, aber schon exzellente
    kenntnisse in 2-3 verschiedenen studiengängen vorweisen können

Bspl.:Wirtschaftsingenieurwesen

  • am besten bringt man noch fachkenntnisse in 3-5
    programmiersprachen mit (oder erfindet selbst eine)

Klar: weil eine Sprache gar nicht das volle Spektrum der
Möglichkeiten abdeckt

  • und überhaupt soll man seit seinem eintritt ins
    arbeitsfähige alter nichts getan haben als zu ackern, zu
    schindern und sich den buckel krumm zu schuften

Kommt drauf an wo man nach Arbeit sucht. Ausserdem wollen
qualifizierte Leute länger arbeiten.

hallo?!?

verfassen unternehmen grundsätzlich ihre stellenangebote so,
dass man erst mal abgeschreckt wird bzw. dass sich nur die
ganz mutigen bewerben? oder ist es allgemein üblich, sich den
„super-arbeiter“ als eine art traum in so ner anzeige zu
erstellen und dann zu hoffen, dass sich irgendwer bewirbt, der
da vielleicht annähernd ranreicht?

…sofern die Stelle überhaupt (noch) besetzt werden soll.
Eine Anzeige kann nämlich auch aus Prestigegründen veröffentlicht
worden sein.

ich habe kein abgeschlossenes studium, kann keine
programmiersprache nachts im dunkeln durchexerzieren, aber ich
habe eine ausbildung, die mir nur immer mehr als völlig
nutzlos erscheint … !

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“. Ist zwar brutal,
passt hier aber. In Technik und Naturwissenschaften veraltet
das Wissen auch immer schneller…

ich hab die bereitschaft zu arbeiten, neues zu lernen, mich
weiterzubilden, auch meinetwegen jeden tag eine stunde zur
arbeit und zurück zu fahren … aber das reicht wohl nicht
aus, um auch nur mal irgendwo den fuß in die tür zu kriegen

s.o.

wie seht ihr das?
sollte man sich trotz horrender anforderungen einfach bewerben
und das beste hoffen? oder gibt es jobbörsen, die sich auch so
eher an berufseinsteiger richten?

Gute Frage:
http://www.heise.de/fastbin/heisejobs/start.pl
http://entwickler.com/jobs/
http://jobs.golem.de/
http://www.ingenieurkarriere.de/
http://www.wiwi-online.de/start.php

HTH
mfg M.L.

Hallo Ted, ich denke, einen wichtigen Aspekt darf man einfach nicht ausser acht lassen: Die laufenden Personal- und auch die Einarbeitungskosten sind nun einmal enorm hoch und müssen erst einmal erwirtschaftet werden. Automatisch wird der ARbeitgeber bestrebt sein, den bestmöglichen Mitarbeiter für den Job zu finden. Er kann es sich einfach nicht leisten, den „durchschnittlichen“ Mitarbeiter einzustellen, sondern wird immer den aus seiner Sicht bestmöglichen suchen. Würdest Du auch machen, oder? Gruss, Eva

Hallo Ted,

da es z. Zt sehr viele hochqualifizierte, erfahrene Arbeitssuchende gibt, können Arbeitgeber tatsächlich gehobene Ansprüche stellen und werden dennoch schnell fündig. Warum sollte die Fa. sich mit Schmidtchen begnügen, wenn sie auch Schmidt bekommen kann? Wozu das Risiko? Das ist zwar nicht ermutigend, aber die bittere Wahrheit - insbesondere für diejenigen, die noch immer glauben, das Leben sei ein Spaziergang, den man ohne Mühe (um nicht zu sagen „Schule, Ausbildung, Lehrgeld…“) unternehmen kann. Das war noch nie so.

Gruß

Ray

hallöle,

um irgendwie brot, wasser und strom bezahlen zu können, jobbe
ich derzeit in einer filiale eines bekannten fast
food-unternehmens. keine arbeit, die mich erfüllt oder
inspiriert, aber eben geld aufs konto bringt, jedenfalls
nichts für den rest meines lebens.

ich habe eine überbetriebliche ausbildung sehr gut
abgeschlossen, war dann leider ein halbes jahr arbeitssuchend,
habe mich an einem studium der bwl versucht, dieses aber nach
4 semestern aufgegeben … und suche nun eben einen ganz
normalen, sicheren 9-17-job, mit 40 stunden arbeit pro woche,
geregeltes einkommen etc. … was man eben so zum leben
braucht.

Vielen Dank, du sprichst mir aus der Seele! Auch ich suche einen Job, mit dem ich zumindest meine monatlichen Kosten abdecken kann, alles weitere nehme ich gern als Luxus mit.

wenn ich aber mal so häufig frequentierte jobbörsen nach
entsprechenden stellenangeboten durchsuche, kommt mir das
grausen:

ebenfalls danke dafür! Haar genauso geht es mir auch!
An die „Großen“ trau ich mich schon gar nicht mehr ran, mittlerweile gucke ich schon quasi unter "Hilfsarbeiter"Jobs.
Aber auch daran scheitere ich zunehmend, weil mir Führerschein und Auto fehlt. Was nicht heißt, dass ich den nie machen will, aber zumindest in meinem Alter ist es mir nahezu unmöglich, den aus eigener Tasche zu bezahlen.

  • anscheinend gibt es keine jobs mehr für leute ohne
    hochschulabschluß
  • man soll jung und dynamisch sein, aber schon exzellente
    kenntnisse in 2-3 verschiedenen studiengängen vorweisen können
  • am besten bringt man noch fachkenntnisse in 3-5
    programmiersprachen mit (oder erfindet selbst eine)
  • und überhaupt soll man seit seinem eintritt ins
    arbeitsfähige alter nichts getan haben als zu ackern, zu
    schindern und sich den buckel krumm zu schuften

Auch hierfür: danke! Ich fühle mit dir. Ich selbst komme grad frisch aus der Ausbildung. Das ich damit keine Ansprüche stellen darf, weiß ich. Und das ich mich nicht ewig auf einer simplen Ausbildung ausruhen kann, ebenfalls. das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg musste ich abbrechen, weil’s finanziell nicht drin war. Nun MUSS ich also arbeiten gehen. Und ich fühle mich persönlich bestens geschult. Zwar ist meine Ausbildung sehr speziell, aber von meinen persönlichen Kompetenzen bin ich überzeugt. Fachkenntnisse kann ich eben nur für ein kleines Berufsfeld aufweisen…aber ich war froh, überhaupt erstmal eine Ausbildung zu bekommen.

hallo?!?

verfassen unternehmen grundsätzlich ihre stellenangebote so,
dass man erst mal abgeschreckt wird bzw. dass sich nur die
ganz mutigen bewerben? oder ist es allgemein üblich, sich den
„super-arbeiter“ als eine art traum in so ner anzeige zu
erstellen und dann zu hoffen, dass sich irgendwer bewirbt, der
da vielleicht annähernd ranreicht?

Was soll ich Sagen: danke?
Selbst einfache Call-center-Tätigkeiten fordern (zum Teil) Ansprüche…da frag ich mich: WARUM? WOZU? Warum muss ich mehrjährige Berufserfahrung aufweisen, wenn ich doch eh eine Schulung reingedrückt bekomme? Mal ehrlich, telelfonieren ansich ist wohl nicht das Problem…

ich habe kein abgeschlossenes studium, kann keine
programmiersprache nachts im dunkeln durchexerzieren, aber ich
habe eine ausbildung, die mir nur immer mehr als völlig
nutzlos erscheint … !
ich hab die bereitschaft zu arbeiten, neues zu lernen, mich
weiterzubilden, auch meinetwegen jeden tag eine stunde zur
arbeit und zurück zu fahren … aber das reicht wohl nicht
aus, um auch nur mal irgendwo den fuß in die tür zu kriegen

Danke. Danke. Danke. Ich kann mir auch kaum vorstellen, irgendwann 24 Studiengänge zu belegen, um einen halbwegs vernünftigen Job zu kriegen.

wie seht ihr das?
sollte man sich trotz horrender anforderungen einfach bewerben
und das beste hoffen? oder gibt es jobbörsen, die sich auch so
eher an berufseinsteiger richten?

Ich persönlich setze mehr und mehr auf Initiativbewerbungen. NOCH bin ich überzeugt von mir.

  • peace, ein irritierter, arbeitsuchender ted

Käufermarkt…
Hallo!

U.a. weil die Deutschen sich seit 1998 nur Unfug zusammenwählen, liegt Deutschland wirtschaftlich im europäischen Mittelfeld, nicht mehr an erster Stelle wie vor 1998.
Aus diesem Grund gibt es immer weniger Jobs.
Es sind viele sehr gut qualifizierte Menschen auf Jobsuche. Erst wenn die alle im Job sind, werden die Firmen ihre Ansprüche wiederum dem Angebot auf dem Markt (nach unten) anpassen.
Bis dahin empfehle ich jenen, die eben nicht einen der gesuchten CVs vorzuweisen haben, ihre Wahlentscheidungen der letzten Jahre zu überdenken und zu versuchen, die hier aufgezeigte Kausalkette zu verstehen.
Vielleicht wird es dann in 15 Jahren besser.

Grüße,

Mathias

Stimmt, wir erinnern uns, als der Dicke abgewählt wurde, gab’s kaum Arbeitslose. Die paar Arbeitsscheuen konnte man damals an einer Hand abzählen - okay, man mußte schon eine ziemlich vielfingrige Hand nehmen. Na gut, ein paar Millionen Finger brauchte man schon.

Aber um mal wieder sachlich zu werden, hier eine Buch-Empfehlung zum Thema Arbeitssuche und Bewerbung: Im amerikanischen Original heißt es „What color is your parachute“. Aus irgendwelchen Gründen (die nur der Verlag kennt) läuft die deutsche Übersetzung unter dem geistreichen Titel „Durchstarten zum Traumjob“. Wie auch immer, das Buch enthält wertvolle Anregungen, wie man sich von der Masse abheben kann und abseits des Mainstreams auf Arbeitssuche geht. Kannst ja mal bei Amazon schauen.

Gruß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallöle,

ich kann Dir nur in allen Punkten absolut zustimmen. Mir geht’s gerade ähnlich, ich krampfe auch herum um irgendwie über die Runden zu kommen und bin dabei seit langem auf der Suche nach einem Job, mit dem ich mein Leben finanzieren kann ohne permanent Geldsorgen zu haben.

Mir fällt genau wie Dir auf daß viele Stellenanzeigen völlig überkanditelt sind - die Anforderungen passen für den normalen Menschenverstand überhaupt nicht mehr zu den Aufgaben.

Es gibt sicherlich viele (nicht alle) Berufe, bei denen ein neuer Mitarbeiter in seine Aufgabe und die Abläufe eingewiesen werden muß und dieses auch hauptsächlich dafür sorgt daß derjenige klarkommt. In der Stellenanzeige werden dann zwar 20 Qualifikationen zur Vorraussetzung gemacht, in der Realität bringen die aber eher wenig um einen Mitarbeiter wirklich für eine Aufgabe zu qualifizieren.

Genauso sieht’s aus mit Führerschein, möglichst mindestens 2 Fremdsprachen und guten Kenntnissen in Office-Anwendungen. Das sind Standard-Anforderungen, die völlig unabhängig von der konkret zu besetzenden Stelle so gut wie immer und überall erfüllt werden müssen. Daß man für einen Bürojob aber keinen Führerschein braucht und als Fernfahrer dafür keine Office-Programme kennen muß interessiert dabei gar nicht…

Vor allem finde ich es auch immer wieder verwunderlich wenn man sich in allen möglichen Firmen das dort beschäftigte Personal ansieht und sich dann mal überlegt welche die Forderungen aus den Stellenanzeigen, die man für ihre Position schreiben würde, die eigentlich erfüllen würden.

Es ist schon klar daß es Berufe gibt in denen es nicht ohne entsprechende Ausbildung geht: man kann nicht als Chirurg tätig werden nur weil man ein paar Mal im OP zugeschaut hat, man kann nicht als Anwalt auftreten wenn man nicht Jura studiert hat.
Aber es gibt auch sehr, sehr viele Jobs die im Leben kein Studium und keine Ausbildung erfordern, sondern die letztlich einfach auf der Einweisung und Erfahrung eines Mitarbeiters beruhen - und diese Fähigkeiten wird er auch mit der besten Ausbildung im Vorfeld schlicht nie haben, egal wie toll der Lebenslauf aussieht.

Ich denke daß man sich hier in Deutschland sowieso völlig daran aufgeilt was im Lebenslauf steht - genauso wie umgekehrt ein Drama gemacht wird wenn irgendeine Lücke im Lebenslauf ist. Obwohl das eigentlich überhaupt nichts darüber aussagt wie gut ein Mitarbeiter für eine bestimmte Tätigkeit qualifiziert ist.

Ebenso wird ein Hype um das Alter gemacht - daß ältere Mitarbeiter oftmals viel mehr Berufs- und Lebenserfahrung einbringen können versteht in Deutschland keiner.

Typisch deutsche schwachsinnige Bürokratie, die es nicht nur staatlicherseits, sondern auch in vielen Unternehmen gibt. Ändern können wir das leider nicht… Man kann nur gute Miene zum bösen Spiel machen und hoffen daß man trotzdem irgendwo unterkommt.

Gruß,

MecFleih

Hi,

um Dich mal wieder auf den Teppich zu holen, ein paar meiner Gedanken:

Klar, in Stellenanzeigen werden Maximal-Forderungen gestellt, das, was dem Personalverantwortlichem als Ideal erscheint.
Also werden erstmal diese Wünsche formuliert, obwohl einige selbst wenig Ahnung von der Materie haben oder genau wissen, daß kein Bewerber ALLE Anforderungen zu 100% erfüllen kann.
Schade ist nur, daß die viele Firmen nicht abstufen, was wirklich unabdingbar ist und welche Skills aus der Kategorie „Nice 2 have“ sind.

Also laß den Mut nicht sinken, und wenn was halbwegs paßt, bewirb Dich einfach, nur wer wagt gewinnt, wer nix wagt hat schon verloren.

Gruß

Winni

PS: Stellenanzeigen für Nicht-Akademiker sind leider meist in den Regionalzeitungen versteckt, obwohl die meisten inzwischen den Stellenmarkt auch auf Ihr Portal bringen, vielleicht suchst Du dort mal?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

tatsach ist auch, das der Druck in vielen Unternehmen gnadenlos zunimmt. Man wird offen nur noch als Kostenfaktor bezeichnet. Wenn man sich beschwert, heißt es nur: Wenn es Ihnen nicht passt, suchen Sie sich halt was anderes.

ich hab die bereitschaft zu arbeiten, neues zu lernen, mich
weiterzubilden, auch meinetwegen jeden tag eine stunde zur
arbeit und zurück zu fahren … aber das reicht wohl nicht
aus, um auch nur mal irgendwo den fuß in die tür zu kriegen

Manche Unternehmen setzen das Weiterbilden zwar voraus (Fordern) unterstützen (Fördern) die Mitarbeiter in keinster Weise (außer sie tragen enge T-Shirts und Röcke)

Das Problem dürfte sich in den nächsten Jahren eher noch verschärfen. Patentrezepte gibt es dazu (leider) kaum.

Gruß

Roland

Gut auf den Punkt gebracht
Hi,

(…)

Vor allem finde ich es auch immer wieder verwunderlich
wenn man sich in allen möglichen Firmen das dort
beschäftigte Personal ansieht und sich dann mal überlegt
welche der Forderungen aus den Stellenanzeigen,
die man für ihre Position schreiben würde,
die eigentlich erfüllen würden.

Die Wenigsten!
Man wird erstaunt feststellen, dass es sich fast ausschliesslich um stinknormale Menschen handelt, die auf’s Klo muessen und mit Wasser kochen.

Ich bin ueber einen Headhunter zu meiner jetzigen Stelle gekommen und habe nachtraeglich die betreffende Stellenanzeige gesehen.
Gottogott!
Das Entscheidende ist aber: Ich haette mich trotzdem beworben!

Gruss,

Weit hergeholt. Geht es etwas konkreter? (owt)
.

Sehr naheliegend. Noch konkreter geht es nicht…
…wer es jetzt nicht versteht, wird es nie mehr verstehen.

Wenn Du aber eine konkrete Frage hast, shoot!

Grüße,

Mathias