Hi,
Es macht schon Sinn nahe am Standard zu bleiben, da man so im
ersten Versuch einigermassen brauchbare Resultate bekommt. Den
Idioten unter den Browsern (also IE) kann man das ganze dann
später noch schmackhaft machen. Z.B. mit dem Box Model Hack:
http://tantek.com/CSS/Examples/boxmodelhack.html
Es gibt einfachere Hacks als den Boxmodelhack, z.B. den Underscore-Hack, der so schön kompakt ist:
div#foo {
/\*Alle Browser\*/
width:100%;
background:blue;
/\*nur IE\*/
\_width:50%;
\_background:red;
}
Der IE akzeptiert fälschlicherweise Attribute mit einem vorangestellten Underscore. Man sollte sich bei Anwendung von Hacks im Klaren sein, dass man damit evtl. ungültige Code-Zeilen erzeugt, die von Validatoren als Fehler gewertet werden, obwohl sie effektiv (momentan jedenfalls) funktionieren (Browser übergehen fehlerhafte Zeilen einfach).
Deshalb sollten Hacks - wenn überhaupt - immer nur zu allerletzt eingefügt werden. Ein ‚Hack‘ der keinen ungültigen Code erzeugt ist beispielsweise folgendes:
/\*Alle Browser\*/
div#foo {
width:50%;
background:red;
}
/\*IE sieht dies nicht\*/
div#foo[id] {
width:100%;
background:blue;
}
Den mangelnden CSS-Support des IE kann man sich noch auf viele Arten nutzbar machen, ohne das CSS gleich ungültig zu machen. Manchmal bleibt aber keine Wahl, wenn man nicht verschiedene CSS-Dateien anlegt und für den IE eine Browserweiche einbaut.
Gibt es denn einen Editor, der sich an den aktuellen Standard
hält (nur für den Fall, dass sich der Standard irgendwann
durchsetzen sollte … könnte ja sein)?
Standards heißen nicht umsonst Standards, W3C ist eine anerkannte Organisation, die Spezifikationen haben einen Sinn und Zweck und sind zukunftsorientiert und gut durchdacht. Nur Microsoft hat versucht, eigene Standards einzuführen und haben dabei grobe Fehler beim CSS-Support gemacht. Microsoft hat keine andere Wahl mehr, sie werden den IE standardkonform machen - vollständig aber erst in der Version 8. Alle Infos hierzu posten die Entwicker im IE-Blog: http://blogs.msdn.com/ie/
Einen professionellen Editor gibt es: TopStyle - die Pro-Version kostet ca. 70€ (!), der Preis im Vergleich zu dem von Dreamweaver ein Witz.
Dies ist kein WYSIWYG-Editor mit Point, Click, Drag im Vorschaufenster (es ist IMHO sowieso das beste WYSIWYG-Editoren zu meiden, um HTML und CSS richtig zu lernen), dafür zeigt das Vorschaufenster aber das richtige an! Zudem liefert Dir die Software einen integrierten CSS/HTML-Validator, alle möglichen Browserchecks, konfigurierbare CSS-Code-Optimierung, und und und.
Das allerbeste am Programm: das Vorschaufenster lässt sich zwischen IE und Mozilla umschalten (erfordert den Download des Mozilla-OCX, wird nach Bestätigung während des Setups durchgeführt), sodass man das Layout während des Schreibens des Quelltexts in beiden „Darstellungsarten“ betrachten kann, ohne den jeweiligen Browser zu starten. Natürlich funktioniert auch die externe Vorschau über eine konfigurierbare Browserliste.
Anfangs ist die Standard-Konfiguration der Live-Vorschau etwas unangenehm, weil während der Eingabe die Vorschau gerendert wird und der Editor so den Focus verliert (Cursor verschwindet). Das lässt sich aber in den Optionen ausschalten. Das Programm ist allgemein sehr gut und vielseitig konfigurierbar, dafür muss man sich am Anfang etwas Zeit nehmen, danach läuft es blendend. Beispielsweise „Rückgängig nach Speichern“ ist eine esentielle Funktion, die anfangs nur deaktiviert ist.
Probier doch die aktuelle Shareware aus: http://www.bradsoft.com/topstyle/ Die Beschränkung, die die Shareware hat, ist, dass keine externen CSS-Dateien unterstützt werden. Zum Testen reicht das aber. Wenn es Dir gefällt, kauf es und Du hast ein gutes Programm für wenig Geld, das vom Hersteller supported wird und geupdated werden kann.
Ich erstelle meine Seiten immer in der Mozilla-Ansicht und teste zugleich auf Opera - da gibt es kleine Unterschiede zum Mozilla, die man aber relativ einfach ausbügeln kann. Wenn dann noch genügend Kaffee da ist, bekommt der IE seine Extrawurst eingebaut.
Schönen Gruß,
Rudy