Hallo ,
wenn ich vor eine Glühlampe einen Dimmer schalte ,
sinkt dann auch der Stromverbrauch , oder wird das Licht nur dunkler ?
Vielen Dank im Voraus ,
Musikis100
Hallo Musikis
wenn ich vor eine Glühlampe einen Dimmer schalte ,
sinkt dann auch der Stromverbrauch , oder wird das Licht nur
dunkler ?
Der Stromverbrauch sinkt zwar, aber nicht in dem Maß, wie das Licht dunkler wird. Zum Stromsparen ist ein Dimmer also eher wenig geeignet. Eine Glühlampe bleibt immer in erster Linie eine Heizung.
Hans
Moinsen,
es gibt je nach Anwendungsfall verschiedene Arten der Dimmung. Bei Netzspannungsleuchten kommt i.d.R. die Phasenanschnittdimmung zum Einsatz. Hier wird in jeder Halbperiode je nach Dimmungsgrad eine gewisse Zeit lang (bei 50 Hz = 0,01 s Halbperiodendauer beispielsweise für 50 % Dimmnug 0,005 s lang) die Spannung weggeschaltet. Dies passiert immer vom Nulldurchgang aus am Anfang der Periode mit Hilfe von TRIACs.
In Niedervoltsystemen mit elektronischem Vorschaltgerät wird die Phasenabschnittdimmung verwendet. Obwohl das Signalbild hier schlicht und einfach invertriert zur Phasenanschnittsdimmung ist (Spannung wird vorm Ende der Periode abgeschaltet), bedarf eine solche Schaltung eines erheblichen Mehraufwandes.
Da man oben genannte Varianten nur für alle Arten von Glühlampen anwenden kann, braucht man für Gasentladungslampen spezielle auf den jeweiligen Typ entwickelte Schaltungen. Darauf gehe ich jetzt nicht ein, da dass sicherlich für dich nicht von Interesse war.
Am einfachsten wäre natürlich, einen simplen Drehwiderstand vor das Leuchtmittel zu schalten. Vermutlich würden das Gasentladungslampen sogar besser tolerieren.
Aber auf Grund der immensen Verlustleistnug, die am Widerstand abfallen würde und der damit verbundenen extremen Baugröße ist dies absolut unüblich.
Zum Thema Stromverbrauch:
Selbstverständlich verbrauchst du im gedimmten Zustand weniger Strom. Man muss dabei allerdings bedenken, dass durch eine Herabsetzung der mittleren Spannung auch die Lichtausbeute überproportional sinkt. Wenn man einen gängigen 300-Watt-Deckenfluter hernimmt und mit ihm die Helligkeit einer 20-Watt-Niedervolt-Halogenlampe einstellen will, würde man unterm Strich bestimmt noch um die 80 Watt dafür verbrauchen! Das kommt daher, dass eine mit Unterspannung betriebene ihr Strahlungsspektrum noch weiter als so schon in den infraroten Bereich verschiebt. Das Licht ist „wärmer“, also gelblicher bzw. ‚orangelicher‘ (Ich weiß, das klingt blöd, trifft aber eher zu).
Deshalb sollte man überlegen, wenn man schon unbedingt die ineffizienten Hochvoltglühlampen verwenden will, ob man wirklich das warme verschwenderische Licht haben will oder lieber auf eine entsprechend weniger leistende Lampe zurückgreift. Ich denke, die meisten werden einen 300-Watt-Halogenfluter wohl nie auf voller Helligkeit betreiben.
Anfügen möchte ich noch, dass Halogenlampen bei einem dauergedimmten Betrieb den Vorteil längerer Lebensdauer verlieren, da der Halogenkreisprozess nicht mehr die dazu nötige Temperatur bekommt!
Abschließend möchte ich auf Wikipedia verweisen. Dort kannst du zu alldem auch alles erfahren 
Bleib neugierig 
Gruß, Marius
Vielen Dank für diese gute Antwort !
MfG,
Musikis
Anfügen möchte ich noch, dass Halogenlampen bei einem
dauergedimmten Betrieb den Vorteil längerer Lebensdauer
verlieren, da der Halogenkreisprozess nicht mehr die dazu
nötige Temperatur bekommt!
Wird oft geschrieben, aber eines wird dabei nicht beachtet:
Die zum Rekombinieren des Wolframs notwendige Temperatur wird zwar nicht erreicht, aber es ensteht auch deutlich weniger Wolfram-Abdampf.
In wie weit sich diese Effekte aufheben oder sogar eine Lebensdauerverlängerung durch Spannungssenkung zu beobachten sein könnte (und wenn, dann unter welchen Lastzuständen genau), ist wohl nicht genau untersucht.
Ich habe nach sehr schlecht wechselbare 90W Hochvolthalogenlampen bewusst auf maximal 95% gedimmt (feste Einstellung am Dimmer), dies wurde damals von Osram als „Lebensdauer verlängernd“ bezeichnet.
Leider kann ich die Betriebsstunden kaum nachhalten, aber es wurden von 15 Lampen bisher nur zwei gewechselt. Das nach 12 Jahren in einer Kirche. Also mindestens etwa 60 Gottesdienste à 2h plus Veranstaltungen pro Jahr. Wären dann 1440h Betrieb für die Gottesdienste plus X.
Grob geschätzt muss man mit zwei bis drei abendfüllenden Veranstaltungen pro Monat rechnen, plus Chorproben. Ich denke, das werden nochmals 10h pro Monat Minimum sein.
Und schon sind wir bei fast 3000h Betriebsstunden.
Aber:
Repräsentativ ist das nicht, genaue Lebensdaueraussagen kann man so nicht machen. Zudem werden bei einigen Lichtszenen die Lampen bis auf 30% gedimmt.
Wird oft geschrieben, aber eines wird dabei nicht beachtet:
Die zum Rekombinieren des Wolframs notwendige Temperatur wird
zwar nicht erreicht, aber es ensteht auch deutlich weniger
Wolfram-Abdampf.
In wie weit sich diese Effekte aufheben oder sogar eine
Lebensdauerverlängerung durch Spannungssenkung zu beobachten
sein könnte (und wenn, dann unter welchen Lastzuständen
genau), ist wohl nicht genau untersucht.
Das stimmt. Ich habe mit meiner Aussage nicht sehr tief gegraben, sonst wäre wahrscheinlich angesichts der so entstehenden Textlänge keiner mehr motiviert gewesen, alles zu lesen.
Ich habe nach sehr schlecht wechselbare 90W
Hochvolthalogenlampen bewusst auf maximal 95% gedimmt (feste
Einstellung am Dimmer), dies wurde damals von Osram als
„Lebensdauer verlängernd“ bezeichnet.
Jawohl, das glaube ich gern. Ich denke, bei Halogenlampen wird ein Betrieb mit 95 % Spannung vielleicht den Kreisprozess um 5 % mildern, dafür das Abdampfen an Wolfram um 20 %. Soweit meine grobe Schätzung. Ich habe aber auch schon eine Schreibtischlampe gehabt, bei der an der Funzel nur noch 10,5 V ankamen und sie war trotzdem nach weniger als 1000 Betriebsstunden kaputtgegangen. Daher vermute ich, dass unter 90 % schon ein erheblicher Teil des Selbstreparatur-Prozesses ausbleibt. Das Problem war hier sicherlich auch dergestalt, dass bei einem einfach gewendelten 12-V/20-W-Glühdraht mit konventionellem Trafo immense Einschaltströme auftraten.
Aber:
Repräsentativ ist das nicht, genaue Lebensdaueraussagen kann
man so nicht machen. Zudem werden bei einigen Lichtszenen die
Lampen bis auf 30 % gedimmt.
Lichtszenen *schauder* das erinnert mich an meinen EIB-Lehrgang. Ich habe es gehasst. 
Es lebe die zentralisierte Automatisierung 
MfG Marius
Hi, das kann ich voll bestätigen,
Ich habe bei meinen Blitzgeneratoren, die Maximalleistung der Halogenlampen ebenfalls auf ca.95% begrenzt, Licht aus auf Faden warm halten, (soferne Gerätehauptschalter ein) und mit Sanftstart von Faden warm auf 95% in 0,5 sek.
Damit halten die 15h 64540 Osrams vergleichsweise ewig, geschätzte 500h.
OL