Hallo Rechtskundige!
Ich hätte gerne mal euere Meinung dazu gehört, inwieweit ein Widerspruchsrecht für kostenpflichtige Downloads überhaupt Sinn macht.
Das Scenario:
Jemand bietet auf seiner Homepage (Dienstleister) PDF-Dateien und Videos mit Übungsanleitungen an (die Rechte aller Dateien liegen definitiv beim HP-Betreiber). Für die Downloads verlangt er eine (symbolische) geringe Gebühr unter 5,00 EUR, die über einen telefonischen Bezahldienst zu errichten sind und erst nach Anruf freigegeben werden.
Dem Seitenbetreiber wurde nun dringend geraten, für diese Downloads eine sehr umfangreiche und detaillierte Widerrufsklausel auf seine Seite zu integrieren.
Macht das überhaupt Sinn? Dem Downloader wird die Ware ja quasi sofort zur Verfügung gestellt; eine Rücksendung ist ja so gut wie ausgeschlossen und die Dateien können ja ab dem Zeitpunkt des Erhalts beliebig kopiert werden (egal, ob rechtens oder nicht); Der Aufwand und die Kosten für so eine „Rücknahme“ übersteigen den „Wert“ der Ware.
Wie also soll in so einem Fall ein Widerrufsrecht funktionieren?
Für euere Meinungen dazu dankt
Robi