Wie an Aufträge kommen?

Guten Tag,

ich habe mich als Tischler selbständig gemacht und bin nun auf der Suche nach Aufträgen? Wer kann mir Tipps geben, welche Seiten sind gut? Welche Marketing-Methoden geeignet? Lohnt sich Google bzw. Google Lokale Suche?

für deine branche ist es meines erachtens sinnvoller, per anzeigen in der lokalpresse, handzetteln, visitenkarten an schwarzen bretter der einheimischen supermärkte und evtl. auch lokalsender zu werben.

parallel dazu würde ich mich in bastelforen registrieren und ein paar bauanleitungen einstellen, mich an diskussionen beteiligen usw.

manchmal ist auch xing ganz sinnvoll. dort gibt es auch mit sicherheit foren, die dein fachgebiet abdecken und wo du wirkung dadurch erzielen kannst, dass du präsenz zeigst.

das ganze google-gedöns … ich weiß nicht …

viel erfolg
ann

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Leider schreibst Du nicht in welcher Gegend Du dich befindest.

Aber hier ein paar Gedanken. Soweit es sich um eine halbwegs ländliche Gegend handelt.

Nimm Kontakt zu örtlichen Bauuntrnehmen auf. Stelle Dich vor, sage was Du leisten kannst.

Aktiviere ein paar Freunde. Möglichst Leute die privat oder beruflich in deinem Gebiet unterwegs sind. Sobald jemand irgendwo ein Bauschild für den Neubau eines Ein- oder Zweifamilienhauses sieht, die Adresse des Bauherren aufschreiben. Notfalls die Maurer fragen. Dann schreibst Du den Bauherren an, gratulierst zu seinem Bauvorhaben und bietest Deine Hilfe an.

Schließe Dich einem örtlichen Gewerbeverein an.

Nutze alle Kontakte welche Dir zur Verfügung stehen und hinterfrage wie man Dir helfen kann.

Viel Erfolg

So, habe nochmals Deine Frage gelesen.

Gibt es bei der Meisterschulung kein Marketing mehr? Seltsam.

Vergiss mal ganz ganz schnell das Internet bis auf eine eigene kleine Homepage. Bei Dir wird es erstmal darum gehen, dass Du bekannt wirst und Aufträge bekommst.

Nehme grundsätzlich jeden noch so kleinen Auftrag an. Grund: lehnst Du Kleinaufträge ab, wird man Dich nie wieder fragen und die Propaganda geht dahin -den brauchst Du nicht fragen, macht er sowieso nicht-. Dann kannst Du einpacken.

Also überlege mit allen möglichen Menschen, was es für Möglichkeiten gibt. Es geht nicht um die Großaufträge, sondern um kontinuierliches Arbeiten.

Spreche mit Tischlern (nicht aus Deinem Nahbereich) wie sie vorgehen.

Kontakte sind einfach alles. Manchmal (sogar öffters als man denkt) geben andere Aufträge ab, weil sie ausgelastet sind.

Hallo!

Ann hat schon Recht, über Google Aufträge zu bekommen, ist für Tischler kein guter Weg. Anders wäre es, wenn du Dosierpumpen für Erdnussbutter herstellen würdest, da ist Google eine Goldgrube, denn es gibt kaum Mitbewerber.

Trotzdem:

Lohnt sich Google?

Google kostet (in der Regel) nichts. Also warum nicht? Eine Hompage ist natürlich Grundvoraussetzung für Google, aber die rentiert sich (in der Regel) schon nach dem ersten Auftrag.

Was du auch mal versuchen kannst ist http://www.myhammer.de

Grüße

Andreas

Hallo,

was soll Dein Schwerpunkt in Deiner Selbständigkeit sein? Was kannst Du Deinen Kunden bieten was andere veilleicht nicht können (Alleinstellungsmerkmal). Wer ist für Deine Leistungen die richtige Kundenzielgruppe?

Wenn Du das ausgearbeitet hast, dann starte mit effizienten und vergleichsweise günstigen Werbemaßnahmen: Stelle einige schöne Holzspielzeuge für den örtlichen Kindergarten her und spende diese (natürlich mit Fotobericht der örtlichen Presse bei der Übergabe). Die Kinder freuen sich und Du hast eine imposante Startwerbung - so fallen alle weiteren Werbemaßnahmen auf fruchtbaren Boden.

Flyer (selber verteilen bzw. dort auslegen wo Deine Zielgruppe anzutreffen ist z.B. örtlicher Frisör, oder örtlicher Baustoffhandel (je nach Zielgruppe natürlich).

Die nächsten Maßnahmen sollten Logoentwicklung, Fahrzeugbeschriftung und Visitenkarten sein.

Die Fahrzeugbeschriftung (wenn gut gemacht) ist eine hervorragende Werbemaßnahme und wenn man Fläche und Dauer zugrunde legt, absolut günstig. Außerdem unterstreicht eine ordentliche Fahrzeugbeschriftung die Professionalität Deines Erscheinungsbildes.

Visitenkarten sind praktisch ein Miniflyer - wenn Du irgendwo ein Auftrag erledigt hast, nimm Dir etwas Zeit und verteile in den Briefkästen der umliegenden Häuser Deine Visitenkarte - gerade wenn Du ein prägnant beschriftetes Fahrzeug hast, werden Dein Anwesenheit auch einige Nachbarn registriert haben, da ist es sehr wahrscheinlich dass, wenn der Kunde mit Deiner Arbeit zufrieden war, in Zukunft der ein oder andere Nachbar auch mal bei Dir anklopft.

Wenn Dein Geschäft anfängt zu laufen, inseriere regelmäßig in den kleinen Ortsteilblättchen - die Inserate sind oft recht günstig und werden Dir den einen oder anderen Auftrag bringen.

Viel Erfolg.

Gruß
Frank

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bloß nicht!
hi,

Was du auch mal versuchen kannst ist http://www.myhammer.de

um himmels willen, NEIN! wie sollte ein seriöser handwerker mit den dumpingpreisen in einem schwarzarbeiterforum konkurrieren können?
abgesehen davon macht er sich sein renommé damit kaputt.

gruß
ann

PS: auch google kostet, und zwar zumindest zeit, für manche anwendungen (nämlich die, die der UP hier meint) auch geld.

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Ich gebe Ann vollkommen Recht.

Zu dem muß erst ein solider Aufbau betrieben werden, welcher monatlich die Existenz sichert. Erst dann, wenn alles Hand und Fuß hat, kann ich mich um „Rosinen“ kümmern. Große Aufträge bedeuten Druck und auch gegebenenfalls die Einstellung von Mitarbeitern und Anschaffung von Maschinen. Wie dieses aber wenn die solide Basis fehlt?

sehr gut! (o.w.t.)
.

Für den nachfolgenden Tip muß man die richtige Einstellung besitzen

Wenn Du mit Deiner Tischlerei nicht gerade in einer Großstadt bist, hast Du ländlichen Raum und auch ältere Einfamilienhaussiedlungen vor der Haustür.

Fertigst Du auch Fenster? Ja? Super!

Nimm Dir ein paar Tage Zeit und fahre über Land. Du wirst Häuser älteren Datums ohne Ende finden. Und was haben die zum Großteil?
Alte Fenster.

Geh hin, sprich die Leute an und erkläre, daß Du als Jungunternehmer zu günstigen Konditionen moderne Fenster anbieten kannst. Hinterlasse Deine Visitenkarte und einen Flyer.

Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn auf diesem Weg keine Aufträge zustande kommen.

Nach jedem erfolgreich abgeschlossenen Auftrag, frage grundsätzlich ob man mit Deiner Arbeit zufrieden war und ob Du Dich darauf berufen darfst. Wenn ja, heißt dies die gesamte Nachbarschaft abklappern. Aber nur bis Du einen neuen Auftrag hast. Nach Abschluß das Spiel von vorne. Die restliche Nachbarschaft mit dem Hinweis auf zwei bereits ausgeführte Aufträge.

Das Ganze fällt in den Bereich des Gesetzes der großen Zahl

Hallo!

Die nächsten Maßnahmen sollten Logoentwicklung,
Fahrzeugbeschriftung und Visitenkarten sein.

Und auch, wenn man als Existenzgründer jeden Euro zweimal anschaut, bevopr man ihn ausgibt: Es lohnt sich, darüber mit einem Fachmann zu reden. Viele Grafiker, die ich kenne, sind gegenüber Existenzgründern sehr kulant, wenn sie den Eindruick haben, daß derjenige fair und ehrlich ist und sie nicht vergisst, wenn er dann mal Erfolg hat. Ich habe mich auch schon bei Existenzgründern auf Tauschgeschäfte eingelassen - Logo gegen neues Büroregal z.B. :smile:

Mach einen weitem Bogen um Möchtegerndesigner, deren Qualifikation nur darin besteht, eine Raubkopie von Corel Draw installiert zu haben. Mit dem Geld kann nan auch Zigaretten anzünden. Ich habe ein paar Mal den Mül wegräumen dürfen, den so jemand hinterlassen hat, und das wird dann deutlich teurer …

Gruß,
Max

Hallo,

Die nächsten Maßnahmen sollten Logoentwicklung,
Fahrzeugbeschriftung und Visitenkarten sein.

Das muss natürlich an erster Stelle stehen, ohne entsprechenden Firmenauftritt geht gar nichts.
Dazu gehört auch ein anständiges Internet.
Und dann ein wenig Klinkenputzen bei den örtlichen Anzeigenblättern, ob die nicht einen Artikel bringen über eine Firmenneugründung.

Viel Erfolg
Richard

Ja, Du hast natürlich Recht - soweit entsprechendes Geld für diese fundamentalen Maßnahmen schon vorhanden ist/entbehrt werden kann gehört die Logeoentwicklung etc. natürlich zu den Startmaßnahmen.

Ich habe es mit zwei Gründern (die ohne großen Kapitaleinsatz starten mussten) schon mit einem sehr preiswerten Startflyer geschafft die ersten Aufträge zu akquirieren und nach deren Abarbeitung war das Geld für den professionellen Firmenauftritt verdient. Sollte natürlich nur so gemacht werden wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

Gruß
Frank

Hallo Strek90,

ich grüble auch, ob ich mich selbstständig machen soll. Derzeit spreche ich mit vielen Freunden und Bekannten und versuche auszuloten, wie die Leute meine Ideen finden und um sie schon mal drauf vorzubereiten, dass da in Zukunft was kommen könnte. Leute kennen Leute, und es spricht sich ja rum, was du tust, und der eine oder andere erinnert sich vielleicht, dass da einer war, der…

Dafür eignen sich m. E. Veranstaltungen, auf denen man leicht ins Gespräch kommt und einen sympathischen, aber kompetenten Eindruck hinterlassen kann, z.B. Geburtstage von Freunden, wo man etwas von seiner Arbeit erzählen kann/muss. Guck doch mal, ob es in deiner Nähe Veranstaltungen gibt, wo du dich sehen lassen kannst und in ungezwungener Atmosphäre Leute kennen lernen kannst.

In Berlin gibt es öfter mal Kleinkunst/-gewerbe-Märkte, wo Handwerker ihr Können zeigen, besonders zu Ostern und Weihnachten. Kostet wahrscheinlich Standmiete, schafft aber eine Möglichkeit mehr, Visitenkarten zu verteilen.

Ebenfalls in Berlin (auf dem Sender RBB) gibt es eine Sendung, die „96 Stunden“ heißt. Hier werden meist Handwerker und Spender gesucht, um mit deren Hilfe z.B. gemeinnützige Projekte zu unterstützen (derzeit soll ein Reiterhof für behinderte Kinder aufgebessert werden). Wenn ich mich nicht irre, werden da auch gern mal die Namen genannt. Guck doch mal hier: http://www.rbb-online.de/96stunden/index.html

Vielleicht bietet sich ja auch die eine oder andere Kooperation mit einem anderen Geschäft an, z.B. wenn du Gartenmöbel im Gartencenter/Blumenladen ausstellen kannst. Oder vielleicht kann man ja mit Künstlern zusammenarbeiten? Oder gibt es Polsterer in deiner Nähe, die dich weiterempfehlen könnten?

Persönlich lege ich Wert auf ein ordentliches Auftreten. Runtergekommene Klamotten oder eine schlechte Webseite/Visitenkarte gehen gar nicht! Bitte besonders bei letzterem unbedingt auf Qualität achten und Fachleute engagieren. Ich käme nie auf die Idee, eine Telefonnummer von einer Laterne abzureißen, um einen Handwerker an meine Waschmaschine zu lassen :wink:

So, mehr fällt mir jetzt erstmal nicht ein…

Liebe Grüße und viel Erfolg!
schleichrabe

Sorry, eins fällt mir doch noch ein:

Brenne für deinen Job! Wenn man Leidenschaft für das ausstrahlt, was man tut, kann man andere damit anstecken/begeistern.

Das ist fast die beste Visitenkarte.

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