Wie darf sich diese Organisation nennen?

Hallo

Angenommen, Frau A möchte gerne eine Art Förderverein gründen. Die Mitglieder sollen einen Aufnahmebeitrag zahlen und danach einen monatliche Beitrag. Die eingenommen Gelder werden später, wenn ein Mindestbetrag zusammen gekommen ist, in ein „Objekt“ investiert. Dieses Objekt wird dann einem Mitglied überlassen, der sich damit Selbständig machen kann. Dieses Mitglied wird dann dem Verein das Objekt, in Raten abbezahlen. Dieser Vorgang soll sich wiederholen, bis jedes Mitglied über ein gleiches Objekt verfügen und sich somit selbständig machen kann.(Wenn es möchte). Nach dem Prinzip „ Helft ihr mir, dann helfe ich euch“
Der Förderverein möchte auch gerne Spenden von Nichtmitgliedern annehmen und in die Förderung fließen lassen.
Der Förderverein möchte keine Gewinne erwirtschaften, sondern nur Rücklagen, die dann wieder neu investiert werden können. Ab und zu müssen anfallende Unkosten, die sich aus dem Geschäftbetrieb des Vereins ergeben, mit den Rücklagen bezahlt werden.

Welcher Begriff ist zulässig,bzw. wie benennt sich die Anmeldung beim Finanzamt, Gewerbeamt usw?
Ein Verein wird es kaum werden, da sich die Mitglieder höchstwahrscheinlich nur über das Internet kennen werden.

Gruß Nino

Servus,

zu dem System „einmalige Einlage, dann laufende Beiträge; Prinzip der Gegenseitigkeit“ passt die Form der Genossenschaft recht gut.

Ein (nicht gemeinnütziger) e.V. wäre auch eine mögliche Struktur.

Um die Frage der Haftung zu regeln, sollte die Struktur jedenfalls eine eigene Rechtsperson bekommen. Andernfalls ist sie, ohne daß man etwas dafür oder dagegen tut, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit entsprechender Haftung jedes Beteiligten zur gesamten Hand.

Sowohl die Gründung der Struktur, als auch die Satzung, benötigt einen beschlagenen Juristen - insbesondere auch deswegen, weil die Tätigkeit am Rand zu derjenigen einer Bank liegt, also per Satzung und tatsächlicher Durchführung davon klar abgegrenzt sein sollte (falls dieses möglich ist).

Im Zug der Gründung ist es sicherlich nützlich, von vornherein zu überlegen, was der Wirtschaftsprüfer kostet: Es ist leicht möglich, daß das Projekt ziemlich bald wieder beiseite gelegt werden muss, wenn sich zeigt, was da alles an laufenden Aufwendungen dranhängt.

Schöne Grüße

MM

Hi Nino,

Angenommen, Frau A möchte gerne eine Art Förderverein gründen.

Das könnte IMHO eine Genossenschaft werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Genossenschaft

Welcher Begriff ist zulässig,bzw. wie benennt sich die
Anmeldung beim Finanzamt, Gewerbeamt usw?

Es geht nicht um „zuläsig“, es geht darum, das gewünschte Ziel mit der optimalen Rechtsform zu erreichen. Ohne kompetente Hilfe eines Unternehmensberaters oder anderer Fachleute sehe ich für dich kein Weiterkommen.
Alleine die Fragen der Haftung, der Verwaltung und des täglichen Kleinkrames sind schon atemberaubend. Das sollten Profis ran.

Ein Verein wird es kaum werden, da sich die Mitglieder
höchstwahrscheinlich nur über das Internet kennen werden.

Sorry, aber das halte ich für kaum praktikabel. Wie auch immer, das richtet sich dann nach der gewählten Rechtsform.

mfg Ulrich, der die Idee an sich gut findet.

Hallo!

Kann das Konzept überhaupt funktionieren? Wenn alle Teilnehmer das gleiche Ziel haben, nämlich Geld für eine eigene Existenz zu erhalten, könnten sie im Mittel mit dem gleichen Zeitaufwand ohne die Organisation den benötigten Betrag selbst ansparen.

Die angedachte Organisation wird sachkundige personelle Ressourcen brauchen, um jedes einzelne Gründungsvorhaben zuvor zu prüfen. Nicht jede Gründung führt zum wirtschaftlichen Erfolg. Trotz vorheriger Prüfung wird manches Vorhaben in der Pleite enden. Das eingesetzte Geld ist dann weg. Solche Effekte könnte man mit einer Art Schneeballsystem wegstecken, wenn laufend genügend neue Geldgeber gefunden werden. Tragfähig ist solche Lösung vorhersehbar nicht. Nutznießer werden nur die Initiatoren sein und den ganzen Rest beißen die Hunde. Die Alternative bestünde in einem Kapitalstock, der sinnvoll angelegt Zinsen bringt, aus denen Gründungsvorhaben finanziert werden, ohne den Kapitalstock anzugreifen. Dafür bietet sich eine Stiftung an.

Was mich am Sinn eines Existenzgründungsvorhaben regelmäßig zweifeln läßt, ist eine beabsichtigte Tätigkeit in besetzten Marktsegmenten. Das Marktsegment „Ansparen für die Gründung einer eigenen Existenz“ ist überreichlich besetzt. Jeder Sparstrumpf erfüllt diesen Zweck. Das Marktsegment „Geldverleih für die Gründung einer Existenz“ ist nicht minder üppig besetzt. Banken und Sparkassen, Förderprogramme des Bundes, die KfW sowie hunderte Beteiligungsgesellschaften arbeiten auf diesem Gebiet. Welcher Bedarf harrt noch auf Befriedigung?

Gruß
Wolfgang

Hallo

Ich nehme an, das du im privaten Leben ein sehr netter Kerl bist, daher fühle dich bitte durch meine Antwort nicht persönlich getroffen. Ich Antworte nur zum vorgetragenen Argument:

Banken und Sparkassen, Förderprogramme des Bundes, die KfW sowie
hunderte Beteiligungsgesellschaften arbeiten auf diesem Gebiet. Welcher
Bedarf harrt noch auf Befriedigung?

Das sind genau die Korintenka…, die alles besser wissen und dich sofort in eine Schublade stecken. Es nützt einem das beste Konzept nicht, wenn die nicht wollen.

„Was haben sie denn gelernt“ ? - „Was, sie haben Kinder ?“ - „Was haben sie für Sicherheiten ?“ - „Sie wollen sich Selbständig machen, HoHoHo. Nein, dafür können wir kein Kredit geben, aber ein neues Auto könnten wir finanzieren !“
Mann wird von denen beurteilt und verurteilt, obwohl sie einen nicht kennen. (Weil es ja eine Statistik gibt!)

Ach so, ich stand schon mit meinem Eigenkapital in der Bank. - Und ?

Ich behaupte, das es genug Menschen gibt, die alles tun, um aus eigener Kraft wieder auf einen grünen Zweig kommen wollen, weil sie wissen, das Andere ihnen nicht helfen werden (Können und Wollen). Nur mit dem „Willen“ klappt das nicht, weil jeder Versuch den Absprung zu schaffen, viel Geld kostet. Ich finde, das 1000 Euro sehr viel Geld sind, wenn man am Ende des Monats nur 10 Euro zum sparen kann, weil einfach nicht mehr da ist. Wie lange soll ich dann auf 5000 Euro sparen ?

Und was die Sicherheiten betrifft, ob das Mitglied das erhaltende Projekt in den Graben fährt, denke ich: Wer so lange auf ein Ziel hinarbeitet, der will es schaffen. (Außerdem werden die Mitglieder weiter betreut.)

Gruß Nino

Hallo Nino!

Leider gehst Du nicht auf den Einwand ein, daß die Idee auf eine Art Schneeballsystem hinausläuft. Du erwähnst einen Betrag von 5.000 € für eine Existenzgründung. Das ist die Größenordnung der Kosten für 3 Monate Ernährung, Miete, Krankenversicherung einer Einzelperson. Von Gewerbemiete ist dabei noch gar nicht die Rede, auch nicht von Geschäftsausstattung, Werbung… Kurz: Es wird nur selten Fälle selbständiger Tätigkeiten geben, die sich mit 5.000 € bis zur tragfähigen Vollexistenz führen lassen. Die erforderlichen Beträge liegen i. d. R. eine oder mehrere Zehnerpotenzen höher. Mit einem überzeugenden Konzept sind solche Beträge beschaffbar.

Die Beobachtung dieses Brettes offenbart, in welche Richtung die meisten Wünsche gehen: … was darf ich dazu verdienen, um das Kindergeld, das meine Eltern für mich bekommen, nicht zu gefährden … ich bekomme ALGII und will 165 Euro nebenher monatlich verdienen. Woher bekomme ich den Kredit für das dafür benötigte Auto … ich bin Schüler und bis zum Beginn des Studium nächstes Jahr will ich mich selbständig machen … ich habe die Idee, mit gebrauchten Kindersachen per Ebay-Shop zu handeln, suche Großhändler und Geld für den Einkauf… Festplatten von Saturn sind teuer, ich will den Leuten mit niedrigen Preisen Konkurrenz machen … wie finanziere ich meine Selbständigkeit, wenn ich ab 2007 für meinen PC mit Internet-Zugang GEZ-Gebühren bezahlen muß … ein Meisterlehrgang ist zu teuer, was kann ich ohne Meisterbrief machen … ich möchte mit € 2,95 eine Ltd. gründen … welche Bank führt mein Geschäftskonto kostenlos, gibt mir eine kostenlose Kreditkarte und finanziert mein Wohn- und Geschäftshaus ohne Eigenkapital … ich brauche Kredit und suche im Internet einen passenden Geschäftsplan … der überwiegende Teil der Fragen in diesem Brett hat ungefähr diese Qualität. Falls die bei Banken eintreffenden Anfragen ähnlich aussehen, sind Absagen nicht verwunderlich. Wo bleiben die neuen Produktideen?

Gruß
Wolfgang

1 „Gefällt mir“

Hallo

Mit einem überzeugenden Konzept sind
solche Beträge beschaffbar.

Sollte vielleicht so sein. Die Wirklichkeit sieht leider anders an. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Den folgenden Abschnitt kann ich nicht nachvollziehen, bzw. fühle mich nicht angesprochen.

Die Beobachtung dieses Brettes offenbart, in welche Richtung
die meisten Wünsche gehen: … was darf ich dazu verdienen,
um das Kindergeld, das meine Eltern für mich bekommen, nicht
zu gefährden … ich bekomme ALGII und will 165 Euro nebenher
monatlich verdienen. Woher bekomme ich den Kredit für das
dafür benötigte Auto … ich bin Schüler und bis zum Beginn
des Studium nächstes Jahr will ich mich selbständig machen …
ich habe die Idee, mit gebrauchten Kindersachen per Ebay-Shop
zu handeln, suche Großhändler und Geld für den Einkauf…
Festplatten von Saturn sind teuer, ich will den Leuten mit
niedrigen Preisen Konkurrenz machen … wie finanziere ich
meine Selbständigkeit, wenn ich ab 2007 für meinen PC mit
Internet-Zugang GEZ-Gebühren bezahlen muß … ein
Meisterlehrgang ist zu teuer, was kann ich ohne Meisterbrief
machen … ich möchte mit € 2,95 eine Ltd. gründen …
welche Bank führt mein Geschäftskonto kostenlos, gibt mir eine
kostenlose Kreditkarte und finanziert mein Wohn- und
Geschäftshaus ohne Eigenkapital … ich brauche Kredit und
suche im Internet einen passenden Geschäftsplan … der
überwiegende Teil der Fragen in diesem Brett hat ungefähr
diese Qualität. Falls die bei Banken eintreffenden Anfragen
ähnlich aussehen, sind Absagen nicht verwunderlich. Wo bleiben
die neuen Produktideen?

Gruß Nino

Hallo Tino!

Mit einem überzeugenden Konzept sind
solche Beträge beschaffbar.

Sollte vielleicht so sein. Die Wirklichkeit sieht leider
anders an. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Um welche Tätigkeit und welches Förder-/Darlehensvolumen handelte es sich, für das sich niemand erwärmen konnte?

Gruß
Wolfgang