Wicken im Garten :((

Liebe Wickenfeinde!

Ich habe seit über 30 Jahren einen Naturgarten und noch nie größere Probleme, aber jetzt ist es soweit:
Seit ein paar Jahren habe ich diese weißblühenden, sehr tief wurzelnden Wicken (Ein Bild ist hier zu sehen: http://www.karl-kraus.com/Testbilder/Wicken01.JPG) im Garten, und sie nehmen immer mehr überhand.

Anfangs versuchte ich noch, die Wurzeln auszugraben, aber dies half nichts, ganz im Gegenteil: Aus jedem Wurzelrest wuchs eine neue Pflanze.
Nun las ich im letzten Herbst von einer Empfehlung, die Bekämpfung mit dem Mittel „Roundup“ durchzuführen.
Ich steckte also in diesem Frühjahr Holzstäbe an die Wicken und ließ diese daran hochwachsen, bis sie entsprechend kräftig waren und zu blühen begannen. Heute nun habe ich Wicken von den Stäben abgewickelt, in eine Plastiktüte gesteckt, die Blätter mit diesem in Wasser aufgelösten Mittel übersprüht und die Tüten zugebunden.

War das so richtig, oder wie geht Ihr vor?

Vielen Dank für Eure Antworten!

Karl

Ackerwinde (Convolvulus arvensis)
Hallo, Karl,
keine Wicke hast Du Dir da eingefangen sondern die „dritte Pest“ aus dem „höllischen Triumvirat“ - die Ackerwinde. Wie auch Giersch oder Ackerschachtelhalm eine der Plagen, die dem Gartenfreund das Leben sauer machen können.

Zur Bekämpfung braucht man entweder Hartnäckigkeit oder die chemische Keule. http://www.hausgarten.net/gartenpflege/unkraut/acker…

Gruß
Eckard

Hallo, Karl,
keine Wicke hast Du Dir da eingefangen sondern die „dritte
Pest“ aus dem „höllischen Triumvirat“ - die Ackerwinde.

Danke für diese Korrektur, Eckard, ich kenne dieses Teufelszeug als „Wicke“ (wie gut, daß man Bilder einstellen kann!)

Zur Bekämpfung braucht man entweder Hartnäckigkeit oder die
chemische Keule.
http://www.hausgarten.net/gartenpflege/unkraut/acker…

Naja, dann habe ich ja das richtige Mittel angewendet!

Danke Dir!

Gruß
Karl

??? Was hast Du wie gemacht??? Lass die Wicke oder was auch immer nicht wachsen soll am Stab und streich die Blätter einfach ein (sollte nicht regnen, damit das Mittel nicht abgeschwemmt wird)

PS: alternativ zu Roundup gibt es noch ein Produkt von Raifeisen. Ist etwas günstiger, wenn es größere Mengen sein müssen. Je nachdem wie alt die Pflanze ist, kann es auch schon mal mehrere Tage dauern, bis man ein Ergebnis sieht - auf unserer Wiese hat es fast 14 Tage gedauert, bis alles einheitlich nicht mehr lebendig und braun aussah.

Lieben Gruß,
Alexandra

??? Was hast Du wie gemacht??? Lass die Wicke oder was auch
immer nicht wachsen soll am Stab und streich die Blätter
einfach ein (sollte nicht regnen, damit das Mittel nicht
abgeschwemmt wird)

Hallo Alexandra,

ich hab die kompletten Triebe zusammengerollt, dann in eine Plastiktüte gesteckt und mit diesem Mittel besprüht, um zu verhindern, daß die umliegenden Pflanzen geschädigt werden, und damit das Mittel länger auf den Blättern bleibt.
Aber Dein Tipp mit dem Einstreichen artet ja in eine Sisyphusarbeit aus, oder?

PS: alternativ zu Roundup gibt es noch ein Produkt von
Raifeisen.

Kannst Du mir bitte verraten, wie das Produkt heißt?

Ist etwas günstiger, wenn es größere Mengen sein
müssen. Je nachdem wie alt die Pflanze ist, kann es auch schon
mal mehrere Tage dauern, bis man ein Ergebnis sieht - auf
unserer Wiese hat es fast 14 Tage gedauert, bis alles
einheitlich nicht mehr lebendig und braun aussah.

Danke, und liebe Grüße

Karl

…lauf zu Giftschrank - komm zurück… das Mittel bekommst Du unter dem sensationell kreativen Namen „Total Unkrautfrei“ :o) in jedem Raiffeisenmarkt.

Gruß,
Alexandra

die „dritte
Pest“ aus dem „höllischen Triumvirat“ - die Ackerwinde. Wie
auch Giersch oder Ackerschachtelhalm eine der Plagen, die dem
Gartenfreund das Leben sauer machen können.

Sehr schön Eckard :smile: Da fehlt noch der vierte der apokalyptischen Gartenverreiter - die Quecke!

…lauf zu Giftschrank - komm zurück… das Mittel bekommst
Du unter dem sensationell kreativen Namen „Total Unkrautfrei“

o) in jedem Raiffeisenmarkt.

Vielen Dank für die Bezeichnung, Alexandra!

Gruß
Karl

Hallo Karl,

wenn Du noch einmal irgendein „Unkraut“ vernichten willst, dann lasse es nicht wachsen und gedeien.
Schneide die oberirdischen Teile soweit ab wie möglich und verwende dann Unkrautvernichter bodennah.

Eine Pflanze, die über viele Blätter verfügt, braucht lange, bis sie tot ist, weil jedes einzelne Blatt ein kleines Chemiekraftwerk ist.
Eine Pflanze, die nur wenige Blätter hat, kann sich wesentlich schlechter regenerieren.
Außerdem musst Du jedes einzelne Blatt benetzen, wenn das wirken soll. Bei wenig Blätter verliert man weniger die Übersicht.

Einwickeln in Plastik hilft eine wachstumsfördernde Atmosphäre schaffen. Das war also sogar kontraproduktiv.

viele grüße
Geli

Hallo Karl,

wenn Du noch einmal irgendein „Unkraut“ vernichten willst,
dann lasse es nicht wachsen und gedeien.

Hallo Geli, ich las mal, man solle die Ackerwinde möglichst wachsen lassen, damit sie viele Blätter bekommt und durch intensives Einwirken von „Roundup“ möglichst schnell eingeht.

Schneide die oberirdischen Teile soweit ab wie möglich und
verwende dann Unkrautvernichter bodennah.

Eine Pflanze, die über viele Blätter verfügt, braucht lange,
bis sie tot ist, weil jedes einzelne Blatt ein kleines
Chemiekraftwerk ist.

Aber dadurch auch mehr von dem Gift aufnehmen kann, oder?

Einwickeln in Plastik hilft eine wachstumsfördernde Atmosphäre
schaffen.

Naja, ich hab` sämtliche Triebe in eine Plastiktüte gesteckt und dann alles mit einer Sprühflasche übersprüht. Dadurch wollte ich erreichen, daß das Gift länger mit den Blättern in Berührung kommt und nicht in vom Regen abgewaschen wird und in den Boden gelangt.

hab` ich da einen Denkfehler gemacht?

viele Grüße
Karl