Wie Eigenkapital ansparen?

Hallo,
Meine Freundin und Ich möchten uns in absehbarer Zeit von unserer Mietwohnung lösen (620€ mtl./warm) und uns ein Haus kaufen (ca.160TSD€ Kaufpreis).
Wir verdienen zusammen momentan ca. 2400€ Netto - Kinder sind vorerst nicht geplant.
Es besteht ein kleiner Bausparvertrag(ca.8000€) sowie ein Festgeld-Sparbuch (6000€ in 2011).
Wir würden gerne in ca. 2 Jahren ein Haus kaufen, wollen aber bis dahin das Eigenkapital aufstocken.
Wie sollte man dies am besten anstellen?
Ich würde VWL von meinem Arbeitgeber bekommen und Riester-mäßig ist ja evtl. auch was zu holen - sonst irgendwelche Förderungen?

Moin,
ein probates Mittel ist es, weniger auszugeben, als man verdient. Den Überschuss auf ein risikoloses Festgeldkonto und gut ist.
160.000 x 6% = 800 €/mon.
dazu NK, Heizkosten, Betriebskosten, Instaldhaltungsrücklagen und Versicherungen. Davon das abziehen was heute schon als Miete + NK bezahlt wird. So habt ihr die Größenordnung was jeden Monat überbleiben muss.

Das was bisher als Eigenkapital vorhanden ist, reicht noch nicht einmal für die Kaufnebenkosten.
frohes Sparen, jeder Euro zählt.

vnA

Hallo,

ein probates Mittel ist es, weniger auszugeben, als man
verdient. Den Überschuss auf ein risikoloses Festgeldkonto und
gut ist.
160.000 x 6% = 800 €/mon.

ich schätze mal, die 6% sind etwas zu niedrig angesetzt. Ohne mindestens 20% Eigenkapital und bei 2% Tilgung würde ich eher auf 7 bis 7,5% gehen.

Gruß, Niels

Es geht mir momentan nicht darum, was ich später zahlen muß - der Kaufpreis, evtl. Provision und Kaufnebenkosten stehen ja auch garnicht fest!
Ich möchte nur wissen mit welchen mitteln und Anlagemöglichkeiten ich in 2-3Jahren das meiste für unser Ziel rausholen kann.

Moin,
es fehlen für eine solide Finanzierung so 30’-50’. Das sind 10’-25’ im Jahr, die es anzusparen gilt, also 1.000 - 2.000 € IM MONAT.
Lass es mich mal so sagen: Ob du 1% mehr oder weniger pa Zinsen erhälst, ist bei einem Anlagezeitraum von 2-3 Jahren nebensächlich. Spare erst mal was an!

vnA

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Ich möchte nur wissen mit welchen mitteln und
Anlagemöglichkeiten ich in 2-3Jahren das meiste für unser Ziel
rausholen kann.

da Du eine kurzfristiges zeitliches Frist hast und vermutlich nicht viel riskieren willst, bleiben nicht viele Möglichkeiten. Außer Tagesgeldkonto und kurzfristiges Festgeld gibt’s wohl nicht mehr. Das geht dann mit 2 bis 3 Prozent.

Gruß, Niels

Ist das anders wenn wir den Anlagezeitraum auf 5 Jahre erweitern?
Lieber sparen wir noch etwas als das wir so hohe Zinsen zahlen und uns dumm und dämlich zahlen.
Ich möchte eine solide Grundlage für eine Finanzierung haben und nicht auf Teufel komm raus schnell mal ein Haus kaufen.

Hallo (so viel Zeit muss sein)

kommt immer darauf an, wieviel man sparen kann.
Andererseits können in 2-5 Jahren die Zinsen nach oben gehen, die Objekte teurer werden - dann ist das Erparte für die Katz’.

Kann man nur 300 € pro Monat sparen - würde ich persönlich darauf verzichten und jetzt zuschlagen. Und wenn man Geld über hat kann man Sondertilgung vereinbaren.

Gruß

Hallo,
mehr verdienen und weniger ausgeben, und beides gleichzeitig, und ab sofort, und moeglichst intensiv.

Die Aktionen um weniger auszugeben koennten andere als Geiz ansehen. Man kann da ganz kreativ rangehen. Weniger Fleisch kaufen, mehr Gemuese, ist pro Mahlzeit billiger. Keine Fertiggerichte, selbermachen, immer saisonal, alle Sonderangebote, die auf dem Weg liegen. Wasser zum trinken kommt auch aus der Leitung, sonst Flaschenwasser fuer 16 Cent der Liter. Kein Waeschetrockner, Heizung im Winter auf sparsam. T-Shirt ohne Buegeln, in der Zeit Geld verdienen.

Jede Ausgabe ueber die Nutzungszeit beurteilen. Da kann das Langlebige billiger sein. Keine Mode, denn sie veraltet.

Mehr verdienen, mit alten Sachen zum Flohmarkt, Blumen selber ziehen nicht kaufen, Handwerkertaetigkeiten selber machen, soweit moeglich. Ist ein Nebenjob noch drin? Im Garten Gemuese anbauen, kostet kaum mehr als den Samen und Zeit.

Viel Spass beim Geldsammeln
wuenscht Helmut

PS
Es kann die Zeit kommen, wenn Haeuser schneller teurer werden als man nachsparen kann, dann natuerlich frueh kaufen und Schulden machen, das waere dann billiger als Ansparen.

Moin,
eine solide Finanzierung fängt an bei 40% plus Kaufnebenkosten als Eigenkapital.
Wird das Eigenkapital weniger, gehen die Zinsen nach oben.
Statt Eigenkapital nehmen die Banken auch andere Sicherheiten.
Unseriös werden Finanzierungen wenn dafür noch Lebensversicherungen, Steuersparmodelle und sonstiger Bankenmist eingerechnet werden muss. Schon Bausparverträge können grenzwertig werden.
Zinsen gehen nach oben, Bau- bzw. Kaufpreise auch. Mit diesen Sprüchen wurde schon mancher zum vorschnellen Kauf gedrängt und rannte in sein Unglück. Nicht immer muss am Ende eine Zwangsversteigerung stehen. Schon der dauerhafte Verzicht auf Genuss, Urlaub, Luxus oder auch die kleinen Freuden des Alltages rechtfertigen möglicherweise den dauerhaften Verzicht auf Eigentum. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Millionen sind in Mietwohnungen glücklich geworden, aber auch viele im Eigentum unglücklich.

vnA

Hallo,

Kann man nur 300 € pro Monat sparen - würde ich persönlich
darauf verzichten und jetzt zuschlagen.

Kann man schon jetzt nur 300 Euro im Monat sparen, würde ich persönlich auf den Kauf einer Immobilie verzichten, weil die dann die Finanzierung insgesamt sehr wackelig wird.

Gruß, Niels

Hallo,

eine solide Finanzierung fängt an bei 40% plus Kaufnebenkosten
als Eigenkapital.

das würde ich nicht so pauschal sagen. Wir hatten 20% plus NK. Es hängt alles auch von der Einkommenssituation, dem Preis der Immobilie und der zu erwartenden Wartung ab.

Gruß, Niels

Hallo,

Moin,

eine solide Finanzierung fängt an bei 40% plus Kaufnebenkosten
als Eigenkapital.

das würde ich nicht so pauschal sagen.

das sage nicht ich, sondern die Hypothekenbanken die ab 60% Finanzierung den Zinssatz erhöhen.

Wir hatten 20% plus NK.

Ist doch schön. Ich sage ja nicht, dass es nicht geht.

Es hängt alles auch von der Einkommenssituation, dem Preis der
Immobilie und der zu erwartenden Wartung ab.

Es geht hier um die Definition wo eine solide Finanzierung aufhört, nicht darum ob die Bank die Finanzierung trotzdem riskiert und was sie dafür noch als Sicherheit fordert.

Gruß, Niels

Gruß vnA

Ich denke, der Unterschied liegt darin, wer das „solide“ definiert.

Die Bank (Deine Argumentation) geht im wesentlichen davon aus, ob sie im Falle eines Ausfalls ihr Geld durch Versteigerung der Immobilie zurückbekommen kann.

Der Käufer (meine Argumentation) geht davon aus, wie wahrscheinlich der Ausfall ist (dh. wieviel finanzieller Spielraum vorhanden ist).

Gruß, Niels