Wie bremst man einen rachsüchtigen Machtmenschen ?

ich brauche dringend Rat zum Umgang mit Machtmenschen. Gibt es gute Bücher, die hier eine Hilfe sind ? Sorry lange Geschichte aber ich brauche dringend Hilfe

Problem: Exmann, wir haben einen achtjährigen Sohn.Mein Ex arbeitet seit Jahren im Ausland und kommt in unregelmäßigen Abständen. Er ist völlig vernarrt in seinen Sohn. Zum Teil hatte ich Angst er könnte ihn einfach ins Ausland mitnehmen. Auch jetzt bin ich mir da nicht so sicher wie weit er gehen würde.

Mein Ex kennt diese Angst und es macht ihm Spass mich diesbezüglich in Unsicherheit zu halten. Er möchte dass alles nach seinem Kopf geht. Er ist meistens nicht bereit, mir zu sagen wann er den Kleinen zurück bringt, er könne nichts dafür er wisse nicht wie lange sein Auftraggeber ihn nach Deutschland lässt und wolle die Zeit mit dem Kleinen nutzen… ich habe aber schon mehrfach Anhaltspunkte dass er es sehr wohl weiss aber mich im Ungewissen lässt. Dass ich so gar nicht planen kann und auch beruflich Termine habe interessiert ihn nicht.

Mein Ex arbeitet mit allen Mitteln daran, dass das Kind bei ihm leben möchte, er bietet ihm das perfekte Schlaraffenland, dass er dem Kind hier was vortäuscht was es nicht gibt interessiert ihn nicht. Er hat auch schon mehrfach eine berufliche Rückkehr nach Deutschland angekündigt und kam dann doch nicht. Hauptsächlich möchte er wohl das Kind um sich an mir zu rächen weil ich ihn verlassen habe.Er würde ihm eben eine Tagesmutter kaufen. Der Kleine leidet sehr verherrlicht den Vater aber aufgrund des Schlaraffenlandes total.

Der Ex gibt sich mir gegenüber mal mit ausgesuchter Höflichkeit, oft mit offener Arroganz.Er kann mir kaum in die Augen schauen, obwohl ja Machtmenschen einen normal mit dem Blick fixieren? Finanziell ist er großzügig und ich denke er meint auch aus diesem Grund einen Anspruch auf willkürliches Entscheiden seinerseits zu haben.
Ich hatte am Jahresanfang eine ausführliche Email geschrieben, diverse Vorkommnisse einfach noch mal geschildert und gesagt dass ich das so nicht akzeptiere und dass er seinem Sohn schadet. Er hat mir dann zweimal zähneknirschend die Termine genannt, so dass auch das Kind mal wußte wie lange es bei Papa sein kann. Beim dritten Mal sagt er mir nun wieder nicht wie lange er in Deutschland ist, man hat die Genugtuung in seiner Stimme deutlich gehört als er behauptete er wisse es noch nicht.
Wenn ich ihm einen Termin vorgebe behauptet er halt es sei noch unentschieden ob er bis zu diesem Termin bleiben kann, damit ich weiterhin nicht weiß was kommt. Letztlich hat er den Kleinen aber bisher zurück gebracht, zur Not nachmittags statt vormittags damit er ja nicht macht was ich vorschlage.

Ich schilderte meinem Ex per Email die Verzweiflung unseres Sohnes, der aus Krankheitsgründen erst nach einer Woche schwimmen gehen darf. Sohnemann ist nun verzweifelt weil er nicht weiss ob Papa so lange da ist dass aus dem Schwimmen was wird…auch habe ich nochmals auf meine erste Email hingewiesen und gesagt dass es so nicht geht, weil er das Kind völlig verunsichert.

Mein Ex ist ein Mensch, der niemals nachgibt. Ich kenne ihn seit über 11 Jahren und habe nicht einmal erlebt dass er in Konflikten oder Meinungsverschiedenheiten mit anderen Menschen nachgegeben hätte, auch mir gegenüber nicht. Er hat sich sogar mit einem langjährigen Freund zerstritten weil dieser darauf beharrt hat, dass eine bestimmte Stadt in einer anderen Richtung läge als mein Ex behauptete. Das Gewinnen mir gegenüber ist ihm das Wichtigste, dafür nimmt er sogar in Kauf seinem Kind zu schaden, obwohl er wirklich an dem Kleinen hängt.

Ich bekam auf meine letzte Email viel Arroganz zur Antwort und an Schluss den Hinweis: „wenn Du weiterhin mit meinem Leben nicht zurecht kommst und sich herausstellt dass der Kleine tatsächlich darunter leidet, müssen wir überlegen den Kontakt ganz abzubrechen mit allen Konsequenzen“
Nun kann ich mir überlegen wie er das meint, ob er den Kleinen mitnimmt und verschwindet oder uns nur das Geld streicht. Er ist sich gar nicht darüber im Klaren dass ich gerne Armut in Kauf nehmen würde wenn mein Ex dafür endlich weg wäre.

Er verdient viel Geld und hat es sich offensichtlich zum Hobby gemacht da und dort Leute zu „kaufen“ was diese sich auch bereitwillig gefallen lassen (z.B. Kinderpsychologe, der nach einem einzigen Besuch meines Ex (30 min)von heute auf morgen das komplette Gegenteil behauptete wie in den 10 Stunden zuvor… der Psychologe hat meinen Ex nur allein gesehen, nicht im Umgang mit dem Sohn.Keine Ahnung wie mein Ex das geschafft hat, Charisma oder Geld ? Unfassbar.

Ich habe das Gefühl mein Ex wird immer skrupelloser, lebt seit 4 Jahren im arabischen Raum und nimmt die dort übliche Herrschaft der Männer an. Wenn ich jetzt richtig Stress mache wird er vermutlich mindestens vortäuschen dass er den Kleinen mitnimmt um mich klein zu kriegen.
Ich habe lange versucht so zu tun als würde ich gewisse Willkür nicht bemerken, so nach dem Motto ja ok behalt den Kleinen ruhig länger als zuerst geplant, dann kann ich morgen noch ins Kino. Ich dachte es hilft vielleicht keine Reaktion zu zeigen. Es hilft aber nicht. Zum Teil hatte er den Kleinen schon 2 Wochen und ich wußte immer noch nicht wann er ihn zurück bring. Irgendwann sagt er es mir dann. Er achtet immer darauf (noch?) dass sein Verhalten in einem Rahmen bleibt der gerichtlich nicht wirklich belangt werden kann. Ich habe mich erkundigt und ein verspätetes Mitteilen des Rückbringtermines wird gerichtlich wohl nicht geklärt, man wird lediglich zu Familienberatungsstellen geschickt, die vermitteln sollen.

Wir sind jetzt seit 5 Jahren getrennt und er steigert sein Verhalten immer mehr, ist das denn psychisch noch gesund was er macht ?
Er ist jetzt wohl so weit, dass er wenn ich richtig Ärger mache den völligen Krieg führen würde.Aus jedem Detail macht er ein Problem, momentan ist er beleidigt weil er angekündigt hat dass er den Kleinen abholt und ich zurückfragte ob ich den Kleinen bringen kann weil ich zu der Zeit unterwegs bin, welch Bevormundung. Ich bekomme keine Antwort…und vermutlich wird der Sohn-Übergabetermin ein Desaster.

Wie kann man so jemanden stoppen ? Momentan bin ich auf den Unterhalt angewiesen aber ich versuche eine Lösung zu finden. Würde es ihn bremsen wenn ich kein Geld mehr von ihm annehme ? Das wäre für ihn völlig neu das jemand nicht käuflich ist, obwohl er eigentlich wissen müsste dass ich nicht käuflich bin. Er kennt mich lange genug aber ich glaube er hat einen völligen Realitätsverlust erlitten.

Könnt ihr mir Tips geben was solche Machtmenschen zum Stillstand bringt ? Wer hatte schon Erfolg gegenüber einem solchen Menschen ?

Danke
Angelika

Hallo,
ich bin kein Psychologe; ich hatte nur einen Ex, der absolut haargenauso war/ist, wie du es beschreibst.
Ich bin seinerzeit zum Jugendamt gegangen und habe darum gebeten, zu vermitteln und sich einzuschalten, weil ich nicht mehr weiter wußte.

Die Menschen sind verschieden… in meinem Fall war es so, dass es wirklich primär um das Macht ausüben ging, mein Sohn war eigentlich mehr Mittel zum Zweck.

Das Jugendamt hat geholfen, wo es konnte, ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Allerdings haben auch die irgendwann mal gesagt, dass man diesen Menschen nicht ändern kann, dass er wohl ewig Macht ausüben möchte und keine Ruhe geben wird.

Ich kann jetzt hier nicht alles aufschreiben, das würde den Rahmen sprengen und dir wahrscheinlich nicht weiter helfen. (Falls du doch meinst, dass dir meine Erfahrungen helfen könnten, gib Bescheid…) Bei uns gab es erst Ruhe, als mein Sohn praktisch volljährig wurde.
Da aber auch in meinem Fall die Möglichkeit bestand, das Kind ins Ausland zu bringen, habe ich mich irgendwann auch dazu entschlossen, einen REchtsanwalt und irgendwann auch das Gericht einzuschalten.

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr das irgendwie Eurem Sohn zuliebe lösen könnt und dafür ist meiner Meinung nach der Gang zu einem Experten (also imho Jugendamt) unumgänglich. Der Nervenkrieg wird auf die Dauer zu belastend und dazu, irgendwas rumzuprobieren ist so ein Kind und seine Zukunft viel zu wertvoll.

Gruß
ShannonS

Sorry, mein letzter Satz klingt vielleicht anders, als ich es meine:
mit rumprobieren meine ich natürlich nicht die Tips, die du hier von den Experten bekommst!
Ich wollte damit nur sagen, dass man sich jeden Schritt wirklich ganz genau überlegen muss, weil jeder Schritt so große Auswirkungen auf die Entwicklung deines Sohnes haben wird. (mein Sohn ist jetzt 22 und dieses Gekämpfe hat deutliche Spuren hinterlassen…)

Hallo Shannon,
danke für die ausführliche Antwort. Deine Geschichte interessiert mich. Das Jugendamt ist bei uns wohl eher nicht zu empfehlen - für solche Fälle. Die haben dort fast ausschließlich mit Vätern zu tun die nicht zahlen, sich nicht kümmern und wenn dann höchstens betrunken. Wenn dort ein Mann auftaucht, geschäftlich erfolgreich, Frau und Kind gegenüber finanziell großzügig, charmant, sehr an seinem Kind interessiert, seehr unter der Trennung vom Kind leidend… dann schalten die dort sofort vor Begeisterung den Verstand aus und sind auf Seiten des Vaters…dies haben mir mehrere Mütter unabhängig voneinander erzählt.

Ich selbst hab es noch nicht probiert: Bei der Scheidung muss das Amt ja eine Stellungnahme abgeben, die normalerweise neutral ausfällt, Formsache ist. Auch bei uns gab es damals keinen Grund für etwas anderes. Die Mitarbeiterin des Jugendamtes wollte mich damals nicht kennenlernen, auch die Wohnung und das Kind nicht… sie meinte das sei nicht nötig. Das Ergebnis war, dass sie meinem Ex einen Entwurf der Amt-Stellungnahme zusandte und mir nicht und das ganze ein bisschen zu seinen Gunsten einfärbte. Warum ? Keine Ahnung, er wird wohl dort gewesen sein und entweder Charme oder Geld verstreut haben, im Zweifel beides. Das Ganze hatte keine Auswirkung, wir haben halt gemeinsames Sorgerecht wie alle anderen auch bei denen zum Scheidungszeitpunkt nichts weiter vorgefallen ist.
Wie sollte ich jetzt Vertrauen haben, dass dieses Amt irgendetwas für mich tut ?

Naja, lange Rede kurzer Sinn: Was genau wurde bei Euch gerichtlich geklärt und wie endete das ? Regelte das Gericht das Umgangsrecht bezüglich Dauer usw. ? Hat Dein Ex sich an gerichtliche Vorgaben gehalten ?
Wir hatten als mein Ex noch die Deutschland war eine umfangreiche Umgangsregelung selbst erstellt, an der er auch immer rumgemacht hat…

@Felix:
Ich weiß genau was Du meinst meine Wut ist auch groß genug weil dieser Mann das Kind so quält… ist aber in Deutschland verboten und hätte eher nur negative Folgen.

Nach wie vor suche ich jemanden, dem es gelungen ist so einen Mann auszubremsen.

Danke
Angelika

1 „Gefällt mir“

Hallo Angelika,
ok, das mit dem Jugendamt kann ich in deinem Fall gut nachvollziehen. Bevor ich in meinen jetzigen Wohnort zog, war mein Ex beim Jugendamt und behauptete, bei mir würden allabendlich irgendwelche Orgien stattfinden. Und das Jugendamt hat mir dann auch gesagt:„Der Mann hat doch Geld und könnte ihnen eine sorgenfreie Zukunft bieten… wieso bleiben Sie nicht einfach bei dem?“ Ok, das ist 20 Jahre her… und für mich bedeutet halt sorgenfreies Leben nicht, dass man Geld wie Heu hat :wink:

Ich werde dir eine ausführliche E-Mail schicken… ich denke, das ist besser.

Gruß nochmal
ShannonS

Hallo Angelika,

vor vielen Jahren als mich das Problem „Machtmenschen“ beruflich betroffen hat, wurde ich auf ein sehr hilfreiches Büchlein hingewiesen von einem norwegischen Autor:

Edin Lovas: Wölfe im Schafspelz - Machtmenschen in der Gemeinde

Lass Dich nicht davon irritieren, daß er sich als Pastor darauf bezieht, was in christlichen Gemeinden läuft. Die allgemeinen Beschreibungen und Analysen der Abläufe / Mechanismen sind auch auf andere Bereiche übertragbar. Er hat auch eine Menge hilfreicher Hinweise.

Dennoch: Machtmenschen ziehen eine Menge Energien ab und spielen viele Verwirrspiele, weil sie alles tun, damit ihr Machtsystem weiter läuft. Deshalb empfehle ich Dir für Deine eigene Klärung Beratung /Coaching evtl. Therapie - je nach dem, in welchem Umfang Du noch selbst verwickelt bist.

Für Klärungsgespräche mit dem Ex was den Umgang mit dem Sohn betrifft, wäre Familienmediation eine Möglichkeit.

Viel Kraft und gute Nerven

Iris

Hi,

hier nochmal meine Antwort, die erst im Kind und Eltern Brett stand.

Hallo Angelika,

wenn ich dich richtig verstanden habe bekommst du von deinem Ex finanzielle Unterstüzung, die weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hinausgeht. Warum tust du dir das an? Es ist doch klar, dass solch eine Sorte Mensch das derart ausnutzt. Das sollte dir doch eigentlich bewusst sein.

Verzichte auf das Geld, und nehme nur das an was dein Ex dir vom Gesetz her zahlen muss. Dann hat er keine Basis seine Macht derart auszuspielen.

Jugendamt einschalten (o. w. T.)
.

Praktisch
Hallo,

ich würde mich auf solche Spielchen ganz entschieden NICHT einlassen. Dazu gehört auch, dass Du dem Mann eine geradezu übermenschliche Macht bei sämtlichen Institutionen zuzutrauen scheinst. Ohne ihn zu kennen bin ich trotzdem bereit zu wetten, dass er die nicht hat.

Wer hat im Moment das Aufenthaltsbestimmungsrecht? Du hast Sorge, dass Dein Mann Euer Kind gegen Deinen Willen ins Ausland verschaffen könnte. Wenn ich diese Sorge hätte, würde ich einen Anwalt aufsuchen und versuchen, das alleinige Aufenhaltsbestimmungsrecht zu erwirken. Gleichzeitig würde ich mich darüber informieren, wer unter welchen Umständen einen Reisepass für das Kind beantragen darf. Ich würde Kontakt mit dem Jugendamt aufnehmen, meine Sorge dort schildern und mich informieren, ob es eine Möglichkeit gibt, zu verlangen, dass der Exmann seinen Reisepass für die gemeinsame Zeit mit dem Sohn hinterlegen muss, so dass eine Ausreise nicht möglich ist. Weiterhin würde ich über den Anwalt eine Umgangsreglung treffen lassen. Wenn der Exmann sich nicht dran hält, gibt es durchaus Mittel und Wege, dies ahnden zu lassen.

Im Moment spielst Du dieses Spiel einfach nur mit. Daraus bezieht der Mann seine Macht, aus nichts anderem. Reagiere also ruhig und überlegt, lass Dich auf den Quatsch nicht ein und suche Dir professionelle Hilfe. Übrigens kannst Du nicht für Dein Kind auf Unterhalt verzichten.

Viele Grüße

Hallo,

ich kann dir nur raten, deine Vorurteile in Bezug auf das Jugendamt über Bord zu werfen und dir dort Unterstützung zu holen. Die Möglichkeiten zu einer Lösung sind durchaus vielfältig:

  1. Dein Mann kann Auflagen bekommen, in welchen Zeiträumen er seinen Sohn sehen kann. Verstößt er dagegen, hat das Konsequenzen für ihn.
  2. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht (und im Notfall auch das Sorgerecht) kann auf dich allein übertragen werden. Das erschwert es deinem Mann, den Jungen außer Landes zu bringen. Wenn er es dennoch versucht oder tut, macht er sich der Kindesentziehung schuldig.
  3. Der Kontakt zwischen Vater und Sohn kann nur noch unter Aufsicht des Jugendamtes erfolgen.

Welche dieser (oder auch weiterer) Maßnahmen für euch passt, musst du mit dem JA (und unter Umständen dem Familiengericht) klären. Übrigens kann es entscheidend sein, wer von euch beiden sich zuerst Hilfe suchend an das JA wendet. Wenn ein Partner dort erstmal Probleme angemeldet hat, gerät der andere schnell in die Position dessen, der nun schnell nach einer Retourkutsche sucht, wenn er sich seinerseits ans JA wendet.

Ich kenne deinen Mann nicht, habe aber bei Menschen dieses Typs, den du beschreibst, oft die Erfahrung gemacht, dass sie im Grunde feige sind. Ihre Tyrannei benutzen sie als - meist äußerst wirksames - Mittel zur Einschüchterung Schwächerer, um zu erreichen, dass der andere erst gar nicht auf die Idee kommt, sich zu wehren.

In eurem Fall kommt Geld als Machtinstrument hinzu. Ist dein Ex denn gerichtlich zur Unterhaltszahlung verpflichtet worden? Dann solltest du das Geld ruhig weiter (im gerichtlich festgelegten Umfang) annehmen. Wenn er es freiwillig zahlt, befindest du dich in einer Situation, die dich seiner Willkür ausliefert - und das solltest du beenden. Natürlich würde das eine Beschränkung deines Lebensstandards bedeuten, aber das Signal an ihn wäre deutlich.

Und: Such’ dir einen GUTEN Anwalt. In den meisten Städten gibt es Anwälte mit einem gewissen Ruf, was ihre besonderen Stärken angeht. Hör’ dich um und finde jemanden, der sich nicht einschüchtern lässt und es seinem Image schuldet, in deinem Sinne erfolgreich zu sein.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo Angelika,

Du schreibst uns, wie Du Deinen Exmann wahrnimmst. Nicht weniges davon, wird sein, sie Du es siehst bzw. sehen willst und nicht wie es Dein Exmann meint. Das soll kein Vorwurf sein, sondern nur ein Denkanstoß.

Dazu will ich mal einen Punkt herauspicken:

Mein Ex arbeitet mit allen Mitteln daran, dass das Kind bei ihm
leben möchte, er bietet ihm das perfekte Schlaraffenland, dass er
dem Kind hier was vortäuscht was es nicht gibt interessiert ihn
nicht. Er hat auch schon mehrfach eine berufliche Rückkehr nach
Deutschland angekündigt und kam dann doch nicht. Hauptsächlich
möchte er wohl das Kind um sich an mir zu rächen weil ich ihn
verlassen habe.Er würde ihm eben eine Tagesmutter kaufen. Der Kleine
leidet sehr verherrlicht den Vater aber aufgrund des
Schlaraffenlandes total.

Kann es z. B. nicht sein, dass den Vater hier sowas ähnliches wie ein schlechtes Gewissen plagt, dass er Junge ihn so wenig sieht? Ich kenne nicht wenige Väter, die leben - wenn das Kind bei ihnen ist - total über ihre finanziellen Verhältnisse.

Das ist hier bei Euch zwar nicht der Fall, aber in Väterforen gibt es den Begriff: Event-Papa. Er verwöhnt den Jungen, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen.

Ob er sich an Dir rächen will, kannst Du nicht wissen, sondern (eigentlich nur) unterstellen.

Auch das „ungeregelte“ Zurückbringen des Jungen, kann in diese Richtung deuten. Er will sich und dem Kind die Möglichkeit offen halten, dass sie doch noch etwas länger zusammenbleiben können.

Hier vielleicht bei der Abholung des Kindes vereinbaren, wann er es zurückbringt. Wollen Sohn und Papa aber - weil es gerade so schöööön ist - verlängern, rufen sie an und vereinbaren (ohne dass Mama sich aufregt) einen neuen Zeitpunkt.

Auch mit den Deutschlandaufenthalten kann es anders sein. Mein Mann arbeitet seit 30 Jahren in den verschiedensten Ländern (Saudi Arabien, Iran, Amerika, Russland, Südafrika, Asien, Österreich) und ist auch z. Zt. in China.

Ich kenne ihn seit 16 Jahren und durfte gleich am Anfang feststellen, das weder Rückreise noch Urlaub planbar sind. Selbst wenn ein Bisum ausläuft ist das keine Garantie, dass er dann zurückkommt. Visa/Arbeitserlaubniss kann man verlängern lassen und Flüge umbuchen.

Irgendwas kommt immer dazwischen. In die USA sind wir gemeinsam für 4 Monate - zurückgekommen bin ich nach 14 Monaten und er nach zwei Jahren. Er wollte vergangenes Jahr Überstunden und alten Urlaub abfeiern und bis Jahreswechsel fünf Monate zuhause bleiben. Nach sechs Wochen war er in Korea und ich mit seinen Problemen alleine hier.

Jobs die mit Auslandseinsätzen verbunden sind, sind selten gut steuerbar. Sein kann es dass der Auslandskunde nicht soweit ist, wie man selber und die eigene Planung über den Haufen wirft und viele andere Möglichkeiten.

Aber auch hier kann er - möglichst rechtzeitig (ist bei meinem Mann zwei Tage vorher) - per e-Mail Bescheid geben, dass es eine Änderung gibt.

Mein Tipp wäre, dass Ihr euch mal bei einem Mediator/Vermittler offen aussprecht und gemeinsam eine Lösung findet.

Dies geschieht dann nicht als Streit vor dem Kind und auch nicht als einseitige Schuldzuweisung per Mail/Post, worauf er aus welchen Gründen auch immer nicht antworten will oder kann.

Jeder erzählt beim Mediator seine eigenen Ängste. Vielleicht erfährst Du dort, dass ihn keine Macht interessiert, sondern dass er Ängste hat, dass er den Sohn verliert, weil er sich nicht genug kümmern kann.

Er erfährt dort, welche Ängste Dich plagen. Vielleicht erfährst Du dann dort, dass Deine Ängste keinen oder nur einen geringen realen Hintergrund haben?

Gemeinsam mit dem Mediator könnt Ihr dann Lösungsmöglichkeiten suchen. Mein Vorschlag ginge sogar dahin, dass Du ihn mal mit dem Kind an seinem Einsatzort besuchst. Das Hotelzimmer usw. wird er sich leisten können.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man dann eine ganz andere Sicht auf viele Dinge (Planbarkeit, Umfeld usw.) bekommt. Auch der Junge erfährt dann, dass der Papa ihn in der Zwischenzeit nicht vergessen hat, sondern schwer arbeiten muss und kaum Zeit für ihn hat, auch wenn er zum Papa in das Land fährt.

Irgendwie lese ich aus Deinen Zeilen, dass es bei den Kindesübergaben oft zu Differenzen zwischen Dir und dem Vater kommt. Vermeide das und weise ihn darauf hin, dass Ihr das ohne Kind besprechen wollt. Kläre Unklarheiten, die in Streit ausarten können, nicht vor dem Kind. Ihr tut Beide dem Kleinen keinen Gefallen damit.

Nach fünf Jahren will eigentlich niemand mehr Macht ausüben. Die Trennungswunden sind im Normalfall so ziemlich geheilt. Aber sein Kind kann und will man nicht vergessen. Wenn ihm klar wird, dass er sein Kind „nicht kaufen“ muss (was viele Trennungsväter glauben), dann gehen auch die Ängste bei Dir etwas weg.

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr das im Interesse Eures gemeinsamen Kindes gut hinbekommt.

Gruß
Ingrid

Hallo Angelika,

Als Mutter eines jetzt 23-jährigen Sohns habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht.
Zwei Dinge haben das Thema gebessert:
Erstens: der Vater weiß genau, wo er Dich trifft mit seinen Machtmechanismen und seiner emotionalen Erpressung. Also suche Du Dir Hilfe (am besten bei einem Therapeuten), um eine gewisse Distanz zu seinen Erpresser-Methoden zu finden. Er weiß, wie er Dir Angst macht, er weiß, wie er Dich unter Druck setzt und dort setzt er den Hebel an. Ein gutes Buch dazu ist „Die Masken der Niedertracht“ von Marie-France Hirigoyen
Bei mir hat wachsende Distanz zum Vater (ich bin auf diese Erpressung einfach nicht mehr eingegangen und habe ihm auch klar gemacht, dass er mit den Methoden seinen Sohn trifft, nicht mich, weil mich seine Tour nicht mehr verletzen und unter Druck setzen kann) und eine komplett sachliche, konsequente Kommunikation das Thema verbessert. Er merkte einfach, dass er mit seinen Methoden nicht mehr weiterkam und hat sie immer weniger eingesetzt.
Ich war allerdings auch so konsequent, dass ich Besuchstermine auch abgesagt habe, wenn er Absprachen verletzt hat.
Und das Zweite: das Jugendamt. Es ist sehr wohl hilfreich bei den Themen, man muss sich eben mit Nachdruck Gehör verschaffen und die Probleme kommunizieren. Denn mir hat die Kommunikation mit und über das Jugendamt in den schwersten Zeiten sehr gut geholfen. Vor allem, weil die Kommunikation dann über das Jugendamt lief und der Vater merkte, dass er seinen Machthebel der emotionalen Erpressung dort nicht ansetzen konnte.
Sehr wichtig finde ich auch den Tipp von Jule, Dir einen Anwalt zu suchen, der Dich unterstützt.

viele Grüße,
Petra

Hallo Ingrid,
stimmt schon, natürlich hat der Papa auch ein schlechtes Gewissen - aber das eine schließt das andere nicht aus.

Dein Vorschlag war unter anderem, bei Abholung des Kindes einen Rückbringtermin zu vereinbaren und eventuelle Änderungen dann eben rechtzeitig anzumelden:
Genau das ist der springende Punkt: ER WEIGERT SICH EINEN RÜCKBRINGTERMIN ZU VEREINBAREN. Und zwar auch dann wenn man ausdrücklich anbietet dass Änderungen noch vereinbart werden können ! Ich habe es bisher bewußt so gehandhabt, dass ich bei kurzfristigen Änderungen seinerseits auf seine Wünsche eingegangen bin - es hat eigentlich immer in seinem Sinne geklappt. Trotzdem will er mir nicht sagen wann der Kleine wiederkommt. Auch erfuhr ich nach einigem Hin und Her und Gekämpfe wann sein Rückflug geplant ist. Dass er mir das nicht freiwillig gesagt hat beweist doch: Es macht ihm Spass mich zu ärgern, definitiv. Gerne ruft er auch einen Tag nach seinem angeblichen Rückflug an, er sei doch noch in Deutschland und möchte jetzt kommen… am Tag des zuerst genannten Rückfluges wußte er das sicher spätestens auch schon…

Eine erfolgreiche gemeinsame Teilnahme bei Therapeuten, Mediatoren usw. ist nur möglich wenn beide Seiten dazu bereit sind - ich glaube am Beispiel des verweigerten Rückbringtermines wird klar er ist nicht dazu bereit…

Du hast viel Verständnis, wenn die Menschen immer so gut wären wie Du glaubst wäre es ja schön (viele sind es, da hast Du schon recht). Aber leider gibt es auch andere Persönlichkeiten…
Natürlich, eventuelle Trennungswunden müssten verheilt sein - aber es geht darum, dass ich ihm die Macht entzogen habe nicht darum den Verlust der Ehefrau zu verkraften.

Danke für Deine Anregungen.
Angelika

Hallo.

Was bei deinem Posting bei mir rüberkommt ist, dass ihr beide (!) das Kind missbraucht. Du übst ihm gegenüber Macht über das Kind aus, weil du weisst, dass er sehr am Kind hängt. Möglicherweise auch, um deine finanzielle Abhängigkeit ihm gegenüber zu kompensieren.

Er übt dir gegenüber Macht aus über das Finanzielle und über die Unsicherheit, in der er dich lässt.

Meine (laienhafte) Empfehlung: Begebt euch beide zu einer Beratungsstelle. Nehmt gemeinsam Therapieangebote wahr und haltet das Kind aus euren Machtspielchen heraus.

Hallo Leopold,
das erklär mir jetzt aber bitte mal:

Wenn ich hier und da verhindern würde dass Papa seinen Sohn sieht würde ich Dir ja zustimmen, dann würde ich Macht über das Kind ausüben.

Fakt ist aber, dass ich JEDESMAL wenn Papa das wünscht das Kind zu ihm bringe, habe ich glaube ich auch geschrieben, dass er eigentlich immer bekommt was er will. Mag ja sein dass Papa neidisch ist weil ich den Kleinen dauernd habe. Aber er hätte andere Jobs haben können, seinen Sohn öfter sehen können und hat’s nicht gemacht.

Inwiefern kann ich dann da noch Macht ausüben ?

Erst lesen dann urteilen ?

Gruß Angelika

Hallo an alle,

vielen Dank für Eure zahlreichen Anregungen und Vorschläge. Es ist sehr interessant das Thema aus anderer Sicht zu betrachten. Ich werde jetzt versuchen mein Verhalten zu ändern (aus der Opfer-Rolle raus) und hoffe dass dies auch eine Änderung bei ihm auslöst. Die Bücher werde ich auf jeden Fall lesen, und ihm mitteilen, dass er nur das überweisen soll was er muss und nicht mehr.

Eine Bekannte hat mir heute gesagt, sie hätte ihren Ex irgendwann einfach nur noch angegrinst, egal was er zur Provokation so aufgefahren hat - anscheinend hat das gewirkt. Interessanter Ansatz.

Grüße
Angelika

1 „Gefällt mir“

Hi,

und ihm mitteilen, dass er nur das überweisen soll was
er muss und nicht mehr.

Wichtig ist auch, daß Du danach evtl. zu viel überwiesenes Geld umgehend zurücküberweist, denke ich.

Gruß S

1 „Gefällt mir“

Hallo.

Tut mir leid, dass mein Beitrag schlecht aufgenommen wurde. Was ich damit sagen wollte ist, dass bei derartigen Geschichten nie nur einer der Schuldige ist. Bei dem von dir Geschilderten ist zudem sehr vieles Unstimmig. Du übst nicht nur darüber Macht aus, dass du das Kind dem Vater entziehen kannst, sondern auch über deine Angst und über deine Wut dem Kindsvater gegenüber. Dein Sohn liebt ihn und spürt deine negative Stimmung und Energie.

Fakt scheint zu sein: Ihr habt einen 8-jährigen Sohn. Der Vater arbeitet im Ausland, ist nur unregelmäßig in Deutschland, hängt aber sehr an seinem Sohn. Du hast Angst, dass er ihn irgendwann nicht mehr zurückbringen könnte, es stört es dich, dass er ihn verwöhnt und dein Sohn ihn „verherrlicht“, so wie du schreibst. Du hast deinen Ex verlassen, hast deswegen Angst, dass er sich an dir rächt. Er begegnet dir mit „ausgesuchter Höflichkeit“ und ist finanziell großzügig. Negativ sei allerdings, dass er ihn verspätet zurückbringt (z. B. nachmittags statt vormittags).

Für mich wirkt das alles sehr klammernd von deiner Seite. Du hast Angst, dass dein Sohn ihn zu sehr lieben könnte, du hast Angst davor, dass es deinem Sohn bei seinem Vater zu sehr gefällt, du hast Angst davor, dass er deinen Sohn behalten will. Dich stört die finanzielle Abhängigkeit, bezeichnest deinen Exmann aus diesem Grunde als „arrogant“, kannst aber im Grunde genommen nichts wirklich Negatives über ihn vorbringen.

Wichtig sollte dir im Grunde genommen nur das Glück deines Sohnes sein: Wie geht es deinem Sohn? Fühlt er sich wohl bei seinem Vater? Wenn das gegeben ist, dann lass deinen Ex auch mal ein paar Stunden überziehen. Lass ihn auch mal unpünktlich sein - solche Dinge wirst du nicht erzwingen können. Er ist so wie er ist. Wichtig ist, dass dein Sohn euch beide hat und er sich bei euch beiden wohlfühlt. Mit deinem Hass deinem Exmann gegenüber verhinderst du, dass euer Sohn ein positives Verhältnis zu euch beiden aufbauen kann. Er erlebt permanent eine ängstliche und unzufriedene Mutter, die den von ihn geliebten Vater nichts Positives abgewinnen kann.

1 „Gefällt mir“

Hallo Leopold,
Ich denke ich habe mich zu soft, zu unkorrekt ausgedrückt: Es wäre schön wenn mein Ex den Kleinen lediglich regelmäßig ein paar Stunden am vereinbarten Termin zu spät bringen würde - und dann hätte ich weder hier noch irgendwo sonst wo etwas geschrieben:

Meist ist es so, dass ich nicht mal weiß ob er nach 1, 2 oder 3 WOCHEN (nicht Stunden) das Kind zurückbringt. Sprich: Es gibt meist ganz lange GAR KEINEN Termin an dem mein Ex sich verspäten könnte ! Und zwar weil mein Ex sich weigert einen solchen Termin zu vereinbaren! Habe ich mich jetzt klarer ausgedrückt ?

Mein Ex hatte den Kleinen zum Teil schon 2 Wochen bei sich und ich wußte immer noch nicht wann er ihn zurückbringt. Trotz meiner telefonischen Bitte während dieser 2 Wochen hat sich mein Ex permanant geweigert mir dies zu sagen. Ich wußte nicht bringt er ihn in ein paar Tagen oder in x Wochen ! Wer soll den sowas akzeptieren ? Das hat verdammt nochmal nichts mit klammern zu tun ! Nur wenn ich meinen Ex mehrfach komplett unter Druck gesetzt habe hat er sich bereit erklärt ihn am einem von mir gewünschten Tag zurückzubringen. Und ich habe diesen Tag nur festgelegt weil er keinen Zurückbringtermin nennen wollte. Mein Ex hätte sich einen Termin aussuchen können ! Ich hätte diesen Termin gerne akzeptiert. Ist das klammern und Macht ausüben wenn er sich was aussuchen kann ?

Ich sagte mein Ex benehme sich „mal“ ausgesucht höflich, OFT mit offener Arroganz. Dies ignorierst Du einfach und behauptest er würde sich mir gegenüber ja beinahe korrekt verhalten und schließlich zahlen. Bist Du so käuflich dass Du denkst wer zahlt hat sich richtig verhalten ? Zahlen ist nicht = richtig verhalten und guter Mensch. Sonst bestände die Mafia auch nur aus harmlosen Mitbürgern.

Ich habe keine Angst dass mein Kleiner seinen Papa auch liebt wie mich. Ich habe Angst dass bei dem Kleinen noch mehr kaputt geht wenn er feststellen muss dass der Vater das vorgetäuschte Schlaraffenland nicht wirklich bieten kann ! Und er könnte ihm im Alltag kein Schlaraffenland bieten, das ist gar nichts gegen meinen Ex - niemand kann das ! Ein achtjähriges Kind kann das aber nicht überblicken ! Es ist einfach schädlich für ein Kind ihm etwas zu suggerieren was man nicht halten kann.

Es ist schädlich wenn man dem Kind MEHRMALS ankündigt man käme zu diesem oder jenen Zeitpunkt wieder nach Deutschland zurück und wäre dann für das Kind da - schädlich weil Papa sich nicht daran gehalten hat - er kam nicht zurück ! Kann man so mit einem Kind umgehen ? Was sagst Du dazu ? Na ? Kann man einem Kind, das jahrelang nicht wußte wann, wie oft und wie lang kommt Papa zu Besuch auch noch falsche Termine (mehrfach) von einer Rückkehr nach Deutschland nennen mit der entsprechenden falsch gesäten Hoffnung auf regelmäßigen Kontakt ?

Leopold Du siehst dieses Kind hier nicht leiden weil er immer mehr merkt, dass die Ankündigungen des Paps von wegen zurückkommen nach Deutschland nicht eintreffen. Du siehst das nicht… was soll der Kleine denn noch glauben ?
Du machst es Dir sehr einfach wenn Du hier behauptest ich hätte nur Angst dass es dem Kind beim Vater gefallen könnte… würde der Vater das Kind nicht derart mit falschen Ankündigungen in falschen Hoffnungen wiegen und bereit sein Vereinbarungen zu treffen wäre ich froh mir die Erziehung mit ihm teilen zu können. Kann ich aber nicht weil der Mann nicht bereit ist verlässlich regelmäßig für sein Kind da zu sein.

Wie soll ich z.B. die Arbeit organisieren wenn ich nicht weiß wann ich Urlaub zur Kinderbetreuung nehmen muss, weil ich nicht weiß wann mein Kind zuhause ist ? Kannst Du mir das mal erklären ?

Mein Ex bekam übrigens schon Jobs in Deutschland angeboten - und zwar hochbezahlte und hoch qualifizierte Jobs ! Er wollte diese Jobs nicht, obwohl er dann die Möglichkeit gehabt hätte seinen Sohn oft und regelmäßig zu sehen.

Gruß
Angelika

Hallo Leopold,
noch ein kleiner Nachtrag:
Deine Behauptung, ich würde meinen Ex DESWEGEN als arrogant bezeichnen weil mir meine finanzielle Abhängigkeit nicht gefallen würde, ist eine reine haltlose Interpretation von Dir. Kann es sein, dass Du auch von einer Frau mit Kind verlassen wurdest ?

Du meinst ich würde Macht schon ausüben, weil ich theoretisch das Kind entziehen könnte ? Kann der Vater doch theoretisch auch tun… verstehe ich nicht.
Und: ja ich bin wütend und zwar aus gutem Grund, das konnte ich vielleicht jetzt in der ersten Antwort auch besser erklären. Sicher,Wut ist nicht zuträglich, da hast Du auch recht - aber ich bin keine Maschine, irgendwann reicht es mir auch.

Natürlich, da hast du recht, sind beide an der ganzen Geschichte beteiligt. Mein größter Fehler war bisher sicher dass ich zu harmoniesüchtig war - typisch Frau. Dies ist tatsächlich ebenso schädlich wie aktives Arbeiten gegen den Vater es wäre. Ich hätte von Anfang an nichts zulassen dürfen was mir mißfällt, stattdessen habe ich dem Herrn Papa alle Wünsche erfüllt. Ich hoffte er würde dann merken dass ich ihm das Kind eben NICHT entziehen möchte. Ich hoffte er wäre insgesamt recht zufrieden weil er den Kontakt selbst gestalten kann.

Stattdessen wurde er immer dreister bis hin zu den jetzigen Vorgehensweisen die ich deshalb nicht mehr akzeptieren kann weil es für das Kind zu belastend wird. OK, meine Schuld dass es soweit gekommen ist, aber das Rad der Zeit kann ich leider nicht mehr zurück drehen.