Wie 2 Cat6-Kabel in Unterputzdose reinquetschen?

Hallo liebe Leute

Im Moment bin ich ein wenig frustriert… um es mal vorsichtig auszu-
drücken. Ich bin gerade dabei zu renovieren und habe in alle Räume
je 2 Cat6-Kabel verlegt. Dann habe ich mir 8 Cat-6 Unterputzdosen
(mit zusätzlichem Aufputzrahmen) bestellt.

Und heute habe ich mal in einer Trockenübung am Küchentisch versucht,
die 2 Cat6-Kabel in der Anschlussdose anzuschliessen und das ganze in
einer Kabelabzweigdose unterzubringen… keine Chance…

Entweder muss ich dass Kabel so kurz abschneiden, dass man’s kaum
noch anschliessen kann, oder ich kriege Kabel und das Metall-Dosen-
Hinterteil nicht mehr in die Kabelabzweigdose. Mit Gewalt
reinquetschen passt ja wohl gar nicht zu den erlaubten Biege-Radien
des Kabels. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die
AnschlussDose einfach so in die Wand eingeputzt wird…es wird doch
eigentlich immer in eine Kabelabzweigdose „eingebaut“.
Ich habe mir da extra die tiefen besorgt und diese schon mit
eingeführtem Cat-6Kabel in der Wand eingegipst.
Aber wie ich da nun die Cat-6-Dose einkriege… keine Ahnung …

Hat jemand 'ne Idee und einen Tip für mich…?

lg, der Maddin

Hallo liebe Leute

Im Moment bin ich ein wenig frustriert… um es mal vorsichtig
auszu-
drücken. Ich bin gerade dabei zu renovieren und habe in alle
Räume
je 2 Cat6-Kabel verlegt. Dann habe ich mir 8 Cat-6
Unterputzdosen
(mit zusätzlichem Aufputzrahmen) bestellt.

Hersteller und Modell der Dosen wäre interessant.

Und heute habe ich mal in einer Trockenübung am Küchentisch
versucht,
die 2 Cat6-Kabel in der Anschlussdose anzuschliessen und das
ganze in
einer Kabelabzweigdose unterzubringen… keine Chance…

Entweder muss ich dass Kabel so kurz abschneiden, dass man’s
kaum
noch anschliessen kann, oder ich kriege Kabel und das
Metall-Dosen-
Hinterteil nicht mehr in die Kabelabzweigdose. Mit Gewalt
reinquetschen passt ja wohl gar nicht zu den erlaubten
Biege-Radien
des Kabels. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die
AnschlussDose einfach so in die Wand eingeputzt wird…es
wird doch
eigentlich immer in eine Kabelabzweigdose „eingebaut“.

Stimmt.

Ich habe mir da extra die tiefen besorgt und diese schon mit
eingeführtem Cat-6Kabel in der Wand eingegipst.

Hast Du die Cat6 Kabel fest in der Wand verlegt, also eingegipst?

Besser ist, die Kabel in Installationsrohren zu verlegen, dann kann man sie einfach etwas zurückschieben.

Wie tief sind Deine Einbaudosen?

Grüße

Holygrail

Hat jemand 'ne Idee und einen Tip für mich…?

Ja, weiter üben… :wink:

Tja, das ist teilweise richtig übel, vor allem, wenn das PIMF-Kabel sind, dann wird es _richtig_ eng. Es gibt viele verschiedene Anschlussdosen, die einen sind einfach im Crimpen - aber kacke bei wenig Platz, die anderen sind umständlicher, aber dafür besser bei Enge. Am liebsten sind mir welche, bei denen die 2 Kabel von 2 Seiten (gegenüber) eingeführt werden, nur dürfte das nun… schwierig sein, wenn das schon alles zugegipst und abgeschnitten ist. Da hilft dann meist nur Erfahrung und Mut weiter…
Der Biegeradius der einzelnen Adern ist btw. gar nicht so eng, nur muss man aufpassen, daß man die Isolierung nicht beschädigt und wenn möglich alle Adern gleich lang und möglichst lang verdrillt bleiben. Generell sollte man aber bedenken, daß die wenigsten Hersteller bei Netzwerkleitungen an Unterputz denken, die konstruieren den Krempel halt für Kabelkanäle und ähnliches mit viel Platz.

Ich frage mich allerdings immer, warum sich die Leute sowas überhaupt erst antun. Gigabit über Kupfer ist auf Cat5 UTP oder Cat5e spezifiziert, und ob 10G jemals sinnvoll über Kupfer läuft, sei mal dahingestellt, da hätte ich eher gleich Glasfaser gelegt. Will man für die Zukunft unbedingt gerüstet sein, nimmt man eh Leerrohre und kann damit ggf. die Leitungen wieder austauschen. Sowas fest zu verputzen ist IMHO keine so brillante Idee.

Hallo,

ich persönlich habe bei mir Doseneinsätze mit RJ45-Buchse installiert und entsprechend vorkonfektionierte CAT5-Kabel verlegt, ist allerdings auch eng.

Du kannst aber jederzeit die Löcher tiefer machen und den Boden der Dosen entfernen. Pass aber auf nicht durch die Wand zu brechen - obwohl das die Verdrahtung natürlich deutlich vereinfachen würde.

Gruss Reinhard

Hallo,

es gibt Dosen mit „Verlängerung“. Da hat man den Platz einer zweiten Dose um Kabel unterzubringen. Die muss man dann aber natürlich gleich einbauen. Nachträglich macht das keinen Sinn mehr.

Es gibt aber auch mehr und weniger handliche Einsätze mit mehr oder weniger Platzbedarf. Ich finde die Panduit Pandanet-Einsätze gerade auch für Laien sehr handlich. Da werden die Kabel direkt im Körfer der Buchse aufgelegt, und man steckt dann einen zweiten Teil auf, der die einzelnen Adern in die Schneid-/Klemmvorrichtung drückt. Das kann man ohne Spezialwerkzeug mit einer Wasserpumpenzange machen. Die Schirmung ist so eine kleine Origami-Falterei aus Blech, und daher ist die gesamte Geschichte so klein, dass noch genug Platz in der Dose für die Kabel bleibt.

Gruß vom Wiz

Hallo Leute

Danke für Eure Anworten. Wie ich nun verstanden habe,
ist das Problem also nicht so ganz trivial… *hmmm*

Ich habe natürlich nicht vor, jetzt schon ein Gigabit-Netz
aufzubauen. Die Intention war, mit dem besseren Kabel
(Abschirmung) klappts auch besser.
Alle Kabel liegen derzeit in einem Leerrohr. Das ließe sich
jetzt gerade beim Umbau komfortabel so einrichten. Das Problem
nun ist einfach die relative unflexible Umantelung des
Verlegekabels… bei der Maßgabe, beim Anschluss des Kabels
in der Dose das Abschirmungsgeflecht mit dem Gehäuse
zu verbinden.
Ist es nicht aussreichend, die Abschirmfolie um die Adernpaare
zu belassen, aber ansonsten den äusseren Mantel etwas weiter
abzuisolieren? Also dann auch das Geflecht zurückschieben und
vielleicht nur etwas verdrillt wieder aufzulegen? Das würde
bedeuten, dass in der Schalterdose, also ausserhalb des
metallenen Netzdosengehäuse die Adernpaare einige cm nur von der
Folie abgeschirmt werden.
Das würde es natürlich sehr einfach machen…

Das Problem
nun ist einfach die relative unflexible Umantelung des
Verlegekabels… bei der Maßgabe, beim Anschluss des Kabels
in der Dose das Abschirmungsgeflecht mit dem Gehäuse
zu verbinden.

Die Frage ist eher, wozu die Abschirmfolie bzw. das Geflecht da ist. Generell hat eine Abschirmung zwei Aufgaben, nämlich die Abschirmung äußerer Einflüße und die Abschirmung des Stromflußes nach außen (EMV). Bei langen Leitungen ist es manchmal sogar überhaupt keine gute Idee, die Schirmungen mit der Erde zu koppeln, da nicht selten hohe Potentialausgleichsströme fließen, das geht so weit, daß man in alten Häusern auch mal eine gewischt bekommt und mehr als 60V messen kann. Da kann man die Abschirmung gleich ganz am Ende wegmachen.
Natürlich ist es günstig, wenn alles stimmt, aber Privathäuser sind nur selten verdächtig, Angriffsziel fremder Geheimdienste zu werden, und die Abstrahlungen halten sich doch sehr in Grenzen. Liegen nicht grade Starkstromleitungen parallel, ist auch die Einstrahlung im Bereich einer Wanddose nicht gerade als sonderlich hoch zu erwarten. Da spielen andere Dinge, wie möglichst weit beibehaltene Verdrillung und gleich lange Adern, eine wesentlich größere Rolle. Ich würde versuchen, wenigstens das Dosengehäuse - sofern aus Metall - mit der Abschirmung zu verbinden, den Rest wie es halt geht. 100BaseT ist für UTP-Kabel entwickelt worden, also völlig ungeschirmtes Kabel, da wirst du also eh keine Probleme bekommen. Ob 1000BaseT funktioniert - naja, vermutlich, denn die Kabelwege werden ja nicht all zu lang sein.