Wie dämme ich am besten?

hallo zusammen,

hier kurz das problem:
ich habe einen altbau gekauft, er ist in zwei abschnitten gebaut worden, einmal ca. 1906 und die erweiterung, der anbau ca. 1954.
da ja energieeffizienz und alles mögliche in aller munde ist haben wir uns überlegt das wir da auch mit machen wollen.
klar das der fachmann eigentlich von einer innendämmung abrät, aber die fasade ist ansich in ordnung. wir haben folgenen plan zu dem ich gerne eure meinung hätte:
wir dämmen mit verbundplatten, diese gipskarton styroporplatten, und zwar nur an den aussenwänden.
jetzt entstehen natürlich fragen:
bringt das überhaup was?
wie siehts mit schimmel aus?
was würdet ihr machen?

danke schonmal für eure antworten.
grüße nina

Hallo Nina,

klar das der fachmann eigentlich von einer innendämmung abrät,
aber die fasade ist ansich in ordnung.

Die intakte Fassade außen hilft euch aber nicht bei der Vermeidung des Schimmels innen. Deswegen wird ja von der Innendämmung abgeraten. Innendämmungen macht man selbst bei Altbauten nur als Notbehelf dann, wenn außen aus Denkmalschutzgründen oder wegen Randbebauung nichts geht. Kostet ja auch etliche Quadratmeter gerade eben teuer gekauften Wohnraums!

wir dämmen mit verbundplatten, diese gipskarton
styroporplatten, und zwar nur an den aussenwänden.

Klar dämmt ihr auch von innen nur an den Außenwänden, aber am Schimmel- bzw. Feuchteproblem ändert die Art des Dämmstoffs nichts.

was würdet ihr machen?

Es kommt darauf an, dass ihr eine Dampfsperre innenseitig einbaut.

Gruß

smalbop

Hi Nina,

was würdet ihr machen?

immer zuerst schauen, ob außen was geht: Dämmung und dann verputzen oder verblenden oder verschalen.

Wenn Deien Schuhe oder Stiefel undicht sind, kämst Du wohl kaum auf die Idee, diese mit wasserdichten Socken weiter zu tragen, oder ?!

Hallo Nina,
ich rate Dir von der Innendämmung ab.
So dick, dass es wirklich was bringt, wirst du nicht isolieren wollen, da deine Räume dadurch kleiner werden. Die Heizungswärme, die du durch die isolierung evtl. sparst, wirst du beim Lüften wieder abgeben. Denn damit Du kein Schimmelparadies bekommst, wirst Du viel lüften müssen.

Das ist jetzt vielleicht platt gesagt, aber eine Innenisolierung gut und funktioniert hinzukriegen, ist nicht ganz einfach.

Spart euch lieber das Geld und wenn irgendwann sowieso ein Aussenanstrich nötig ist, isoliert von aussen, evtl. zusammen mit neuen Fenstern. Am Besten, wenn es gerade einen Sanierungszuschuss vom Staat gibt.
Was ihr evtl. noch machen könnt, ist das Dach isolieren und den Fussboden zwischen Keller und Erdgeschoss, falls ihr einen Keller habt.

MfG

Moin Nina,

unabhängig von Außen- oder Innendämmung (von der ich auch dringend abrate) ist es bei solche einem Projekt wärmstens (sic!) zu empfehlen, einen Fachmenschen zu Rate zu ziehen. Eine sonst mit einiger Wahrscheinlichkeit in wenigen Jahren durchzuführende Sanierung ist weit teurer, von den Gesundheitsaspekten ganz abgesehen.

Gandalf

Hallo staubmilbi!

Es ist die Frage ob Du trockene Wände und Böden hast.
Bei trockener Wand wie Boden brauchst Du keine Dämmung.
Eine trockene Wand ist ein schlechter Wärmeleiter.
Eine feuchte Wand dagegen ein guter.
Beim Lüften brauchst Du auch keine Angst haben, solange sind
Fenster und Türen nicht offen, daß das ganze Haus auskühlt.
Frische, Sauerstoff angereicherte Luft erwärmt sich schnell.

Also Haus von Experten auf Feuchtigkeit Prüfen lassen.
Aussendämmung erst bei neuer Fasade.

mfg
erfinder und gründer

Hallo staubmilbi!

Es ist die Frage ob Du trockene Wände und Böden hast.
Bei trockener Wand wie Boden brauchst Du keine Dämmung.
Eine trockene Wand ist ein schlechter Wärmeleiter.

Das stimmt. 10 m trockener Beton dämmen ebenso gut wie 15 cm Styropor.

Beim Lüften brauchst Du auch keine Angst haben, solange sind
Fenster und Türen nicht offen, daß das ganze Haus auskühlt.

Das Haus wird sogar ganz ohne Lüften kühl.

Frische, Sauerstoff angereicherte Luft erwärmt sich schnell.

Jo, ihr müsst bei der Methode halt alle Heizkörper ständig voll aufdrehen, aber geht im Prinzip schon auch, klar.

Also Haus von Experten auf Feuchtigkeit Prüfen lassen.
Aussendämmung erst bei neuer Fasade.

Und bloß nicht zuerst nur die Fenster erneuern!

Gruß

smalbop

Moin,

Bei trockener Wand wie Boden brauchst Du keine Dämmung.
Eine trockene Wand ist ein schlechter Wärmeleiter.

dsa solltest Du Dir patentieren lassen!
Wie dumm müssen doch die Leute sein, die ihre (trockenen) Wände isolieren, haben einfach Geld zu viel.

Frische, Sauerstoff angereicherte Luft erwärmt sich schnell.

Noch was nobelpreisverdächtiges.
Was hat Frische und Sauerstoffgehalt mit ärmekapazität zu tun?!

Aussendämmung erst bei neuer Fasade.

???

Deine Einlassungen lassen mich schwer vermuten, daß Du von der Materie wenig Ahnung hast, und Du im nächsten Schritt Dein System anpreisen möchtest.

Gandalf

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Innen nur mit Bauchschmerzen
Hallo!

Also, eine Innendämmung ist grundsätzlich machbar, aber muss schon ganz genau wissen, was man da tut.
Ich hab mich da in epischer Breite drüber informiert, weil bei mir eine Außendämmung wegen Bebauung direkt auf der Grundstückskante nicht möglich ist.

wir dämmen mit verbundplatten, diese gipskarton styroporplatten,

taugt gar nicht, weil keine Dampfsperre. Feuchtigkeit kann durch die Gipskartonplatte hindurchdiffundieren udn kondesiert dann in der Dämmschale selber aus. Gibt Schimmelbildung und verminderte Dämmwirkung.

und zwar nur an den aussenwänden

Das taugt auch nicht, weil an den Übergängen der Innenwände an die Außenwände dann eine Kältebrücke entsteht, an der Feuchtigkeit auskondensieren kann. Man muss die Innenwände dort, wo sie an die Außenwände anstoßen für etwas einen oder einen halben Meter mitdämmen, dafür gibt’s extra keilförmige Dämmung. Das gilt grundsätzlich auch für die Decke!

Grundsätzlich:
Eine Innendämmung kann niemals so effektiv wie eine Außendämmung sein. Das liegt schon alleine an der nackten Dicke (denn niemand wird sich ernsthaft 12 bis 20 cm vom Wohnraum wegdämmen wollen), aber auch an den unvermeidlichen Wärmebrücken an anstoßenden Wänden und der Tragkonstruktion.

Außerdem darf an solche gedämmten Wänden niemals etwas angeschraubt oder genagelt werden - das würde sofort die Dampfsperre beschädigen und für Schimmel sorgen - außer man hat an diesen Stellen vorsorglich entsprechend tragfähige Balken montiert - die aber dann natürlich die Effizienz der Dämmung herunterziehen.

Ein absolutes No-No für Innendämmung sind Wasserleitungen in der Außenwand. Eine Wärmedämmung davor ist eine Garantie, das die im Winter einfrieren - mit entsprechenden Folgen. Die muss man vorher alle aufwändig vor die Dämmung holen.

Das nächste Problemkind sind Steckdosen und Lichtschalter in der Außenwand. Die würden dann z.T. in der Dämmebene sitzen. Was dazu führt, das es in Innenraum dieser Schalterdosen niedrigere Temperaturen gibt, da natürlich an dieser Stelle die Dämmung etwas bis deutlich dünner ist. Was bei hoher Luftfeuchtigkeit durch zu wenig Lüften wieder zur Kondensation führen kann - zusammen mit Strom eine heisse und u.U. lebensbedrohliche Kombination.

Neben einer supersorgfältigen Dämmung (und möglichst besserem Dämmmaterial an diesen Stellen der Schalterdosen) und supersorgfältiger Ausführung der Dampsperre hilft da nur Lüften, lüften, lüften.

Was aber besonders im Winter gerne schlabbern gelassen wird.

Offen gesagt halte ich eine Innedämmung nur zusammen mit einem aktiven Belüftungssystem für zuverlässig beherrschbar.

lg, mabuse

hallo,

danke für deine antwort.
diese probleme hörte ich schon.
ich habe mir auch sagen lassen das eine innendämmung auch gar nicht notwendig ist wenn die wände trocken sind.
eigentlich geht es klar auch darum energie zu sparen aber auch um schallschutz. gibt es andere möglichkeiten die man anwenden kann um beides ein bisschen zu erreichen?

grüße nina

Guten Tag,

Hei!

ich habe mir auch sagen lassen das eine innendämmung auch gar nicht notwendig ist wenn die wände trocken sind.

Das ist Blödsinn.
Keine Wand der Welt erreicht auch nur annähernd die Dämmwerte einer nicht zu knappen Schicht Styropor oder Glasfaser (3-6 cm reichen).

eigentlich geht es klar auch darum energie zu sparen aber auch um schallschutz. gibt es andere möglichkeiten die man anwenden kann um beides ein bisschen zu erreichen?

Ja, aber das wird nicht billig.
Alternative zur Dämmung mit Mineralfaser oder Styropor ist die Calcium-Silikat-Platte. Die ist zwar einen ganzen Happen teurer, aber zumindest das Problem mit der feuchtigkeit wird - da diffusionsoffen - zwar nicht völlig aus der Weltgeschafft, aber doch drastisch reduziert. Und Nägel kann man auch durchkloppen.

Das Problem mit den Wasserleitungen und den Kältebrücken bleibt allerdings.

Sinnvoller ist immer eine Außendämmung. Wesentlich weniger Probleme, kein verlust von Wohnraum, erheblich viel bessere Dämmwirkung (da kann man ja auch richtig zulangen. 20 cm würd ich schon legen). Ist im Allgemeinen auch billiger (Eigenleitung vorrausgesetzt, was aber - bis auf das Verputzen - keine große Kunst ist).

Was spricht denn eigentlich dagegen?

lg, mabuse