Moin,
natürlich erhöht es die Chancen auf die Einladung zu einem
Vorstellungsgespräch, eine ordentlich aufbereitete, passgenau
formulierte Bewerbung zu schreiben, allerdings ist auch die
tollste Bewerbung keine Garantie.
Richtig. Ich habe ja auch immer wieder betont, dass man auch mit qualitativ (nicht inhaltlich!) schlechten Bewerbungen den Job bekommen kann, wenn sie halt inhaltlich hervorragend ist. Ebenso kann man mit qualitativ erstklassigen Bewerbungen den Job nicht bekommen, wenn sie halt inhaltlich zweitklassig ist. Logisch.
Nur: die Wahrscheinlichkeit den Job mit einer qualitativ erstklassigen Bewerbung den Job zu bekommen, ist sicherlich größer als mit einer qualitativ zweitklassigen.
Ich habe einige Jahre unter anderem als Bewerbungstrainerin
gearbeitet, oftmals waren es gerade die Bewerber, die keinen
Job bekamen, die sich minutiös auf ALLE (wirklich alle)
möglichen und unmöglichen Fragen und Varianten eines
Bewerbergespräches vorbereitet hatten. Erst mal natürlich,
weil die Schlussfolgerung naheliegt, dass sie nicht wirklich
in der Lage sind Prioritäten zu setzen und zweitens, weil
genau das natürlich auch der Personaler merkt (spätestens im
Gespräch).
Richtig. Habe ich auch immer wieder betont, dass man sich überlegen soll, wie man auf Antworten reagiert, aber die Antworten nicht auswendig lernt oder so. Man sollte sich vorbereiten, aber nicht irgendein Schauspiel betreiben.
- Unterlagen zusammenstellen und kopieren (am besten gleich
100mal, dann reicht es erst einmal eine Weile).
…und im Copyshop auch gleich die Mappen kaufen und die
Umschläge… spart ja doch ein bisschen Zeit…
Ok, das ist natürlich richtig, wenn es die Mappen/Umschläge dort gibt.
- Bewerbungsanschreiben erstellen. Auch hier habe ich vier
verschiedene Versionen. Natürlich wird sie dann noch mal
verändert, wenn es ein aktuelles Anschreiben ist. Sicherlich
kann man Bausteine übernehmen, aber es darf nicht auffallen,
dass es Bausteine sind.
…
- Mit (Kurz-)Bewerbungen und (Kurz-)Lebenslauf zu einem
Experten gehen (Bewerbungscenter). …
- Aufgrund der Tipps die Unterlagen überarbeiten. Eventuell
ein zweites Mal (zur Bestätigung) hingehen.
- Zeitungen kaufen und studieren.
- Informationen zu den entsprechenden Firmen heraussuchen
und in das Bewerbungsanschreiben einarbeiten.
Ganz ehrlich… nach diesem Verfahren dauert es in der Tat
Wochen, bis eine Bewerbung fertig ist. Liebe Leute, es ist
durchaus sinnvoll, sich ZUERST die Stelle zu suchen, DANN
dort anzurufen und DANN das evtl. bereits vorhandene
Anschreiben darauf passgenau zu formulieren. Spart ebenfalls
Zeit.
Möglich. Über die Reihenfolge kann man diskutieren. Im Endeffekt muss man ja eh wieder auf jede neue Anzeige das Anschreiben (etwas) ändern. Ob man sich den Rohbau vor der ersten Anzeige (man weiss ja ungefähr, was kommt) oder nach der ersten Anzeige formuliert, ist, denke ich, Geschmackssache. Ist aber möglich, dass dies so etwas schneller geht.
Die meisten Bewerbungscenter checken Anschreiben auch per mail
mit einer kurzen Rückmeldung dazu. Das ist vor allem dann
sinnvoll, wenn man vorher schon einmal in einem persönlichen
Gespräch die Unterlagen gemeinsam und detailliert besprochen
hat.
Das ist richtig. Dennoch halte ich ein persönliches Gespräch (wo man auch schneller Rückfragen stellen kann) besser als Email-Kontakt. Für die zweite Korrektur ist ein Email-Kontakt aber durchaus zu empfehlen. Da sollte dann (wenn das erste Gespräch ausführlich und detailliert genug war) eigentlich eh nur noch ein „Gut“ kommen.
- Vor Vorstellungsgesprächen: Welche Fragen können kommen?
Welche Antworten sind richtig? Habe ich alles passend
zusammen?
16. Am Vormittag (wenn noch Zeit): sich auf das Gespräch in
Ruhe vorbereiten. Auch natürlich: welche Fragen kann man
selbst stellen?
Ja, richtig. Dabei aber bitte bedenken, dass die Personaler
natürlich auch einen Eindruck vom Menschen haben möchten, der
sich dort bewirbt und nicht der vom Bewerber gelesenen Bücher
bzw. der Tipps diverser Bewerbungstrainer.
Das ist richtig. Daher habe ich auch absichtlich nie etwas von Büchern geschrieben. Vielleicht sollte man sich so ein Buch mal an Anfang einer Bewerbung quer durchlesen. Aber nicht mehr.
Dann sollte man sich selbst überlegen, welche Fragen kommen können und welche Antworten man geben will. Dann weiss man nämlich, dass das seine eigenen Antworten sind und nicht irgendetwas auswendig gelerntes. Denn das ist ja klar: selbst ein durchschnittlicher Personaler kennt die Buchantworten auf seine Fragen.
Ich stelle sicherlich niemanden ein, der sich darstellt wie
ein wandelndes durchgestyltes Bewerbungsbuch und keinerlei
persönliches Profil mehr besitzt…
Richtig.
Natürlich kann man auch weniger Zeit für eine Bewerbung
aufwenden. Aber dann kann man es auch gleich lassen.
Oder einfach die Zeit effektiv und effizient nutzen , die zu
Verfügung steht 
Richtig. Es ist schön, in diesem Thread auch mal jemanden zu lesen, die weiss, wovon sie spricht. Das merkt man gleich.
Ciao
Ralf