Wie bringe ich mein Kind dazu zu trinken?

Hallo an alle,
unsere Tochter ist 4,5 Jahre alt und ein ganz aufgewecktes und verständiges Mädchen.
Was mir schon seit geraumer Zeit Sorgen macht, ist, daß ich das Gefühl habe, sie trinkt zu wenig. Es kann durchaus vorkommen, daß sie am Nachmittag nicht einmal ein Glas trinkt und dann beim Abendessen vielleicht so um die 150ml. Ich stehe natürlich nicht ständig mit dem Messbecher neben ihr, aber sie hat doch des öfteren sehr trockene Lippen und rauhe Wangen und, was ich noch beunruhigender finde, ihr Atem riecht öfter recht azetonisch.
Was habt Ihr für Empfehlungen wie man ein Kind, welches keinen Durst spürt, zum Trinken bewegen kann? Wieviel muß ein Kind überhaupt trinken?
Ich bin gespannt, auf Eure Reaktionen,
liebe Grüße,
Conny

…ihr Atem riecht öfter recht azetonisch.

Also - ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen - aber das mit dem azetonischen Atem würde ich mal mit einem Arzt besprechen (Diabetes?). Zum trinken kann mit sie vielleicht mit kleinen „Erpressungen“ bringen - wenn sie etwas möchte, soll sie vorher einen Becher leertrinken. Vielleicht hilfts.

Gruß
Tania

Hallo,

ich würde versuchen, ihr viel Obst und andere flüssigkeitsintensive Nahrung zu geben (Melonen z. B. enthalten viel Flüssigkeit). Es kommt ja nicht so auf das Trinken als Tätigkeit an, sondern eher auf die Flüssigkeitsaufnahme.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Azetonisch?
Jedenfalls darfst Du ihr keine dieser süßen Plörren geben, sonst ist die Übersäuerung vorprogrammiert.
Immer wieder anbieten…

Guten Morgen,

Also eine wirkliche Patentlösung gibt es glaube ich nicht und vorausgesetzt das euer Kind gesund ist würde ich es durch experimentieren versuchen. Was ich ganz hilfreich finde, ist die Kombination aus salzigem Gebäck (TUC Kekse oder Salzstangen) zusammen mit abwechselnden Getränken.

Ich habe diesen Sommer angefangen meinen Flüssigkeitsbedarf auf normale 2 Liter zu bringen, was mir Anfangs auch sehr schwer gefallen ist (habe sonst nur Kaffee getrunken und der gilt anscheinend nicht). Den Tip mit dem Salz + etwas zu Trinken habe ich von meinem Hausarzt bekommen und er hat funktioniert.

Mit Sicherheit hat eurer Kind auch das eine oder andere Lieblingsgetränk, und vielleicht hilft es auch wenn ihr nur immer etwas bereitstehen habt. Aber immer daran denken, aus den Augen aus den Sinn, unserem Kleinen stellen wir die Getränke immer in den Raum an den er sich am meisten aufhält (leider meist das Wohnzimmer) und wenn er so ein Tag erwischt wo er auch mal in seinem Zimmer spielt dann stellen wir Ihm da auch noch ein Becher Wasser oder so hinein.

Viele Grüsse aus Hamburg
MeToo

Hallo Conny,

so eine Kandidatin habe ich auch zu Hause. Und weil meine Trinkfaule schon immer ungerne aufs Klo gegangen ist, glaube ich, dass sie deshalb auch nicht gerne trinkt - außer sie verspürt unerträglichen Durst.
Wenn sie Sport treibt, also durch Bewegung viel schwitzt, ist eine 1/2 Liter Flasche schnell leer. Aber von der Schule bringt sie mir oft eine 2/3 volle Flasche wieder zurück. Ich nehme an, das liegt an den schmutzigen Klos, die sie meidet (sie deutete mal etwas in der Richtung an).
Nach meiner Erfahrung ist es fast nicht möglich bei einem trinkunlustigen Kind durch Erziehung die Trinkmenge entscheidend zu erhöhen. So bin ich dazu übergangen meinen Kinder Trinkmengen zu zuteilen, sprich z.B. bei den Mahlzeiten gefüllte Gläser hinstellen, die dann ausgetrunken werden sollten. Liest sich jetzt wahrscheinlich wie böse Prusseliese von der Erziehungsanstalt, aber ich sehe für mich keine andere Möglichkeit Mindestmengen an Flüssigkeit unterzubringen.
Jetzt im Sommer war es kein Problem meine Getränke an den „Mann“ zu bringen. Wir haben viele Schorlen aus Tee, Fruchtsaft und Wasser mit Eiswürfel aus Zitronenlimo getrunken. Die Kinder hatten auch Spaß am Mixen und ausprobieren, und sie hatten Durst.
Aber jetzt in der kalten Jahreszeit wird es wieder schwieriger. Es wird weniger geschwitzt, und die warmen Getränke sind halt nicht so attraktiv, zumal ich versuche Zugaben von Zucker oder Honig zu meiden. Und da muss ich halt wieder mit meiner Nilpferdpeitsche neben den Bechern stehen :wink:)) - im Ernst, wenn ich nicht darauf achte, dann bekäme ihr Mund höchstens durchs Zähneputzen ein bisschen Wasser ab.

viele Grüße
grilla

Hallo Conny!

Was mir schon seit geraumer Zeit Sorgen macht, ist, daß ich
das Gefühl habe, sie trinkt zu wenig.

Hast Du das Gefühl, das sie zuwenig trinkt oder trinkt sie zuwenig? Beobachte nicht nur, wieviel sie trinkt, sondern auch, wie oft sie die Toilette aufsucht.

Ich stehe
natürlich nicht ständig mit dem Messbecher neben ihr,

Du könntest ihr am Morgen 500ml Getränk hinstellen und sagen, sie sollte das bis Mittag austrinken, dann kannst Du erstens konrollieren, wieviel sie trinkt und zweitens sie zum Trinken anregen. Es gibt Menschen, die ein gestörtes Durstgefühl haben, das kann man aber trainieren. Wenn sie einfach alle paar Minuten ein paar Schlucke trinkt, kommt sie auf jeden Fall auf diese Menge. Da Du sie ja als verständig beschrieben hast, kannst Du ihr ja auch erklären, warum trinken so wichtig ist, auch wenn sie keinen Durst hat.

aber sie
hat doch des öfteren sehr trockene Lippen und rauhe Wangen
und, was ich noch beunruhigender finde, ihr Atem riecht öfter
recht azetonisch.

Wenn Du eine Hautfalte (am Unterarm z.B.) anhebst und diese bleibt stehen, dann ist sie ausgetrocknet.

Was habt Ihr für Empfehlungen wie man ein Kind, welches keinen
Durst spürt, zum Trinken bewegen kann? Wieviel muß ein Kind
überhaupt trinken?

Das hängt von der Größe und dem Gewicht ab. Ich würde in Deinem Fall es mit weniger gesunden, dafür aber von Kindern gerne getrunkenen Getränken probieren, denn besser sie trinkt Cola als gar nichts. Das sollte zwar kein Dauerzustand werden, aber es gibt ja auch gesündere Getränke, die Kindern auch schmecken. Meine Töchter tranken im Sommer gerne Butter- oder Sauermilch mit Mineralwasser verdünnt.

Sollte der acetonartige Geruch weiter feststellbar sein, solltest Du auf jeden Fall zum Arzt gehen, an Diabetes denke ich da eher nicht, weil Diabetiker normalerweise sehr viel Durst haben.
Was Du auch noch probieren kannst, sind wasserhaltiges Obst und Gemüse (Melonen, Spargel, Paradeiser, Äpfel, Birnen, Zwetschken, Kirschen usw), auch Suppen essen viele Kinder gerne.
Die Anregung von Claudia, daß sie vielleicht mit dem „auf die Toilette gehen“ ein Problem haben könnte, solltest Du auch ins Auge fassen.

Grüße

Gollum

Hallo Gollum,

mit meinem Kleinen habe ich das gleiche Problem…freiwillig trinkt er höchst selten :frowning:
Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, daß je größer die Portion ist, die man hinstellt, desto weniger wird die Lust…das ist auch beim Essen so.
Ein extra kleines Glas aufeinmal leergetrunken hat ein größeres Erfolgserlebnis auf beiden Seiten, als ein Riesenteil bei dem der Inhalt nicht weniger zu werden scheint (Erfahrungswerte).
Cola trinkt der Pimpf auch ab und an…die Idee ist auch gar nicht schlecht, die Kinder was trinken zu lassen, was ihnen schmeckt, aber Cola entwässert zusätzlich und entzieht ebenso wie Spargel dem Körper Wasser…bewirkt daher eher das Gegenteil, von dem was man wollte.
Aber Cola kann man ja auch ein bisschen verdünnen, dann passt das schon :wink:

Mein Kinderarzt meinte dazu, daß solange der Mund und die Zunge feucht sind, man sich keine Sorgen machen muß.
An der Farbe des Urins läßt sich auch feststellen, ob zum. ausreichend getrunken wird. Goldgelb sollte er sein. Wenn er dunkel wird und stark riecht, dann ist er zu konzentriert.
Den azentonähnlichen Geruch würde ich eher mit Hunger in Verbindung bringen…weißt Du da noch was Genaueres?

Grüße
Maja

Hallo Gollum,

mit meinem Kleinen habe ich das gleiche Problem…freiwillig
trinkt er höchst selten :frowning:

Wenn er älter wird und Bier trinken darf, gibt sich das von alleine.:wink:

Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, daß je größer die
Portion ist, die man hinstellt, desto weniger wird die
Lust…das ist auch beim Essen so.

Daran habe ich gar nicht gedacht. Aber andererseits ist das Lob und der Erfolg umso größer, wenn man sich vorher denkt, „das schaffe ich nie“ und dann gelingts doch.

Cola trinkt der Pimpf auch ab und an…die Idee ist auch gar
nicht schlecht, die Kinder was trinken zu lassen, was ihnen
schmeckt, aber Cola entwässert zusätzlich und entzieht ebenso
wie Spargel dem Körper Wasser…bewirkt daher eher das
Gegenteil, von dem was man wollte.

Cola war ja nur eines von vielen Beispielen gedacht. Es ist wie beim Essen, ein bißchen von da, ein bißchen von dort ist da IMHO schon vertretbar. Natürlich sollte das Kind nicht nur Cola trinken.

Aber Cola kann man ja auch ein bisschen verdünnen, dann passt
das schon :wink:

Eben.

Mein Kinderarzt meinte dazu, daß solange der Mund und die
Zunge feucht sind, man sich keine Sorgen machen muß.

Dies scheint ja bei Connys Tochter nicht der Fall zu sein…

An der Farbe des Urins läßt sich auch feststellen, ob zum.
ausreichend getrunken wird. Goldgelb sollte er sein. Wenn er
dunkel wird und stark riecht, dann ist er zu konzentriert.

Das stimmt, allerdings gibt es Speisen und Getränke, die den Harn auch färben, aber im Normalfall hast Du recht.

Den azentonähnlichen Geruch würde ich eher mit Hunger in
Verbindung bringen…weißt Du da noch was Genaueres?

Wissen tue ich es nicht mehr, meine Krankenpflegerausbildung ist schon zu lange her, bevor ich Dir eventuell falsche Angaben mache, sehe ich lieber in meinen Büchern, bzw I-Netz nach. Ich glaube, mich an Eiweißabbau erinnern zu können, aber ohne Gewähr.

Grüße

Gollum

Strohhalm spendieren
Dies hat die Trinkmenge unseres 3 jährigen Filius enorm erhöht.
Doch bitte die Halme mit großem Durchmesser. Wie die bei MC-Doof.

Gruß
Arndt

Hi Conny,

meine Tochter(2,5) ist auch so ein Spezialist. Sie trinkt im Kindergarten fast gar nichts. Weder zum Frühstuck ihre ganze Milch, noch zum Mittag ihren Tee. Sie geht morgens um 8 Uhr in den Kindergarten. Von 7.30 Uhr an, versuche ich sie zu erinnern, wenn sie Durst hat, möge sie nocht etwas trinken. Nein, nein, nein.
Ich habe schon die tollsten leckeren Säfte gekauft, Saftschorle, stilles Wasser und Kindertee. Alles umsonst.
Das mit dem Strohhalm, hat auch nur eine Weile was gebracht. Ich habe ihr sogar, ihre ganz eigenen Kindergläser (aus Plastik), mit Maus und Elefant gekauft. Nicht´s! Ab und zu steht ihr der Sinn nach einer Caprisonne oder einem Trinkpäckchen, das war´s. Mit Pullern siehts spärlich aus, im Kindergarten fast gar nicht.
Neulich waren wir unterwechs und ich hatte ihren Trinkbecher nicht mit. Warum auch? Oh, mein Kind hat Durst. Rein in den nächsten Supermarkt, sie durfte sich etwas aussuchen. Das Rennen machte dann eine stinknormale Flasche Wasser, mit so einem Sportverschluß. Ich dachte nee, oder das kann´s nicht sein. Die Flasche geht überall mit hin, mein Kind trinkt bei Bedarf und trägt sie sogar im Rucksack umher. Hab mir einen Vorrat angehamstert, falls die eine Flasche mal kaputt geht.
Zuhause fülle ich mit Tee, etc. nach und schütte das wieder in eine der mittlerweile 3 Flaschen (zum wechseln). Wenn wir unterwechs sind, ist die Flasche dabei. Zuhause wird aus der Flasche in ihre neuen Gläser gegossen. Das darf sie jetzt auch schon alleine. Alles Paletti!

Dank den *SportverschlußaufdieTrinkflaschesetzer*
Vielleicht ein kleiner Tipp
es grüßt Jeannette

super Idee, stimmt, das funktioniert gut o.T.
.

Danke an alle…
… die mir mit ihren Tipps zur Seite standen…
Ich werde die Dinge, die wir noch nicht hatten mal ausprobieren.
Da Cosima ja nun schon 4,5 J. alt ist, haben wir natürlich einiges schon selber ausprobiert ( kleine Gebinde, Strohhalm, sanfte Erpressung etc.).
Aber die Sache mit den eigentlich ungesunden Sachen, war mir bisher zu heikel, nach dem Motto, einmal angefangen, nie mehr los davon. Aber eine verdünnte Limo, das geht schon mal.
Aber was sie auch macht, ist nach körperlicher Anstrengung zu trinken, da pumpt sie dann auch mal 0,4 l ab, und ist dann ganz stolz. Übrigens: paradoxe Intervension funktioniert teilweise auch ganz gut…
Obst und Gemüse bekommt sie auch angeboten, was meist gut funktioniert.
Also nochmals vielen Dank Euch allen!
liebe Grüße,
Conny