Liebe Forumsteilnehmer, ich hoffe Ihr habt einen guten Tipp für mich. Ich habe von meiner Großmutter zwei alte Kommoden geerbt, die allerdings ganz greuslich lackiert sind. Wie bekomme ich die Farbe am schonensten und auch einfachsten ab? Eine Freundin empfahl mir Ätznatron, wußte aber auch nicht, wie das dosiert werden muss. Habt Ihr damit schon mal Erfahrung gemacht? Für jeden Ratschlag bin ich sehr dankbar.
Liebe Grüße,
Juliane
also ich würde dir raten, mal in nen baumarkt zu stapfen, möglichst mit ner lackierten schublade der kommode: die haben dort so ziemlich alles, was man zum ablösen von lacken braucht (lösungsmittel, spachtel) und können dir genau sagen, wie du das am besten machst - fragen lohnt sich wirklich!
ich scheue mich ein wenig, dir konkret zu sagen, was du verwenden sollst, denn ich könnte mir z.b. auch vorstellen, dass du mechanisch (also mit schleifen) genauso gute ergebnisse erzielst wie mit chemie, wobei letzteres sowieso die schlechtere, weil umweltschädlichere lösung ist.
auf jeden fall solltest du sowas nicht in der wohnung, sondern entweder in ner kellerwerkstatt oder noch besser in der garage machen, weil du mit staub (schleifen) und gestank (lösungsmittel) rechnen musst.
wenns was wertvolles ist, würd ich nicht mit der flamme und dem spachtel ran, such dir ne firma wie die „holzcleanic“ in berlin, die lösen das problem im tauchbad. superqualität und umweltfreundlich abgelaugt. auch in fugen und ritzen wo du sonst nicht rankommst.
Wie mein Vorredner schon sagte, eine Firma mit dem entlacken zu beauftragen ist das Optimum; in der Qualität (wenn die Firma gut ist) und im Preis (da spielt die Güte der Firma weniger eine Rolle
).
Die nächstbeste Lösung sind sogenannte Abbeizstrips. Das ist eine Paste, die u.A. Ätznatron enthält (also vorsichtig zu verarbeiten ist) und gute bis sehr Ergebnisse bringt. Meine Frau hat damit unsere Türzargen von einem mehrlagigen z.T. fast hundert Jahre alten Lack und Farbpanzer befreit. Das schöne daran ist, daß auch recht filigrane Muster gut abgebeizt werden, was mit mechanischen Mitteln (fast) unmöglich ist. Das Zeug wird aufgetragen, einige Zeit einwirken lassen (Beschreibung) und dann wie einen Klebestreifen abziehen.
Frag mal in einem Fachgeschäft für Farben und Tapeten, die sollten so was haben.
Gandalf
Das ist wie bei allem, es kommt drauf an…
Bei wirklich sehr alten LAcken war die Basis Leinöl und das geht tatsächlich mit Natronlauge am besten, aber…Fandschuhe + Schutzbrille!! 1 Spritzer macht Blind!!!
Bei neueren Kunstharzlacken helfen angeteiufte Lösungsmittel, erkennbar an der AUfschrift auf der Dose " Dämpfe nicht einatmen".
ALso, wenn Fragen sind bitte direkt anmailen.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]