gerade habe ich eine Runde Brennesseln an einer eher für uns ungünstigen Stelle entfernt (leider haben sie angefangen das halbe Staudenbeet zu besideln). Wie bekomme ich die Brennesseln denn gänzlich entfernt, weil da ja auch einzelne Wurzelreste reichen, damit sie weiter wachsen.
… einen Teil der Pflanzen haben wir im letzten Jahr schon an eine geeignete Stelle gesetzt - dass sich der verbleibende Rest jetzt so explosionsartig ausbreitet war nicht geplant - ansonsten hätten sie stehen bleiben können.
auf Wiesen, Weiden und Stillegungsflächen ist das Mittel der Wahl gegen Brennesseln Garlon 4. Ob es für Hausgärten zugelassen ist, weiß ich nicht. Der Mann von Raiffeisen weiß das aber.
Da Du vermutlich auch ohne Chemie / Wurzelstopp auskommen willst, lockere den Boden rund 10 cm tief auf und harke dann mit z.B. einem Rasenrechen so viel wie möglich von den Wurzelresten aus dem lockerem Boden. Dann gräbst Du den Boden mit einem Spaten um und glättest ihn anschließend wider locker.
Wenn die Fläche zunächst frei bleiben soll, bedeckst Du sie einige cm dick mit Rindenmulch. Wenn dann im Frühjahr doch Brennesseln und andere Wildkräuter durchkommen, ziehst Du sie am besten nach einer Regenperiode aus dem Boden.
Achte darauf, das die Pflanzen künftig gar nicht erst bis zur Blüte / Samenbildung kommen.
Das geht alles nur begrenzt, weil da auch noch andere Pflanzem in unmittelbarer Nähe wachsen und auch noch eine Schwarzerle die Wurzeln mit im Spiel hat.
Mhhh haben wir natürlich blühen lassen, weil die Samen super lecker schmecken und in keiner Ecke des Gartens die jemals so explodiert sind.
Danke,
werde dran bleiben mit Wurzeln fischen und ggf auf dem Raum mit Rindenmulch oder Folie.
so viel Pflanze ist es im Zweifel nicht - das war ein Brenneselhorst so auf 50 x 50 cm der sich aber gerade versucht hat auszubreiten. Einen großen Teil habe ich ausgegraben/gezogen, aber das wird nicht geholfen haben um alles los zu werden. Wenn dann die Stauden drum herum richtig los legen wirds halt echt schwer da noch mal richtig mit Spaten und Co rein zu gehen - das Beet ist auf einer Seite auch noch mit der Grundstücksmauer begrenzt, so dass der Zugang immer schwer ist. War schon jetzt mit den ersten treibenden Stauden etwas schwierig zu laufen.
Danke!!!
Alexandra
…und für alle jene die jetzt aufschreien - Chemie als letztes Mittel - und wir sind landwirtschaftliche Nutzfläche - ein komisches Überbleibsel.
zum Jäten von solchem Wurzelwerk wie von Brennesseln ist es nützlich, wenn man den Platz vorher mit wiegenden Bewegungen mit der Grabgabel lockert, dann brauchts keinen Spaten, mit dem man ggf. die Nachbarinnen verletzt.
Für schwer zugängliche Stellen wie entlang der Mauer ist eine zweizinkige Rosengabel hilfreich.
mit Brennessel im Gartenbeet habe ich noch keine Erfahrungen gemacht, anders leider schon…
Wir hatten im Garten dieses Gierschkraut, welches ja auch ziemlich resistent ist. Wir haben erfolgreich den Tipp mit der normalen Tageszeitung ausprobiert. Man nimmt dazu Zeitung und breitet diese an der befallenen Stelle in mehreren Lagen jeweils versetzt aus. Wir hatten das Kraut auch an einer Steinmauer. Da haben wir die Zeitung ein kleines bisschen an der Wand hochgelegt. Auf die Zeitung muss dann reichlich Erde aufgetragen werden. Durch die Zeitungslagen bekommt das Kraut kein Licht und wächst nicht weiter. Klar am Rand kam auch noch etwas raus, aber das war überschau-bzw. „bekämpfbar“.
In dieser Ecke des Gartens wächst jetzt nix mehr von diesem Kraut, aber der Garten ist ja groß und der Sommer kommt irgendwann…
Da hast Du Dir was vorgenommen!
Die Brennesseln kannst Du nur endgültig an einer Stelle entfernen, wenn Du es überall tust. Es ist oft nur eine einzige Pflanze, welche sich flächig ausbreitet und dies hektarweise.
Partielle Maßnahmen sind ohne Erfolg, leider.
Einziger Trost: Wenn Du sie dauernd kurz hälst, hast Du immer frischen Brennesselspinat zur Verfügung.