Wertgutachten Immobilie?

Hallo,

wir haben eine Wertschätzung für eine Immobilie bekommen und stellen uns dazu eine Frage.
Marktanpassungsfaktor gem. Grundstücksmarktbericht 2009 = 0.8.
D.h. die Immobilie ist ‚normal‘ 240.000 Euro wert,
aber auf Grund dieses Gutachtens ‚nur‘ 192.000 Euro.

Was ist der Hintergrund des ‚Marktanpassungsfaktor gem. Grundstücksmarktbericht 2009‘.
Was sagt dieser aus und wie verlässlich ist dieser?

Es geht darum, dass der Mieter dem Vermieter einen Preisvorschlag für die gemietete immobilie machen soll.
Auf diesem Weg sind wir gerade…

Danke für Rat!

http://de.wikipedia.org/wiki/Sachwert-Marktanpassung…

erklärt das ganz gut.
gruß n.

Die Wertgutachten kannst du vergessen; das ist Verdummung der Leute,
bzw. Scharlatanerie.
Der Wert ist ökonomisch gesehen immer subjektiv; objektive Werte , wie
sie die Gutachter berechnen, kann es ökonomisch nicht geben.
Der Preis ergibt sich durch Angebot und Nachfrage.

Ganz schön keck so ein Spruch!

Die Wertgutachten kannst du vergessen; das ist Verdummung der
Leute,
bzw. Scharlatanerie.

Christian

Wenn jetzt der Besitzer sein Haus verkaufen will,
wie ermittelt er den wert?

Durch Angebot und Nachfrage kann man den Preis abschätzen, z.B. ein
erfahrener Makler am Ort.
Ein Gutachter kann sicherlich auch die Bausubstanz untersuchen, wordurch
ja auch der Preis beeinflußt wird.
Die Formeln , die der Gutachter anwendet, werden allerdings in keinem
Lehrbuch hergeleitet. Geht ja auch nicht, wie oben beschrieben.
Man muss sich das so vorstellen, dass der Gutachter aufgrund seiner
Begutachtung des Hauses den Preis abschätzt; und danach an den vielen
Stellschrauben der Formeln so lange dreht, bis das hinkommt.

Momentan ist es allerdings so, dass die Preise im Keller sind

und beim Finanzamt muss man dann zu jeder Schraube eine Mutter und eine Unterlegscheibe abgeben.
Gehe ich richtig in der Annahme, dass der letzte Gutachter mit dem du zu tun hattest den Wert der Immobilie die du haben wolltest, viel zu hoch geschätzt hat?
Übrigens: Immobilienbewertung ist ein Fach, das man studieren kann und sollte um etwas davon zu verstehen.
Makler …

vnA

Tach Grußloser,

Die Wertgutachten kannst du vergessen; das ist Verdummung der
Leute,
bzw. Scharlatanerie.

jau, es lebe der Stammtisch!

Du scheinst wirklich Ahnung zu haben.

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Hallo,

wir haben ein Gutachten der Bank hier, dem wir neutral gegenüberstehen.
Allerdings wunderte uns, dass ein 20%iger Abschlag des Wertes
auf Grund dieser ‚Marktsudie von 2009‘ angesetzt wurde.

Grüße

Die Ermittlung eines Gebäudewertes wird nach dem Ertragswert- und/oder dem Sachwertverfahren ermittelt. Die ermittelten Werte werden zur überprüfung mit der aktuellen Marktsituation verglichen.
Ein Rendite-Neubau auf dem Land in Meck-Pom hat einen hohen Sachwert (das Gebäude ist neu) und einen niedrigen Ertragswert (Miete 5,-€/m²). Da viele Gebäude dort leerstehen wird ein zu erzielender Verkaufspreis niedriger sein (daher gibt es einen Abschlag)
Ein Rendite-Altbau in München hat einen niedrigen Sachwert, aber einen hohen Ertragswert und einen hohen Verkaufspreis.
Auf- und Abschläge können sich auch ergeben durch eine Veränderung des Gebietes. Z.B. Erhöhung des Migrantenanteiles in der Wohnbevölkerung, In-Gebiet oder Out-Gebiet, neue Diskothek, neue Fabrik etc.
Diese ganzen Berechnungen sind allerdings nur Schätzungen. Wenn der Nachbar das Gebäude unbedingt haben will, wird er möglicherweise einen erheblich höheren Preis zahlen. Ist in dem Gebäude allerdings vor einem Jahr die Besitzerin ermordet worden und die Presse hat ganz groß davon berichtet, wird der Verkaufserlös möglicherweise viel geringer werden.

vnA

2 „Gefällt mir“

Sie sehen ja:
erstens kann man sich offensichtlich zuammenrechnen, was man will;
und zweitens wird ja doch bezug genommen auf den Marktpreis.
Man rechnet also offensichtlich so lange rum, bis der Preis der
augfgrund von marktbeobachtungen zu erwarten wäre, rechnerisch
hinkommt.
Dazu noch möglichst viele Fachbegriffe verwenden und fertig ist
das akademische Blendwerk.
In Anlehnung an Gerd Postel:
Wer die Sprache der Gutachter beherrscht, der kann grenzenlos jeden
Schwachsinn zusammenrechnen, und ihn in das Gewand des akademischen
stecken.

und zweitens wird ja doch bezug genommen auf den Marktpreis.

Welcher Marktpreis? Wenn man den kennen würde, bräuchte man kein Gutachten!

Man rechnet also offensichtlich so lange rum, bis der Preis
der
augfgrund von marktbeobachtungen zu erwarten wäre, rechnerisch
hinkommt.

Du hast es erfasst, es geht bei einem Verkehrswertgutachten um den Preis, den eine Immobilie in etwa zu einem Zeitpunkt auf dem Markt erzielen würde.

Dazu noch möglichst viele Fachbegriffe verwenden und fertig

Nu mal konkret: Welche Fachbegriffe verstehst du nicht? Hier wird dir geholfen.

ist
das akademische Blendwerk.

Ein Verkehrswertgutachten ist alles andere alles akademisch. Es beeinflusst ganz konkret Kosten, Gerichtsentscheidungen, Schadensersatzansprüche. Konkreter geht es nicht.

In Anlehnung an Gerd Postel:
Wer die Sprache der Gutachter beherrscht, der kann grenzenlos
jeden
Schwachsinn zusammenrechnen, und ihn in das Gewand des
akademischen
stecken.

Ein Gutachten ist genau das Gegenteil von dem, was du denkst: Es bringt eine Unmenge von Faktoren auf einen Punkt: nämlich auf einen Preis.
Habe selten eine andere Gutachtenart gesehen, die am Schluss so konkret wird.
Gruß n.

2 „Gefällt mir“

Es geht darum, dass der Mieter dem Vermieter einen
Preisvorschlag für die gemietete immobilie machen soll.
Auf diesem Weg sind wir gerade…

Der Mieter soll einen Kaufpreis vorschlagen oder wie ist das zu verstehen?

Wenn ja, sollte der Mieter vergleichbare Immobilien in der Nähe ansehen und daraus *für sich* einen Preis ableiten, 20% abziehen und dann als Kaufpreis vorschlagen.

Der 0,8 Faktor im Gutachten bezieht sich wie sein Name schon sagt, auf die momentan fast überall katastrophale Lage bei den Immobilienpreisen.

Wie lange Keller?
Danke Euch!!!

Ich glaube, ich habe verstanden, was ich verstehen muss :smile:

Glaube auch verstanden zu haben, dass die Preise momentan im
Keller sind.
Kann man etwa sagen, wie sich das die nächsten 2-3 Jahre entwickeln wird?
Ist absehbar, dass es gerade wieder rauf geht, oder kurzfristig?
Besteht die Gefahr, dss es noch weiter runter geht?

Danke und Gruß!

Glaube auch verstanden zu haben, dass die Preise momentan im
Keller sind.

nicht überall, aber weitgehend.

Kann man etwa sagen, wie sich das die nächsten 2-3 Jahre
entwickeln wird?

Kommt auf die Lage an.

2 Fakten sind aber sicher:

  1. Die Bevölkerung schrumpft: D.h. die Nachfrage nach Wohnraum lässt nach. Einzige Ausnahme: Trotzdem wachsende Metropolen, die vom Zuzug profitieren.

  2. Mobilität wird tendentiell teurer/aufwändiger als billiger: Häuser in schöner aber abgelegener Lage bekommen für viele Kunden mittelfristig Nachteile.

Daraus kann man folgern, dass die Preise im Allgemeinen fallen werden und das dies ein ungleichmäßig verteilter Prozess sein wird, der sich sehr auf die Lage beziehen wird.

Weitere Faktoren sind bspw. das Thema Energie (> Heizkosten), Demografischer Wandel (> 4. Stock ohne Fahrstuhl) und eventuell eine Tendenz zur gefühlten Krise (>lieber mieten als kaufen, Deflation), die ebenfalls negativ auf den Preis drücken.

Dem steht eigentlich nur gegenüber, dass auch das Thema Kapitalanlage an sich unsicherer geworden ist (Stichworte: Börsencrash, Rekordverschuldungen der Staaten, politische Gesamtsituation, Rückkehr der Inflation), so dass es eventuell doch wieder in Mode kommt, sein Geld in Steinen statt Papieren anzulegen.

Das muss aber jeder selbst raten :smile:

Ist absehbar, dass es gerade wieder rauf geht, oder
kurzfristig?
Besteht die Gefahr, dss es noch weiter runter geht?

ICH würde sagen, es wird noch einige Jahre bergab gehen und dann irgendwann durch die Inflation ein wenig gemildert. In Zeiten geforderter Flexibilität und Mobilität passt das Thema privater Immobilienbesitz aber langfristig nicht mehr zum Lebensplan der Menschen.

Aber das ist nur meine Meinung.