Mahlzeit zusammen,
ich wollte mal wissen, warum es so ist, dass viele psychisch Kranke so Probleme mit ihrer Tagesstruktur haben bzw. ihre Zeit einfach nicht effektiv nutzen können. Nun ist das ja häufig auch schon für gesunde Menschen schwer genug, die beispielsweise ohne Arbeit sind und den ganzen Tag zu Hause herumsitzen. Oftmals, so meine ich festgestellt zu haben, sind die Betroffenen mit ihren Gedanken nicht geordnet, sondern durcheinander. Sie träumen vor sich hin, hängen Gedanken nach oder bekommen plötzlich eine gute Idee zu der einen oder anderen Sache und dann aber auch schon wieder eine andere Idee oder einen anderen Gedanken. Natürlich haben psychisch Kranke einen Haufen innerer Probleme, manchmal sogar Traumata zu bewältigen oder andere Konflikte und Krisen zu managen. Und genau das scheint sie auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig zu beanspruchen. Viele von den Betroffenen scheinen sehr Kopflastig unterwegs zu sein und voll von diffusen Ängsten, Sorgen und Nöten (zum Teil auch unbegründet). Was ich in dem Zusammenhang eben auch beobachtet habe, ist, dass die meisten Betroffenen kaum Kontakt zu sich selbst haben. Der Bezug zu sich selber scheint entweder gestört, eingefroren oder abgeschnitten zu sein oder andererseits in übermäßigem Maße einseitig vorhanden zu sein (in sich zurückgezogen, wirkt wie Selbstbezogen). Kommen dann Anforderungen von der Außenwelt auf diese Menschen zu, so neigen sie dazu, höchst unterschiedlich kompliziert auf diese zu reagieren und diese zu verarbeiten. Insbesondere dann, wenn die Anforderung nicht, oder nur teilweise gemeistert werden kann (Überforderung). Nun meine Frage:
Ist es vielleicht so, dass Probleme und Anforderungen, die uns mäßig bis total überfordern, uns von uns selbst wegführen, ablenken und (im Extremfall) sogar regelrecht abschneiden? Und wir dann quasi nicht mehr ganzheitlich als wir selbst darauf reagieren, sondern dann vielmehr mit dem Kopf kontrollieren, verwalten und steuern wollen (ICH, ÜBER-ICH, ES)?
Mit Dank und Gruß,
Yedi386