Guten Tag,
ich hab eine Frage zur Widerstandsmessung bei Kupferkabeln/Litzen.
Die Kabel haben einen Querschnitt von 0,05mm² (d=0,25) und sind an beiden Enden mit Kontaktstiften verlötet bzw. vergrimpt. Die Kabellänge beträgt 2m. Ich habe bereits ein paar Litzen gemessen (mit 4-Leitertechnik), wobei sich die Werte in einem Bereich von ca.110-130mOhm bewegt haben.
Ich möchte euch gerne nach euren Erfahrungswerten fragen:
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Ist es möglich, anhand einer Widerstandsmessung auf eine schlechte Verarbeitung der Löt- bzw. Grimpstellen zu schließen? (Meine Annahme ist: -äußerst schwierig, da Faktoren wie Übergangswiderstand, Oxidation der Kontaktstifte,…etc. das Messergebnis stark verfälschen)
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Bin kein Elektriker, aber stimmt es, dass man im Milliohm-Bereich unter Last bzw. Hochspannung messen muss, um ein akzeptables Messergebnis zu bekommen?
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Roland
Hallo Roland,
- Ist es möglich, anhand einer Widerstandsmessung auf eine
schlechte Verarbeitung der Löt- bzw. Grimpstellen zu
schließen? (Meine Annahme ist: -äußerst schwierig, da Faktoren
wie Übergangswiderstand, Oxidation der Kontaktstifte,…etc.
das Messergebnis stark verfälschen)
Genau !
- Bin kein Elektriker, aber stimmt es, dass man im
Milliohm-Bereich unter Last bzw. Hochspannung messen muss, um
ein akzeptables Messergebnis zu bekommen?
Also Hochspannung ist etwas schwierig 
Bei 100Milliohm und 1kV musst du da schon 10kA durchjagen.
Aber unter Last sollte man schon messen.
Bei einem kleinen Prüfstrom kannst du einen guten Übergangswiderstand messen auch wenn der Kontakt so beschaffen ist, dass er unter Last gleich wegbrennt.
Bei deinen Drähtchen sollte ein Messstrom von einigen 100mA ausreichend sein, bei grösseren Querschnitten muss man dann in den Bereich einiger Ampere gehen.
Wichtig ist, dass thermische Effekte überhaupt eine Temperaturveränderung bewirken können. Die Wärme bei einem Hotspot darf nicht einfach durch das umliegende Material abgeleitet werden.
MfG Peter(TOO)