Widerstand einer spule

Hallo!

Vielleicht weiss jmd von euch, wie man den Widerstand einer Spule berechnet…wenn folgendes gegeben ist: Durchmesser, Länge, Material=Alu, und noch die Windungen.

Gibt es da eine spezielle Formel oder geht das mit der Induktionsformel?

Und wenn ich dann den Widerstand errechnet habe von der Spule…und das ganze zusammenschalten will mit 2 anderen WIderständen( 2 Kupferdrähte zum bsp.) als Parallelschaltung…geht das mit der üblichen regel oder geht das nicht, wg der spule? lg

Hi,

der Widerstand eines Drahtes mit der Länge l (die Windungszahl ist hier uninterssant) und dem Querschnitt A (A = D^2/4 * Pi, D= Durchmesser), aus einem Material mit dem spez. Widerstand r (in Ohm/m) beträgt :

R = r*l/A

(eine einfache fertige und bekannte Formel, die nichts mit dem Induktionsgesetz zu tun hat.)

Zusammenschaltung geht wie wenn man 2 Wierstände verschaltet, rein rechnerisch, der Sinn sei hintenangestellt (bei Parallelschaltung).

Insgesamt kann also eine Spule aus einer idealen Induktivität L mit einem Serienwiderstand R (eben der Drahtwiderstand) modelliert werden.

Gruss
Brombär

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Korrektur
Bei der Verschaltung muss dann natürlich auch die Induktivität berücksichtigt werden was letztendlich auf eben einen komplexen Gesamtwiderstand (Impedanz) führt.

Hatte ich in der ersten Antwort einfach vergessen.

GRuss
B.

merci beaucoup

noch 2 fragen…hihi
wie kann ich (ohm/m) in ohm umformen…komm grad nich drauf…
und du meinstest bei der zusammenschaltung muss man noch die induktivität berücksichtigen…meinst du es heisst dann R+R+ jwL
, denn jwl ist ja die impedanz einer spule…(w=omega)

und wieder etwas
hab jetzt noch bisschen nachgedacht und in der formel R= r*l/A ist ja gar nichts spulenspezifisches dabei??? Da wird ja nichtmal betrachtet das das Material aus ALU sein soll…hmm??

Doch das Material wird durch den spezifischen Widerstand berücksichtigt. Aber für den Drahtwiderstand ist es egal ober der Draht gebogen ist oder geraden.

wie kann ich (ohm/m) in ohm umformen…komm grad nich drauf…

Naja du multiplizierst das mit etwas das die Dimension einer Länge hat dann kommt : ohm/m * m = ohm

und du meinstest bei der zusammenschaltung muss man noch die
induktivität berücksichtigen…meinst du es heisst dann R+R+
jwL
, denn jwl ist ja die impedanz einer spule…(w=omega)

Genau so heißt das dann.

Moin,

Vielleicht weiss jmd von euch, wie man den Widerstand einer
Spule berechnet…wenn folgendes gegeben ist: Durchmesser,
Länge, Material=Alu, und noch die Windungen.

Ich vermute, Du brauchst die Induktivität und nicht den (ohmschen) Widerstand?

L = mu mu0 N^2 A / l

mu: relative, magn. Permeabilität des Kerns
mu0: Permeabilität des Vakuums
N: Anzahl Windungen
A: Querschnittsfläche der Spule
l: Länge.

Und wie Brombär schon sagt: eine reale Spule wird modelliert als Reihenschaltung von Induktivität (=komplexer Widerstand) und ohmschen (=reellem) Widerstand. Den ganzen Schaltkreis mußt Du dann natürlich komplex rechnen.

Es gibt auch Formeln für Halbkugelkondensatoren (oder man kann es sicher ausrechnen), die ich aber auch nicht auswendig weiß. Ich schlage Dir vor, daß Du Dir aus der Bibliothek Deines Vertrauens ein passendes Elektronik- oder Physikbücher holst und da 'mal hineinschaust.
Stichworte dafür sind Induktivität, Kapazität, komplexer Widerstand, reale Spule,…

Gruß,
Ingo

Hallo Ingo,

Ich vermute, Du brauchst die Induktivität und nicht den
(ohmschen) Widerstand?

L = mu mu0 N^2 A / l

mu: relative, magn. Permeabilität des Kerns
mu0: Permeabilität des Vakuums
N: Anzahl Windungen
A: Querschnittsfläche der Spule
l: Länge.

Diese Folmel gilt eigentlich nur für eine lange Luftspule. Bei der Herleitung setzt man vorraus, daß der magnetische Widerstand des magnetischen Rückschlusses außerhalb der Spule vernachlässigbar gering gegenüber dem im Inneren der Spule ist und deshalb nicht zur Induktivität beiträgt. Wenn sich ein Eisenkern in der Spule befindet, ist diese Näherung nicht mehr zulässig. Da Eisenkerne eine sehr hohe Permeabilität haben können (~10000), können sich die Verhältnisse sogar umkehren, sodaß die Permeabilität des Kernes nicht mehr bestimmend für die Induktivität ist sondern in erster Linie das Feld außerhalb der Spule. Selbst bei einem geschlossenen Eisenkern ist diese Formel nicht direkt anwendbar, da hier die gesamte Länge des Eisenkerns (Hin- und Rückweg bzw. innen und außen) berücksichtigt werden muß.

Jörg