Gar nicht. Der Gute qualifiziert sich doch damit selbst ab. Bleib bei deiner Linie, lass ihn reden und denk dir deinen Teil. Warum willst du etwas vorgreifen? Er soll doch versuchen sich selbst adäquat zu artikulieren.
[quote=„PatriciusWitzel, post:1, topic:9400302“]
Wenn ich sage, daß er es nicht für mich wert ist,
Genau das ist die richtige Reaktion deinerseits.
Mal anders gefragt: Was ist deine Behauptung wert, wenn du sie nicht (objektiv) begründen kannst?
Vor dem „Auseinandernehmen“ hätte ich überhaupt keine Angst, wenn ich meine Argumentation sicher vertreten könnte. Kann ich das nicht, habe ich in der Tat ein Problem.
Aber: Du solltest dir bewußt machen, daß man so ziemlich jede Begründung „auseinandernehmen“ kann, weil es nun mal verschiedene Menschen mit verschiedenen Ansichten gibt.
Ein „richtig“ oder „falsch“ aus einer Argumentation zu folgern ist deshalb oft nicht möglich oder sehr schwierig. Es verlangt außerdem eine enorme Kenntnis von Fakten und Zusammenhängen. Das „Auseinandernehmen“ einer Argumentation übrigens auch.
Wenn du also weißt, wovon du sprichst, ist das Risiko, schlecht dazustehen, relativ gering.
Hast du keine Ahnung von dem, was du sagst, hast du’s nicht anders verdient
Du lässt dabei außer Acht, dass es Leute gibt, die nicht rückfragen, weil sie etwas nicht verstehen oder es überhaupt etwas zu erklären gibt, sondern weil sie ihr gegenüber ärgern wollen.
Mag sein. Aber nur mit einer nachvollziehbaren Begründung in der Tasche ist ein „Kannst du es wohl nicht“ definitiv ausgeschlossen. Ansonsten kann man sich nur auf Ausflüchte zurückziehen, die erneut Angriffsfläche bieten.
Wenn einem die Zeit zu wertvoll ist, die Begründung sofort zu liefern, kann man ihm das so sagen und z.B. ein vertiefendes Gespräch nach der Präsentation/dem Vortrag/der Diskussion anbieten. Geht es ihm wirklich nur ums Ärgern, wird er darauf nicht einsteigen.
Möglicherweise ist der Pöbler damit schon entwaffnet. Pöbelt er trotzdem weiter, würde ich ihn einfach ignorieren.
nein, ich bin nicht verpflichtet, irgendjemandem für irgendetwas eine Begründung zu geben. Muss ich meinem Erzfeind begründen, warum ich jetzt nicht mit ihm reden will? Muss ich jemandem, der mich für mein Aussehen mobbt, begründen, warum ich eine bestimmte Frisur trage oder nicht, warum ich Pickel habe oder nicht, warum ich soundso groß bin oder oder oder? Nein. In allen genannten Fällen, und Millionen mehr, ist meine Antwort irrelevant und wird nur meine Zeit verschwenden und meinem Gegenüber Befriedigung verschaffen.
Manchmal mag extreme Schlagfertigkeit das Blatt wenden, aber dazu braucht es psychologisches Geschick und Selbstsicherheit. Die haben die wenigsten, und sicherlich nicht unser UP.
Nein. In allen genannten Fällen, und Millionen mehr, ist meine Antwort irrelevant und wird nur meine Zeit verschwenden und meinem Gegenüber Befriedigung verschaffen.
Und diese Befriedigung gilt es, mit möglichst wenig Aufwand zu nehmen.
Das kommt darauf an, worum’s geht. Wissen wir hier leider nicht, aber: Ziel ist es, einem „Kannst du es wohl nicht?“ vorzubeugen.
Es wird also um mehr gehen als die von dir genannten persönlichen Angriffe - ansonsten ist die Frage „Kannst du es wohl nicht?“ sinnfrei, und der Fragesteller entlarvt sich selbst als Blödmann.
Beispielsweise könnten der UP und sein „Erzfeind“ zusammen in einem Team sitzen, in dem eine Entscheidung gefällt werden muß. Hier ist jeder gefragt, seine Argumente vorzubringen und zu begründen. Dann ist die Frage „Kannst du es wohl nicht?“ vielleicht unbequem, aber durchaus gerechtfertigt.
Eben. Und eine plausible Begründung im Hinterkopf, von der man selbst überzeugt ist, ist doch schon mal eine gute Basis für Selbstsicherheit.
Für die „Millionen“ anderer Fälle, die möglicherweise tatsächlich weniger interessieren als der chinesische Sack Reis, würde ich die Frage „Kannst du es wohl nicht?“ mit einem freundlichen „Doch, aber ich muß nicht“ quittieren und alle weiteren Pöbeleien ignorieren.
ich stimme großteils mit dir überein, außer eben dass ich die Begründung nicht gebe, selbst wenn ich sie habe, wenn ich eine Diskussion vermeiden will oder muss oder sollte.
Was spricht dagegen, bei dem Spielchen, das jemand (mit dem man ohnehin nichts am Hut hat) einem aufzunötigen versucht, einfach nicht mitzumachen?
Wenn Du nicht über das Stöckchen springst, das er Dir hinhält, sondern ihn einfach damit stehenlässt, dürfte er das kaum als befriedigend empfinden.
Ich will vorbauen. Was heißt das? Beispiel: Man kauft auf Vorrat, damit man länger etwas zu essen hat ohne erneut einkaufen zu müssen. Übertragen: Ich möchte dem anderen so lange effektiv etwas reinwürgen, damit ich mir auf Vorrat Ruhe schaffe. Oft wirkt die blanke und überzeugende Drohung mit körperlicher Gewalt, um einen Plagegeist mundtot zu machen. Doch ich will gerne Alternativen haben, die einen Nichtsnutz zum Schweigen bringen.
Das ist doch Kindergarten, was du hier vorbringst!
Wenn mir jemand eine doofe Fangfrage stellt („um es auseinander zu nehme“), dann antworte ich einfach nicht. Kommt dann dieser Mensch (offenbar auf dem geistigen Niveau eines Vorschulkindes) mit „Du kannst es wohl nicht“, dann gibt es ein trockens „Doch.“ und man wendet sich ab.
Diskutiere niemals mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung.
„Mit körperlicher Gewalt drohen“ - das kann ja wohl nicht dein Ernst sein, das ist eine Straftat! - ist ein gewaltiger Schritt genau in die Richtung „unterstes Niveau“.
Widersprechn, NICHT begründen, weggehen. Bei weitere Belästigung energisch jede weitere Unterhaltung ablehnen. Fertig.
Er bezieht sein Selbstwertgefühl daraus, dass er andere herumkommandieren kann. Das heißt, er fühlt sich gut, mächtig, stark, wenn Du auf ihn reagierst,wenn Du also wütend wirst, mitdiskutierst, antwortest, versuchst ihm eine Falle zu stellen. Er fühlt sich prima und stark, wenn er dich durch irgendwas, was er tut, dazu bringen kann, etwas zu tun. Daher ist es egal, was du für ein Argument bringst - wenn Du antwortest, tust du ihm einen Gefallen. Was auch immer du sagst, wird er wieder beantworten, und wieder mit einer abwertenden Bemerkung - denn das ist das zweite, was er erreichen will. Er will dich erniedirgen, beleidigen, vorführen.
Wenn Du bnicht reagierst und vielleicht sogar gehst, hört das Spiel auf. Er fühlt sich durch dich nicht mehr stark, und sucht jemand anderen. Das wird eine schwere Aufgabe für Dich sein, denn Du hast kein oder ein sehr niedriges Selbstwertgefühl. Du definierst dich über Bestätigung von außen: wenn Du etwas richtig machst oder gewinnst, fühlst Du dich gut, nur dann. Du fühlst Dich nciht gut, wenn du WEISST, dass du richtig handelst - du brauchst die Bestätigung von außen. Deswegen möchtest du von ihm hören, dass Du recht hast.Und Du zahlst auch jeden Preis dafür, du lässt dich auch erniedrigen und beleidigen und vorführen, denn du empfindest es nicht so. Was soll es an dir schon groß zu beleidigen geben? Du weißt ja selber, denkst du,dass Du ncihts wert bist.
Und so geht das Spielchen weitr und weiter.