Hallo an die Gartenfreunde,
ich werde mit den Nacktschnecken im Garten nicht fertig und habe schon mehrere Mittelchen eingesetzt: Salz, Kaffeegrund, Bier.
Die lachen sich doch ins Fäustchen und werde immer wütender. Wie kann man der Bande denn Einhalt gebieten?
Vielen Dank für die Antworten
Hallo,
Schnecken bekämpft man kurzzeitig mit Schneckenkorn, obwohl dies nicht immer zuverlässig funktioniert. Besser ist es langfristig die Schnecken regelmäßig abends immer abzusammeln. Über Jahre durchgezogen entwickelt sich ein Schneckenarmer Garten. Um empfindliche Pflanzen und Schneckenlieblingsspeisen zu schützen empfiehlt sich ein Zaun aus mit Salz beklebter starker Folie/ Holz aufzustellen. Die Schnecken hassen Salz und können dann den Zaun nicht überklettern. An einen Regenschutz des Salzes muss zusätzlich gedacht werden und die im Feld „eingesperrten“ Schnecken müssen abgesammelt werden.
Alternativ kann man auch langfristig den Boden schön krumig halten, zb mit Rindenmulch damit sich die SChnecken nicht mehr wohlfühlen und zum Nachbarn auswandern. Und Winterquartiere für Igel sind auch nicht schlecht, denn dieser liebt es Schnecken zu essen
Viel Spass beim Kampf!
Hallo Verzweifelter,
eigentlich machst Du das schon richtig. Die Schnecken kriechen eben einfach wohin sie wollen, und meistens nachts.
Im Frühjahr 2007, nach einem erbrämlich warmen Winter, sind die Schnecken hier bei mit förmlich aus dem Rasen explodiert. Da half nichts. Einsammeln und heißes Wasser drüber. Ein Loch graben in einer Schmuddelecke und die Jauche rein schütten. Das ist alles extrem ekelhaft und stinkt wie die Pest.
Man kann auch Köder auslegen. Einen Brei aus Weizenkleie und Katzentrockenfutter und Wasser anrühren, kleine Häufchen auf dem Grundstück verteilen und nachts mit dem Eimerchen alle einsammeln.
Die Schnecken verkriechen sich auch gerne unter feuchtem Holz. Wenn man Bretter auslegt, wird man da auch meistens fündig.
Man wird sie niemals ganz los, aber wenn man etwas Zeit investiert, und konsequent dranbleibt, dann kann man den Befall doch deutlich eindämmen. Ich weiß jetzt, wo ihre Lieblingsecken sind und genau dort hole ich sie mir.
Konkret sieht das so aus: Ich habe mir eine Vorratspackung Einmal-Handschuhe gekauft, dann im Abverkauf eine große Packung Streusalz, ein altes Eimerchen findet sich immer. Die Schnecken rein, eine Schicht Salz drüber und fertig. Allerdings entsorge ich das jetzt über den Restmüll im Müllsack.
Ich finde es schade, dass es keine besseren Möglichkeiten gibt. Aber tröste Dich, es gibt viele Leidensgenossen.
Beste Grüße
Sigrid
Hallo Mittweida,
ich hatte das Nacktschneckenproblem vor einigen Jahren und es war einfach schlimm. Anfangs habe ich mir mit Schneckenkorn beholfen, aber auf die Dauer wollte ich das nicht. Alle „Hausmittel“ haben bei mir nicht gegriffen. Aber ich habe sofort angefangen, Lebensräume für Nützlinge wie vor allem Eidechsen, Blindschleichen, Spitzmäuse u.s.w. anzulegen. Die brauchen vor allem Plätze, um sich zu verstecken und zu sonnen. So gibt es bei mir einige Stöße mit Gartenholz, ein paar kleine Haufen Steinschutt und die hier typischen Schieferplatten als Einzelstücke in Blumenbeeten. Dann habe ich noch auf der NABU-Seite gefunden, das Weinbergschnecken keine Schädlinge sind, sondern von verrottendem Grünzeug leben und gerne Schneckeneier fressen. Seither habe ich mehrere kleine „Komposthaufen“ mit verrottendem Unkraut (kein Rasenschnitt)an „unsichtbaren“ Plätzen verteilt
Seit vorletztem Herbst habe ich angefangen, sie zu sammeln und in meinem Garten ausgesetzt. Letztes Jahr schon waren kaum noch Nacktschnecken da. Manche wandern jedoch in der Nacht aus der Umgebung zu und so sollte man schon hin und wieder kontrollieren, da meine Nützlinge ausgewachsene Schnecken nicht mögen. Im Frühjahr heißt es aufpassen, da die Nacktschnecken eher da sind wie die Weinbergschnecken. Am Besten ein paar Holzbretter im Garten verteilen und gucken, ob was da ist. Wenn die erste Population nicht klappt, dann haben die Nacktschnecken ziemlich verloren und werden praktisch kaum noch zu sehen sein.