Wert einer Einbauküche

Hallo zusammen,

meine Vormieterin hat mir für ihre Einbauküche ein Übernahmeangebot gemacht. NP ca. 10.000 Euro, Herd hat ein defektes Kochfeld, Geräte und Küche 10 Jahre alt. Ihr Angebot 4.000 Euro. Ziemlich hoch gegriffen finde ich. Was kann sie für eine Küche in dieser Preisklasse und dem Alter verlangen?
Es sei dazu gesagt, ich bin nicht verpflichtet die Küche abzunehmen, möchte ihr aber trotzdem meinerseits ein faires, dem marktwert entsprechendes Angebot unterbreiten.

Vielen Dank für eure Antworten.

Grüße
Alex

Hallo Alex,

es gibt die grobe Daumenregel, daß eine Einbauküche nach Einbau nur noch die Hälfte wert ist und dann pro Jahr 5 - 10 % des Neuwertes verliert. Wenn dann noch Teile defekt sind geht der Wert noch mehr in den Keller.

Das Angebot halte ich für deutlich zu teuer.

Gandalf

Nullkommanull
Hallo Alex,

bei einer 10 Jahre alten Küche, Geräte ebensoalt, Herd defekt…
Meine persönliche Meinung:
Restwert = 0 Euro.

Wenn du für die Küche noch was zahlen möchtest, dann würde ich nicht über 200-300 Euro gehen. Da die Besitzerin 4000 Euro möchte würde ich wahrscheinlich garnicht anfangen zu diskutieren.

Grüße von
Tinchen

Hallo,

ganz klar, nach den gängigen Formeln (1. Jahr 50%, Folgejahre 5-10% Wertverlust) bleibt vom Küchenwert nicht mehr viel über und wenn dann auch noch teure Reparaturen anstehen, war es das.

Dies ist aber natürlich nur eine Seite der Sache. Die andere Seite sieht doch so aus, dass du für den Fall, dass du die Küche nicht übernimmst, Ersatz brauchst. Und den würde ich natürlich mal dagegen rechnen, wenn du dich mit der vorhandenen Küche durchaus anfreunden kannst, sie also vom Stil und Erhaltungszustand durchaus eine Lösung wäre und noch eine deutliche Lebenserwartung besteht.

Dann würde ich mal die Kosten für eine in deinen Augen sonst „ausreichende“ Ersatzbeschaffung den Kosten für Ablöse und Herdreparatur gegenüberstellen. Für die E-Geräte würde ich dann noch einen Abzug von ca. 3/4 vornehmen (10 Jahre dürfte auch für Markengeräte mindestens 3/4 der gesamten Lebenserwartung sein) und für die Möbel 1/2, (da sind 20 Jahre durchaus drin)

Beide Berechnungsmöglichkeiten würde ich dann gegenüber der anderen Seite genau so offen legen und damit dann den von dir maximal gebotenen Preis begründen, wobei mir EUR 4.000,-- auch vollkommen illusorisch vorkommen. Würdest du dir z.B. auch nur für EUR 3.000,-- eine Küche kaufen, bei der für EUR 1000,-- NEUE Elektrogeräte verbaut wären, dann wären nach obiger Formel EUR 1.250,-- abzgl. Reparaturkosten Herd wirklich die äußerste Grenze.

Man sollte es aber auch nicht übertreiben, denn sonst könnte es dir passieren, dass du aus lauter Boshaftigkeit selbst eine neue Küche kaufen darfst, …

Gruß vom Wiz, der seine „alte“ (fünf Jahre, wenig genutzt) Küche auch nur deshalb zur Einrichtung des Kellers missbraucht hat, weil der Nachmieter meinte ihn mit einem Angebot über EUR 150,-- erpressen zu können

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Hallo,

meine Vormieterin hat mir für ihre Einbauküche ein
Übernahmeangebot gemacht. NP ca. 10.000 Euro, Herd hat ein
defektes Kochfeld, Geräte und Küche 10 Jahre alt. Ihr Angebot
4.000 Euro. Ziemlich hoch gegriffen finde ich. Was kann sie
für eine Küche in dieser Preisklasse und dem Alter verlangen?
Es sei dazu gesagt, ich bin nicht verpflichtet die Küche
abzunehmen, möchte ihr aber trotzdem meinerseits ein faires,
dem marktwert entsprechendes Angebot unterbreiten.

Über die Dauer der Abschreibung ( 10 Jhare ) sind bereits ausreichend Antworten gegeben. Zudem hat Wiz noch andere Aspekte beleuchtet. Ich meine auch, dass es hier wohl auf den Zustand und die Funktionsfähigkeit ankommt. Eine Einbauküche mit defektem Herd ist wie ein Daimler ohne Räder. da Du über kurz oder lang den Herd ersetzen musst, sind mehr als 1000-1500 Euro nicht angebracht.

Gruss Günter