Meine Tochter ist krank. Sie sietz seit 1. Jahr zuHause und tut nicht. In der letzten 2. Monate hat sie sich komplett zurückgezogen. Spricht mit mir und seine Schwester nicht mehr, weil wir angeblich ihres Leben ruiniert haben.Sie schlisst sich in ihrem Zimmer ab. Hat viel Kilo abgenommen und leidet unter Kopfschmerzen. Es ist fast unerträglich, ihr so zu zusehen. Von einem Arzt möchte sie gar nicht hören, sagt dazu, dass wir total krank sind. Was kann man machen?
sry, als urologe bin ich da nicht der geeignete anprechpartner…
Hallo Debora1963.
Ich kann ihrer Tochter mitfühlen, wie es ihr geht.
Auch ich habe mich ähnlich verhalten.
Bei mir ging auch nichts mehr.
Ich sah nur noch die schlechten negativen Sachen.
Gute Dinge nahm ich überhaupt nicht mehr wahr.
Es war auch für meine Angehörige schwer, mich zu etwas zu bewegen.
Ihre Tochter braucht dringend fachliche Unterstützung und Begleitung.
Das heisst: Zu einem Facharzt für psychische Erkrankungen sowie einen Psychologen.
Sie braucht dringend geeignete Medikamente sowie Gesprächstherapie.
Versuchen sie verständnisvoll, gefühlvoll mit ihre Tochter über diese Vorgehensweise zu reden.
Sollte sie nicht einsichtig sein, wäre es nötig, dass sie aktiv werden und ihre Tochter in einer Akutklinik für psychische Erkrankungen einweisen lassen.
(Wenn sie nicht will, geht nur noch eine Zwangseinweisung. Das ist im Moment zwar hart, aber zwingend nötig.)
Sprechen sie unbedingt mit ihrem Hausarzt darüber und helfen sie ihrer Tochter, damit sie wieder die schönen dinge des Lebens erkennt und wieder Freude am Leben hat.
Die Vorwürfe ihnen gegenüber sind ein Krankheitsbild.
Eine Depression führt zum verzerrten Wahrnehmen.
Bitte tun sie was.
Ihrer Tochter zu Liebe.
Denn sie ist nicht dazu in der Lage.
Ich hoffe, dass ich sie weitergebracht habe.
Ich wünsche ihnen viel Glück und Erfolg und dicke Nerven sowie ihrer lieben kranken Tochter eine baldige und gute Genesung.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
erstmal, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Das ist schon eine Erleichterung für mich, wenn jemand, der auch mal betroffen war, darüber spricht. Ich habe das Gefühl, dass ich in einer Sackgasse sitze, oder drehe mich in Kreis. Es ist sehr schwer für mich diese Situation als liebevolle Mutter zu ertragen…
Mal habe ich versucht mit meiner Tochter darüber zu reden, aber da ist sie sehr schlau und versucht „normal“ über das Problem mit mir zu unterhalten. Es gabst Probleme in der Familie, aber es ist schon Schnee von Gestern, aber sie sucht immer wieder was neues und mach unendlich Vorfürfe mir und die Schwester. Ich sehe, dass ist sehr krankhaft.
Ich denke, wenn man mit der Familie nicht klar kommt, dann geht man sein eigenen Weg,oder?
Ich habe sehr grosse Angst, wenn ich sie zum Arzt gehen zwinge, macht sie zu und ich habe dann überhaupt kein Zugang mehr zu Ihr. Und mit der Zwangsanweisung, verliere ich dann meine Tochter für immer? Sie wird so wuttend auf mich!
Ich muss mir die Schritte überlegen. Vielleicht können Sie mir damit helfen? Wie soll ich sie ansprechen, wie war es bei Ihnen? Entschuldigen, wenn ich Sie so direkt frage. Aber ich bin verzweifelt.
Wenn Sie nicht darüber sprechen möchte, habe ich volles Verständnis.
Noch mal vielen Dank, vor allem für das Mitgefühl für meine Tochter
Also, so leid es mir tut, ich fürchte viel kannst du nicht machen. Deine Tochter muss selbst einsehen, dass sie krank ist und Hilfe braucht. Auf keinen Fall solltest du sie drängen oder gar zwingen. Ich würde dir aber raten, dass du selber einmal einen Arzt aufsuchst und dir da Tipps holst, wie du dich nun genau verhalten sollst. Der kann dir sicher mehr sagen. Viel Glück.
Hallo Debora1963.
Ich kann ihre Ängste und Nöte gut verstehen.
Sie sind als Angehörige ganz stark gefordert.
Sie sind noch in der Lage zu handeln.
Diese Geschichte kostet sie viel Kraft.
Ihre Tochter ist zur Zeit dazu nicht fähig, weil sie in einer Krise ist.
Auch ist es sehr schwer, eine psychische Erkrankung anzunehmen, weil dieses Krankheitsbild nicht gesellschaftsfähig ist.
Die Angst ist da, stigmatisiert zu werden.
Was würden sie tun, wenn ihre Tochter einen Schlaganfall hätte?
Wäre ihnen dann ihre Tochter böse, wenn sie den Notarzt rufen würden?
Bitte unterschätzen sie auch nicht die Erkrankung ihrer Tochter.
Es gibt auch an ihrem Wohnort bzw Stadt-oder Kreisverwaltung auch Informationsstellen, die ihnen weiterhelfen können.
Vielleicht gibt es in ihrer Nähe eine ambulante Klinik für psychische Krankheiten.
Vielleicht gibt es bei ihnen eine Selbsthilfegruppe oder sogar das Bündnis gegen Depressionen.
Vielleicht gibt es bei ihnen eine Selbsthilfegruppe für Angehörige für Psychisch erkrankte Personen.
Oder sprechen sie im ersten Schritt alleine mit ihrem Hausarzt.
Ihre Tochter kann das nicht alleine machen.
Sie braucht ihre Hilfe und sie wird ihnen, wenn sie ihr Problem im Griff hat, dankbar sein.
Ich weiss auch nicht wo sie wohnen.
Dann könnte ich ihnen evtl. konkretere Vorschläge machen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute.
Passen sie bitte auf sich auf.
Liebe Grüße
Wolfgang
Hallo Debora,
das ist sehr schwierig, Sie können leider nicht viel tun.
Besonders wenn die Kranke Sie ablehnt. Wenn überhaupt, dann wird Ihre Tochter Hilfe nur von jemandem annehmen, dem sie vertraut. Gibt es eine Freundin/ einen Freund, mit dem sie noch spricht? Um Ängste bezüglich der Krankheit abzubauen, könnte dieser Freund jemanden vermitteln und vorstellen, der auch wegen Depressionen behandelt wird. Eine selbst betroffene Person, die weiss, was Ihre Tochter durchmacht, dringt vielleicht am ehesten zu ihr vor.
Ansonsten rate ich Ihnen, eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Depressiven aufzusuchen. Dort bekommen Sie Tipps, wie Sie selbst besser mit der Situation zurecht kommen.
Viele Grüße, nadomu
Hallo,
Versuche mit Deiner Tochter zu sprechen. Ruhig und sachlich, ohne Vorwürfe nur Du und sie. Versuche herauszufinden, was los ist mir Ihr! Versuche, dich in ihre Lage zu versetzen.
N I X
Hallo!
Tja, Deine Tochter hat Probleme und braucht Hilfe!
Wahrscheinlich kann da nur eine „beste Freundin“ sie überreden. Ansonsten, wenn sie bspw. mit Selbstmord droht, dann ginge auch eine Zwangseinweisung.
Eine Therapie zur Erbesserung der Stimmung ist dringend nötig. Versuch ihr Vertrauen zu gewinnen, mach’ ihr klar, dass man mit Psychotherapie/Psychopharmaka ein gutes Stück Lebensqualität wieder erlangen kann: Ausgehen, Freunde treffen, gutes Essen etc…
Alle Gute!
Hallo Debora,
Du klingst sehr verzweifelt und möchtest Deiner Tochter helfen. Ob es eine Depression ist oder nicht… sie muss leider selbst für sich entscheiden, wann sie Hilfe sucht und annehmen kann.
Auch bei mir war es so, dass ich erst in der allergrössten Verzweiflung Hilfe suchen und annehmen konnte!
Es ist wichtig für sie —wie damals für mich—, dass man sie in den Arm nimmt, ihr zeigt, dass man sie sehr lieb hat, egal, wie es ihr geht.
Gebt ihr nicht das Gefühl, minderwertig zu sein!
Zeigt ihr,dass ihr zu ihr steht, aber lasst ihr auch Zeit selbst ihre Entscheidungen zu treffen!
Ich wünsche Euch von ganzer Seele, dass Ihr die Kraft habt, das zum Guten durch zu stehen!
Alles Liebe von Xarena