zwar weiss ich, wie Westfalen geschrieben wird, aber ich sollte einer jungen Frau erklären, warum man Westfalen ohne «h» schreibt und woher der Teilbegriff «-falen» stammt.
Leider wurde ich weder in meinen diversen Duden-Bänden noch im Internet fündig. Kann mir jemand weiterhelfen?
Leider wurde ich weder in meinen diversen Duden-Bänden noch im
Internet fündig. Kann mir jemand weiterhelfen?
ich weiß zwar nicht obs stimmt, aber es klingt plausibel:
Erstmalig taucht der Name Westfalai im Jahre 775 in den Fränkischen Reichsannalen auf als Bezeichnung eines Teilstamms der Sachsen westlich der Weser. Die alten Sachsen nannten den westlichen Teil ihres Stammeslandes Westfalen, den mittleren Engern, den östlichen Ostfalen. Es taucht in alten Texten über das Sachsenland auch ein Gau namens Fahala auf, aber kein Teilstamm namens Falen. Das altnordische Wort „fal(ah)“ bedeutet Feld, Land, flach. Im Nationalismus des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „fälische Rasse“ gebraucht.
ergänzend: Das h ist das häufigste, aber nicht das einzige Dehnungszeichen bei deutschen Eigennamen (außerhalb von Eigennamen wird es in der standardisierten Orthographie nicht mehr verwendet). Spontan fällt mir in Westfalen ein Dehnungs-e in Soest ein (das gibts auch weiter nördlich in Itzehoe), und unweit der westfälischen Grenze ein Dehnungs-i in Duisburg. Das in Mecklenburg verwendete Dehnungs-k ist allerdings ein Stück weiter weg.
ergänzend: Das h ist das häufigste, aber nicht das einzige
Dehnungszeichen bei deutschen Eigennamen
Das stimmt.
(außerhalb von
Eigennamen wird es in der standardisierten Orthographie nicht
mehr verwendet).
Das nicht: in „liefern“ haben wir ein Dehnungs-e, in „ziehen“ sogar ein Dehnungs-eh.
Spontan fällt mir in Westfalen ein Dehnungs-e
in Soest ein (das gibts auch weiter nördlich in Itzehoe), und
unweit der westfälischen Grenze ein Dehnungs-i in Duisburg.
Duisburg spricht man „Düüsburg“, da weiß ich nicht, ob das noch als Dehnungs-i durchgeht. Nimm statt dessen Grevenbroich, da paßt’s auf jeden Fall.
Das in Mecklenburg verwendete Dehnungs-k ist allerdings ein
Stück weiter weg.