Hallo miteinander,
angenommen, die Selbständige A kauft in der Regel einmal jährlich bei einer Blindenwerkstätte ein und wundert sich daher zunächst nicht, als eine Dame anruft und um einen Auftrag bittet. Es dauert kurz bis klar wird, dass es sich um eine andere Werkstätte für Behinderte handelt, aber die Telefondame lenkt geschickt (bzw. geschult *grummel*) ab und leiert A einen Auftrag über von Behinderten verpackte Handtücher ab.
Eine Auftragsbestätigung per Fax ist wegen des defekten Faxes von A nicht möglich, email oder HP hat die Werkstätte angeblich aus Kostengründen nicht. Das Telefonat endet recht schnell, A hat weder die Adresse noch die Telefonnummer der Werkstätte - beim Anruf wurde auch die Rufnummer nicht übermittelt.
Als das Päckchen mit den Handtüchern und einer mehr als unprofessionell wirkenden Rechnung ankommt, forscht A nach und entdeckt einige Ungereimtheiten. A geht davon aus, dass ein Fernabsatzvertrag vorliegt und sie ein Rückgaberecht habe. Zudem liegt der Nettowarenwert über 40 €, so dass A die Ware originalverpackt, mit einem Begleitbrief wegen des Widerrufs, aber ohne Rückporto zurücksendet.
Parallel dazu schickt A den Begleitbrief auch separat (und frankiert) ab.
Am nächsten Tag meldet sich die Telefondame aufgrund des Briefes noch einmal, kann aber keinen der merkwürdigen Punkte sinnvoll entkräften. A verbittet sich jeden weiteren Werbeanruf.
Einige Tage später klingelt der Postbote: Das Päckchen kommt zurück mit dem Vermekr „Annahme verweigert“. der Postbote erklärt A, sie habe einen Vertrag mit der Post und müsse nun 12 € bezahlen, was A dann auch macht.
Fragen:
Was soll A nun mit dem Päckchen machen ? Muss sie es aufbewahren, wenn ja, wie lange ?
Muss A überhaupt reagieren ? Der „Werkstätte“ ist ja der Widerruf auch brieflich zugegangen.
Wie soll A auf eventuelle Mahnungen reagieren ?
Besteht eine Chance, die 12 € zurückzubekommen ? Eher nicht, oder ?
Und - wie kann man solchen miesen Typen, die die Gutmütigkeit anderer ausnutzen, das Handwerk legen ? Denn sie schaden damit ja auch den ehrlichen Behindertenwerkstätten, deren Existenz A für sehr wichtig hält.
Schimpft nicht über A’s Blödheit - sie könnte sich selbst in den Allerwertesten beißen
((((
Danke und viele Grüße,
Inselchen
Zumal fallen mir spontan einige Dutzend Selbständige ein die sehr wohl Handtücher auf der Arbeit gut gebrauchen könnten…