Wie biologische Uhr abstellen?

Hi Finjen,

Und dafür gab es gute Gründe.
Wenn Du drüber nachdenkst, wirst Du die Antworten haben.
Sowohl im Kopf, als auch im Herzen.

Da ich immer das Nesthäkchen war, hatte ich so gut wie nie Kontakt zu Kindern -außer in Verbindung mit dem Satz „Vooorsichtig! Nicht fallen lassen!“
Ich hatte eigentlich immer ein komisches Gefühl gegenüber Kindern, denn ich wusste nichts mit ihnen anzufangen.

Ja, das Gefühlschaos kenne ich wohl auch…

Und da kommt oft auch das Gefühl hoch: Verpasse ich was?
Wann, wenn nicht jetzt?
Andere kriegen es doch auch hin?
undundund… Ganz schön schwierig dann, sich selber treu zu
bleiben.

Ja, JA! Genau das huscht mir immer durch den Kopf, wenn ich sehe, wie sehr sie sich über das Kind freuen und wie schön das alles ist.

Also zur Zeit eine Menge Kinder um Dich rum. So ist das…
Guck mal unter „selektive Wahrnehmung“, da wird bestimmt
einiges klarer:
http://www.google.de/search?hl=de&q=selektive+Wahrne…

Ich werde da mal nachsehen. Der Begriff sagt mir zwar was, aber…lesen ist immer gut. :smile:

„gestanden“ interessant… :smile:
Ist ja auch kein Zufall, so zu formulieren, da spielen Deine
Gefühle auch mit rein…

Lol, du hast ja sowas von Recht. Sie hat einen total unfähigen Mann an ihrer Seite und beide haben in ihrem Leben bisher nichts produktives zustande gebracht (was sich nun aber doch sehr von mir und meinem Freund unterscheidet).
Es war wirklich ein Gestehen, denn die Mutter meines Freundes wird viel Arbeit vor sich haben…
Und das ist die andere Seite, die ich dann vor Augen habe.

(solange der Verstand nicht völlig ausgeschaltet wird, und da
kenne ich leider genügend…)

Da sowohl der Sohn meiner Cousine als auch das Kind meiner Schwägerin in spe ein „ungewolltes Kind“ ist, hab ich panische Angst, vor dem falschen Schritt.
Es wäre bei uns zwar gewollt, aber wahrscheinloch nicht zu Ende überlegt.

Als Ausgleich, zum Luft holen, nur mal so:
http://www.gedichte.vu/?was_es_ist.html

Ja, das Gedicht kenn ich gut.

Da entstehen dann häufig ungeplant Kinder, da wird dann auch
immer mal wieder gern die Pille „vergessen“… Bitte nicht!

Oh bloß nicht! Da bin ich -und mein Freund auch- sehr gewissenhaft. Denn das wäre für uns ein unmöglicher Grund, um ein Kind zu bekommen.

Ja, Tausende… :wink:
Weil sie z.B. denken, dann auch dazuzugehören oder weil sie
denken, das bei ihnen was falsch läuft, wenn doch „alle
anderen“ schon soweit sind…
Aber wie und wann man selbst soweit ist, sollte man doch
eigentlich selbst am Besten wissen…Guck Dich um in
unserer Gesellschaft…

Das tu ich jeden Tag…aber alle sind so glücklich…wahrscheinlich überspielen manche auch die „graue Zone“, um sich selbst nicht die Blöße zu geben.
Doch wenn die Dinge, die Dragonkidd und einige andere ja auch meinen, wirklich die Gründe sind, wäre das ganze Unterfangen eine ziemlich selbstsüchtige Angelegenheit und von daher einfach nicht gut.

Etwas ot:
Fällt Dir auf, das es immer mehr Teenie-Mütter gibt, die
versuchen, irgendwo noch Wertschätzung zu erfahren, obwohl es
in der Familie nicht klappt. Die versuchen, ihre heile Welt zu
kriegen, was wert zu sein und zwar über ihr Kind, weil sie mit
ihrem fehlenden oder besch… Schulabschluss in dieser
Gesellschaft sowieso keine Chance einer positiven Perspektive
haben?

Ok, ok…ich verstehe den Wink. *Um die Ecke in den Spiegel schau*

Oder im Fernsehen, bei den Privatsendern.
Läuft im, ich nenne es mal möglichst *wertfrei*
Unterhaltungsprogramm dieses Dauerwerbeband: „Der Staat
belohnt Eltern fürs Kinder kriegen, soundsoviel für jedes
Kind“ oder so ähnlich… Würg!!!

Mmh, darauf achte ich nicht, weil ich das auch nicht für bare Münze nehme.

Viele, aber in der Regel auch nur unsere
Antworten. Da hat jede® so seine persönliche.
Und Du hast Deine, bzw. Ihr habt Eure…
Und die habt Ihr aus guten Gründen bereits gefunden.
Lass Dich da bloß nicht verrückt machen,
wünscht Finjen

Ich danke dir. Deine Antworten haben mir sehr geholfen, den richtigen Weg zu gehen.
Es gibt noch so vieles, was vor mir und meinem Freund liegt, was es zuerst zu erledigen gilt.
Also werde ich meine „Uhr“ mit diesen Gedanken zum leiser Ticken zwingen.
Hoffe, es gelingt mir.

So werden wir uns dann später auch bestimmt besser und sicherer fühlen, bei dem Gedanken an Nachwuchs.

Lieben Dank und liebe Grüße, Bomba

Hi Anna,

deine Gedanken waren wohl geordnet und ich habe dich verstanden.

Du und dein Freund habt all das, was mir und meinem Freund noch fehlt und ihr wartet trotzdem!
Also wäre es Blödsinn, jetzt alles über den Haufen zu werfen, ohne den Überblick zu haben.

Denn die Kinder, mit denen ich es jetzt zu tun habe, sind alle noch sehr klein. Da tritt noch keins von zurück oder kommt alle 2 Minuten in Mamas und Papas Schlafzimmer gehuscht, um auch da zu schlafen. :smile:

Ich sehe langsam klarer, auch wenn ich dem Gedanken von Dragonkidd noch etwas mehr hinterherdenken muss.

LG, Bomba

Danke, ich sehe es nun auch so (owt)
.

Danke,wieder hast du genau das richtige gesagt owt
.

Ganz und gar unmöglich (m.O.)
Holla Bomba,

dazu eine kurze Anekdote: meinen Sohn Paul habe ich 08/2004 geboren, im Oktober 2005 kam meine Tochter Pia (beide nicht geplant, beides Zufälle) und ich habe mit den beiden Räubern wirklich, wirklich Stress! Und es wird nicht besser, eher anstrengender, weil sie mittlerweile Mittel und Wege gefunden haben, ihren Willen durchzusetzen. Zu zweit! Und was dem einen Kind an Unsinn nicht einfällt, daran denkt der Andere! Entweder sie zanken oder machen zusammen Blödsinn (ziehen sich ständig aus, rühren zu zweit mit der Klobürste im Waschbecken herum, die Liste lässt sich endlos fortsetzen). Heilfroh bin ich, wenn die „Kleine“ ab August auch in den KiGa gehen und ich wieder arbeiten gehen kann.

Und DENNOCH: es gibt da so Tage im Jahr, da darf ich noch nichtmal ein Würmchen im TV sehen und verflixt (!) wünsche ich mir noch ein Drittes. Obwohl die beiden vorhandenen mich schon zu 200 % fordern. Und ich genau die Nachteile kenne (stillen, Schreinächte, Stress, Fläschchen, Windeln, blablabla). An diesen „Tagen“ schmelze ich sogar beim Anblick der „New Baby“-Windeln im Regal dahin.

Mein Rat: wehr Dich dagegen, solange es geht :smile:
Nee, im Ernst, ich denke, dass ich evolutionstechnisch eben so vorgesehen, dass Frauen Kinder gebären. Fertig. Entsprechend anregende Hormone werden da vielleicht freigesetzt und das ist schon das ganze Geheimnis.

Alles Liebe,

Reggi

Hallo Bomba!

aber wie kann es der richtige Zeitpunkt sein, wenn keiner der
Faktoren stimmt?

Naja, es hat eben jeder seine Meinung. Manche denken, sie sind mit 14 reif genug für ein Kind, manche wollen nie eins, und dazwischen gibt es so viele Meinungen und Facetten wie es Menschen gibt. Jeder muss den Weg nehmen, den er selbst für richtig hält, denn man selbst ist es, der damit leben muss! Kein anderer wird Deinem Kind später erklären, warum Du es dann und dann bekommen hast und nicht zu einem anderen Zeitpunkt.

Ich finde es toll, dass einige mir dazu raten, aber hättet ihr
euch selbst damals die gleichen Ratschläge gegeben? Bzw. diese
dann auch befolgt?

Ich hätte so einen Ratschlag vor einigen Jahren liebend gerne befolgt, hatte aber zum Glück einen Mann, der mich davon abgehalten hat.
Ähnliche Situation wie bei Dir, Schule zwar fertig, aber keine Ausbildung. Einen Partner, bei dem ich mir sicher war, und eben der Kinderwunsch waren die einzigen Dinge, die pro Kind waren.
Zum Glück hab ich ihn gehabt, der mich mit -aus meiner Sicht- vernünftigen Argumenten davon abgehalten hat, zu früh schwanger zu werden.
Meinen Sohn habe ich bekommen, nachdem ich meine Ausbildung gut ein Jahr abgeschlossen hatte. Als er geboren wurde, war ich zwar arbeitslos, weil der befristete Vertrag vor seiner Geburt ausgelaufen ist. Allerdings konnte ich in derselben Arbeitsstelle wieder einsteigen, als er ein Jahr war. Dadurch habe ich jetzt in meiner zweiten Schwangerschaft auch für hinterher etwas sicherers in der Hand, das beruhigt schon. Bringt aber auch den „Nachteil“ mit sich, dass ich genau weiss, dass ich mein zweites Kind auch mit einem Jahr wieder von anderen betreuen lassen muss.
Finanziell geht es leider nicht anders, wenn ich könnte, würde ich wesentlich länger zu Hause bleiben, weil in meinen Augen ein Kind zu seinen Eltern gehört und nicht zur Tagesmutter oder in die Krippe. Wenn ich abends von der Arbeit komme bleibt im Grunde nur noch Zeit zum kurz einkaufen und dann Abendessen, dann geht mein Sohn ins Bett. Hätte ich eine Vollzeitstelle, würde er komplett woanders aufwachsen, dafür brauche ICH persönlich kein Kind.

Aber, ganz ab davon, wenn ich mir ansehe, welche schlechten Berufschancen es schon mit Ausbildung gibt, wie will man dann ohne einigermassen gut zurechtkommen? Nur Aushilfsjobs sind auf Dauer selten zufriedenstellend.
Ausserdem gehört zum Elternsein meiner Meinung nach auch eine gewisse Lebenserfahrung, zu der eben auch ein beruflicher Werdegang mit dazu gehört. Ich will ja auch Vorbild für mein Kind sein und hinter dem stehen können, was ich von ihm für seine Zukunft erwarte (einen einigermassen geregelten Lebenslauf, wenn irgendwie möglich).

Leider habe ich keinen Tipp, wie Du am Besten mit dem Wunsch zurechtkommen kannst. Für mich habe ich damals die Zeit genutzt, um mich intensiv über alles rund um Kinder und deren Grosswerden zu informieren. Wir als Noch-Nicht-Eltern haben auch sehr sehr viel miteinander gesprochen und eine klare Linie gefunden, die wir beide gut fanden. Das hilft uns auch jetzt noch immens weiter, weil jeder weiss, was er vom anderen erwarten kann. Ich kann mich blind darauf verlassen, dass mein Mann mit unserem Sohn nichts macht, was mir gegen den Strich geht. Sowas weiss man aber nur, wenn man die Erziehungsansichten des anderen vorher kennt :wink:
Zusätzlich habe ich in der Wartezeit an anderen Baustellen in meinem Leben gearbeitet. An meiner Gesundheit, an Dingen im Lebenswandel, an einer anderen Wohnung…es gibt vieles, was man vielleicht verbessern könnte.
Es sind nur Beispiele, aber vielleicht ist ja ein Anstoss dabei, der Dir weiterhelfen kann. Wenn nicht fang ich an Dir zu erzählen wie anstrengend ein Kind im Alltag ist *fg*

Und, wie gesagt, jeder hat seine eigene Meinung, die durch sooo vieles geprägt wird. Für jeden selbst ist es die richtige, für alle anderen kann es immer nur ein Anstoss sein, darüber nachzudenken.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo

Ist es denn sehr wahrscheinlich, dass ihr in 10 Jahren noch
zusammen seid? Alleinerziehend ist nicht so toll.

Wieso 10 Jahre? Ich schrieb, dass wir so an 3-5 Jahre denken.

Ich dachte daran, wenn ihr jetzt ein Kind kriegt, solltest ihr noch mindestens 10 Jahre zusammensein, weil es sonst sehr schwierig wird. - (Länger wäre natürlich besser.) - Deswegen die 10 Jahre.

Da warte ich lieber - aber wie
gesagt, das Warten ist das schwierige.

Das wird dann wohl auch besser sein.
Der Tip, als Babysitter zu arbeiten, ist ja schon mal gut.

Oder was würdest du von einem Erzieherinnen-Beruf halten?
Ich weiß nicht, ob das wirklich ein empfehlenswerter Job ist, aber da braucht man ja keine Lehrstelle. Da gibt es ja irgendwelche extra Institute, die die Ausbildung machen. - War halt eine Idee, die ich gerad so spontan hatte -

Viele Grüße
Simsy

Hi Bomba,

Du bist in einem Alter, wo die innere Uhr nicht tickt. Im allg. Sprachgebrauch verwendet man diese Bezeichnung, wenn Frauen eigentlich schon längst Kinder haben sollten oder die Zeit, wo dies möglich ist, langsam zu Ende geht.

Du bist noch sehr jung. Und ich würde einfach noch ein kleines bisschen geduldiger sein. Klar, man muss keine bestimmten Bedingungen erfüllen, um ein Kind zu bekommen. Aber, es kann doch um einiges leichter sein. Glaub mir, es ist schon vorteilhaft, wenn man einigermaßen die Verhältnisse in trockenen Tüchern hat. Sprich, der Lebensunterhalt einigermaßen gesichert ist.

Knuddel doch einfach die ganzen Freundes- und Verwandschaftskinder. Da kannst Du auch schon mal üben :smile:
In drei Jahren bist Du immer noch keine alte Mutti. Das wird schon.

LG

Sarah

Du bist noch sehr jung. Und ich würde einfach noch ein kleines
bisschen geduldiger sein. Klar, man muss keine bestimmten
Bedingungen erfüllen, um ein Kind zu bekommen. Aber, es kann
doch um einiges leichter sein. Glaub mir, es ist schon
vorteilhaft, wenn man einigermaßen die Verhältnisse in
trockenen Tüchern hat. Sprich, der Lebensunterhalt
einigermaßen gesichert ist.

Ich möchte nicht das Gegenteil behaupten, sondern, sagen wir mal, um 90° davon abweichen: In meinem Bekanntenkreis gibt es sowohl junge als auch alte Eltern und möchte daher behaupten, dass es für das Kinderkriegen egal ist, ob man 22 oder 37 ist. Nur danach sollte m.E. auch Schluss sein, denn irgendwie ist es komisch, wenn man als erstes denkt, „ah, sieh mal, der Opi bringt seine Enkelin zum Kindergarten“ und dann feststellt, dass es der Vater ist. In meinem Alter (38) bekomme ich gerade unser drittes und (voraussichtlich)letztes Kind. Es ist nämlich eine glatte Lüge, dass man immer so alt ist, wie man sich fühlt und man sollte bedenken, dass die Kinder Eltern brauchen, mit denen sie auch im Wald durch die Büsche kriechen können, ohne dass der 55jährige Papa anschließend drei Tage mit einem Bandscheibenvorfall im Bett liegt. Da hat man es als 25jährige Eltern echte Vorteile.
Außerdem werden kaum bessere Zeiten und trockene Tücher für uns alle kommen, es sei denn, Du hast ein Vermögen im Hintergrund. Während wir vor zwei Jahren einen neuen Wagen angeschafft haben und Urlaub auf Korsika gemacht haben, müssen wir mit dem gleichen Einkommen dieses Jahr uns um einen Nebenjob kümmern. Und? Soll ich meine Kinder jetzt ins Heim geben? Nee, wenn man dann Kinder hat, weiss man wenigstens, wofür man sich krumm legt, und das ist für eine Karriere eher förderlich. Also mit meinem jetzigen Wissen hätte ich meinen ersten lieber mit 25 als mit 32 bekommen.

Knuddel doch einfach die ganzen Freundes- und
Verwandschaftskinder. Da kannst Du auch schon mal üben :smile:
In drei Jahren bist Du immer noch keine alte Mutti. Das wird
schon.

Ich kann dazu nur sagen, dass das eine mit dem anderen unter Umständen wenig bis nichts zu tun hat. ch jedenfalls habe nie die Kinder anderer Leute gemocht, geschweige denn, sie zu mir nach Hause geholt (klar, wenn Not am Mann war…). Bei meinen eigenen Kinder ist es ein Genuss, abends noch einmal ins Zimmer zu gehen, um zu schauen, ob auch alle in Ordnung ist.

Hi,

wofür man sich krumm legt, und das ist für eine Karriere eher
förderlich. Also mit meinem jetzigen Wissen hätte ich meinen
ersten lieber mit 25 als mit 32 bekommen.

Bomba ist laut Vika 22 Jahre alt und noch nicht wirklich bereit für Kinder (laut ihrer eigenen Aussage). Da finde ich es schon legitim, wenn man noch 2-3 Jahre wartet.

Natürlich hast Du ansonsten Recht. Ich habe im Umfeld auch viele junge und auch ältere Eltern. Manchmal spielt das Leben seine eigene Melodie und der Kinderwunsch erfüllt sich erst später. Ich denke, da sollte man sich nicht allzuviel Streß machen.

Den perfekten Zeitpunkt für Kinder… den weiß man wohl erst, wenn man sein Leben zu Ende gelebt hat, wann es am passendsten gewesen wäre, aber dann ist es wohl auch zu spät :smile:

Also wenn Bomba in 3 Jahren mit 25 Mutter wird, ist das noch nicht zu spät.

Ich kenne den Begriff „die biologische Uhr tickt“ eher in dem Zusammenhang, dass es etwas knapp werden könnte, wenn man noch 2-3 Kinder haben möchte und z.B. mit 35 Jahren noch nicht mal den passenden Partner gefunden hat. Dann tickt die Uhr, aber nicht mit 22 Jahren, da hat man noch alle Zeit der Welt.

Und sich da erstmal eine Ausbildung zu sichern und eine Wohnung eingerichtet zu haben, kann eigentlich nur von Vorteil sein. Man muss ja nicht warten, bis man ein Boot, ein Pferd und eine Pferdepflegerin hat :smile:

Grüße

Sarah

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Bomba ist laut Vika 22 Jahre alt und noch nicht wirklich
bereit für Kinder (laut ihrer eigenen Aussage). Da finde ich
es schon legitim, wenn man noch 2-3 Jahre wartet.

Ja, ist schon recht und sage ich auch nichts gegen. Wie gesagt, ich war ja selber erst mit 32 an der Reihe.
Aber leider hält sich hartnäckig die als Weisheit getarnte Ansicht, dass man per se nicht Kinder bekommen sollte, bevor man ein gewisses Alter erreicht hat oder sich wenigstens nach allen Regeln der Kunst die Hörner abgestoßen hat. Das kann man machen, MUSS man aber nicht.

Hi Bomba,

Als Gedankenanstoß:

  • Offenbar sind die Gefühle da, um Mutter zu sein.

  • Nie, aber auch rein gar niemals ist die richtige Zeit da um selbst Kinder zu bekommen. Ich bin mir sicher, wenn Du all diese Frauen fragst, von denen Du gesprochen hast, werden Dir viele sagen: „Ach nöööö! Wir wollten doch noch ein bißchen warten, aber es ist halt jetzt so gekommen. Also…“ Und wenn nicht das, dann etwas Ähnlicheres. Wetten?

  • Ohne dich zu kennen und schon gar nicht zu nahe treten zu wollen: Ich denke, wenn du sagst „Jetzt Mutter werden?: Nein soweit bin ich noch nicht“ Es ist mehr eine Art „Angst“ um das rumherum (sprich: „Werde ich es schaffen? Werde ich in der Lage sein, mein eigenes Leben so zu meistern bzw. so umzustellen, daß alles klappt? Bin ich in der Lage, das Kind das alles zu bieten was es braucht? Werde ich nicht, aus lauter XXX nicht dies und jenes falsch machen?“).

Bitte entschuldige mich wenn ich Dir zu nahe trette, aber genauso denke ich. Oder wie eine mir bekannte Mutter sonst sagte: "Alle Müttern dieser Welt waren mal „noch nie schwanger“ und wußten am anfang nicht wie es alles wird. Und trotzdem haben sie es geschafft. Die Natur hat dafür gesorgt, daß alle Frauen, die ein Kind geboren haben, zumindest am Anfang intuitiv wissen, was richtig und was falsch für das Kind ist. Und wenn dem nicht genauso wäre, gäbe es seit tausenden von Jahren keine Menschheit mehr.

Damit will ich sagen:
Warte nicht darauf, daß irgendwann mal ALLES passt um gerade JETZT Mutter zu werden. Wie die o.g. Mutter mir damals sagte, als sie erfuhr, daß ich eine alleinerziehende Mutter werden würde: „Die Natur ist sehr lehrreich. Sie wird Dir zeigen wie Du das richtig machst.“ Das hat mir damals ein riesen großen Stück geholfen. Und dafür bin ich ihr noch heute dankbar.

Schöne Grüße,
Helena

Warum abstellen wollen?
Die Natur - so man sie akzeptieren mag oder will - hat halt ihre EIGENEN Vorstellungen zum Ganzen.

Anders gesagt - sorry: geschrieben - Bomba, wenn Dir Dein Herz sagt, dass es Zeit sei für einen EIGENEN Nachwuchs, so nimm es doch einfach an. Muss ja nicht heißen, dass man quer durch die Heide …

Akzeptiers als Deine, Dir eigene neue Einstellung und genieße es. Du wirst den für Dich richtigen Zeitpunkt schon finden …

Bis dahin genieße die „fremden“ Blagen …

Ich wünsche Dir Licht. Leben, Liebe und Freude!

Hallo!

Meine Antwort kommt zwar etwas spät, aber ich will sie mal noch tippen (v.a. FÜR MICH).

Mir geht es genauso wie dir. Ich bin 24, studiere noch (bin aber bald fertig), führe eine Fernbeziehung von 650km, wir sehen uns alle 14 Tage, tlw. auch jede Woche. Wir telefonieren täglich, wir reden übers Heiraten und Kinderkriegen und wie es in 10 Jahren aussehen wird. Ich könnte an jedem Kinderwagen heulen, könnte all die Leute beschimpfen, die sich nicht solche Gedanken machen wie ich, die nicht darüber nachdenken, was denn passiert, wenn ich nach dem Studium (ich habe ein Studium, viele haben ja noch nicht mal eine Berufsausbildung!) nicht gleich ein finazielles Auskommen gibt oder wenn es stressig wird im Beruf oder dass die Wohnung zu klein wäre oder was denn die Eltern sagen werden. Ich weiß, dass ich zuviel darüber nachdenke, und ich beneide z.Zt. all die, die gar nicht so weit denken, wie du und ich und viele, viele andere das tun. Deren Leben ist zumindest in dieser Hinsicht wesentlich einfacher. Sie tun einfach, was sie fühlen.

Ich habe Sehnsucht nach Familie, und dazu gehören Kinder, ich möchte endlich wieder ein Zuhause haben, mit diesem Lotterleben aufhören, jemanden haben, der da ist, wenn ich nach Hause komme, mit dem ich abends auf der Couch sitze und der mir nicht durch ein Telefon sagt, dass er mich liebt. Es ist die Sehnsucht nach einer kleinen, heilen Welt, genauso wie es weiter unten als etwas negatives dargestellt wurde. Ich habe das Gefühl, dass es soweit ist, diesen Wunsch zu erfüllen. Und dann kommt das Nachdenken und die vielen ABERs und dann ist diese romantische Vorstellung schon wieder hin. Wer weiß, wofür es gut ist.

Natürlich sind wir noch ‚jung‘ und auch in drei Jahren gehören wir noch nicht zum alten Eisen. Aber auch mit 27 und mit 30 und mit 33 wird es Gründe geben, warum es gerade nicht passt. Und das macht mir Angst, v.a. Angst, dass ich irgendwann feststelle, in jedem Alter zuviel darüber nachgedacht zu haben.

Ich bin mit mir darüber eingekommen, dass ich es so lange unterdrücke, wie ich es irgendwie aushalte. Wenn meine beste Freundin nächste Woche mit ihrem 4 Monate alten Sohn zu Besuch kommt, wird es sicherlich wieder ganz hart. Ich kann mit meinem Freund viel darüber nachsinnen, wie es sein wird, aber für ihn ist es ein „Ich freue mich darauf.“ und in gewissem Sinne noch weit weg, auch wenn er sagt, wenn ich so weit wäre, könnten wir loslegen. Aber es ist einfach gesagt für jemanden, der seinen Platz gefunden hat und sein Geld verdient und bei dem eben alles stimmt. Diese Entscheidung liegt bei mir und ich habe das Gefühl, mich nur falsch entscheiden zu können.

Ich glaube, ich konnte dir jetzt nicht wirklich weiterhelfen (und mir auch nicht), aber was ich sagen will: Wenn du es für dich entschieden hast, dann mache es. Ich bin in dieser Hinsicht einfach nur feige. Vielleicht könnte mir das mal noch jemand austreiben?!

LG
Sonne