Westgoten in Italien

Bitte helft mir!! ich bereite mich gerade auf meien geschi-lk-klausur vor, und finde partout keien informationen darüber, wann die westgoten italien wieder verlassen haben. mein problem: ich wüsste gerne, wo sie waren, als 455 die vandalen italien erobert haben, denn sie haben ja 467 ncoh den letzten römischen kaiser in italien abgesetzt, müssen also trotz der eroberung durch die wandalen ncoh da gewesen sein. aber haben sie nciht auch in dieser zeit das reich in tolosa aufgebaut? und wann halfen sie aetius attila zu besiegen? über der ganzen lernerei habe ich also ein wenig den überblick verloren und brauche jetzt hilfe! danke! mit freundlichen grüssen, magdalena johann

Hallo !

Die Westgoten waren 455 in Spanien und Nordfrankreich, wo sie als "West"goten auch hingehörten.
Dort existierte das Tolosanische Westgotenreich (Toulouse) von 418 - 507.
Sie waren den Römern aber weiterhin durch Verträge verbunden.

In Rom herrschte Maximus Petronius. Dieser wird in den Unruhen von der röm. Bevölkerung getötet und sein Leichnam in den Tiber geworfen.
Drei Tage später, am 2. Juni 455, stand der Vandale Geiserich vor Rom und eroberte die Stadt. Sie verzichteten auf Mord und Brandstiftung. Sie benahmen sich auf keinen Fall vandalisch.

Von 493 - 552 herrschten die Ostgoten in Italien.

Besiegt wurden die Hunnen auf den Katalaunischen Feldern durch eine Vereinigung zwieträchtiger Völker. Das heißt : Römmer Westgoten, Alanen, Rheinfranken, Bretonen, sarmatische und german. Laeten, Burgunder, gallische Sachse usw.

Gruß max

Südfrankreich!!!
Südfrankreich natürlich!!

Hallo Magdalena!

Da steht auch, wann die Westgoten ungefähr aus Italien wieder abzogen. Der letzte römische Kaiser Romulus Augustulus wurde 476 (nicht 467!) durch Odoaker gestürzt. Der war aber kein Westgote, sondern hatte allenfalls westgotische Kämpfer in seiner Soldateska… Indirekt haben die Westgoten durch ihre aquitanisch-iberische Staatenbildung natürlich auch zum Ende des weströmischen Kaisertums beigetragen.

Gruß,
Pietro

stimmt nicht
hallo max,

Besiegt wurden die Hunnen auf den Katalaunischen Feldern durch
eine Vereinigung zwieträchtiger Völker. Das heißt : Römmer
Westgoten, Alanen, Rheinfranken, Bretonen, sarmatische und
german. Laeten, Burgunder, gallische Sachse usw.

hier muß ich widersprechen! das wurde mittlerweile widerlegt.
die hunnen wurden auf den katalaunischen feldern nicht besiegt. vielmehr war es so, daß in diesem „inferno aus blut und tod, schmerz und geschrei“ (zitat aus attila, könig der hunnen von T.R.P. Mielke) sich jegliche militärische ordnung aufgelöst hatte, anführer von ihren eigenen heeren überrannt und zertrampelt worden waren und beim besten willen keine partei - so denn noch welche erkennbar waren - von „sieg“ sprechen konnte. die überlebenden aller beteiligten heere hatten nur noch im sinn, so schnell wie möglich aus dieser hölle, deren kalkiger boden durch das blut vieler tausend toter rosa gefärbt war, rauszukommen.

gruß
ann

hier muß ich widersprechen! das wurde mittlerweile widerlegt.
die hunnen wurden auf den katalaunischen feldern nicht
besiegt. vielmehr war es so, daß in diesem „inferno aus blut
und tod, schmerz und geschrei“ (zitat aus attila, könig der
hunnen
von T.R.P. Mielke) sich jegliche militärische
ordnung aufgelöst hatte, anführer von ihren eigenen heeren
überrannt und zertrampelt worden waren und beim besten willen
keine partei - so denn noch welche erkennbar waren - von
„sieg“ sprechen konnte. die überlebenden aller beteiligten
heere hatten nur noch im sinn, so schnell wie möglich aus
dieser hölle, deren kalkiger boden durch das blut vieler
tausend toter rosa gefärbt war, rauszukommen.

Aha, ein Zitat aus einer Biografie Und woher weiß der gute Mielke das?

Eine Schlacht, die nicht entschieden wurde, aber einer der Gegner von der Bildfläche verschwindet, ist der Sieg der anderen.
Nach dieser unentschiedenen Schlacht waren die Hunnen nichts mehr, keine weitere Gefahr für Europa, also war es ein Sieg der vereinten Europäer.
Gruß max

Aha, ein Zitat aus einer Biografie Und woher weiß der gute
Mielke das?

der gute herr mielke, wie du ihn nennst, und ich haben das vor ort recherchiert. bekannt war es schon länger, nur bislang nicht publiziert. ausführliche quellenangeben findest du im anhang des buches.

Eine Schlacht, die nicht entschieden wurde, aber einer der
Gegner von der Bildfläche verschwindet, ist der Sieg der
anderen.

ok, aber welcher gegner?

Nach dieser unentschiedenen Schlacht waren die Hunnen nichts
mehr, keine weitere Gefahr für Europa, also war es ein Sieg
der vereinten Europäer.

felix dahn und gustav freytag zum trotz: von der klischeevorstellung, daß die hunnen eine außerordentliche gefahr für europa darstellten, sollten man sich „zugunsten“ von west- und ostgoten, römer, gepiden, vandalen, burgunden und wie sie alle heißen, lösen. attila und seine hunnen waren nicht einen deut grausamer und/oder barbarischer als o.g. völkerstämme - nur etwas fremder und ausländischer villeicht.

gruß
ann

der gute herr mielke, wie du ihn nennst, und ich haben das vor
ort recherchiert. bekannt war es schon länger, nur bislang
nicht publiziert. ausführliche quellenangeben findest du im
anhang des buches.

Vor Ort? Also bitte, wenn man heute „vor Ort“ recherchiert über eine Sache, die 1500 Jahre her ist, was soll so eine vor Ort Recherche denn ergeben? Sie sind längst ale tot!

Eine Schlacht, die nicht entschieden wurde, aber einer der
Gegner von der Bildfläche verschwindet, ist der Sieg der
anderen.

ok, aber welcher gegner?

Nach dieser unentschiedenen Schlacht waren die Hunnen nichts
mehr, keine weitere Gefahr für Europa, also war es ein Sieg
der vereinten Europäer.

felix dahn und gustav freytag zum trotz: von der
klischeevorstellung, daß die hunnen eine außerordentliche
gefahr für europa darstellten, sollten man sich „zugunsten“
von west- und ostgoten, römer, gepiden, vandalen, burgunden
und wie sie alle heißen, lösen. attila und seine hunnen waren
nicht einen deut grausamer und/oder barbarischer als o.g.
völkerstämme - nur etwas fremder und ausländischer villeicht.

Was hat das mit ihrer Grausamkeit zu tun? Da waren sie alle gleich.
Nur, die Hunnen waren nicht seßhaft, sie waren die Ursache der Völkerwnderung. Sie störten im „zivilisierten“ Europa. Deshalb waren sie eine Gefahr, nicht, weil sie anderen die Bäuche aufschlitzten, das taten die Germanen auch! Sie zerstörten die bestehende Ordnung!

Gruß max

ach, deshalb sahen die so blaß aus!

Sie sind längst ale tot!

auweia!

Hallo,
meines Wissens nach war Odoaker eine Mischung aus Hunne + Germane, ein Hühne von Mann, der von Theoderich nur mit einer Tücke (er hat ihn besoffen gemacht) ermorden konnte. Außerdem soll er ein durchaus mildes und anständiges Regime in Rom geführt haben.
Gruß, Stucki

Hallo Ann,
irgendwo habe ich gelesen, dass die Hunnen beim Rückzug ihre Verletzten und Verwundeten zurück gelassen haben. Daraus ist dann so eine kleine Gemeinde geworden, die bis ins 18. Jhdt. oder so existiert hat, auffallend durch die vielen Turklaute/-wörter in der Sprache. Nach der Einführung der Schulpflicht ist das dann bald verschwunden.
Weißt Du (Ihr) was Genaueres darüber? Kann das stimmen?

So weit ich weiter gelesen habe, war es wohl doch mehr ein Patt, keiner hat so richtig gesiegt. Im Übrigen wissen wir doch wohl recht wenig über Attila: Großer Feldherr? Räuberhauptmann? Da streiten sich die Gelehrten. Aber das nur nebenbei.
Gruß, Stucki

Hallo Stucki,

irgendwo habe ich gelesen, dass die Hunnen beim Rückzug ihre
Verletzten und Verwundeten zurück gelassen haben. Daraus ist
dann so eine kleine Gemeinde geworden, die bis ins 18. Jhdt.
oder so existiert hat, auffallend durch die vielen
Turklaute/-wörter in der Sprache. Nach der Einführung der
Schulpflicht ist das dann bald verschwunden.
Weißt Du (Ihr) was Genaueres darüber? Kann das stimmen?

Man sagt, dass die „Gôgen“, die Weinbauern und Ureinwohner Tübingens zu diesen Resthunnen gehörten. Was deren eigenartigen Humor und die seltsame Sprache erklären würde.;-}

Auch die Höpfigheimer stehen in diesem Verdacht.;-]

Aber das sind wohl nur Boshaftigkeiten missgünstiger Nachbarortschaften.

Gruß Fritz

Hallo Fritz,

Man sagt, dass die „Gôgen“, die Weinbauern und Ureinwohner
Tübingens zu diesen Resthunnen gehörten.

Das ist wohl recht weit weg von den katalaunischen Feldern.

Aber das sind wohl nur Boshaftigkeiten missgünstiger
Nachbarortschaften.

Wohl eher zutreffend. Die Hunnen hatten sich nach der Schlacht wohl etwas zurück gezogen und verschanzt, konnten sich ein bisschen erholen, die Römer hatten nicht nachgesetzt (warum auch immer). Ein nicht unerheblicher Teil musste dann wohl zurück gelassen werden, war nicht mehr in der Lage, weiteren Rückzug zu machen.
Quelle: „Die Hunnen“, Hermann Schreiber, Econ 1976, ISBN 343 018 0457. Ist schon eine Weile her, dass ich das gelesen hatte.

Gruß Fritz