Also ich hab eine Spule mit einer Induktivitätsmessbrücke (kurz RLC-Meter) gemessen.Dabei hab ich die Induktivität und den Verlustwiderstand ( also Rv)gemessen. Danach hab ich die Spule mit einem Ohmmeter gemessen.Da müsste ja dann rein theoretisch der gleiche Verlustwiderstand rauskommen oder? Tut aber nicht ich krieg mit dem RLC-meter viel mehr raus.
Mein Prof meinte dazu, daß das RLC-meter ev. zu schwach wäre. Aber es müßte trotzdem eine Differenz vorhanden sein(prinzipielles Verhalten sei vorhanden).(Wegen irgendwelchen Widerständen im Eisenkern der Spule und noch andere Verluste).
Ich versteh das nicht da muß doch der gleiche Wert rauskommen.Sonst kann ich mir die Messung mit dem ollen RCL-meter schenken.
Wo kommen die Unterschiede her???
Kann mir das jemand erklären??
Also ich hab eine Spule mit einer Induktivitätsmessbrücke
(kurz RLC-Meter) gemessen.Dabei hab ich die Induktivität und
den Verlustwiderstand ( also Rv)gemessen. Danach hab ich die
Spule mit einem Ohmmeter gemessen.Da müsste ja dann rein
theoretisch der gleiche Verlustwiderstand rauskommen oder? Tut
aber nicht ich krieg mit dem RLC-meter viel mehr raus.
Das ist normal.
Dein Ohm-Meter misst nur den Gleichstromwiderstand des Spulendrahts.
Die RLC-Brücke misst mit Wechselstrom.
Mein Prof meinte dazu, daß das RLC-meter ev. zu schwach wäre.
Aber es müßte trotzdem eine Differenz vorhanden
sein(prinzipielles Verhalten sei vorhanden).(Wegen
irgendwelchen Widerständen im Eisenkern der Spule und noch
andere Verluste).
Je nach Konstruktion der Spule und der verwendeten Messfrequenz hast du zusätzlich zum Ohmschen Widerstand noch die Eisenverluste, den Skineffekt und Steuverluste des durch die Spule erzeugten Magnet-Feldes. Achja, zwei voneinander isolierte Leiter bilden ja einen Kondensator, deshalb ist deine Spule auch gleich noch ein kompletter SChwingkreis, Stichwort: Eigenresonanz einer Spule !
Ich versteh das nicht da muß doch der gleiche Wert
rauskommen.Sonst kann ich mir die Messung mit dem ollen
RCL-meter schenken.
In der Praxis sind halt alle effektiven Verluste wichtig, nicht nur die des Kupferdrahtes. Aus diesem Grunde gibt es auch so viele verschiedene Arten von Spulen und spezielle Wickeltechniken.
mal ne Idee ins Blaue geschossen:
hast du mal die Messspannung (eigentlich wird das eine Stromquelle sein, aber da du Rv als Messwiderstand benutzen kannst) des Multimeters bei angeschlossener Spule mit dem Oszi dargestellt? Vielleicht sendet das Teil nur Impulse um Strom zu sparen.
Je nach Konstruktion der Spule und der verwendeten
Messfrequenz hast du zusätzlich zum Ohmschen Widerstand noch
die Eisenverluste, den Skineffekt und Steuverluste des durch
die Spule erzeugten Magnet-Feldes.
aber die sind doch (fast) alle frequenzabhängig? Und genau DIE Werte soll doch das RLC-Messgerät NICHT mit einrechnen?? Was hat das Teil denn dann für eine Toleranz?
Hallo J~,
bei einem vernünftigen RLC-Meter kann man die Messfrequenz einstellen. Was soll das denn sonst helfen, die Spule mit 50Hz durchzumessen, wenn man ein ZF-Filter entwickelt…
Gruß
Axel
So jetzt sind wir wohl alle auf dem gleichen Wissensstand!
Mir geht es auch nicht in den Kopf warum die Eisenwiderstände und Skineffekt zu den ohmschen Widerständen dazugehören.Ich dachte immer das sind Blindwiderstände und die will ich ja grad nicht messen!!
Mir geht es auch nicht in den Kopf warum die Eisenwiderstände
und Skineffekt zu den ohmschen Widerständen dazugehören.Ich
dachte immer das sind Blindwiderstände und die will ich ja
grad nicht messen!!
Es sind keine Blindwiderstände. Auch der ohmsche Widerstand ist frequenzabhängig(!). Weil der Strom bei hohen Frequenzen nur noch in der Nähe der Oberfläche fließt, … na, deas solltest Du Dir jetzt an fünf Fingern abzählen können.
„Eisenwiderstände“, eigentlich Eisenverluste oder Wirbelstromverluste, treten auch mit zunehmender Frequenz zu Tage, und da auch hier „Wärme“ produziert wird, sind es keine Blind- sondern Wirkanteile.
Verwechsele nicht den Begriff „Blind…“ mit „frequenzabhängig“! Das hat prinzipiell nichts miteinander zu tun.