Wie Antibiotika besser vertragen?

Hallo,

ich habe Antibiotika noch nie gut vertragen, ob es nun Breitband- oder spezielle Antibiotika waren.

Momentan *muss* ich aber Antibiotika nehmen, mein Arzt meinte, es würde gehen wenn ich wirklich viel Wasser dazu einnehme.

Naja, gestern ging es noch, aber heute habe ich mir nicht lange nach der Einnahme, trotz viel Wasser, mal wieder die Seele aus dem Leib gekotzt.

Wie gesagt, gibt es um die Antibiotika keinen Weg herum.
Es kann ja auch nicht sein, dass ich auf sämtliche Antibiotika „wo gibt“ unverträglich reagiere, oder? Denn bis jetzt hatte ich bei jedem Schwierigkeiten. Meistens habe ich dann auf Hausmittel und Naturmittelchen (nach Absprache mit dem Arzt) zurückgegriffen, aber diesmal geht das nicht :confused:

Gibt es irgendwas, womit ich meinen Körper unterstützen kann, die Dinger drin zu behalten?
Ich hab Prüfungswoche und sowieso keine Zeit, ich kann das momentan echt nicht gebrauchen :confused:

lg
Kate

Hallo,

ich denke du solltest entwerder deinen Arzt fragen oder in der Apotheke. Einziger Tip, den ich dir geben kann, ist dass du mit Kamillentee den Magen etwas beruhigst und somit vielleicht der Brechreiz unterdrückt wird.

Du scheinst nicht mitteilen wollen warum du die Antibiotika nimmst und welche, deswegen ist Rat schwierig.

Es gibt aber die einfach Möglichekit die Antibiotika i.v. zu verabreichen oder i.m. als Depot. Dazu müsstest du zum Arzt in die Sprechstunde gehen oder jmd. in Deiner Umgebeung kann damit umgehen. Es ist teurer, aber wenn Du sie auskotzt wirken sie nicht und alles ist für die Katz. Und wenn Du sie wirklich sooo dringend nehmen musst, dann muss auch der Arzt mitspielen…

Insgesamt hört sich das aber nicht nach einer echten Unverträglichekit, sondern nach einem psychosomatischen Erbrechen an, WEIL Du die Dinger nicht nehmen willst - nur ein unprofessioneller Eindruck. Sorry.

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Hi
wenn du die Antibiotika erbrichst, ists ja nun nicht weit mit dem nehmen… insofern sollte der Doc dafür sorgen das sie drin bleiben.

Gibt es irgendwas, womit ich meinen Körper unterstützen kann,
die Dinger drin zu behalten?

Tropf?
B

Kate,

mich wundert, dass noch keiner der Vor"redner" auf folgendes angesprochen hat:

Es gibt einige (nicht alle!!!) AB’s bei denen es dringend angeraten ist, sie „einzuschleichen“ (= Fachausdruck!). Das heißt: Der Arzt legt aufgrund Deiner Krankheit fest, wieviel mg pro Tag Du nehmen musst, damit das Mittel wirkt. Sagen wir mal: 400 mg pro Tag. Also fängst Du am ersten Tag der Einnahme mit 150 mg am Tag an, am zweiten steigerst Du auf 200 mg etc. bis Du die beabsichtigten 400 mg pro Tag erreichst. Das verlängert zwar die Dauer der Einnahmezeit um ein paar Tage, aber Dein Körper kann sich so viel besser drauf einstellen.
Und dann gibt es da noch den wohlbekannten „JoJo-Effekt“: Für AB’s bedeutet das (in Anlehnung an den Diät-JoJo-Effekt) folgendes:
Du schleichst das AB ein, steigerst somit jeden Tag. Aber - sagen wir mal bei 350 mg - werden die Nebenwirkungen so heftig, dass es Dir wirklich nur noch mies geht. Na gut, dann gehst Du für 2 Tage wieder auf 300 mg zurück, am dritten Tag wieder auf die 350 mg und - oh Wunder - auf einmal verträgst Du diese 350 mg mit nahezu der gleichen Nebenwirkungs-Intensität wie vorher die 300 mg. Und dann nach 2 weiteren Tagen gehst Du auf die 400 mg. Wenn dann die Nebenwirkungen wieder zu heftig sind, dann halt wieder für 2 Tage zurück auf 350 mg etc. solange, bis Du die vom Arzt vorgesehene Dosis erreichst und auch verträgst.

Ach noch was, was mir gerade einfällt: Ich hoffe doch, dass Dich Dein Arzt instruiert hat, wie Du Dich während der AB-Therapie zu verhalten hast. So ist z.B. bei Doxy oder Mino dringend angeraten, die Sonne strikt zu meiden (Hautverbrennungen!). Bei Mino musst Du z.B. auf Deine Ernährung achten und darfst keine kalziumhaltigen Lebensmittel (Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder bestimmte Wurstsorten oder besonders kalziumhaltiges Mineralwasser etc.) zu Dir nehmen, da das Kalzium den Wirkstoff des Medikamentes bindet und dieser dadurch nicht zum Tragen kommt (das Medikament kann dann nicht oder nicht richtig wirken). Auch Weißmehlprodukte sind nicht optimal.

Zusätzlich zur AB-Therapie ist auch stets angesagt, was für Deinen Darm (genauer: die Darmflora) zu tun, da gibt es eine Vielzahl von sog. Nahrungsergänzungsmitteln, die sich dafür eignen. Wenn sich über diese Produkte Dein Arzt nicht besonders gut auskennt, dann frag den Apotheker, da das Zeug frei verkäuflich ist (Vertrauen zum Apotheker vorausgesetzt).

Zum „Drinbehalten“ bzw. „Reinbekommen“ haben die Vorredner bereits geschrieben. Viel trinken ist immer gut (Leitungswasser, Mineralwasser, Tee - aber KEINEN Kaffee, kein Cola oder ähnliches, da Koffein entwässert und der Wirkstoff damit wieder zu schnell aus Deinem Körper draußen wäre. Und Alkohol ja sowieso nicht. Strikt!).

Ich möchte Dich auch noch auf etwas hinweisen, was viele Ärzte auch nicht beachten (obwohl sie es eigentlich wissen müssten): Medikamente sind in ihrer Wirkungsweise abhängig davon, dass das Verhältnis stimmt zwischen eingenommenen mg/Tag und kg-Körpergewicht des Patienten. Je nach Krankheit schwankt der benötigte AB-Wirkstoff in mg/Tag erheblich, daher kann an dieser Stelle keiner sagen, was in Deinem Fall die optimale mg-Menge pro Tag ist. Zusätzlich kann (in seltenen Fällen!) eine Körperreaktion des Patienten dazukommen, die den sog. „Wirkspiegel“ zu hoch oder zu niedrig werden lässt. Das heißt, obwohl der Arzt sich zusammen mit dem Patienten eine individuelle Dosierung bezogen auf die Krankheit und das Körpergewicht überlegt haben, reagiert der Patientenkörper anders als erwartet: Er kann mit Nebenwirkungen überreagieren, so dass er schon von einer recht geringen Dosis regelrecht umgehauen wird, oder aber aufgrund des Patientenstoffwechsels wird der Wirkstoff zu schnell abgebaut und somit das angestrebte Wirkstoffniveau im Körper zeitlich (viel) zu kurz erhalten, wodurch das AB keine oder nur unzureichend Wirkung entfalten kann.

Das waren jetzt etliche Punkte zum Thema AB,

ich hoffe, Du bist jetzt nicht genau so erschlagen wie von den Nebenwirkungen des Medikamentes

Viele Grüße und eine schnelle Besserung

schönen Sonntag

Alexander

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Hallo Alexander,

nein im Gegenteil, danke für deinen sehr ausführlichen Beitrag :smile:

Ich nehme das Doxy-irjendwas Breitbandantibiotikum, Sonne meide ich dementsprechend (muss ja eh lernen :wink:).

Ich sollte am ersten Tag 2 davon nehmen, habe ich auch gemacht, war kein Problem. Gestern aber drehte mein Magen ab.

Heute versuch ichs mal mit Kamillentee, bisher ist mir nur leicht unwohl, toi toi toi.

An etwas psychosomathsches, wie es ein Vorredner ansprach, glaube ich übrigens nicht. Ich habe ja kein Problem mit „normalen“ Medikamenten, auch wenn Naturmittel für mich angenehmer sind, da sie bei ernsten Problemen doch besser wirken und ich Natur nur einsetze bei leichten Sachen (Erkältungen, unterstützend bei anderen Krankheiten etc. pp). Also da ist kein Unwillen, die Tabletten zu nehmen.

lg
Kate

Einschleichen von Antibiotika ist lebensgefährlich
Das beschriebene Einschleichen gilt für viele Medikamente, aber NICHT für Antibiotika! Im Gegenteil, das ist gefährlich! Wenn Du AB in einer Dosierung nimmst, die Bakterien lediglich „ärgert“, aber nicht ausreichend hemmt oder abtötet, förderst Du die Selektion von resistenten Keimen! Oftmals wird sogar das Gegenteil, eine „loading dose“ empfohlen, um sofort hohe AB-Spiegel zu erreichen.

Leute, das ist gefährlich, wenn ihr diese „Lehre“ hier verbreitet!

Wenn die Pat. bereits „nicht lange nach der Einnahme“ erbricht, dann hat das nichts mit der Darmflora o.ä. zu tun. Wenn das Erbechen das einzige Symptom ist, ist eine echte Unverträglichkeit extrem unwahrscheinlich.

Dass man ein AB patientenadaptiert dosieren sollte ist eine Binsenweisheit.

Es gibt einige (nicht alle!!!) AB’s bei denen es dringend
angeraten ist, sie „einzuschleichen“ (= Fachausdruck!). Das
heißt: Der Arzt legt aufgrund Deiner Krankheit fest, wieviel
mg pro Tag Du nehmen musst, damit das Mittel wirkt. Sagen wir
mal: 400 mg pro Tag. Also fängst Du am ersten Tag der Einnahme
mit 150 mg am Tag an, am zweiten steigerst Du auf 200 mg etc.
bis Du die beabsichtigten 400 mg pro Tag erreichst. Das
verlängert zwar die Dauer der Einnahmezeit um ein paar Tage,
aber Dein Körper kann sich so viel besser drauf einstellen.
Und dann gibt es da noch den wohlbekannten „JoJo-Effekt“: Für
AB’s bedeutet das (in Anlehnung an den Diät-JoJo-Effekt)
folgendes:
Du schleichst das AB ein, steigerst somit jeden Tag. Aber -
sagen wir mal bei 350 mg - werden die Nebenwirkungen so
heftig, dass es Dir wirklich nur noch mies geht. Na gut, dann
gehst Du für 2 Tage wieder auf 300 mg zurück, am dritten Tag
wieder auf die 350 mg und - oh Wunder - auf einmal verträgst
Du diese 350 mg mit nahezu der gleichen
Nebenwirkungs-Intensität wie vorher die 300 mg. Und dann nach
2 weiteren Tagen gehst Du auf die 400 mg. Wenn dann die
Nebenwirkungen wieder zu heftig sind, dann halt wieder für 2
Tage zurück auf 350 mg etc. solange, bis Du die vom Arzt
vorgesehene Dosis erreichst und auch verträgst.

Hallo sl,

vielleicht hilft Dir, wenn ich Dich auf den Deutschen Borreliose Bund und das (Internet-)Borreliose-Forum verweise:

Insbesondere bei Minozyclin ist das Einschleichen eines der Voraussetzungen für den Erfolg, da bei voller Dosis ab dem ersten Tag sonst die Patienten reihenweise aus den Latschen kippen würden. Und dass das Mino ein sehr wirksames Präparat ist, darüber brauchen wir wohl nicht diskutieren. Schade um die ausgelassenen Behandlungsmöglichkeiten und Heilungsaussichten, wenn durch die Nebenwirkungen des nicht-eingeschlichenen Medikamentes der Arzt und Patient von der weiteren Einnahme des Mino absehen (Therapie-Abbruch).

Somit: das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern es sind Erfahrungswerte von vielen hunderten Patienten und Ärzten.

Ich habe außerdem DEUTLICH darauf hingewiesen, dass das NICHT für alle AB’s gilt.

Gruß

Alexander

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Manticor,

Dass man ein AB patientenadaptiert dosieren sollte ist eine
Binsenweisheit.

wie kommt es dann, dass etwa 50% aller Ärzte das nicht berücksichtigen und nur eine „Einhheitsdosis“ verschreiben, egal ob es ein 45-kg-Mädchen oder ein 120-kg-Brocken-Mann ist?

Halt typisch Ärzte.

Eigentlich wollte ich hier noch eine gepfefferte Antwort weiter schreiben, aber das spar ich mir.

Alexander

Hallo Kate,
es ist ausreichend bekannt, das viele Menschen am ersten Tag das
Doxycyclin noch vertragen, ihnen aber ab dem zweiten Tag hundeübel ist mit Erbrechen ohne Ende. Nun ist dieses AB eines der billigsten und
wird somit sehr gerne verordnet. Doch gibt es inzwischen genügend andere viel besser verträgliche Antibiotika, die bestimmt auch Du problemlos einnehmen und vertragen kannst. Frag doch einfach den Arzt nach einem anderen AB und es wird bestimmt kein Problem sein. Es wird Dir kein Kamillentee helfen. Viel Erfolg kajax

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nur, dass der Hersteller dieses Vorgehen (aus gutem Grund?) nicht in die Fachinformation aufgenommen hat…

Bei einer lange schwelenden chronischen Infektion wie einer spät erkannten Borreliose lasse ich mir so ein Vorgehen noch gefallen, untersucht ist es nicht, ob es tatsächlich besser ist und genauso wirksam. Außerdem gibt es dort sehr wirksame und gut verträgliche Alternativen.

Du hast bei sowas einen sog. positiven Publikationsbias: Kein Mensch schreibt, wenn alles nach Fachinformation lief, aber sobald was anderes erfolgreich war, fällt es sofort auf und erhält über Gebühr Aufmerksamkeit.

Laß uns nicht streiten, wir kennen „unsere“ Patientin, ihre Krankheit und die näheren Umstände ja nicht wirklich, so bleibt jede Diskussion akademisch.

Hallo sl,

vielleicht hilft Dir, wenn ich Dich auf den Deutschen
Borreliose Bund und das (Internet-)Borreliose-Forum verweise:

Insbesondere bei Minozyclin ist das Einschleichen eines der
Voraussetzungen für den Erfolg, da bei voller Dosis ab dem
ersten Tag sonst die Patienten reihenweise aus den Latschen
kippen würden. Und dass das Mino ein sehr wirksames Präparat
ist, darüber brauchen wir wohl nicht diskutieren. Schade um
die ausgelassenen Behandlungsmöglichkeiten und
Heilungsaussichten, wenn durch die Nebenwirkungen des
nicht-eingeschlichenen Medikamentes der Arzt und Patient von
der weiteren Einnahme des Mino absehen (Therapie-Abbruch).

Somit: das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern es
sind Erfahrungswerte von vielen hunderten Patienten und
Ärzten.

Ich habe außerdem DEUTLICH darauf hingewiesen, dass das NICHT
für alle AB’s gilt.

Einschleichen AB… oder auch nicht! Borreliose
Hallo Manticor,

Bei einer lange schwelenden chronischen Infektion wie einer
spät erkannten Borreliose lasse ich mir so ein Vorgehen noch
gefallen,

da sind wir beide uns also einig, dass es eben nicht lebensgefährlich sein muss, so wie Du behauptet hast. Denn (ist mir selbst passiert): am Wochenende, die Ärztin im Krankenhaus (Notdienst - Ambulanz) will mir 50 mg/Tag Doxy geben. Und das bei meinen knapp 90 kg! Zur wirksamen Infektionsabwehr benötige ich aber mindestens 4 mg/kg Körpergewicht = 360 mg pro Tag. Als ich protestiere, dass das doch viel zu wenig sei, gibt sie mir widerwillig 100mg/Tag (= insgesamt 200 mg für’s Wochenende). Zitat: „Aber dass Sie dann sofort am Montag Morgen zu Ihrem Hausarzt zur Folgebehandlung gehen!“ (Zitat Ende). Glücklicherweise hatte ich noch ein paar Rest-Doxy zu Hause, so dass ich letztlich bis auf 250 mg/Tag aufstocken konnte. Ab Montag hatte ich dann meine meine 300 mg (mein HA meinte, da ich nicht ganz 90 kg hätte, täten es in diesem Fall 300 mg auch). War somit auch ein „Einschleichen“, wenn auch ungewollt, weil die Krankenhausärztin von „Binsenweisheiten in der Medizin“ offenbar keinen Schimmer hatte. Ich gebe Dir aber Recht: in meinem eigenen Fall, hätte ich - wenn ich gekonnt hätte - nicht unbedingt „eingeschlichen“, sondern gleich die volle Dosis genommen.

Nur, dass der Hersteller dieses Vorgehen (aus gutem Grund?)
nicht in die Fachinformation aufgenommen hat…

der Hersteller eines Malaria-Mittels schreibt in seine Fachinformationen auch nicht rein, dass es sehr gut und positiv begleitend zu anderen AB’s für Borreliose einsetzbar ist, dennoch ist das in der Borre-welt Allgemeinwissen.

untersucht ist es nicht, ob es tatsächlich besser
ist

nur durch die Praxis zigfach, ach was, hundertfach bewiesen.

und genauso wirksam.

Leider ist die ganze Borre bisher noch ziemlich schlecht erforscht.

Außerdem gibt es dort sehr wirksame
und gut verträgliche Alternativen.

Da bin ich aber jetzt neugierig: was sollen das für „gut verträgliche Alternativen“ sein? Wir wollen was dazu lernen, schließlich leidet meine Frau schon seit einiger Zeit an Borre… Wir sind über jede Info dankbar.

Vielleicht hast Du gehört, dass vor ein paar Wochen in den USA wieder neue Erreger entdeckt wurden, die ebenfalls durch die Zecken übertragen werden. Die Viecher haben noch gar keinen Namen (soweit ich weiß, aber das kann sich stündlich ändern). Bisher heißen sie nur „Bartonellen-ähnliche Erreger“ (aufgrund ihrer Form) und werden den Bakterien zugerechnet. Der Test, womit sie nachgewiesen wurden, heißt Fry-Test. Wie gesagt: ganz brandaktuell. Erst vor wenigen Tagen publiziert. Und der Wissenschaftler, der sie entdeckt hat meinte: Wenn es übliche Borrelien wären, dann wüsste ich, wie ich die Patientin (übrigens aus Deutschland!!!) zu behandeln hätte, aber wie ich gegen diese Dinger vorgehen kann, habe ich keine Ahnung (so ähnlich im IN in Englisch nachzulesen).

Du hast bei sowas einen sog. positiven Publikationsbias: Kein
Mensch schreibt, wenn alles nach Fachinformation lief, aber
sobald was anderes erfolgreich war, fällt es sofort auf und
erhält über Gebühr Aufmerksamkeit.

klar.

Laß uns nicht streiten, wir kennen „unsere“ Patientin, ihre
Krankheit und die näheren Umstände ja nicht wirklich, so
bleibt jede Diskussion akademisch.

Da hast Du wirklich Recht. Es kommt viel auf die Umstände an, weshalb AB’s genommen werden sollen/müssen. Und die kann wirklich ein Artz in Zusammenarbeit mit dem/der Patienten/Patientin am besten beurteilen.

Schönen Abend

Alexander

Hallo sl,

vielleicht hilft Dir, wenn ich Dich auf den Deutschen
Borreliose Bund und das (Internet-)Borreliose-Forum verweise:

Insbesondere bei Minozyclin ist das Einschleichen eines der
Voraussetzungen für den Erfolg, da bei voller Dosis ab dem
ersten Tag sonst die Patienten reihenweise aus den Latschen
kippen würden. Und dass das Mino ein sehr wirksames Präparat
ist, darüber brauchen wir wohl nicht diskutieren. Schade um
die ausgelassenen Behandlungsmöglichkeiten und
Heilungsaussichten, wenn durch die Nebenwirkungen des
nicht-eingeschlichenen Medikamentes der Arzt und Patient von
der weiteren Einnahme des Mino absehen (Therapie-Abbruch).

Somit: das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern es
sind Erfahrungswerte von vielen hunderten Patienten und
Ärzten.

Ich habe außerdem DEUTLICH darauf hingewiesen, dass das NICHT
für alle AB’s gilt.