Wie Aluminium im Trinkwasser vermeiden?

Hallo,

wie kann man eine zu hohe Aufnahme von Aluminium vermeiden?

Nachdem ich eine ORF Dokumentation ueber die Folgen des Aluminiumkonsums gesehen hab (http://dokumonster.de/sehen/7235-die-akte-aluminium-…) moechte ich soweit moeglich Alu vermeiden. Leider listet mein Leitungswasseranbieter nur alle moeglichen anderen getesteten Stoffe auf aber nicht das giftige Aluminium.

Wie kann man den Aluminiumanteil bei Leitungswasser erfahren?

Wie kann man den Aluminiumanteil bei gekauftem Mineralwasser erfahren?

Welche Stoffe die im Wasser oder der Nahrung vorkommen sollte man noch vermeiden?

Kennt jemand Dokumentationen oder andere Links zu diesem Thema?

Gruss und Dank

Desperado

Wie wäre es mit einem Anruf bei deinem Wasserlieferanten?

Moin,

aber nicht das giftige Aluminium.

wie kommst Du darauf, daß Aluminium giftig ist?!

Gandalf

Stimmt

wie kommst Du darauf, daß Aluminium giftig ist?!

http://de.wikipedia.org/wiki/Aluminium

http://de.wikipedia.org/wiki/Aluminium#Aluminium_im_…

Man müsste sich schon viel Mühe geben.

Gruß

Stefan

Was soll der machen? Aluminium ist in meines Wissens in den Standardtests gar nicht drin, oder?

Hallo,

was er machen soll?

Über das natürliche Hintergrundrauschen muss der Fragesteller sich nicht groß aufregen. Aluminium kommt natürlicherweise und ubiquitär vor und befindet sich damit höchstwahrscheinlich in kleinen (natürlichen) Mengen in allem, was wir zu uns nehmen. Ich gehe mal davon aus, dass wir an diese Mengen angepasst sind. Die Frage, die ich auf die Schnelle niht beantworten kann: Wie hoch sind natürliche Hintergrundbelastungen z.B. in natürlichen Oberflächenwässern?

Der Frageseller kann aber mal nachfragen, ob das Leitungswasser in seiner Heimatgemeinde chloriert wird, und wenn ja womit. Wenn ich eine der Aussagen in dem Film richtig verstehe, dann wird (u.a. oder immer???) Aluminiumchlorid benutzt. Verschwindet das durch Ausfällungsprozesse tatsächlich immer und komplett aus dem so behandeltem Trinkwasser? Würde mich mal interessieren. Wenn das Trinkwasser in seiner Heimatgemeinde nicht chloriert wird, dann kann er ja schon mal erleichtert aufatmen.

LG Barbara

Hallo,

die Wasserwerke haben Detailanalysen vorliegen in denen auch Alu’s enthalten sind.

Diese sind aber in sofern nicht aussagekräftig, da ein Großteil des Aluminiums duch Hausleitungen ins Wasser gelangt.

Hier kann man privat testen:

http://www.test-wasser.de/wasserwissen/aluminiumleit…

http://www.apotheken-labor.de/umweltanalysen/wassera…

Es grüßt
Yvisa

In meiner Gemeinde sind die Analysen des Trinkwassers allgemein zugänglich. Es wird auch Al+++ gemessen.
http://www.marburg.de/de/18495
Ein Klick in das rote Feld der Website und die Analysendaten werden angezeigt.
Trinkwasser wird mittlerweile auf einen neutralen pH eingestellt, bevor es ins Leitungsnetz gelangt. Im Neutralen flockt aber Al(OH)3 aus und wird abfiltriert. Nur saures (Trink)wasser oder extrem alkalisches Wasser oder mit Komplexbildnern belastetes Wasser kann Al enthalten.
Udo Becker

Hallo Udo,

interessant zu sehen dass andere Stadtwerke in Deutschland den Aluminiumwert angeben. Scheinbar scheint es keine gesetzliche Verpflichtung zu geben diesen zu publizieren denn in der Inhaltsstoffaufzaehlung meines Wasseranbieters fehlt eben genau Aluminium. Kann mir nicht vorstellen dass man das einfach nicht getestet hat, evtl. war es nur knapp unter dem gesetzlichen Grenzwert und man wollte es darum nicht veroeffentlichen.

Der Urangehalt ist bei meinem Stadtwerk auch nicht angegeben. Dafuer Dinge wie Arsen (was aber deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert liegt). Bei Deinem Stadtwerk fehlt Arsen allerdings…

Da stellt sich natuerlich die Frage was mit den Werten ist die nicht angegeben sind und wieso man einfach beliebig irgendwelche Werte angibt und andere weglaesst. Es muesste doch allgemein bekannt sein welche Inhaltsstoffe kritisch sind und welche nicht.

Gruss

Desperado

Trinkwasser-Verordnung
Ahoi!

Da stellt sich natuerlich die Frage was mit den Werten ist die nicht angegeben sind und wieso man einfach beliebig irgendwelche Werte angibt und andere weglaesst. Es muesste doch allgemein bekannt sein welche Inhaltsstoffe kritisch sind und welche nicht.

Ist es auch:
In der Anlage 2 der Trinkwasser-Verordnung: http://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/anlag… ACHTUNG: Nicht der aktuelle Stand!

sowie in der EU-Richtlinie 98/83/EG: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?ur…

Uran und Arsen stehen drin, Aluminium nicht.
Natürlich können die Wasserversorger - aus welchem Anlass auch immer - weitere Analysen veranlassen. Sei es, weil nach einem Atomunfall ein Test auf Strontium sinnvoll erscheint (war nach Tschernobyl so) oder weil ein Redakteur von Ökotest irgendwo irgendwas aufgeschnappt hat und jetzt öffentlich ein Panik-Fass aufmacht oder oder oder.
Umgekehrt wird auch nicht jeder Wasserversorger ständig das Maximal-Progamm fahren. Wenn man Jahrelang wöchentlich auf Uran testet, nie aber auch nur ein Hundertstel des Grenzwertes erreicht, wird man früher oder später die Analysenfrequenz herabsetzen - schließlich kostet das alles Geld, und Spurenanalytik nicht wenig.

Die Wasserversorger können immer nur testen, was ihre Produktionsstätte verlässt, wenn es wirklich mal irgendwo Probleme geben sollte, sind in 99% aller Fälle irgendwelche Leitungen/Installationen Schuld.

Im Übrigen machen auch so gut wie nie irgendwelche Metalle oder Salze Probleme, viel mehr Gedanken sollte man sich um Mikroorganismen machen (Legionellen etc.)

lg, mabuse

Hallo,

Danke fuer die ausfuehrliche Antwort.

Aber wie kann es eigentlich sein dass ein Stoff wie Aluminium fuer den es sogar einen Grenzwert gibt und der nachweislich giftig ist nicht getestet werden muss?

Gruss

Desperado

Hallo,

Aber wie kann es eigentlich sein dass ein Stoff wie Aluminium
fuer den es sogar einen Grenzwert gibt und der nachweislich
giftig ist nicht getestet werden muss?

Wo hast du denn die Angabe eines Grenzwertes gefunden?

Barbara

PS:
Ich habe es schon selber gefunden:
Trinkwasserverordnung Anlage 3 (aktualisiert 2011, meine ich)

Hallo,

Aber wie kann es eigentlich sein dass ein Stoff wie Aluminium
fuer den es sogar einen Grenzwert gibt und der nachweislich
giftig ist nicht getestet werden muss?

Wo hast du denn die Angabe eines Grenzwertes gefunden?

hier auf Seite 22: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/trinkw… oder auch bei Wiki

Gruss

Desperado

Wenn Uran nicht angegeben ist, wird es nicht gemessen. Wenn es nicht gemessen wird, ist es für Deine Region nicht relevant (hat vermutlich geologische Gründe). Das Gleiche gilt für Arsen.
Wenn ein Inhaltsstoff regional keinerlei Bedeutung hat, kann man nicht verlangen, dass er routinemäßig mitgemessen wird. Aber Stichproben wird man von Zeit zu Zeit schon machen.
Udo Becker

Hallo,

ich hatte es auch gefunden (eins drunter, unter PS). Irgendwo habe ich aber auch noch gelesen, quasi ergänzend, dass Untersuchungen auf Al dann zu machen sind, wenn es bei der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt wird. Es muss (so verstehe ich es) nihct routinemäßg danach gesucht werden. Leider finde ich diese Aussage in dem Wust der Treffer nicht mehr wieder.

Falls das aber wirklich so ist, schließt es sich ja im Kreis mit meiner Aufforderung, die Wasserbetriebe nach der Art der Aufbereitung zu fragen, speziell, ob mit Al-Verbindungen gechlort wird. W"enn nicht mit Al-Verbindungen gechlort wird, sollte es keine erhöhte Belastung geben.

LG Barbara

Moin!

Aber wie kann es eigentlich sein dass ein Stoff wie Aluminium fuer den es sogar einen Grenzwert gibt und der nachweislich giftig ist nicht getestet werden muss?

Sorry, den hatte ich gar nicht wahrgenommen, ich hab nur die andere Anlage schnell überflogen.

Du musst unterscheiden zwischen „darf nicht drin sein“ und „muß überprüft werden“.

Al kommt überwiegend durch die technologische Aufbereitung des Wassers (Grund- oder Talsperrenwasser) ins Trinkwasser. Wenn der Wasserversorger keine Al-basierende Technolgie verwendet, und das Rohwasser bekanntermaßen weit genug unter dem Grenzwert liegt, dann erübrigt sich eine laufende Kontrolle.

Wie ich schon schrieb: Umgekehrt wird auch nicht jeder Wasserversorger ständig das Maximal-Progamm fahren. Wenn man Jahrelang wöchentlich auf Uran testet, nie aber auch nur ein Hundertstel des Grenzwertes erreicht, wird man früher oder später die Analysenfrequenz herabsetzen - schließlich kostet das alles Geld, und Spurenanalytik nicht wenig.

schönes WE,
mabuse

Moin,

und der nachweislich
giftig ist

dazu hast Du immer noch keine Belege geliefert!

Gandalf

Hallo,

und der nachweislich
giftig ist

dazu hast Du immer noch keine Belege geliefert!

Es ist mit Sicherheit nur bedingt gefährlich, in eine Aludose zu beissen. Al-Ionen aber können in den Organismus gelangen und, wenn sie nicht wieder herausbefördert werden, akkumulieren.

Es gibt Hinweise auf Neurotoxizität. Es gibt Hinweise, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen eher betroffen sein können, es gibt Hinweise, dass bestimmte Applikationswege eher problematisch sind als andere. Ich bleibe hier wischiwaschi, weil man das ganz gut im Netz recherchieren kann.

Von der Hand zu weisen sind meines Erachtens die Sorgen nicht. Allerdings würde ich jetzt nicht dazu raten, in Panik zu verfallen. Wenn der Fragesteller z.B. keine Niereninsuffizienz hat, sollte die orale Aufnahme von Al-Ionen mit dem Trinkwasserkein Problem darstellen, da sie mit dem Urin wieder ausgeschieden werden.

LG Barbara

Es gibt Hinweise auf Neurotoxizität bei Aluminium?
Ehrlich gesagt sind die Amyloid-Plaques bei AD-Patienten voll von Aluminiumsilikat - soviel dazu. Es ist mit ziemlicher Sicherheit toxisch.
Leider ist nicht nur das Trinkwasser oft mit Aluminium verseucht, nein auch in manchen Lebensmitteln und Deos finden sich Aluminium-haltige Zusatzstoffe, sowie bestimmte Zusatzstoffe/ Konservierungsmittel mancher Impfungen.
Deshalb sollte man sich bei Auswahlmöglichkeit einen Impfstoff, wenn möglich, ohne Aluminiumzusatz auswählen.
Bsp: Hepatitis A/ Thyphus Impfstoff (hier hat man eine Auswahl):
Hepatyrix (mit Aluminiumzusatz)
Viatim (ohne Aluminiumzusatz)

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