Hallo.
Wie kann man, möglichst neutral, den Wert einer Immobilie feststellen lassen, die man zu kaufen beabsichtigt?
mfg
Hallo.
Wie kann man, möglichst neutral, den Wert einer Immobilie feststellen lassen, die man zu kaufen beabsichtigt?
mfg
Hallo,
Wie kann man, möglichst neutral, den Wert einer Immobilie
feststellen lassen, die man zu kaufen beabsichtigt?
Welchen Wert meinst Du?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, und diese können abweichende Ergebnisse haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Marktwert_%28Immobilie%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Sachwertverfahren
http://de.wikipedia.org/wiki/Ertragswertverfahren
Für umsonst gibts da normalerweise garnichts.
Vielleicht hilft Dir das hier
http://www.gutachterausschuesse-online.de/
weiter.
Es gibt auch noch „andere Personen“, die entsprechende Gutachten machen.
Gruß
Jörg Zabel
Hallo,
in jedem Kreis, (nahezu) jeder kreisfreien Stadt und in einigen größeren kreisangehörigen Städten gibt es sog. Gutachterausschüsse für Grundstückswerte. Das sind unabhängige Landesbehörden, die die örtlichen Grundstückskaufverträge auswerten und Gutachten für Gerichte u.ä. machen. Sie sind normalerweise bei den örtlichen Katasterämtern untergebracht. Die kann man auch „privat“ für so etwas engagieren, sind aber nicht ganz „billig“, dagegen jedoch so ziemlich das „neutralste“, was man bekommen kann. Es könnte Sinn machen, sich mit dem Verkäufer über die Gebührenteilung eines solchen Gutachtens vorher mal zu unterhalten.
Alternativ machen das auch Banken und Sparkassen gegen eine geringere Gebühr, die dortigen Wertermittlungen sind aber eher für Beleihungszwecke, in der Regel alles andere als „neutral“ und werden entsprechend einen Verkäufer „weniger überzeugen“.
Gruß vom
Schnabel
Hallo Misanthrop,
ein weites Feld…
Ich versuche es einfacher für Dich zu machen und setze einiges voraus. Sollte ich falsch liegen, lasse es mich wissen.
Annahme: es ist KEIN Mehrfamilienhaus (also sagen wir mal nicht mehr als 2 abgeschlossene Wohnungen befinden sich im Haus)
Es geht nicht um grundsätzliches Interesse, sondern Du hast DEIN Haus zumindest in der engeren Wahl von ganz wenigen Objekten, besser es wäre DAS Objekt (sonst wird das auf Dauer teuer).
Es handelt sich um einen freihändigen Verkauf, also der Verkäufer „spielt mit“.
Bei dieser Kombination muss man sich darauf konzentrieren
a) wie ist die Bausubstanz des Gebäudes WIRKLICH (daraus ergibt sich natürlich der Renovierungsbedarf)
b) was ist unter Beachtung von a) und den ortsüblichen Grundstückspreisen ein angemessener Kaufpreis.
Dazu brauchst Du
zum Beispiel einen Bausachverständigen - einen vereidigten -
http://de.wikipedia.org/wiki/Sachverst%C3%A4ndiger
der den angemessenen Preis auch unter Berücksichtigung der Bausubstanz festlegt.
Es kann auch ein erfahrener Architekt/Bauingenieur sein (je nachdem, manchmal sogar besser), der sich auf Renovierung spezialisiert (also mal rum hören zum Beispiel bei Bauämtern oder bei Leuten, die gerade aufwändig renovieren). Auch Erfahrung in Sachen Energiesparen und Heizung sind von Vorteil. „Neutral“ ist so eine Sache.Ich will das hier jetzt nicht vertiefen, aber es muss klar für ihn sein, dass Du der Käufer bist (sieh ihn wie Deinen Anwalt: auch Dein Anwalt müsste wissen, ob Du Kläger oder Beklagter bist).
Dann einen Termin für EINGEHENDE Besichtigung beim Objekt mit allen Beteiligten vereinbaren und selbst dabei sein. Der Kostenaufwand lohnt sich wenn 2. und 3. oben gegeben sind.
Es sollte eine Zweitmeinung eingeholt werden, wenn sich die Sache konkretisiert. Um die Kosten nicht ausufern zu lassen, könnte das ein Kurzgutachten sein, dass auf den Vorkenntnissen zum Renovierungsaufwand aufbaut (nur diesen Teil weiter geben) und ansonsten Lage, Grundstückspreis nochmal gesondert bewertet. Also ein Kurzgutachten. Das kann wieder ein Sachverständiger/Architekt/Gutachter sein oder auch ein Makler (der dann vereinbarungsgemäß NICHT an einem etwaigen Verkauf per Provision partizipiert sondern nur zur Bewertung herangezogen wird). Das sollte nicht teuer sein und muss nicht sein, wenn man den Eindruck hat, dass das Erstgutachten die Marktlage gut berücksichtigt.
Für die Bausubstanz allerdings dringend auf den ersten Personenkreis beschränken. Den reinen Grundstückswert kann man in der Regel bei Einfamilienhäusern auch durch Anfrage beim örtlichen Gutachterausschuss erfragen (quasi umsonst) und diesen Wert dann mit dem Bodenwert der Gutachten vergleichen. Aber immer Fragen, wie aktuell und ortsnah zum angefragten Objekt diese Werte sind.
Bei Abweichungen gilt es mit den Gutachtern die Differenzen offen anzusprechen, die Begründungen zu hören und sich ein eigenes Bild zu machen. Das kann dann Marktlage für Gebäude und Grundstück betreffen und vielleicht zu Kompromissen führen - bei Renovierungsaufwand empfehle ich jedoch hart konservativ/vorsichtig zu bleiben.
Hoffe das klärt vieles.
Viel Glück wünscht
ikarusfly
Meinst du den Wert oder den Preis?
Das Problem ist, dass die meisten Leute nicht den Unterschied zwischen Wert und Preis kennen;
offensichtlich auch die Immobilien Gutachter nicht.
Der Wert bestimmt sich als zukünftiger subjektiver Nutzen gemessen an der konkreten subjektiven Alternative;
der Preis bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage.
Der von den Gutachtern ermittelte „Wert“ ist kein Wert im ökonomischen sinne, weil weder der subjektive nutzen, noch die subjektiven Alternativkosten verrechnet werden.
Ein Preis ist dieser „Wert“ auch nicht, weil die konkrete Angebots- und Nachfrageseite nicht berücksichtigt werden.
Diese Gutachter „Werte“ tut man deshalb am besten direkt in die Tonne.
An alle, die mir geantwortet haben.
Ich würde sehr gerne konkreter werden, trau mich aber nicht so richtig, wegen der FAQ.
mfg M.
Hallo Misanthrop,
gerne.
Denke es ist kein Problem konkreter zu werden, wenn Du das willst. Einfach die „Ich-Form“ verlassen und den Fall abstrahieren/neutralisieren.
„Wenn jemand eine Immobilie kaufen möchte und folgende Situation besteht:…“ (nur so als Beispiel:wink:.
Ansonsten, wenn es zu persönlich/vertraulich wird, kann man ja auch auf e-mails ausweichen.
Schönen Gruß von
ikarusfly