Wie Aluminium im Trinkwasser vermeiden?

Hallo Barbara,

hab meinen Wasseranbieter vor ein paar Tagen gemailt, bisher leider nur eine Antwort von jemandem erhalten der die Frage scheinbar nicht verstanden hat bzw. nicht verstehen wollte. Evtl. werde ich auch einmal anrufen und nachfragen ob mit Alu aufbereitet wird bzw. wieso der Aluminiumgehalt nicht publiziert wird.

Gruss

Desperado

Hi,

bei mir rennt man offene Türen ein. Die Beweisführung ist eine ganz andere Sache. Deshalb muss man derzeit sagen: Es gibt Hinweise. Ist eine unter Öko- und „echten“ Toxikologen eine legitime Formulierung.

LG Barbara

Hallo Barbara,

es gibt Hinweise, dass bestimmte Applikationswege eher problematisch sind als andere. Ich bleibe hier wischiwaschi, weil man das ganz gut im Netz recherchieren kann.

möchtest Du mir nicht doch die Mühe der Recherche abnehmen und ein paar Hinweise geben? Würde mich freuen!

Viele Grüße,

Jule

Hallo Jule und andere,

neben der im Ausgangsposting verlinkten Doku liefert auch Wikipedia einige Informationen: http://en.wikipedia.org/wiki/Aluminium#Health_concerns

Gruss

Desperado

Hallo,

kann man nicht! Die Stadtwerke verschleiern die Werte des Aluminiums. Wenn die Trinkwasserwerte angefordert werden, erscheinen Werte, die zeigen, daß alles in Ordnung ist. Der Hintergrund: Wir haben nun mal alte Aluminiumleitungen, die unser Trinkwasser bis zum Hahn führen.

Tip: Kohlensäurefreies Mineralwasser kaufen (dort sind die Werte deklariert)und kommen noch aus unterirdischen Quellen und nicht aus dem sogenannten Grundwasser wie unser Leitungswasser.

Karin

Frageerweiterung:wo setzt Hausinstallation Al frei
Was mich mal interessieren würde ist welche Installationsbauteile in der Hauswasserleitung das Aluminium abgeben sollte (wenn die Wasserwerke immer auf das Hausleitungsnetz verweisen).

Alu-Rohre gibt es doch nicht oder ? Und ich wüßte nicht in welchem Bauteil (Ausdehnungsgefäß, Wasseruhr, Rückschlagventil) irgend ein noch so kleines Teil aus Aluminium verbaut sein.

Oder ist es Verunreinigung in verzinktem Stahlrohr odergar im Kupferrohr ?

Das Kupferrohr ist eben nicht so rein wie Elektrolytkuper aus der Elektroindustrie aber immerhin schon sehr rein.

Oder kommt das Aluminium aus Verbundrohr (einer neueren Entwicklung, d.h. ein Kunststoffrohr in dem sich auch eine Aluminiumschicht befindet (damit bei Fußbodenheizung kein Sauerstoff von außen hineindiffundieren kann).

Also noch weitere Frage die sich speziell auf die Hausinstallation beziehen, die die Wasserwerke dann wohl gerne zum Sündenbock machen.

Die öffentlichen Wasserleitungen sind jedoch heutzutage ast alle aus PVC-Rohr.

Hallo,

das frage ich mich auch. Dazu kommt, dass selbst WENN irgendwo in der Hausinstallation Aluminium verarbeitet ist, es sich entweder um reines Alu oder um Legierungen handelt, aus denen sich Ionen nicht so ohne weiteres und in nennenswerten Mengen ins Trinkwasser lösen werden. Vermute ich jetzt mal.

LG Barbara

Das sagt wenig. Aluminium ist das dritthäufigste Element in der Erdkruste. Mit jedem Atemzug Straßenstaub nimmt man Aluminium auf. Als es noch keine Wasserleitungen gab und die Menschen aus dem Bach das Wasser tranken, müssen sie bei trübem Wasser jede Menge Schwebstoffe mit Aluminium aufgenommen haben. das heißt, die Lebewesen jeder Art haben sich an die Aufnahme von Aluminium angepasst. Entscheidend ist, ob die Metallionen an der falschen Stelle ankommen. Man hat vermutet, dass der Alu Gehalt in Alzheimer Plaques Ursache sei und hat den Konsum von Getränken und Lebensmitteln in Alu Dosen im Verdacht gehabt. Um diese Theorie ist aber wieder still geworden. Die tolerable tägliche Aufnahme von Aluminium ist erstaunlich hoch und da kann selbst ein Alu Teil in der Wasserleitung keinen Beitrag liefern. http://www.bfr.bund.de/cm/343/grillfisch.pdf
In dem vorstehenden link stehen hilfreiche Daten.
Udo Becker

Hallo,

ich gebe hier zu bedenken, dass es einen großen Unterscheid ausmacht, ob man eine Substanz oral aufnimmt und über daran angepasste Exkretionswege (Leber-Galle, oder Leber-Niere) wieder ausscheidet. Oder ob man die gleiche Substanz über die Haut oder im Falle einer Injektion subkutan aufnimmt. Dann fallen nämlich häufig die genannten Exkretionswege weg. Die Subtanz hat längere Aufenthaltszeiten im Organismus und kann sich ganz anders verteilen und wirken.

Der Aufsatz vom BfR beschäftigt sich lediglich mit der oralen Aufnahme von Aluminium. Stellungnahmen zu anderen Applikationswegen habe ich auf den Seiten des BfR nicht gefunden. Deshalb kann man aus meiner Sicht daraus keine generelle Entwarnung ableiten. Nur für die Trinkwasser"problematik", sofern die derzeit geltenden Höchstmengen im Trinkwasser für Al-Ionen nicht überschritten werden.

LG Barbara

Moin,

Vermute ich jetzt mal.

mit dieser Vermutung liegst Du richtig. Es sei denn, das Wasser wäre extrem sauer.

Gandalf