man hört ja immer mehr von Unternehmenskulturen etc.
auch Diskussionen bezüglich arbeitnehmerfreindliche Führungsstile werden laut.
was haltet ihr von diesem Thema?
Nach welchen Werten (und warum) sollte sich die Personalführung leiten lassen???
man hört ja immer mehr von Unternehmenskulturen etc.
auch Diskussionen bezüglich arbeitnehmerfreindliche Führungsstile werden laut.
was haltet ihr von diesem Thema?
Nach welchen Werten (und warum) sollte sich die Personalführung leiten lassen???
Hallo MrFlenders
arbeitnehmerfreindliche
Das finde ich mal eine hübsche Fehlleistung oder vielleicht auch nur einnen netten Druckfehler! „arbeitnehmerfreindlich“ steht genau in der Mitte zwischen „arbeitnehmerfreundlich“ und „arbeitnehmerfeindlich“.
Jetzt dürfen wir dreimal raten, WELCHES von den beiden Du meinst.
Gruß,
Branden
man hört ja immer mehr von Unternehmenskulturen etc.
In der Tat. In manchen Unternehmen wird sogar gegrüßt, nachdem man mit der Tür ins Haus gefallen ist. In anderen wiederum hat nur das Joghurtdressing in der Kantine Kultur.
auch Diskussionen bezüglich arbeitnehmerfreindliche Führungsstile werden laut.
Wie Branden schon schrob : Hübsche Konstruktion.
Nach welchen Werten (und warum) sollte sich die Personalführung leiten lassen???
Um eine qualifizorene Antwort oder deren mehrere zu erhalten, wirst Du nicht umhin können, etwas präziser zu werden (höflicher wäre auch nicht völlig falsch).
Geht es Dir, z.B., um Systeme der Leistungsüberprüfung, um Vergütungsmodelle, Mitarbeiterbeteiligung, Mitbestimmung, „Management by Haumichblau“, sogenannte Arbeitssysteme (in Produktion, Verwaltung oder wo auch immer), Hierarchiestrukturen und Auswirkungen, Mitarbeiterentwicklung, Fluktuationsmanagement, wirtschaftliche Prämissen, Sozialleistungen und Nebengeräusche, gesellschaftspolitisches Engagement von Unternehmen …?
Grenz mal ein, sonst wird das alles zu lang.
Gruß kw
ok - ich will mich klarer ausdrücken:
es geht um eine Haussarbeit!
wie bereits beschrieben, ist Gegenstand dieser Arbeit die qualitative (und moralische) Personalführung.
im Klartext: nach welchen Werten (soziale, ethische, moralische, etc…) sollte sich die Personalführung leiten lassen?!
Nachdem mir im Studiem seit über 7 Semestern die Arbeitgebersicht eingehämmert wurde, fällt es mir sehr schwer, die Sache aus Arbeitnehmersicht zu sehen, was ja der eigentlich Schlüssel zum Erfolg bei diesem Thema wäre…
Achso, in meinem letzten Beitrag oben hatte ich mich tatsächlich verschrieben: wollte natürlich „arbeitnehmerfeindlich“ schreiben.
Grüsse…
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
im Klartext: nach welchen Werten (soziale, ethische,
moralische, etc…) sollte sich die Personalführung leiten
lassen?!
Hallo Ned,
das ‚sollte‘ möchte ich zunächst einmal ausklammern. Wie sieht dagegen der Istzustand aus, an welchen Werten ist Personalführung orientiert?
Personal ist dazu da, Güter zu erwirtschaften. Personalführung hat das Ziel der optimalen Ausnutzung der Ressource Personal; sie dient der Profitmaximierung. Die Werte, von denen sich die Personalführung leiten lässt, sind mithin materielle Werte.
Dies schließt nicht aus, dass man sich um physisches und psychisches Wohlbefinden des Personals bemüht. Einen Baumwollpflücker oder Galeerenruderer kann man mit einem Minimum an Subsistenz und einer Peitsche zu maximaler Effektivität motivieren. Bei einem Ingenieur oder Betriebswirt dürfte der Wirkungsgrad einer solchen Problemlösungsstrategie eher schwach sein. Zusätzlich ist im zweiten Fall Ausbildung und Erfahrung eine schützenswerte Investition, während dies im ersten Fall als Kostenfaktor nicht ins Gewicht fällt - dafür sind hier ggf. Ersatzbeschaffungskosten zu berücksichtigen.
Die fundamentale Problemstellung der Personalführung lässt sich am besten verdeutlichen mit der Geschichte des Mannes, der seinem Esel das Fressen abgewöhnen wollte. Als er es endlich geschafft hatte, starb das dumme Vieh. Personalführung heisst, das zur optimalen Ausnutzung der menschlichen Leistungsfähigkeit geeignete Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche zu ermitteln und anzuwenden.
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo Ralf,
Personalführung heisst, das zur optimalen Ausnutzung der menschlichen
Leistungsfähigkeit geeignete Verhältnis von Zuckerbrot und
Peitsche zu ermitteln und anzuwenden.
das klingt schon sehr nach Methoden. Und nach meiner Erfahrung riechen Mitarbeiter gerade diese Art von Braten schneller, als Vorgesetze piep sagen können. „ah, nach diesem Zuckerbrot gibt´s bestimmt wieder die Peitsche!“
So bin ich der Meinung, dass das Zuckerbrot-und-Peitsche-Ideal schon richtig ist, aber nur als grobe Richtung für derartige Details einer Firmenphilosophie dienen kann. Auf die Feinheiten kommt es an: Ich hatte mal einen Arbeitgeber, der einen recht guten Handwerker beschäftigte. Der bekam seine 4 Monate Urlaub in der Sahara, wenn er sie brauchte, dafür waren auch entsprechend seine Leistungen. Ich habe ansonsten fast immer Vorgesetzte gehabt, die nach Schema F herrschten, und sich nicht die Mühe machten hinter den Angestellten Individuen zu sehen. Meiner Ansicht nach sollten Personalführer über mehr Einfühlungsvermögen verfügen als ihre Angestellte. Doch nicht selten ist es umgekehrt, z.B. wenn Personalchefs am grünen Tisch über das Wohl und Wehe ihrer Angestellte entscheiden, während diese ihre Pappenheimer kennen, und genau wissen nach dem Zuckerbrot zu erwarten ist.
Und das merkt man z.B. gerade als Kunde, wenn man in Kaufhäusern bummeln geht, wie wenig ausgeprägt die Identifikation der Angestellten mit ihrer Firmenzugehörigkeit ist. Ich denke, dass so manch einer schon genau weiß, wann es Zuckerbrot und wann es Peitsche gibt. Anders kann ich mir die oftmals miese Verkäuferqualität nicht erklären
viele Grüße
claren
Hallo MrFlenders,
im Klartext: nach welchen Werten (soziale, ethische,
moralische, etc…) sollte sich die Personalführung leiten
lassen?!
da fällt mir spontan ein Satz aus „Ben Hur“ ein:
„Zufriedene Sklaven machen viele Ziegel,
unzufriedene Sklaven machen wenig Ziegel,
tote Sklaven machen keine Ziegel.“
Auch wenn die Arbeitnehmer heute nicht als Sklaven gehalten werden, manchmal fühlen sie sich so.
Gibt man dem Beschäftigten das Gefühl, für die Firma wertvoll zu sein, wird er sicher auch bereit sein, seine Leistung zu bringen.
Noch eine Redensart:
„Solange der Chef so tut, als würde er mich entlohnen, tu ich so, als würde ich arbeiten.“
oder:
„So wenig kann man mir gar nicht zahlen, wie ich wenig arbeiten kann.“
Gruss Harald
Hallo claren,
ich hänge mich mal bei Dir ran.
So bin ich der Meinung, dass das Zuckerbrot-und-Peitsche-Ideal
schon richtig ist, aber nur als grobe Richtung für derartige
Details einer Firmenphilosophie dienen kann. Auf die
Feinheiten kommt es an.
Dazu fällt mir folgende Geschichte ein:
Da gab es mal eine mittelgrosses Unternehmen, welches v.a. Brainware (dt.: Ergebnisse der Hirntätigkeit) verkaufte. Dieses Unternehmen stellte im Monat August des Jahres X fest, dass es Liquitätsprobleme hat. es entliess drei Mitarbeiter (=10% der Belegschaft) und verlangte vom bleibenden Rest eine EInwilligung in eine Gehaltskürzung von 10 % sonst noch mal 2 Kündigungen.
Zu Weihnachten des jahres X wurde beschlossen, dass man strategisch wachsen wolle mit der Ankündigung von Einstellungen.
Die Unternehmensleitung hat sich MÄrz des Jahres X+1 extrem gewundert, dass der Krankenstand in den abgelaufenen zwei Monaten bei 40 % der Vorjahreswert lag.
Und wenn sie nicht gestorben sind, …
Ciao maxet.
Hallo zusammen,
auch ich bin der Meinung daß viele Arbeitgeber vergessen haben woher tatsächlich ihre Kohle kommt.
Im Großen wie im kleinen ist heutzutage die Hauptsache so schnell wie möglich viel Geld zu machen,ohne Rücksicht auf Menschen.Hauptsache die Zahlen stimmen.
Daß unter solchen Bedingungen jegliche Motivation und das Betriebsinteresse im Keim erstickt werden ist eine logische Schlussfolgerung.
Gruß
Markus