es ist zwar nicht meine erste Klausur, die ich stelle, aber dennoch stehe ich - wie immer - vor dem gleichen Problem: wie baue ich die Arbeit auf?
Bei manchen Fächern geht es ja relativ einfach. Da wird es dann nur schwierig mit der Punkteverteilung. Aber jetzt sitze ich da und versuche ne zweistündige Klausur in Buchführung aufzubauen und verzweifele bald.
Woher weiß ich, wie schnell das „Mittelmaß“ der Klasse die Arbeit lösen kann? Wie schaffe ich es, die Geschäftsfälle und Anfangsbestände zu wählen, damit die Bilanz am Ende auch aufgeht?
Ich habe zwar eine Idee, aber ob die sich auch so umsetzen lässt, wird sich zeigen.
Hat jemand für mich gute Tipps - auch in Bezug auf Literatur dazu - für Buchführung und sonstige Fächer?
ich selbst werde wohl kaum in die Verlegenheit kommen, selbst Klausuren zu entwerfen, aber ich weiß von meinen Dozenten und Lehrern, daß diese die Arbeit selbst durchgerechnet haben und dann die eigene Bearbeitungszeit mit dem Faktor 2-3 multipliziert haben für die Schüler.
Andere in Siebe-Fächern haben das anscheinend etwas anders gehandhabt.
Ansonsten kannst Du ja auch versuchen, rückwärts zu rechnen, damit es aufgeht.
Und wegen der Bewertung:
Wer hindert Dich, die Notenverteilung erst dann festzulegen, wenn Du bei allen Klausuren die Punkteverteilung hast?
Dann kannst Du ja dann die Notenverteilung „ausgaußel“, wobei man meist schon schauen sollte, was das Minimum an erbrachter Leistung sein sollte, um die Arbeit zu bestehen.
Gruß
Winni
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Hi,
also im erstellen von Klausuren habe ich zwar keine Ahnung, da ich aber ausgebildeter Bankkaufmann bin, kann ich dir sagen, wie es bei uns gemacht wurde.
Es gibt ja Prüfungskataloge mit fertigen Aufgaben. Du als Lehrer solltest da ja dran kommen ansonsten evtl Arbeitsbücher von den vers. Verlagen. Hier hast du pro Aufgabe eine definierte Punktzahl. Gesamtpunktzahl orientiert sich immer bei 100 (erleichert auch das Ausrechnen von Noten). Denn gibt es Aufgaben mit zb 10 Pkt. dafür hat man denn eben 1/10 der Prüfungszeit zur Verfügung. Steht aber in den Büchern genau drin, wie lange man für eine zb 6 Pkt-Aufgabe Zeit hat. Die Aufgaben bauen auch aufeinander auf, würd mir da gar net son Streß machen mit selber ausdenken. Für welche Klasse (Berufszweig) ist es denn?
Hi,
auch ich mache es so, dass ich etwas langsamer als normal die Arbeit durchrechne und dann den Faktor 3 spendiere.
Zensuren lege ich so fest, dass unter 50% 5 ist und für die 1 die obersten 5% reserviert sind.
Dies ist der erste Durchlauf, dann schaue ich ob es häufungen gibt und verschiebe diese starren Schranken so, dass m.E. eine gerechte Beurteilung zu Stande kommt.
Wenn allerdings eine Arbeit extrem schlecht ausfällt, mache ich es von der Mitarbeit der Schüler abhängig, ob es einen zweiten Versuch gibt oder ich mir, mit Begründung, die Arbeit vom Schulleiter genehmigen lasse. Tja, ich kann manchmal auch fies sein.
Gruß Volker, der gerade wieder in die Schule reinrutscht.