Wie behandele ich Kirschholz nach dem fällen

Wie behandle ich Kirschholz (nach dem fällen auf Tischhöhenlänge geschnitten und mittlerweile 2 Jahre gelagert) um eine schöne gemaserte Naturoberfläche zu bekommen. Ich will es als Tisch mit Glasplatte nutzen. Vielen Dank für die Tips.

Hallo Manfred!

Wie behandle ich Kirschholz (nach dem fällen auf
Tischhöhenlänge geschnitten und mittlerweile 2 Jahre gelagert)
um eine schöne gemaserte Naturoberfläche zu bekommen.

Was heißt denn „Tischhöhenlänge“? Der Begriff ist mir nicht geläufig…
Zunächst mal: Wie dick sind die Bretter? Bei normaler Lagerung im Freien empfiehlt man allgemein für Harthölzer eine Lagerung von mindestens einem Jahr pro cm Brettstärke - musst also schauen, ob 2 Jahre Lagerung ausreichen.

Ich will
es als Tisch mit Glasplatte nutzen. Vielen Dank für die Tips.

Jetzt blick ich nicht ganz durch. Willst du das Holz der Tischplatte mit einer Glasscheibe abdecken - dann bräuchtest du dir über die Oberflächenbehandlung ja nicht viele Gedanken machen.
Oder willst du einen Tisch aus Kirscholz mit einer Glasplatte bauen?

An sich reicht hobeln und schleifen und dann mit einer Lasur oder Wachs oder Öl behandeln. Dadurch wird die Maserung etwas intensiver sichtbar, das Holz aber auch einen Ton dunkler.
Ich nehme zur Oberflächenbehandlung bei Kirsche meist Wachs (z.B. Osmo-Klarwachs) oder Leinöl. Leinöl ist etas offenporiger, braucht aber recht lange zum trocknen/verharzen.

Hoffe, das hilft weiter…

Tag auch…

Was heißt denn „Tischhöhenlänge“? Der Begriff ist mir nicht
geläufig…

Zunächst mal: Wie dick sind die Bretter? Bei normaler
Lagerung im Freien empfiehlt man allgemein für Harthölzer eine
Lagerung von mindestens einem Jahr pro cm Brettstärke - musst
also schauen, ob 2 Jahre Lagerung ausreichen.

Ich hätt es so verstanden, dass der Stamm nach den Fällen in 80 cm lange Stücke (Tischhöhe) geschnitten wurde. Und da soll jetzt oben noch ne Glasplatte drauf.

Gruß
KB

Guten Tag,

Vielen Dank für eure Hilfe. Zur Präzisierung dessen was ich will: Kirschbaumstamm auf etwa 50cm länge geschnitten (keine Bretter) gänzlich unbehandelt, d.h. auch noch mit Rinde, will ich weiterverarbeiten, sodaß ich den Stamm, ca 40 cm Durchmesser, mit einer Glasplatte abdecken kann. Dazu will ich den Stamm auf allen Seiten bearbeiten. Danke und schönen Tag,

Ach so, du möchtest also den Stamm sozusagen als „Fuß“ für die Glasplatte benutzen und als Rundstück so belassen.

Wenn die Rinde noch dran ist, musst du die erst mal entfernen. Dann wirst du sehen, ob der Hlozwurm nicht vielleicht schon Geschmack an dem Holz gefunden hat. Wenn man die Rinde beim Trocknen dranlässt, dann nistet sich dieser kleine Lästling nämlich gerne mal dort ein, besonders im Splintholz von Obstbäumen…

Ob der Stamm nach zwei Jahren schon bis zur Mitte durchgetrocknet ist…? Ich vermute mal eher nein, zumal die Rinde das Trocknen noch verlangsamt. Kann also sein, dass sich später beim Trocknen noch größere Risse bilden.

Kirsche hat ein helleres Splintholz (das was direkt unter der Rinde ist) erst nach einigen cm beginnt dann das dunklere, rötlich-braune Kernholz.
Die Rinde kann man zunächst vorsichtig mit einem Beil oder Stemmeisen abschlagen. Dann kommt es drauf an, ob du die unregelmäßigen Konturen der Stammoberfläche erhalten möchtest, oder ob du die Unebenheiten beseitigen willst.
Wenn man nun mit einem Elektrohobel arbeitet, wird die Oberfläche zwangsweise mehr oder weniger glatt.
Um die natürlichen Unebenheiten zu erhalten, kann man mit einem Winkelschleifer und einer sehr groben Fächer-Schleifscheibe die Stammoberfläche glätten ( nur wenig drücken, sonst wirds zu heiß und die Schleifscheibe verklebt bzw. das Holz bekommt verbrannte Stellen) und von Rindenresten befreien. Anschließend mit feinerer Scheibe nachschleifen und zum Schluss per Hand oder mit Schwingschleifer die Schleifspuren wom Winkelschleifer entfernen (man erkennt sonst immer die Rillenstruktur, die die Schleifscheibe des Winkelschleifers in der Holzoberfläche hinterlässt.)

Hübsch aussehen wir es auch, wenn man von außen so viel weghoblet, bis Stellenweise das dunklere Kernholz sichtbar wird. Dann hat man schöne Kontraste zwischen dem hellen Splint und dem dunkleren Kernholz (noch ausgeprägter ist das z.B. bei Pflaumenholz)

So, hoffe ich hab das jetzt richtig verstanden und konnte bessere Auskunft geben…

Jörg