Wie baut man günstig?

Hallo,

da niemand Geld zuviel hat, interessiert mich wie man beim
Bauen Geld spraren kann. Deshalb würde mich im Vorfeld folgendes
interssieren:

  1. Welche Dachform ist die billigste?

  2. Ist eine Garage im Haus oder eine (evtl selbstgebaute) extra
    stehende billiger.

  3. Besser Keller und ein Wohngeschoß mit größerer Grundfläche
    oder kleiner Grundfläche mit Keller EG und DG

  4. Kann man sagen, welche Hausform günstiger ist?
    Im Winkel oder viereckig?

  5. Wie ordnet man Räume an, damit es nicht unnötig viel
    Flur usw. gibt?

  6. Wer kann mir Internetseiten nennen, die sich mit solchen
    Themen beschäftigen?

Vielen Dank schon einmal für die Hilfe

Gruß

Tom

Moin!

da niemand Geld zuviel hat, interessiert mich wie man beim
Bauen Geld spraren kann.

Am besten sparst Du, wenn Du möglichst viel selbst machst und auf Extras verzichtest.

Deshalb würde mich im Vorfeld
folgendes
interssieren:

  1. Welche Dachform ist die billigste?

Ich habe mir sagen lassen, das ein einfaches Satteldach am preiswertesten sein soll, wenn man sich nicht für ein (meiner Ansicht nach unpraktisches und häßliches) Pultdach entscheidet.

  1. Ist eine Garage im Haus oder eine (evtl selbstgebaute)
    extra stehende billiger.

Am billigsten ist der Verzicht auf eine Garage. Wenn später die Kasse besser aussieht, tut es vielleicht auch ein Carport.

  1. Besser Keller und ein Wohngeschoß mit größerer Grundfläche
    oder kleiner Grundfläche mit Keller EG und DG

Keller kostet immer Extra. Auf einen Keller sollte man verzichten, wenn man nicht so sonderlich viel Schotter hat.

  1. Kann man sagen, welche Hausform günstiger ist?
    Im Winkel oder viereckig?

Eine einfache, rechteckige Form ist am preiswertesten. Jeder Winkel kostet Extra.

  1. Wie ordnet man Räume an, damit es nicht unnötig viel
    Flur usw. gibt?

Das läßt sich so schlecht beantworten. Fläche sparst Du beispielsweise bei einer Kombination von Wohn- und Küchenbereich. Kosten sparst Du auch, wenn Du im OG auf Naßbereiche verzichtest und im EG Küche und Bad direkt nebeneinander planst.

  1. Wer kann mir Internetseiten nennen, die sich mit solchen
    Themen beschäftigen?

Da fallen mir grad nicht so viele ein, sorry.

Aber zum Thema günstig bauen gibt es ´ne Menge Infos, wird doch mal google an.

Gruß vom

Dicken MD.

Hallo,

  1. Welche Dachform ist die billigste?

Ein einfaches Satteldach dürfte (insbesondere auch auf Dauer) wohl die billigste Bauform sei. Allerdings kannst Du im Bezug auf die Dachform oft nicht selbst entscheiden, da es je nach Baugebiet hierzu Gestaltungssatzungen gibt.

  1. Ist eine Garage im Haus oder eine (evtl selbstgebaute)
    extra
    stehende billiger.

Die zusätzliche Garage wird immer billiger sein, da sie Dir nicht den teuer zu errichtenden Raum im Haus wegnimmt. Abgesehen davon verschenkt man durch eine Garage im Haus ziemlich viel anderweitig gut (vielleicht auch erst später) zu nutzenden Platz. Auch kann man eine extra Garage zunächst ganz weglassen und dann erst bauen lassen, wenn wieder mehr Geld da ist.

  1. Besser Keller und ein Wohngeschoß mit größerer Grundfläche
    oder kleiner Grundfläche mit Keller EG und DG

Die größere Grundfläche des Hauses bedingt üblicherweise ja auch eine größere (tuere) Grundstücksfläche. Das Verhältnis von bebauter zu unbebauter Fläche wird üblicherweise im B-Plan festgelegt, und da sind großen Grundflächen oft schon Grenzengesetzt. Andererseits kann es sich lohnen, ein Haus insoweit „auf Zuwachs“ zu bauen, dass man ein Flachdach nimmt und statisch so arbeitet, dass später noch einmal ein Satteldach drauf gebaut werden kann. Aber, wie shcon gesagt, da spielt einem oft der B-Plan und eine Gestaltungssatzung einen Streich.

  1. Kann man sagen, welche Hausform günstiger ist?
    Im Winkel oder viereckig?

Üblicherweise kostet jeder Winkel Geld. Dies deshalb, weil jeder Meter Wand einfach schon vom Materialaufwand und Arbeitszeit beim Bauen kostet. Günstigste Form wäre ein rundes Haus, rechteckig geht noch im Verhältnis von Außenwandlänge und umbauter Raum, jeder Innenwinkel verschlechtert dieses Verhältnis deutlich.

  1. Wie ordnet man Räume an, damit es nicht unnötig viel
    Flur usw. gibt?

Dies macht üblicherweise ein erfahrener Architekt. Man kann sich aber natürlich auch mal diverse Grundrisse ansehen und sich inspirieren lassen. So ganz generelle Anleitungen kann man da kaum geben. Jedes Zimmer sollte halt direkt erreichbar sein, Räume mit zusätzlichen Installationen wie (Ab)Wasser, Gas, … sollten nahe bei einander liegen um Leitungslängen zu sparen, und ansonsten kommt alles auf die Gegebenheiten des Einzelfalls an. Ein Reihenmittelhaus mit nur zwei Fensterfronten muss man anders planen als ein freistehendes Haus.

Gruß vom Wiz

Hallo,

Am besten sparst Du, wenn Du möglichst viel selbst machst und
auf Extras verzichtest.

Da sollte man aber auch darauf hinweisen, dass man hierzu sehr selbstkritisch mit den eigenen Fähigkeiten und der zur Verfügung stehenden Zeit für solche Eigenleistungen sein sollte. Sonst kann die Sache schwer daneben gehen. Für selbstgebaute Bauschäden kann man niemand in Regress nehmen und zahlt auch keine Versicherung. Und was die Zeit angeht, ist wohl nichts ärgerlicher als ein Baustop, weil nachfolgende Gewerke leider nicht anfangen können, da der Bauherr aufgrund eines abgelehnten Urlaubsantrags o.ä. nicht in die Pötte kommt.

  1. Besser Keller und ein Wohngeschoß mit größerer Grundfläche
    oder kleiner Grundfläche mit Keller EG und DG

Keller kostet immer Extra. Auf einen Keller sollte man
verzichten, wenn man nicht so sonderlich viel Schotter hat.

Da würde ich aber schwere Bedenken anmelden. Kellerräume sind (gerade wenn man sie so anlegt, dass man sie später mal zu Wohnraum ausbauen kann) eine billig und einfach gewonnene Raumreserve. Wenn ich so daran denke, wieviele Familien im Freundeskreis nachträglich da recht billig Wohnraum z.B. für größer gewordene (oder ungeplante) Kinder geschaffen haben, oder in welchen Fällen dort Büros für zunächst nie angedachte Selbständigkeiten entstanden sind, … Hat man auf diese eigentlich zunächst doch recht billigen Räume verzichtet, gibt es keinen Weg mehr zurück. Und was dabei herauskommt sehe ich gerade in der Nachbarschaft. Da wurden auch Reihenweise „billige“ Häuser für junge Familien ohne Keller gebaut. Manta-Garten ohne Ausbaureserve, Pultdach mit Ausnutzung der maximalen Grundflächenzahl und keine Chance auch nur einen m³ mehr Wohnraum zu schaffen. Ehe man sich versieht ist das dritte Kind da (nein, eigentlich wollten wir nie Kinder …) oder die Schwiegereltern werden pflegebedürftig und sollen mit einziehen. Dann noch ein Jobverlust, aber die Chance sich selbständig zu machen (nur wo? Teueres Büro mieten?). Also wir haben ja bei unseren Planungen eigentlich jetzt auch ein Haus mit mehr als genug Wohn- und Nutzfläche erweitert, aber auf den Keller unter dem Anbau hätte ich nie verzichtet.

Gruß vom Wiz

Moin, Wiz!

Am besten sparst Du, wenn Du möglichst viel selbst machst und
auf Extras verzichtest.

Da sollte man aber auch darauf hinweisen, dass man hierzu sehr
selbstkritisch mit den eigenen Fähigkeiten und der zur
Verfügung stehenden Zeit für solche Eigenleistungen sein
sollte. Sonst kann die Sache schwer daneben gehen.

Du hast natürlich völlig Recht, gar keine Frage! Da gibt es nix hinzuzufügen :smile:

Keller kostet immer Extra. Auf einen Keller sollte man
verzichten, wenn man nicht so sonderlich viel Schotter hat.

Da würde ich aber schwere Bedenken anmelden. Kellerräume sind
(gerade wenn man sie so anlegt, dass man sie später mal zu
Wohnraum ausbauen kann) eine billig und einfach gewonnene
Raumreserve.

Na ja, gewissermaßen hast Du schon nicht unrecht damit. Aber trotzdem halte ich, wenn es um Ersparnisse geht, den Keller für verzichtbar. Mag sein, das ich das zu kurzsichtig sehe.

Wenn ich so daran denke, wieviele Familien im
Freundeskreis nachträglich da recht billig Wohnraum z.B. für
größer gewordene (oder ungeplante) Kinder geschaffen haben,
oder in welchen Fällen dort Büros für zunächst nie angedachte
Selbständigkeiten entstanden sind, … Hat man auf diese
eigentlich zunächst doch recht billigen Räume verzichtet, gibt
es keinen Weg mehr zurück.

Da ist allerdings was dran. Doch wenn ich es gegenüberstelle, dann wähle ich eher ein Haus ohne Keller als das ich am Ende gar kein Haus (dafür mit schönem Keller *g*) habe. Manchmal ist das Geld für einen Keller schlicht nicht mehr drin.

Und was dabei herauskommt sehe ich
gerade in der Nachbarschaft. Da wurden auch Reihenweise
„billige“ Häuser für junge Familien ohne Keller gebaut.
Manta-Garten ohne Ausbaureserve, Pultdach mit Ausnutzung der
maximalen Grundflächenzahl und keine Chance auch nur einen m³
mehr Wohnraum zu schaffen.

Also der Begriff „Manta-Garten“ ist einfach geil, Jörg. Da geht nix drüber *ggg*

Ehe man sich versieht ist das
dritte Kind da (nein, eigentlich wollten wir nie Kinder …)
oder die Schwiegereltern werden pflegebedürftig und sollen mit
einziehen. Dann noch ein Jobverlust, aber die Chance sich
selbständig zu machen (nur wo? Teueres Büro mieten?).

Natürlich gibt es einen Haufen Pro´s, das ziehe ich gar nicht in Zweifel. Aber die Contra´s sind eben auch da, und das selbst dann, wenn es nur aufgrund der lieben Finanzen nicht passt :smile:

Also wir
haben ja bei unseren Planungen eigentlich jetzt auch ein Haus
mit mehr als genug Wohn- und Nutzfläche erweitert, aber auf
den Keller unter dem Anbau hätte ich nie verzichtet.

Ich kann Dich gut verstehen, wir hätten auch lieber mit Keller gebaut. Nun ist es so, das wir darauf verzichten. Und das aus Kostengründen. Dazu muß ich allerdings sagen, das wir unter einem recht hohen Grundwasserspiegel leiden und genau deswegen der Keller einfach deutlich zu teuer geworden wäre. Der Quadratmeter Kellerfläche hätte etwa das doppelte des m²-Preises für die Wohnfläche betragen. Da haben wir dann doch lieber ein Zimmer mehr eingeplant, um eine Reserve zu haben :smile:

Ich sag ja, der Verzicht auf den Keller spart einfach Geld. Das man damit auch einen Teil Luxus spart, ist gar keine Frage, steht aber auf einem anderen Blatt :smile:

Gruß vom

Dicken MD.

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Hi Ihr drei,

um ehrlich zu sein, auf die Frage „wie baut man günstig“ würd ich eher sagen: „besser garnet“ :wink:.

Wir sanieren ein Fachwerkhaus und haben uns Kostenvoranschläge kommen lassen. Haben noch n fetten Reservetopf mit eingerechnet und… tja, aus irgendeinem Grund ist alles teurer als vorhergeplant und unser fetter Reservetopf ist auch schon alle *heul*.

Lektion 1: das Geld reicht nie (höchstens, Du baust zum Festpreis?) wie vorhergeplant.

Andererseits, willst Du wirklich allen ernstes um jeden Preis bauen, egal, wie Dein Haus nachher aussieht? Ein Haus muss Charme haben, in einem Haus muss man wohnen und leben, sich wohlfühlen und gerne nach hause kommen. So ist zumindest mein Empfinden, wenn ich schon Geld ausgebe, dann muss es auch ein Haus a la „DAS IST ES“ sein.

Zum Thema Keller: Wir haben nur einen feuchten Bruchsteinkeller. Aber wir haben auch noch Schuppen und Ställe und stellt Euch mal die Frage: Wohin mit dem Rasenmäher? Mit der Schubkarre? Mit den Fahrrädern von Euch und den Kindern? Mit Werkzeug und Blumentöpfen?

Meine Eltern haben vor 10 Jahren ein Massa Haus gekauft. Die haben es selbst innen ausgebaut und sie haben keinerlei Probleme mit dem Haus - tipptopp zufrieden. Aber ich wollt in so nem luftdichten Bunker nicht wohnen - aber das ist Ansichtssache. Auf jeden Fall war’s billig!

Grüße Netti

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,
hier noch ein paar Anmerkungen:

  • Am meisten sparen lässt sich durch eine einfache Form. Quadratisch, praktisch, gut. Also keine Winkel, Dauben und sonstige Schnörkel.
  • Wie die Vorredner schon geschrieben haben, ist der Keller sehr teuer. Entscheidet man sich doch für einen, und soll er in Beton gebaut werden, sollte man Hohlwandelemente verwenden. Beim Betonbau sind die Schalkosten der größte Faktor, diese entfallen hier.
  • Soweit möglich auf vorgefertigte, handelsübliche Waren zurückgreifen, also keine Sonderwünsche. Eine gerade Fertigtreppe ist billiger als eine geschnörkelte, vor Ort geschalte.
  • Dem Architekten ein Budget vorgeben, das er nicht überschreiten soll. Ich weiss, das klingt logisch, aber ihn trotzdem darauf hinweisen.
  • Sich bereits im Vorfeld die Nebenkosten möglichst genau errechnen, etwa Makler- und Notargebühren, Bankgebühren, Erschließungskosten usw. Durch diese Kosten wurde schon mancher überrascht.
    Grüße Alexander

Hallo,

um ehrlich zu sein, auf die Frage „wie baut man günstig“ würd
ich eher sagen: „besser garnet“ :wink:.

Volle Zustimmung. Wer bauen will, aber dabei arg knausern muss, sollte es besser bleiben lassen. Klingt arrogant, ist es aber nicht. Ist eigene Erfahrung. Es wird nämlich aus dem geknauserten Traumhaus schnell eine 0815-Billighütte, in jeglicher Hinsicht. Und hinterher fragt man sich, warum man das eigentlich überhaupt unbedingt mit aller Gewalt wollte.

Wir sanieren ein Fachwerkhaus und haben uns Kostenvoranschläge
kommen lassen. Haben noch n fetten Reservetopf mit
eingerechnet und… tja, aus irgendeinem Grund ist alles
teurer als vorhergeplant und unser fetter Reservetopf ist auch
schon alle *heul*.

Tja, genauso ist es. Und viele Sonderwünsche treten zudem erst während des Bauens auf.

Lektion 1: das Geld reicht nie (höchstens, Du baust zum
Festpreis?) wie vorhergeplant.

Stimmt. Es ist nur einer der beiden Punkte wirklich „fest“: Entweder die Qualität ODER der Preis. Will sagen: Baut man zum Festpreis, geht meist die Qualität flöten, weil der Bauunternehmer hinterher versucht, das meiste für sich herauszuholen. Der Bauherr bekommt dann zum Festpreis die billigsten Baustoffe und die billigsten Komponenten und die billigste Ausführung, da wird der volle Spielraum im Vertrag ausgenutzt, und zwar stets zu Ungunsten des Bauherrn. Und Spielraum gibt es da immer, auch wo man ihn niemals vermutet! Ein Haus kann man nicht mit einer 10- oder 20- seitigen Baubeschreibung 100%ig definieren…

Andererseits, willst Du wirklich allen ernstes um jeden Preis
bauen, egal, wie Dein Haus nachher aussieht? Ein Haus muss
Charme haben, in einem Haus muss man wohnen und leben, sich
wohlfühlen und gerne nach hause kommen. So ist zumindest mein
Empfinden, wenn ich schon Geld ausgebe, dann muss es auch ein
Haus a la „DAS IST ES“ sein.

Stimmt! Siehe oben: 0815-Billighaus für billig Geld? Ist es das wert?

Zum Thema Keller: Wir haben nur einen feuchten
Bruchsteinkeller. Aber wir haben auch noch Schuppen und Ställe
und stellt Euch mal die Frage: Wohin mit dem Rasenmäher? Mit
der Schubkarre? Mit den Fahrrädern von Euch und den Kindern?
Mit Werkzeug und Blumentöpfen?

Stimmt. Billigeren Abstellraum als den Keller gibt es nicht! Das geht ansonsten fast alles von der teuren Wohnfläche ab.
Beispiel: Man benötigt 130qm Wohnfläche und 40qm Abstellraum.
Was ist wohl billiger: 170qm Wohnfläche ohne Keller oder 130qm mit 40qm Keller? Dreimal dürft Ihr raten…

Meine Eltern haben vor 10 Jahren ein Massa Haus gekauft. Die
haben es selbst innen ausgebaut und sie haben keinerlei
Probleme mit dem Haus - tipptopp zufrieden. Aber ich wollt in
so nem luftdichten Bunker nicht wohnen - aber das ist
Ansichtssache. Auf jeden Fall war’s billig!

Nee nee, „luftdicht“ ist heutzutage Standard, sowohl bei Fertighausbauten als auch bei Massivhäusern. Hat nichts mit „Bunker“ zu tun, sondern mit Energieeinsparung. Ich jedenfalls möchte nicht in einem undichten, zugigen Altbau wohnen…

MfG
Werner

Oh ja

  • Sich bereits im Vorfeld die Nebenkosten möglichst genau
    errechnen, etwa Makler- und Notargebühren, Bankgebühren,
    Erschließungskosten usw. Durch diese Kosten wurde schon
    mancher überrascht.

Ein wirklich wichtiger Hinweis! Dies wird beim Hausbau nämlich ganz schnell übersehen. Ein Haus kann man gut planen, Grundstückskauf auch, aber was da alles an Bereitstellungszinsen, Kosten für Bodenabtragung, Erschließungskosten, Bearbeitungsgebühren der Bank, Kosten für eine Grundstücksteilung u.a. mehr auf einen zukommt, kann man weit weniger gut abschätzen. Bei uns waren es ca. 10000 Euro für eine Erschließungsmaßnahme der Gemeinde, mit der wir nicht gerechnet hatten, da usn das Grundstück als vollerschlossen verkauft wurde. Auch eine Bankgebühr von 950 Euro stand auf einmal ins Haus. Das dumme an solchen Kosten ist, dass man sie nicht umgehen kann, ausser den Makler vielleicht. Ich kann nur jedem Bauherrn dringendst raten, sich von vornherein eine gewisse Summe für solche Fälle beiseite zu legen.

Viele Grüsse
Anna

Hallo Tom,

noch kurz eine Anmerkung zu günstigen Bauangeboten. Manch eine Baufirma bietet Aktionshäuser udn andere Billigangebote an. Auf den ersten Blick preisgünstig, aber man muss genau hinschauen, was alles enthalten ist. Und ausserdem ist es meist so, dass bei diesen Aktionshäusern eben nur eine Machart der Haustür im Angebot ist, eine Fenster-Art, eine Art Fensterbänke und so fort. Gefällt Dir dann die Haustür nicht, kannst Du gegen 250 Euro Aufpreis gerne eine andere haben! Also: Vorsicht walten lassen bei solchen Dingen.

Vom Keller würde ich Dir nicht abraten. Keller sind heute keine finsteren, muffigen Kartoffel-Lagerstätten mehr. Durch einen Lichtschacht kann man gut Tageslicht reinlassen, und die modernen Keller sind sehr mollig warm und schön zum ARbeiten, als Gästezimmer oder Büro. Ausserdem kann man einen Keller nicht nachträglich einbauen. Ich würde eher ein nicht ausgebautes Dachgeschoss machen - da kannst Du in ein paar Jahren noch werkeln. Ein Spar-Tipp ist auch, lediglich Anschlüsse legen lassen statt kompletter Ausstattung. Wir waren uns z.B. nicht im Klaren, ob wir eine Heizung im Keller wollen. Also haben wir erst mal den Anschluss legen lassen, später können wir imemr noch entscheiden, ob wir einen Heizkörper montieren.

Beste Grüsse
Anna