Hi erstmal. Mein erster Post und ich hoffe 'ne Anregung zu finden ![]()
Ich habe momentan ein kleines „Problem“ mit einem Versuchsansatz.
Ich nutze Gewebeproben aus einer vorangegangenen Diplomarbeit. Mein Vorgänger hat seine Proteine aus einem SDS-PA-Gel auf eine Nitrozellulosemembran geblottet. Er hat einen methanolfreien Transferpuffer verwendet, eine Spannung von 100 V angelegt, mit Eis und Eisblock gekühlt und 2h aus dem Gel heraus geblottet. Alles soweit kein Problem (wobei der Powersupply nur etwa 55-70 V schafft, weil es auf 400mA beschränkt) - der Blot lief problemlos.
Ich habe dieselben Gewebeproben verwendet, denselben Tankblot, alles gleich. Trotzdem kam ich mit dem methanolfreien Puffer nur auf 21 V (bei eingestellten 100V, weil der Powersupply ja bei 400mA abriegelt). Proteine, oder überhaupt der Marker, ist natürlich nicht in die Membran übergegangen. Ich habe den Transferpuffer ohne Methanol neu angesetzt: Selbes Problem. Außerdem habe ich deutliche Aussalzungen an den Drähten.
Dann habe ich einen Transferpuffer MIT Methanol angesetzt: Ohne Probleme 50-60 V (bei 100 eingestellten), Blot lief gut, nach 2h soweit in der Membran - aber auch hier hatte ich leichte Aussalzungen an den Drähten.
Jetzt zu den Fragen
:
- Warum salzt der methanolfreie Transferpuffer stark aus?
- Warum funktioniert der methanolfreie Puffer sowohl im alten, als auch im neuen Ansatz jetzt nicht mehr, obwohl ich EXAKT dasselbe Protokoll verwende?
- Warum funktioniert der Methanol-Puffer deutlich besser, salzt aber auch ein wenig aus?
- Warum erhalte ich im besten Fall nur 60 V?
Danke schonmal für eure Hilfe!