Wie Aktien kaufen?

Hallo!

Zugegeben, die Frage klingt blöd…

Ich habe mich noch nie mit dem Thema befaßt, überlege aber zur Zeit, ob ich nicht doch einmal ein paar Aktien kaufen sollte.

Leider habe ich so gar keine Ahnung, wie das eigentlich rein technisch funktioniert!

Ich dachte an Aktien im Gesamtwert von ca. 1.000 Euro von einem einzelnen Unternehmen, dem ich persönlich gewisse Sympathien entgegenbringe.

Jetzt weiß ich nicht, ob die Banken mit solchen Kleinigkeiten überhaupt erst anfangen, weiß nicht, was dabei für Kosten entstehen und habe auch keine Ahnung, wo (und wie) ich denn am besten ein solches Depot eröffnen sollte.

Jetzt habe ich mich mal bei der DiBa umgesehen und folgende Angaben zum Depot gefunden:

_- Provision: 0,25% vom Kurswert

  • Minimum (Order per Internet): 9,90
  • Vormerkung / Änderung / Streichung eines Limits: kostenlos
  • Depotverwaltung,jährlich: kostenlos_

Ich verstehe ich das so:
ich gebe z.B. den Auftrag „sobald Aktie XY unter 33 Euro fällt, kaufe ich 30 Stück davon“.
Wenn die Aktie unter diesen Preis fällt, bekomme ich diese, und bezahle dafür 9,90 Euro Provision (zusätzlich zum Preis der Aktien).
Bleibt sie darüber, bekomme ich nichts, und muß auch nichts bezahlen.
Außer diesen An- und ggf. Verkaufsprovisionen kostet mich das Depot nichts.

Ist das so richtig, oder lauern da noch irgendwo anders versteckte Gebühren und Fußangeln?

Und wie funktioniert das mit der Dividende - bekomme ich die automatisch aufs Konto überwiesen, oder wie oder was?

Und welche Bank sollte ich damit belästigen?
Wie gesagt, bei der DiBa habe ich die o.a. Gebühren gefunden - diese Bank würde sich für mich evtl. auch anbieten, weil ich dort bereits ein Konto habe.
Oder gibt es andere Banken, die für mich empfehlenswerter wären?

Bin wie immer für alle Tips dankbar. :smile:

Schönen Gruß,
Robert

Auch hallo.

Ich dachte an Aktien im Gesamtwert von ca. 1.000 Euro von
einem einzelnen Unternehmen, dem ich persönlich gewisse
Sympathien entgegenbringe.

Naja, 1000 Euro sind „Peanuts“, weil es erst ab einer Million Euro Eigenkapital interessant wird (meine ich irgendwo gelesen zu habe).
Und Sympathien mögen ja ganz schön sein, aber das investierte Geld sollte man schon wiedererhalten.

Jetzt weiß ich nicht, ob die Banken mit solchen Kleinigkeiten
überhaupt erst anfangen, weiß nicht, was dabei für Kosten
entstehen und habe auch keine Ahnung, wo (und wie) ich denn am
besten ein solches Depot eröffnen sollte.

Jetzt habe ich mich mal bei der DiBa umgesehen und folgende
Angaben zum Depot gefunden:

_- Provision: 0,25% vom Kurswert

  • Minimum (Order per Internet): 9,90
  • Vormerkung / Änderung / Streichung eines Limits: kostenlos
  • Depotverwaltung,jährlich: kostenlos_

Ich verstehe ich das so:
ich gebe z.B. den Auftrag „sobald Aktie XY unter 33 Euro
fällt, kaufe ich 30 Stück davon“.

Das ist möglich. Ob angesichts stetig fallender Kurse aber empfehlenswert sei dahingestellt…

Wenn die Aktie unter diesen Preis fällt, bekomme ich diese,
und bezahle dafür 9,90 Euro Provision (zusätzlich zum Preis
der Aktien).

0,25% vom Kurswert bedeutet dass die Bank vom aktuellen Kurswert einer Aktie beim Kaufzeitpunkt (z.B. 40 Euro) 0,25% pro Stück zusätzlich ‚einkassiert‘ (=1 Euro). Macht also schon mal Kosten ‚für nix‘

Bleibt sie darüber, bekomme ich nichts, und muß auch nichts
bezahlen.

Stimmt, wenn man die obige Anweisung ernst nimmt.

Außer diesen An- und ggf. Verkaufsprovisionen kostet mich das
Depot nichts.

Ist das so richtig, oder lauern da noch irgendwo anders
versteckte Gebühren und Fußangeln?

Jede Menge. Bei Wertpapieren gilt die alte Regel: Was die Mehrheit macht ist immer falsch Und bei steigenden Kursen soll man verkaufen. Warum? 1.weil man nicht weiss wann den sonstigen Marktteilnehmern das Geld ausgeht, womit die Nachfrage nach dem Papier wieder sinkt und damit dessen Preis. 2.weil steigende Investitionen auch steigende Renditeerwartungen bedeuten. Von den schlappen 100.000 Euro Dividende pro Jahr lässt sich ein Multimilliardär wohl kaum beeindrucken. Im Gegensatz zum ‚kleinen Mann‘ mit seinen 300.000 Euro Investitionen in unserer Wertpapier. Davon mal abgesehen wollen noch die jeweiligen Landesgesetze für Aktionäre beachtet werden. Sowie die Zinsentwicklung…Und der Trick mit Put/Call will noch erwähnt sein… Einen hab ich noch: der Zins dient i.A. der ‚Kapitalallokation‘ und impliziert schlichtweg einen gleichhohen Mangel an Kapital auf der Anbieterseite sowie dessen Bonität. Zu deutsch: hoher Zins -> hohes Risiko des Totalverlustes

Und wie funktioniert das mit der Dividende - bekomme ich die
automatisch aufs Konto überwiesen, oder wie oder was?

Sollte so laufen. Falls überhaupt, siehe Beispiel Microsoft…:smiley:

Und welche Bank sollte ich damit belästigen?
Wie gesagt, bei der DiBa habe ich die o.a. Gebühren gefunden -
diese Bank würde sich für mich evtl. auch anbieten, weil ich
dort bereits ein Konto habe.
Oder gibt es andere Banken, die für mich empfehlenswerter
wären?

Deutsche Bank vielleicht ?

Bin wie immer für alle Tips dankbar. :smile:

Schönen Gruß,
Robert

HTH
mfg M.L.

Hätte ich beinahe vergessen:
http://www.statistik.uni-dortmund.de/lehrst/wssoz/pu…

Viel Spass beim Lesen
mfg M.L.

Hallo,

Naja, 1000 Euro sind „Peanuts“, weil es erst ab einer Million
Euro Eigenkapital interessant wird (meine ich irgendwo gelesen
zu habe).

Nun, dem halte ich jetzt einfach mal dagegen, daß sicherlich die wenigsten privaten Aktienkäufer mit siebenstelligen Beträgen einsteigen…

Und Sympathien mögen ja ganz schön sein, aber das investierte
Geld sollte man schon wiedererhalten.

… und das sehe ich in diesem Fall auch als durchaus gegeben an! (Ich bin vielleicht blöd, aber so blöd nun auch wieder nicht!)

Das ist möglich. Ob angesichts stetig fallender Kurse aber
empfehlenswert sei dahingestellt…

Was heißt „stetig fallende Kurse“? Die Aktie bewegt sich halt zur Zeit um diesen Level, ist aber keineswegs auf dem Weg ins Bodenlose.

0,25% vom Kurswert bedeutet dass die Bank vom aktuellen
Kurswert einer Aktie beim Kaufzeitpunkt (z.B. 40 Euro) 0,25%
pro Stück zusätzlich ‚einkassiert‘ (=1 Euro). Macht also schon
mal Kosten ‚für nix‘

Sorry, ich weiß _ nicht _, ob ich von jemandem einen finanziellen Rat annehmen soll, der den Unterschied zwischen 2,5% und 0,25% nicht erkennt!

Stimmt, wenn man die obige Anweisung ernst nimmt.

Wieso sollte man sie nicht ernst nehmen?

Jede Menge. Bei Wertpapieren gilt die alte Regel: Was
die Mehrheit macht ist immer falsch Und bei
steigenden Kursen soll man verkaufen. Warum? 1.weil man nicht
weiss wann den sonstigen Marktteilnehmern das Geld ausgeht,
womit die Nachfrage nach dem Papier wieder sinkt und damit
dessen Preis. 2.weil steigende Investitionen auch steigende
Renditeerwartungen bedeuten. Von den schlappen 100.000 Euro
Dividende pro Jahr lässt sich ein Multimilliardär wohl kaum
beeindrucken. Im Gegensatz zum ‚kleinen Mann‘ mit seinen
300.000 Euro Investitionen in unserer Wertpapier. Davon mal
abgesehen wollen noch die jeweiligen Landesgesetze für
Aktionäre beachtet werden. Sowie die Zinsentwicklung…Und
der Trick mit Put/Call will noch erwähnt sein… Einen hab ich
noch: der Zins dient i.A. der ‚Kapitalallokation‘ und
impliziert schlichtweg einen gleichhohen Mangel an Kapital auf
der Anbieterseite sowie dessen Bonität. Zu deutsch: hoher Zins
-> hohes Risiko des Totalverlustes

Hallo?
Ich hatte eigentlich nur nach der technischen Seite und den Kosten gefragt, nicht um eine Anlageberatung gebeten.
Daß man mit Aktien Verluste machen kann, ist mir bewußt.
Mit „put“ und „call“ kenne ich mich nicht wirklich aus - meines Wissens ist das aber auch etwas anderes als der schlichte Kauf von Aktien, oder nicht?

Und welche Bank sollte ich damit belästigen?
Wie gesagt, bei der DiBa habe ich die o.a. Gebühren gefunden -
diese Bank würde sich für mich evtl. auch anbieten, weil ich
dort bereits ein Konto habe.
Oder gibt es andere Banken, die für mich empfehlenswerter
wären?

Deutsche Bank vielleicht ?

Und was qualifiziert gerade die so besonders für meine Bedürfnisse?

Komisch, irgendwie komme ich mir in dieser Antwort nicht wirklich ernstgenommen vor.

Guß,
Robert

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Moin,

Ich habe mich noch nie mit dem Thema befaßt, überlege aber zur
Zeit, ob ich nicht doch einmal ein paar Aktien kaufen sollte.
Ich dachte an Aktien im Gesamtwert von ca. 1.000 Euro von
einem einzelnen Unternehmen, dem ich persönlich gewisse
Sympathien entgegenbringe.

Hat zwar mit der technischen Abwicklung nichts zu tun, aber gestatte mir trotzdem die Vorbemerkung: Aktien sind Risikopapiere. Jeder Anleger sollte sich bewußt sein, daß der Rückzahlungszeitpunkt ungewiss ist oder sogar ein Totalverlust drohen kann. Das investierte Kapital sollte also wirklich nur Spielgeld sein, auf das Du zur Not verzichten kannst.

Jetzt weiß ich nicht, ob die Banken mit solchen Kleinigkeiten
überhaupt erst anfangen,

Die Banken fangen mit solchen Kleinigkeiten an, fangen das aber über höhere Kosten (z. B. Mindestgebühren) ab.

weiß nicht, was dabei für Kosten
entstehen und habe auch keine Ahnung, wo (und wie) ich denn am
besten ein solches Depot eröffnen sollte.

Jede Bank, die Wertpapiergeschäft betreibt, insbesondere Direktbanken (die bieten keine Beratung, dafür ist die Gebührenstruktur günstiger)

Jetzt habe ich mich mal bei der DiBa umgesehen und folgende
Angaben zum Depot gefunden:

_- Provision: 0,25% vom Kurswert

  • Minimum (Order per Internet): 9,90
  • Vormerkung / Änderung / Streichung eines Limits: kostenlos
  • Depotverwaltung,jährlich: kostenlos_

Ich verstehe ich das so:
ich gebe z.B. den Auftrag „sobald Aktie XY unter 33 Euro
fällt, kaufe ich 30 Stück davon“.
Wenn die Aktie unter diesen Preis fällt, bekomme ich diese,

2 Möglichkeiten: Wenn Du die Aktie in jedem Fall haben willst, gibst Du Deine Order „billigst“ in den Markt. Wenn Du nur bis zu einem bestimmten Kurs bezahlen willst, weil Dir die Aktie nicht mehr wert erscheint, limitierst Du z. B. auf 33 EUR. Du erhältst dann Aktien, sofern es einen Verkäufer zu diesem oder einem niedrigeren Preis gibt. Manchmal fällt auch der Preis ohne Umsatz (Taxkurse). Und manchmal (bei marktengen Papieren), kriegst Du Deine gewünschten 30 Stück in mehreren Tranchen (z. B. weil 3 Verkäufer jeweils 10 verkaufen), dann musst Du je nach Bank evt. 3 Male die Provision bezahlen.

und bezahle dafür 9,90 Euro Provision (zusätzlich zum Preis
der Aktien).

Bleibt sie darüber, bekomme ich nichts, und muß auch nichts
bezahlen.

Ja, wenn Du ein Limit erteilt hast.

Außer diesen An- und ggf. Verkaufsprovisionen kostet mich das
Depot nichts.

Ggfls. kommen fremde Spesen dazu (z. B. Xetra-Gebühren, Maklercourtage, Lieferspesen), also Gebühren, die Deiner Bank von dritter Seite in Rechnung gestellt werden.

Das gilt für Aktien an deutschen Börsen. Bei ausländischen Börsen kommen i. A. eine höhere Provision und weitere Gebühren sowie indirekt zusätzliche Kosten durch die Umrechnung der Währung in EUR auf Dich zu.

Und wie funktioniert das mit der Dividende - bekomme ich die
automatisch aufs Konto überwiesen, oder wie oder was?

Ja.

Und welche Bank sollte ich damit belästigen?
Wie gesagt, bei der DiBa habe ich die o.a. Gebühren gefunden -
diese Bank würde sich für mich evtl. auch anbieten, weil ich
dort bereits ein Konto habe.
Oder gibt es andere Banken, die für mich empfehlenswerter
wären?

Empfehlenswerter weiß ich nicht; da müsstest Du die Banken vergleichen. Im Endeffekt weiß ich nicht, ob sich der Aufwand für EUR 1000 lohnt (z. B. 0,25% mind. 9,90 EUR oder 0,2% mind. 9,49 EUR macht jetzt nicht die Welt aus…).

Bin wie immer für alle Tips dankbar. :smile:

Schönen Gruß,
Robert

Gruß vom Wolf

Gerade gesehen: comdirect
Moin,

gerade auf der Homepage von comdirect gesehen: Angebot für Neukunden: 50% Rabatt auf Ordergebühren, keine Depotgebühren (für 6 Monate).

Gruß vom Wolf

Hätte ich beinahe vergessen:
http://www.statistik.uni-dortmund.de/lehrst/wssoz/pu…

Viel Spass beim Lesen
mfg M.L.

Also ich finds interessant, wenn ich mal 10.000 € von einer Aktie kaufe, diese zwei Wochen später für 15.000 € verkaufe.
Da interessieren mich die Transaktionsgebühren herzlich wenig.

@Threadsteller

Wenn du dich damit garnicht auskennst, dann gehe zu einer Bank, bei der du Beratung und eine Risikoaufklärung bekommst. D.B., Landesbanken, etc…

Viel Erfolg.

Hallo,

Hat zwar mit der technischen Abwicklung nichts zu tun, aber
gestatte mir trotzdem die Vorbemerkung: Aktien sind
Risikopapiere. Jeder Anleger sollte sich bewußt sein, daß der
Rückzahlungszeitpunkt ungewiss ist oder sogar ein Totalverlust
drohen kann. Das investierte Kapital sollte also wirklich nur
Spielgeld sein, auf das Du zur Not verzichten kannst.

Ist mir schon klar - aber ich hoffe nicht, daß Daimler wirklich derart von der Insolvenz bedroht ist …
(Daß ich mit Aktien immer auch Geld verlieren kann, ist mir klar)

Außer diesen An- und ggf. Verkaufsprovisionen kostet mich das
Depot nichts.

Ggfls. kommen fremde Spesen dazu (z. B. Xetra-Gebühren,
Maklercourtage, Lieferspesen), also Gebühren, die Deiner Bank
von dritter Seite in Rechnung gestellt werden.

Wie bringe ich denn in Erfahrung, ob und wenn ja welche Gebühren dazu noch anfallen werden?

Danke jedenfalls schon mal für deine Antwort! :smile:

Schönen Gruß,
Robert

hallo markus,

sag mal, wieviel ahnung hast du denn von aktien?
ich finde deine meinungen haarstäubend und plakativ wie aus der bildzeitung.

strubbel
B:open_mouth:)

hallo robert,

bei diesen anlagesummen begebe dich lieber zu deiner bank und lasse dich zum thema zertifikate beraten.
also minimum wäre wirklich , na so 2.500 € pro position, wenn du breit streuen kannst.
stichwort diversifikation.
sonst geht es dir wie ein kind, welches auf der wippe sitz und nicht wieder runterkommt, weil ein dicker bär auf der anderen seite sitzt.
wenn du verstehst, was ich meine.
die frage ist, möchtest du spielen oder investieren?
nimm doch vorher an verschiedenen börsenspielen, auch hier im internet, teil.
da lernst du, wie die ganze sache funktioniert.

strubbel
a:open_mouth:)

Moin,

Außer diesen An- und ggf. Verkaufsprovisionen kostet mich das
Depot nichts.

Ggfls. kommen fremde Spesen dazu (z. B. Xetra-Gebühren,
Maklercourtage, Lieferspesen), also Gebühren, die Deiner Bank
von dritter Seite in Rechnung gestellt werden.

Wie bringe ich denn in Erfahrung, ob und wenn ja welche
Gebühren dazu noch anfallen werden?

Da hilft entweder das Preisverzeichnis der Bank (das kann nämlich von Bank zu Bank differieren) oder ein Anruf bei dem/den ins Auge gefassten Institut(en).

Danke jedenfalls schon mal für deine Antwort! :smile:

Schönen Gruß,
Robert

Gruß zurück vom Wolf