Wie da hinausfinden?

Hallo!

Ich wende mich mal mit einer Frage an Euch, die mir momentan sehr zu schaffen macht!

Ich habe mich vor 4 Monaten von meinem Mann getrennt und bin mit den gemeinsamen Kindern in eine eigene Wohnung gezogen!

Bis ich dahin kam, sind Jahre vergangen-- eine sehr schwere Zeit in der ich mich auch therapeutisch begleiten liess-- gab viel, was aufgeräumt werden musste :wink:
DAmit möchte ich sagen, daß es ein langer Prozess war und nicht unüberlegt und schnell ablief!

Die letzten Jahre habe ich auch aufgrund dieser Umstände sehr isoliert gelebt.
Da ich nicht dort lebe, wo ich aufgewachsen bin–haben mich damit Menschen in dieser Zeit begleitet, die weiter weg leben…somit gabs telefonischen oder Mailkontakt…aber alles sehr eng und sehr offen zueinander.

Diese Menschen(noch nicht mal eine Hand voll)- haben alle für sich ebenso ziemliche Probleme…-- und so haben wir und die letzten Jahre wohl auch ziemlch getragen!
Der Unterschied lag nur darin, daß ich meine Probleme aktiv angegangen bin-- ich wäre tatsächlich nie soweit gekommen ohne die Therapie-- während die anderen an diesem Punkt immer noch stehen!

Nun- bin ich also ausgezogen-- udn seit dem Zeitpunkt haben sich diese Freundschaften sehr geändert!
Speziell meine beste Freundin, die in einer ähnlichen Lebenssituation seit fast 10 Jahre steckt…eine andere Freundin, die auch seit Jahren „auf der Suche“ ist…-- beide haben mit mir- oder ich mit ihnen nun immense Probleme!

Mittlerweile ist es so, daß kaum noch Kontakt besteht!
Das GEfühl von VERSTEHEN ist einfach nciht merh vorhanden…-- und dabei bin ich zwar meinen Weg gegangen, weil ich das so wollte aber deshalb gehts mir ja auch nicht gleich supergut…habe auch ich mit diesem Neuanfang zu kämpfen!

Schwierig ist dabei auch, daß das Verhältnis zu meinen Eltern nicht von Vertrauen geprägt ist…sie akzeptieren meinen Weg aber stehen da nciht wirklich hinter…-- somit habe ich dort keinen Platz an dem ich „aufgehoben“ wäre!
Ist für mich kein Problem…das habe ich auch nie erwartet ( nach all den Jahren war das klar)…ist sicher traurig aber nunmal auch nciht zu ändern!

Für mich waren jedenfalls diese zwei Freundschaften damit sehr viel wert…und als ich dann gesagt habe, daß ich deren Probleme so nicht mehr mittragen kann jetzt- dieser Auszug war extrem belastend für meine Seele…bekam ich von der einen bitterste Vorwürfe-- wie arrogant ich sei, mein Lebensglück über das der Freunde zu stellen-- wo blieben denn sie dabei??
Die andere meinte zwar, ich solle nach mir schauen…aber seitdem ist sie einfach sehr distanziert…-- tja und so gibt es dort fast keinen Kontakt mehr…

Natürlich habe ich von solchen Fällen schon immer wieder gehört!
Jeder, der sich trennt erlebt das wohl im Freundeskreis…nur war das alles, was ich habe…-- und damit sind nun alle so gut wie weg…

Ich habe das allmählch akzeptiert…nur erkenne ich an mir nun, daß ich nur noch durch die Welt laufe und denke, daß alle Menschen aus dem alten Leben nicht merh „passen“.
Wie soll ich das beschreiben…es kommt mir fast vor als ob ich da regelrecht gegenarbeite…-- vielleicht wurde ich ja wirklich so sehr verletzt damit, daß ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, daß nicht ALLE gehen müssen…

Für mich war das natürlich wirklich ein ziemlicher Schlag-- denn das alles habe ich niemals erwartet!
Es ist sehr schwer anzunehmen, daß Menschen, die man seit der Jugend kennt jetzt nicht da sind…-- daß ich so alleine bleibe…

Eine ziemlich grosse ERfahrung ist für mich dabei, daß ich das Gefühl habe ich komme auch alleine klar!
Ich bin aus einer tiefen sicheren Überzeugung gegangen-- und diese trägt mich…und lässt mich damit auch nicht an mir zweifeln!

Das Verhältnis zu meinem Exmann ist übrigens mittlerweile wirklch sehr gut…die Kinder sind ganz toll…-- ich bin im Frieden aus der Ehe gegangen…und so ist auch jetzt alles sehr friedlich und einig zwischen uns!

Dennoch…habe ich nun halt die Angst, daß ich die noch wenigen verbleibenden Freunde, die natürlich mehr oder weniger durch meinen Schritt auch berührt wurden…- eben weil man sich sehr nah ist-- nun wegschiebe…

Vielleicht kann mir von Euch ja mal jemand sagen, wie ich positiv an das alles rangehen kann!!

Das Leben könnte wirklich nun gut und schön sein…hätte ich nicht so sehr das Gefühl, daß nix mehr hinhaut…oder hinhauen kann…- und ganz so stimmen wird das nicht…irgendwo in mir fühle ich das auch…

danke
Kitty

Hallo Kitty,

ich schließe aus dem geschriebenen, dass du eine Frau bist, dein Name deutet ja auch darauf hin.

Ich bin ein Mann, ungefähr auf der Gegenseite plaziert, d.h. von Frau und Kindern getrennt, seit ca. 10 Jahren. Wundervollen Kindern nebenbei, und zu meiner Ex habe ich ein distanziert-neutrales und zwischenzeitich ihrerseits albernerweise belastetes Verhältnis.

Du schreibst im Brett Psycholgie, ich antworte als Mensch mit Lebenserfahrung: alles was du schreibst, hört sich sehr vernünftig an. Du scheinst dir wirklich Gedanken gemacht zu haben. Also warte ab, bis deine Freundnnen in deinem Leben angekommen sind, eine „Beste Freundin“ ist wohl durch nichts zu ersetzen. Erst recht nicht durch einen Mann.

Zoelomat

Hallo!

Dieses Warten…ist halt in so einer Situation schwierig…
Denn das ist einfach eine schwere Zeit und dabei dann Menschen zu verlieren, die einem sehr nah waren tut sehr weh…

Und die wenigen, die nun noch da sind…von denen erwarte ich momentan auch nichts anderes als abwenden…

Und das ist ja meine Frage…was kann ich tun, damit ich anders mit den anderen umgehe…-- ich bin schon sehr tief verletzt von dem ganzen und möchte ja nicht die anderen nun auch noch verlieren…

Was kann man sich sagen- tun…damit man wieder einen anderen Blick bekommt??

Gruss
Kitty

Was kann man sich sagen- tun…damit man wieder einen
anderen Blick bekommt??

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus, habe ich dazu eine eindeutige Meinung :

Endlich egoïstisch sein !

Das ist meine Antwort auf Vieles was du geschrieben hast. Lebe dein Leben nach deinen heutigen Vorstellungen und Überzeugungen, wenn Freunde von früher da nicht mehr reinpassen, solltest du dir überlegen ob du nicht besser hättest die Kontakte zu vermeiden. Gebe diesen Gedanken doch weniger Gewicht. Wie sie damit umgehen, ist ihre Sache, du bist nicht dazu verpflichtet Kontakte aufrecht zu halten, die dich eigentlich sonst nichts als belasten. Als verantwortungsvoller Mensch und Mutter bist du dir und deinem Wohlbefinden schuldig egoïstisch zu denken. Dein eigenes Leben solltest du in den Vordergrund stellen und nicht das der Anderen.
Du wirst auch wieder neue Kontakte finden, und zwar solche die in dein heutiges Leben passen.

Falls ich mit meiner Antwort falsch liege, oder du sie nicht verstehen solltest, so lass es bitte wissen.

LG

allround

Hallo!

Deine Antwort habe ich natürlich schon was öfter gehört und mein Kopf kann das auch verstehen!

Das Problem ist doch aber, daß man in einer Situation steckt, in der man sehr verletzbar ist- angegriffen…und man so ganz ohne nahe Menschen nunmal dann doch sehr alleine bleibt…

Daß ich einerseits genug stabil bin um nicht am Leben oder der Situation zu verzweifeln-- das ist natürlich sehr gut und auch wichtig.

Nichtsdestotrotz-- ist es doch sehr hart, wenn wirklich ALLES wegbricht!

Ich denke auch, daß neue Menschen kommen werden…Menschen, die dann eben zu mir passen…-- nur sind die noch nicht da und so lang gewachsene Beziehungen mit diesem Vertrauen…-- werden auch bei Neuen nicht einfach so dasein…

Es sagt sich doch recht leicht man soll sie gehen lassen…-- denn man verliert damit nun mal etwas, was einem wertvoll war und das tut so alleine zurückbleibend nunmal schon sehr weh…

danke
Kitty

Das Problem ist doch aber, daß man in einer Situation steckt,
in der man sehr verletzbar ist- angegriffen

… ich weiss …

…und man so ganz ohne nahe Menschen nunmal dann doch sehr
alleine bleibt…

wenn es die Richtigen sind, die dir nahe sind : deutliches „ja“, aber ich habe in deinem Fall Zweifel daran. Meiner Meinung nach brauchst du deren Nähe nur weil keine Anderen da sind. Die Nähe zu falschen Kontakten schadet mehr als sie gut tut. Du beraubst dich damit selbst deiner Freiheit. Dein Vorwärtskommen wird dadurch nur eingeschränkt.

Nichtsdestotrotz-- ist es doch sehr hart, wenn wirklich ALLES
wegbricht!

… auch damit weiss ich was du meinst … aber eigentlich bricht nie „ALLES“ weg, du siehst es nur so im Augenblick.

Trotz deiner Zweifel, ohne konsequentes Handeln in Richtung eigener Ziele gibts kein Heraus. Auch wenn dies zusätzliche Opfer kostet. Das ist hart, ich weiss, der Preis dafür scheint dir hoch in deiner augenblicklichen Situtation, aber es lohnt sich es auszuprobieren.

LG
allround

Hallo Kitty,

bei mir war die Situation etwas anders, aber vielleicht helfen Dir meine Erfahrungen trotzdem etwas.

Nachdem meine Frau mich verlassen hatte, herrschte bei vielen gemeinsamen Freunden ein Gefühl der Unsicherheit.
Sie wollten keinen von uns vor den Kopf stoßen, indem sie uns gemeinsam einluden aber sie hatten auch Probleme damit, nur einen einzuladen, um dem anderen nicht das Gefühl zu geben, zurückgesetzt zu werden.
Ergebnis:
Sie distanzierten sich von uns beiden, obwohl meine Ex und ich keinen Rosenkrieg führten.

Das änderte sich bei einigen langsam und mit denen haben wir beide mittlerweile (ca. zwei Jahre nach der Trennung) wieder ein ‚normales‘ Verhältniss.
Bei anderen brach der Kontakt mehr oder weniger ab, teilweise auch nur zu einer Seite hin.

Laß Deinen Freundinnen Zeit, sich an die Situation zu gewöhnen.
Bei der einen kann ich mir z.B. vorstellen, daß sie selber auch diesen Schritt machen möchte, sich aber nicht traut und deshalb den Kontakt meidet, weil sie vor sich selber Angst hat oder vor ihrer eigenen Courage.

Gandalf

Hallo!

wenn es die Richtigen sind, die dir nahe sind : deutliches
„ja“, aber ich habe in deinem Fall Zweifel daran.

Sie waren es wohl die ganze ZEit…nur jetzt nicht mehr…??

Meiner

Meinung nach brauchst du deren Nähe nur weil keine Anderen da
sind.

Da schreibst Du wohl was sehr Wahres!
Ich habe mich natürlich sehr zurückgezogen in den letzten Jahren- weil natürlich auch Vielen die immer gleiche Problematik irgendwann zum Hals raushängt- oder man dadurch gefordert ist zu „handeln“…etwas, was ich nicht wollte, denn ich habe einfach Zeit gebraucht bis ich diesen Schritt machen konnte!!

Ich denke, daß sich immer die Menschen „finden“, die dann auch zusammen „können“…

Die Nähe zu falschen Kontakten schadet mehr als sie gut

tut. Du beraubst dich damit selbst deiner Freiheit. Dein
Vorwärtskommen wird dadurch nur eingeschränkt.

Ja- das weiss ich- genauso, daß es für mich keinen Weg mehr zurück gibt-- DAS steht ausser Frage!!- dafür fühle ich mich viel zu richtig bei diesem Weg!

Nichtsdestotrotz-- ist es doch sehr hart, wenn wirklich ALLES
wegbricht!

… auch damit weiss ich was du meinst … aber eigentlich
bricht nie „ALLES“ weg, du siehst es nur so im Augenblick.

So ganz langsam bekomme ich einen Blick dafür…aber es ist schwer, wenn man doch eine Entscheidung für sich trifft und dann werden andere wie von der eigenen Welle auch erfasst…und tatsächlich ist gerade kein wirklicher Herzensnaher nun mehr da…

Trotz deiner Zweifel, ohne konsequentes Handeln in Richtung
eigener Ziele gibts kein Heraus. Auch wenn dies zusätzliche
Opfer kostet. Das ist hart, ich weiss, der Preis dafür scheint
dir hoch in deiner augenblicklichen Situtation, aber es lohnt
sich es auszuprobieren.

Wiegesagt…es ist entschieden, wo ich langgehe…-- eher macht mir ja Sorgen, daß ich aufgrund dieses „Tunnelblicks“ nun andere Menschen auch wegschiebe…-- die mir bleiben könnten…

danke
Kitty

Ich will noch was aus eigener Erfahrung berichten :

Ich habe mich zu einem Zeitpunkt meines Lebens entschieden „auszusteigen“, alles aufzugeben und neu anzufangen.

Es gab zu diesem Zeipunkt zweierlei klare Reaktionen seitens meiner angeblichen Freunde und Bekannten, deren ich immer behauptete sehr viele zu haben.
Zum einen gab es konkret zwei Person, die sofort offen waren für meine Idee, meine Entscheidungen in diesem Sinne unterstützten. Sie tun das auch heute noch. Das waren und sind meine „wahren“ Freunde.
Und es gab die Anderen, die es nicht annehmen wollten. Ich weiss es heute zu beurteilen, mein Streben nach Anerkennung in dieser Hinsicht war jahrelang umsonst. Ich habe diesen Kampf aufgegeben, und diese Entscheidung war richtig. Hätte ich das bloss früher erkannt!

allround

Hallo Kitty,

Du sprichst ein Thema an,auf dem ich selber immer wieder rumkaue und das mir sehr am Herzen liegt.
Ich habe selbst erlebt,dass solchen,auf von sich im Kreis drehenden Problemen beruhenden Freundschaften die Grundlage entzogen wird,sobald einer der beteiligten die Problemzone verlässt und sich weiterentwickelt.Das ist auch ganz natürlich,weil der Freundschaft dadurch das tragende Thema entzogen wird.
Dann kommt auch noch hinzu,dass deine Freundinnen,die weiterhin in dem Problem stecken,durch dich damit konfrontiert werden,dass s i e diesen Schritt nicht gewagt haben.Das erzeugt Neid,Verzweiflung und natürlich ein Verlustgefühl von Gemeinsamkeit,weil du als Ventil für das bei ihnen weiter bestehende Problem nicht mehr zur Verfügung stehst.
Ich sage das nicht anklagend,sondern verständnisvoll.Die Situation ist für deine Freundin/nen auch nicht einfach,vielleicht sogar bedrohlicher als für dich.
Wer weiss,es kann sein,dass du durch deinen Schritt die anderen motivieren kannst,auch etwas für sich zu tun.
Manchmal gelingt es,so eine Freundschaft auf eine neue Ebene zu führen,die dann vielleicht zeitweise oberflächlicher ist bzw.eine Ebene die mehr auf Freizeit und Spaß und positivem Erleben gründet.
Möglicherweise hilft es,den Anspruch auf Intensität herunter zu schrauben,wenn man Menschen nicht verlieren oder völlig hinter sich lassen will.Ich habe auch erlebt,dass alte Freundschaften nach Jahren der Distanz wieder aufleben,weil sich eine neue Gemeinsamkeit ergibt.
Wenn du jetzt das Gefühl hast,dass die alten Freunde nicht mehr passen,dann willst du einfach nicht in den alten Sumpf zurück und das sollte sich doch auch gut anfühlen.
Auch Freundschaften haben ihre Zeit,das ist ein Elend mit dem man wohl leben muß.Ich kann dich gut verstehen,weil ich mich auch zu den "heimatlosen"zähle,mit weit verstreuten,wenigen gewachsenen Freundschaften.Das Beste ist wahrscheinlich Antennen ausfahren für Neues,und wenn du jetzt alleine lebst,wirst du früher oder später mehr dazu tendieren,nach außen zu gehen und neue Kontakte zu knüpfen.

liebe Grüsse
Heidi

Hallo Kitty,

entschuldige, wenn ich mich in diesen Dialog einmische.

Aber es stimmt schon: Deine bisherigen Vertrauten können Dich nicht mehr verstehen, weil sie nicht nachvollziehen können, WAS mit Dir passiert ist. Ihr hattet ähnliche Sorgen und das Zuhören und Austauschen darüber war ein Ventil, welches jede für sich dringend brauchte. Es ist immer wichtig, jemanden zu haben, der einen versteht. Das Verständnis resultiert aus der ähnlich gelagerten Situation.

Wenn Du Dich aus Deinem früheren, belasteten Leben befreit hast, so können Deine Freundinnen - ich bezeichen sie als Leidensgenossinnen - nicht mehr nachvollziehen, wie es Dir jetzt ergeht. Vielleicht wollen sie das auch gar nicht. Sie wollen sich weiter austauschen mit Menschen, die - wie sie selbst - noch immer in einer unguten Lage stecken. Sie wollen weiterhin eine verständnisvolle Zuhörerin haben und nicht eine, die ihnen signalisiert „es geht auch anders“, auch wenn sie das so nie aussprechen würden.

So schmerzhaft es momentan für Dich ist: gehe davon aus, dass Du das Vertrautsein mit Deinen Leidensgenossinen nie wieder herstllen kannst, so wie es mal war. Das liegt nicht nur an Dir, sondern genauso an den anderen. Eure Lebenssituationen gleichen sich nicht mehr. Mag sein, dass die eine oder andere ebenfalls irgendwann den Absprung schafft und wieder Kontakt zu Dir aufnimmt. Erwarten solltest Du das aber nicht.

Respekt, dass Du den Mut hattest, den Schritt zu tun, um Dich aus einer Situation, die für Dich unterträglich war, zu befreien. Respekt, dass Du das Ganze auch durchgehalten hast. Das schaffen nicht viele. Bitte werde jetzt nicht verzagt, weil Deine Leidensgenossinen aus alten Tagen Dich nicht mehr verstehen (wollen).

Verkrieche Dich nicht in Deinen vier Wänden. Aus losen Kontakten können sich wieder Freundschaften ergeben. Ganz sicher sind dann welche dabei, die dasselbe mitgemacht haben wie Du und die Dich verstehen, wie Du heute bist. Die Antworten, die Du hier im Forum schon bekommen haben, lassen das sehr stark vermuten.

Beste Grüße
Maralena

Hello kitty ;-D,

ich bin noch nicht in Deiner konkreten Situation gewesen, mit Ex-Mann und Kindern, aber ich habe schon häufiger die Lebensmittelpunkte (Arbeitsstellen, Studiengänge, Wohnorte, Cliquen) wechseln müssen.

Meine Erfahrung aus diesen Wechseln: Alles hat seine Zeit. Manchmal erlauben uns die Lebensumstände, mit Menschen näher zusammenzusein, manchmal ist man alleine und wieder auf der Suche nach Kontakt. Manchmal denkt man, man hat die eine Freundin gefunden, nach der man so lange gesucht hat, den einen Kerl, der das Herz zum Klingen bringt. Und dann verliert man sich doch wieder aus den Augen. Ist erst ganz traurig. Ruft noch alle zwei Tage an. Dann noch alle zwei Wochen. Lässt sich von der neuen Situation mitnehmen. Schreibt sich zu Weihnachten eine Karte. Lächelt beim Betrachten von Erinnerungen. Nimmt sich vor, sich wieder zu melden und tut es doch nicht.

Aber wenn man sich wieder mal sieht, ist es schön. Für eine Zeit.

Mein Rat: Mach Sachen, die Dir Freude machen. Alleine oder mit Deinen Kindern. Unabhängig von anderen Menschen, erstmal, um die neue Situation, die neue kitty kennenzulernen. Sei dankbar für die Freundschaften, die Du hattest, und freue Dich auf neue, vielleicht mit den gleichen Menschen, vielleicht mit anderen. Das Grübeln über das möglicherweise Scheitern hält Dich nur auf.

So mache ich das, immer wieder.

Hilft Dir mein Rat? Habe mich in Deinen Worten wiedergefunden :smile:

Grüße!

für Mira und alle anderen!! ein danke!
Hallo!

Da ja man ja immer alles so nachliest…möchte ich mich erst mal bei allen für die Antworten bedanken!

Mir hat das nun wirklich sehr gut getan- geholfen…*danke*!!

Du hast was geschrieben, was einen ziemlichen Punkt bei mir antickt-- die Worte „die neue kitty kennenzulernen´“.

Ich glaube-- genau DAS ist nun auch ein grosses Problem bei mir gewesen…

Ich fand nämlich die ganze ZEit, daß ich mich NICHT verändert habe-- noch derselbe Mensch bin…
Ich fand- daß ich doch lediglich meinen Wohnraum verändert habe-- meine Ehe verlassen…und mal abgesehen, daß es natürlich diese 4 Menschen betrifft, die darin zusammen gelebt haben-- ist das einzig MEINE Sache und verändert mich doch nicht als Mensch zu allen anderen!

Ich habe über die vielen guten Sätze hier nachgedacht…udn so langsam wächst das Annehmen- daß ich mich wohl doch verändert habe…und mein Weg durchaus den Menschen zu schaffen macht, mit denen ich bisher in einem Boot sass…dort nun ausgestiegen bin!

Ich war auf sowas nicht vorbereitet…habe niemals mit so etwas gerechnet…- genau deshalb hat es mich hat immens verletzt und ich mich sehr stehen gelassen gefühlt von den wenigen Menschen, die da waren!

Mir hat ab einem gewissen Punkt alles nur noch Angst gemacht…-- bei aller Courage! :wink:
Es ging ja auch dabei nicht darum, daß ich meinen Weg in Frage stelle-- aber was aus der Welt bloss geworden ist…aus meiner Welt…-- so etwas habe ich noch niemals vorher erlebt und da ist das wohl verständlich!

Irgendwie bekomme ich aber nun den Blick, daß sich längst nicht ALLES verändert hat…es genug Menschen gibt, die auf mich zugehen wie vorher-- selbst, wenn sie mir nicht so nah sind!

Was sich an mir verändert hat weiss ich nicht…- daß ich mich innerlich sehr frei und unbelastet fühle ist nach dem Auzug schon fühlbar gewesen…und das ich Lust haben nach vorne zu sehen auch!

Sich einlassen…ein Stück loslassen und nicht gleich bei allem ein Ende sehen…den Menschen Zeit lassen…-- es scheint, daß das so ganz langsam in meine Tiefen eingeht…und damit fühlt es sich langsam besser an…

Ich kann mich nur für Eure Antworten bedanken…und das herzlich!
Darin sehe ich einfach auch Hoffnung und auch die Möglichkeit, daß man das alles irgendwann überstanden hat und wirklich in diese neue Welt geht…als der Mensch, der man ist…mit vielleicht einem anderen Blick für Vieles…

danke!!
Kitty