Ich habe eine Stablampe mit einem drei Zellen NiMH Akkupack und leider ein Ladegerät das nur ab 4 Zellen laden kann. Kann ich irgendein elektronisches Bauteil zwischen das Akkupack und das Ladegerät klemmen (bspw einen Widerstand, der eine vierte Zelle simuliert), damit ich mein Ladegerät verwenden kann?
Hilfreich wäre es auch zu wissen, ob das Laden von drei Zellen mit einem 4 Zellen Lader einfach nur zu einer kürzeren Lebensdauer der Akkus führt.
die fehlende Zelle würde ich durch zwei, in Reihe geschaltete Silizium-Dioden z.b 1N4001 (natürlich in Surchlassrichtung ersetzen, damit fallen ungefähr 1,3V an der Dummy-Zelle ab, müsste klappen.
die fehlende Zelle würde ich durch zwei, in Reihe geschaltete
Silizium-Dioden z.b 1N4001 (natürlich in Surchlassrichtung
ersetzen, damit fallen ungefähr 1,3V an der Dummy-Zelle ab,
müsste klappen.
Ja. Und das garantiert auch den Tod des Akkupacks - wie soll denn das Ladegerät jetzt noch erkennen, ob der Akku voll ist?
Hier hilft nur eins: ein neues Ladegerät. Das „ACS 110 traveller“ kann zum Beispiel Akkupacks von 1…10 Zellen laden. Mit Entladefunktion und allem drum und dran. Kostenpunkt etwa 40Euro.
Gruß
loderunner
Danke für den Hinweis. Interessant, dann merken Ladegeräte also über die Spannung des Akkupacks ob die Akkus geladen sind?
Ich hatte mir auch schon überlegt einfach einen weiteren Akku zwischen Akkupack und Ladegerät zu löten. Der wird dann zwar immer mit geladen und ist auch immer voll, aber die Spannung, die das Ladegerät misst, ist ja dann immer noch gering genug durch das leere Akkupack. Das Ladegerät würde dann also weiterladen. Ist das richtig?
Kann ich dann nicht auch einfach einen Kondensator benutzen in Kombination mit einem Widerstand, der dann genauso langsam lädt wie ein Akku und durch die Kapazität den ausreichenden Strom liefert um ein „Feedback“ für das Ladegerät zu geben?
Interessant, dann merken Ladegeräte
also über die Spannung des Akkupacks ob die Akkus geladen
sind?
Die guten schon. Die schlechten laden einfach so lange, bis man sie ausschaltet. Was dann in kurzer Zeit zu defekten Akkus führt.
Ich hatte mir auch schon überlegt einfach einen weiteren Akku
zwischen Akkupack und Ladegerät zu löten. Der wird dann zwar
immer mit geladen und ist auch immer voll, aber die Spannung,
die das Ladegerät misst, ist ja dann immer noch gering genug
durch das leere Akkupack. Das Ladegerät würde dann also
weiterladen. Ist das richtig?
Falsch.
Das Ladegerät würde laden, weil die Gesamtspannung ihm teilgeladene Zellen vorgaukelt. Aber weil der gleiche Ladestrom durch alle Zellen fließt, würde die eine Zelle die gesamte Energie in Wärme umwandeln, was sie natürlich sehr schnell umbringt.
Kann ich dann nicht auch einfach einen Kondensator benutzen in
Kombination mit einem Widerstand, der dann genauso langsam
lädt wie ein Akku und durch die Kapazität den ausreichenden
Strom liefert um ein „Feedback“ für das Ladegerät zu geben?
Geht gar nicht. Die R-C-Kombination hat eine komplett andere Kennlinie als ein Akku.
Es führt leider kein Weg an einem neuen Ladegerät vorbei, wenn Du nicht aus den Akkus Einwegzellen machen willst.
… dann merken Ladegeräte also über die Spannung des Akkupacks ob die Akkus geladen sind?
Richtig, und zwar nicht nur einfach über einen bestimmten Maximalwert der Zellenspannung, sondern sie machen sich den Effekt zunutze, dass die Zellenspannung (bzw. Spannung des Akkupacks) bei Erreichen der vollem Ladung wieder geringfügig absinkt. Stellt das Ladegerät dieses Absinken fest, fasst es den Beschluss „Akku voll, umschalten auf Erhaltungsladung, Signal-LED von rot auf grün umschalten!“.
Deine Ersatzschaltung müsste sich also exakt so verhalten wie eine Akkuzelle des gleichen Typs mit der gleichen Restladung wie die anderen Zellen. Vergiss es. Loderunners Vorschlag, ein anderes Ladegerät einzusetzen, ist der einzig richtige.