Hallo,
wenn man eine Brille für die Ferne hat, dann erscheinen ja die Dinge klein, wenn man die Brille weit weg von den Augen hält.
Setzt man sie aber richtig auf, dann erscheinen einem die Dinge viel näher und größer als ohne Brille, aber warum?
Wenn man mit auf den Boden schaut, dann erscheint der schief.
Desweiteren hat der Optiker gesagt, dass man mit einer neuen Brille die Distanzen, vor allem beim Autofahren, nicht mehr so gut einschätzen kann, bis man sich dran gewöhnt hat.
Schätzt man die anderen Autos eher zu nah, was ja nicht so gefährlich wäre, oder eher zu weit weg ein und wie beeinflusst denn jetzt die Brille das Distanzgefühl?
Wie kommen kommen denn all diese Erscheinungen zustande?
Ich denke nicht, dass das bloß die Brille allein ist, sondern dass das Gehirn auch irgendwie getäuscht wird, aber wie?
Hi,
da mir der Arzt eine fast identische Erklärung gab, kann ich sagen, "Das Auge hat die ganze Zeit ohne Brille ‚gearbeitet‘ und da die Brille eine Korrektur im Auge vornimmt, muss es sich natürlich auch erst daran gewöhnen (manchen Menschen wird sogar echt schwindelig dabei, weil es zu der Korrektur im Auge deswegen auch noch eine Gleichgewichtsstörung im Ohr gibt).
Aber lies doch einfach mal bei Wiki nach. Weitsichtigkeit, Übersichtigkeit, Kurzsichtigkeit, Netzhaut, Auge, Optik, u.v.a. sind doch Stichwörter, die du kennst, oder?
falls überhaupt eine Beeinflussung stattfindet,
dann gewöhnt sich das Gehirn schnell dran.
Ich denke, dass das im Bereich von Sekundenbruchteilen stattfindet.
Ich habe selbst eine stark vergrössernde Brille, und bei mir gibt es das Problem nicht.
Hallo Tim
Für das „Distanzgefühl“ entscheidet haupsächlich der Sehwinkel beider Augen.
Oder in anderen Worten, ein auf beiden Augen scharf abgebildeter Punkt kann aufgrund des damit entstehenden Winkels ein Gefühl für Entfernung vermitteln.
Es ist glaub ich einzusehen, das dies nur in näherer Umgebung gut funktioniert. In weitere Entfernung ist das ganze eher eine Frage der Berechnung der Projektion bzw. der Einschätzung aufgrund von Erfahrung. Hier kommt man auch auf dasselbe Ergebnis, wenn man nur mit einem Auge schaut.
Ein anderes Problem ist ein psychologisches:
Kann ein Auge plötzlich aufgrund eine neuen Brille scharf sehen, ist das Gehirn in betreffender Zone vollauf damit beschäftigt, sich daran zu gewöhnen.
Was letzteres im Genauen zur Folge hat kann ich nicht sagen, aber die betreffende Gehirnzone ist dann wie ein „Baby“, vollauf mit Entwicklung beschäftigt.
MfG
Matthias
Hallo Tim
Für das „Distanzgefühl“ entscheidet haupsächlich der Sehwinkel
beider Augen.
Oder in anderen Worten, ein auf beiden Augen scharf
abgebildeter Punkt kann aufgrund des damit entstehenden
Winkels ein Gefühl für Entfernung vermitteln.
Ja gut, aber wenn man unscharf sieht, dann ist der Punkt auf beine Netzhäuten unscharf, hat man die Brille auf, sind die Punkte halt scharf, aber der eingeschlossene Winkel ändert sich doch nicht.
Also dürfte man von der Sicht gesehen doch keine Probleme mit der
Distanzschätzung haben, oder?
Kann es nicht auch noch eine Gefahr sein, dass das Bild durch die Unschärfe größer wirkt und durch die Brille kleiner wird, weil die Punkte wieder scharfe Punkte ergeben anstatt unscharfe Flecken?
Da es sich doch aber bei der Errechnung von Distanzen um Verhältnisse handelt, denke ich, dass es keine Gefahr darstellt, solange beide Augen um die selbe Stärke korrigiert werden, oder?
Hallo,
ich habe eine Brille, die eine Hornhautverkrümmung auf beiden Augen korrigieren muss. Das bedeutet jeweils, dass die Brille am Rand weniger als in der Mitte korrigiert, wobei dieser Unterschied nicht konzentrisch sondern entlang einer Graden verläuft und diese Graden bei beiden Gläsern nicht einfach horizontal oder wenigstens parallel, sondern in verschiedenen Winkeln liegt.
Das führt dazu, dass ich mir, wenn ich die Brille trage, etwa einen halben Meter größer vorkomme - als ob ich permanent auf einem Hocker stehe. Was sich auch heftig auf meine Höhenangst auswirkt und weshalb ich in den Bergen die Brille absetze, wenn es zu arg wird.
Eine Entfernungsänderung kann ich aber nicht feststellen, wenn ich die Brille absetze.
Gruß
loderunner
Hallo,
ich habe eine Brille, die eine Hornhautverkrümmung auf beiden
Augen korrigieren muss. Das bedeutet jeweils, dass die Brille
am Rand weniger als in der Mitte korrigiert, wobei dieser
Unterschied nicht konzentrisch sondern entlang einer Graden
verläuft und diese Graden bei beiden Gläsern nicht einfach
horizontal oder wenigstens parallel, sondern in verschiedenen
Winkeln liegt.
Das führt dazu, dass ich mir, wenn ich die Brille trage, etwa
einen halben Meter größer vorkomme - als ob ich permanent auf
einem Hocker stehe.
Wenn man sich größer fühlt, dann muss doch das Bild, das man durch die Brille sieht kleiner werden, sodass das Gehirn denkt, dass die Augen weiter oben sind als sonst, oder?
Wenn man sich größer fühlt, dann muss doch das Bild, das man
durch die Brille sieht kleiner werden, sodass das Gehirn
denkt, dass die Augen weiter oben sind als sonst, oder?
Eigentlich hast Du recht. Da aber trotzdem der Griff nach der Kaffeetasse auch ohne permanente Kontrolle der Handposition nicht daneben geht (also wenn ich einmal kurz hinschaue und dann blind greife), kompensiert dies entweder das Gehirn oder die Perspektivenänderung ist richtungsabhängig (was ich eher vermute) oder die Entfernungsänderung ist einfach nicht so groß, dass sie sich auswirkt.
Sorry, dass ich das nicht besser beschreiben kann. Ist wohl ein generelles Problem derer, die irgendwelche Dinge anders wahrnehmen als andere Menschen.
Gruß
loderunner