Wie am besten fotografieren

Hallo,
ich möchte gerne Fotos, wie auf den gleich folgenden Links zu sehen, machen. Worauf muss ich achten? Welchen Hintergrund wähle ich? Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass ich ein absoluter Hobbyfotograf bin… Also bitte keine Tipps, die ganz viel Geld kosten, geben ; )))

http://www.imagepoint.biz/singleimg.php?picID=746060
http://www.imagepoint.biz/singleimg.php?picID=748157
http://www.imagepoint.biz/singleimg.php?picID=540594

Habt ihr dennoch Tipps für mich?

Viele Grüße,
Sandra

Hi

fotografierst du digital oder analog? ÜPber was für eine Objektivausstattung verfügst du? Was für beleuchtungsmöglichkeiten hast du?

Hohlkehle, Hintergrundkarton, Beleuchtung, Lichtzelt, Stativ

Beispiel:
Nägel in nen Klumpen Knete Stecken, Makro an die Kamera geschnallt, schattenfrei ausleuchten, Ausschnitt wählen, scharfstellen, Belichtungsreihe machen > scannen nach der Filmentwicklung (falls analog) > in einer Bildbearbeitung nachbearbeiten (freistellen, ausflecken etc).

je weniger du an möglichkeiten hast, desto mehr wirst du das Bild wohl in der Nachbearbeitung traktieren müssen.

ob das Ergebnis dem Beispiel gleichen wird weiss ich nicht…

HH

Ich will Dich nicht entmutigen, aber dafür lassen sich Fotografen 3 Jahre lang ausbilden. Weshalb sonst sollte es denn den Berufsstand Fotograf geben, wenn man als Hobbyknipser in einem Forum mit 2 Sätzen erklärt bekommt, wie das geht?
Trotzdem, versuch es, vielleicht wird ja Dein Ehrgeiz geweckt und in einiger Zeit hast Du wirklich brauchbare Ergebnisse.
Zum Thema Nachbearbeiten… Eigentlich gibt es kein Bild mehr, was nicht wenigstens im Ausschnitt ein wenig verändert wird. Was Du aber sicher vergessen kannst, das sind Schlagschatten wegzuretuschieren oder ein schlecht belichtets Bild noch zu retten.

Nehmen wir mal den Ventilator:
Ich würde das nicht mit einer Hohlkehle fotografieren, sondern von hinten durchleuchten. Dazu brauchst du aber eben teures Equipment.

Nochmal, versuch es mal, schau mal, was du für Ergebnisse bekommst und denk dran, solltest Du digital fotografieren, dann kannst Du ja fürs erste mit Bauscheinwerfern und dem Weißabgleich an der Kamera die Beleuchtung steuern. Aber sei nicht enttäuscht, wenn die Ergebnisse anders werden, als erhofft. Dafür beschäftigen Firmen für wirklich viel Geld Berufsfotografen…

Grüße Rankin

PS: der Ventilator
noch ne Anmerkung um zu zeigen, welche Aufgaben alles in solchen Bildern stecken:

schau Dir mal den Fuß des Ventilators an. Was glaubst du, was du tun mußt, daß Du dich nicht selbst darin spiegelst, daß man nicht die Kamera darin sieht, und was denkst du, woher die Lichtpunkte kommen, die du darauf siehst? Dieser Ventilator ist (für ein Studio) „normal aufwendig“ ausgeleuchtet worden. 2 Blitze aus mindestens 1 goßen Lichtwanne, ein Blitz (von rechts oben ) nur schwach, die Wanne von links oben als Hauptlicht. Das siehst du am kleinen Schatten, der sehr soft ist und keine scharfen Kanten aufzeigt. Alleine das stellt dich vor unlösbare Probleme, ohne Geld in die Hand nehmen zu müssen…

nochmal Grüße
Rankin

Hi,
also das sowas nicht ganz einfach ist hast du ja schon gehört.

Zum Thema Preisgünstig: Für die Nägel brauchst du ein Makro, keine Ahnung was Kompakte heutzutage so können, Aber ich vermute, dass heisst, du brauchst eine Spiegelreflexkamera.

  1. Für ein stabilen Aufbau sorgen. D.h. Objekt auf Tisch oder Fußboden, Kamera auf ein Stativ. Notfalls tun es aber auch Beanbags oder ähnliches. Ist halt mehr Fummelei.

  2. Licht. Du brauchst weiches Licht, aber nicht völlig unstrukturiert. Für so kleine Objekte wie die Nägel könnte ein Lichtzelt funktionieren, sowas kriegt man für nicht all zu viel Geld. Einen entfesselten Blitz wirst du aber wohl benötigen. Oder du frickelst mit Baustrahlern rum, das kam mir aber schon beim Lesen immer so mühselig vor, dass mir die Lust darauf vergangen ist.

3.a) der Ventilator: Ventilator kaufen, Frontgitter abbauen, ordentlich ausbelichten, Foto machen fertig. (Ich vermute allein der Ventilator kostet schon seine 50-100 Euro)

3.b) Nägel mit Köpfen: Wie oben (Nägel sind meist etwas preiswerter). Das auffälligste Element ist die geringe Tiefenschärfe. Die kommt bei Makros von ganz allein, wenn du nicht eine digitale Kompakte mit Winzsensor verwendest. Problem wird da eher sein, den Fokus exakt auf die Köpfe zu bekommen.

  1. Lernen. Die ersten Versuche werden vermutlich nicht so aussehen, wie du dir das vorgestellt hast. Such die ne Fotogruppe (heutzutage auch bekannt als Community) die dir konstruktives Feedback gibt. Lies über oben genannte Stichworte, probier aus, google, versuch es noch mal und gib nicht auf.

  2. Eigene Ideen entwickeln. Die Fotos begeistern mich, da sie auf absolut simplen Objekten basieren. Die einfach nach zu machen ist als Übung sicherlich nicht schlecht, aber die echte Herausforderung ist es doch selbst originelle Ideen zu entwickeln, umzusetzen und sich nicht frustrieren zu lassen, wenn man anschließend herausfindet, dass diese Art Foto vor 50Jahren hip war … dann nennt man es halt Retro. :smile:

Viel Spass

Hallo Sandra !

Das stimmt schon, um solche Bilder perfekt hinzukriegen braucht man Erfahrung und gute Ausrüstung. Ersteres bekommst Du durch probieren, letzteres muß nicht unbedingt teuer sein bzw. kann improvisiert werden.

Generell würde ich für solche Sachen eine Hohlkehle bauen: Große weiße oder farbige Tonpappe, durchgebogen damit kein Übergang entsteht. Dann die Objekte platzieren - hinstellen, die krummen Nägel zB. in ein weißes brett schlagen (die sind eh stark nachbearbeitet wie mir scheint), das Bündel Nägel in Knetgummi, Styropor o.ä. stecken.

Das Ausleuchten ist generell das Schwierigste. Es gibt spezielle Tageslichtlampen mit der richtigen Farbtemperatur. Bei Digital habe ich gute Erfahrungen mit Leuchtstoffröhren gemacht, bei Baustrahlern habe ich immer eine dicke, matte Ozaphanfolie vorgeklemmt, allerdings werden die schnell seeeeehr heiß. Wenn Du die räumlichen Möglichkeiten hast kannst Du auch eine Hohlkehle draußen aufbauen und bei Tageslicht arbeiten, das ist vom Licht her immer noch das angenehmste aber auch schwer zu steuern. Schatten würde ich da mit Styroporplatten aufhellen, wenn sie nicht zu vermeiden sind.

Wenn Du frontal einen spiegelnden Gegenstand fotografierst würde ich eine große, schwarze Pappe nehmen, die nur ein Loch für die Linse der Kamera hat. So spiegelt sich nur ein schwarzer Fleck und den sieht man nicht.

Für den Anfang würde ich Dir zu Digital raten, wenn Du die Wahl hast. Da siehst Du die Ergebnisse sofort, bei analog muß erst entwickelt werden, und bis das Ergebnis da ist ist der Aufbau und das Licht wieder abgebaut und nicht mehr nachvollziehbar. Mit wachsender Erfahrung wächst auch der Erfolg, nur Mut :smile:

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