tiradamo hat recht - das mal vorweg.
ansonsten fällt mir dazu ein, wenn er eine nguten freund hat, dass der ihm evtl mal schildert wie seine umwelt ihn wahrnimmt und oder ihr ihm offen sagt, warum ihr ihn nicht mehr dabei haben mögt - und sich das nur ändert, wenn sich sein verhalten auch ändert - den mut solltet ihr so oder so aufbringen können. wie soll er sonst erkennen was er falsch macht wenn er kein offenes feedback bekommt? darauf ist gerade ein mensch angewiesen dem es offenbar an so einigem mangelt.
was er dann darauf macht weiss man nicht, aber so habt ihr ihm zumindest reinen wein eingeschenkt - gut für euch und gut für ihn.
in dem zusammenhang bekäme deine freundin ebenfalls mit, wie ihr offen damit umgeht und sofern ihr das nicht wie eine bestrafungsaktion aussehen lasst sondern wie das was es ist, die wahrung eurer bedürfnisse, kann sie evtl. in doppelter hinsicht etwas davon mitnehmen - den spiegel den ihr ihm und damit auch ihr vorhaltet und damit evtl eine gewisse bewusstwerdung ob der lage an sich.
wichtig hierbei ist aber es nicht nach vorwurf klingen zu lassen.
die wahrung der eigenen rechte und bedürfnisse kann man saachlich vorbringen und in dem zusammenhang auch sagen, wir fühlen uns mit dir nicht wohl weil----- unberechenbar, cholerisch und in folge ausfallend, aggressiv und beleidigend auf willkürliche art - das tut sich niemand an eigentlich - sagt es ihm - sagt ihm aber auch, den anderen part schätzt ihr sehr nur ist der zu selten „da“ zwischenzeitlich und keiner von euch hat bock auf einen tyrann. hätte er sicher im umgekehrten falle auch nicht. redet von euch und euren bedürfnissen, eurer wahrnehmung und euren gefühlen. und gebt ihm eine info, unter welchen umständen es sich wieder ändern kann.
was er damit macht ist dann seine entscheidung und die hängt mit vielen faktoren zusammen die den rahmen hier sprengen würden - wichtig ist aber, ihr werdet seine entscheidung akzeptieren und dabei konsequent bleiben müssen - sonst reiht ihr euch hinter seiner freundin ein.
du willst deiner freundin helfen… schönschön - dann lebt ihr vor wie man mit solchen problemen umgeht und macht es nicht nur heimlich. konfrontiert den mann mit eurem problem mit ihm.
und eines noch - je mehr ihr über ihn lästert oder hetzt (falls dem so wäre) oder aber auf sie einredet ohne wirklich zu wissen was sie antreibt - desto weniger erreicht ihr euer ziel.
ob und wann ein mensch wie weit ist, die zeit für ihn/sie reif für eine erkenntnis oder entscheidung ist, ist individuell und niemandem steht zu, hier zu sagen - er/sie muss es doch erkennen… denn jeder von uns hat mehr als einen blinden fleck in seinem leben wo er nicht sehen will oder nicht (noch nicht) kann.
aber ihr sagt ihm jedenfalls was ihr wahrnehmt und evtl merkt er hier zum ersten male was sache ist und das sein verhalten konsquenzen hat - sicherlich wird er ein problem haben oder viele, dass er sich s entwickelt hat hat ja immer ursachen. und wenn niemand ihm sagt, dass sein verhalten nicht ok ist, macht ihr es ihm leicht euren rückzug anderen dingen zuzuschreiben. das ist aber keine hilfe für niemanden.
gut wäre auch wenn jemand ihm noch hifle anbietet für den fall, dass er etwas einsieht und verändern will, man ihm dabei gerne helfen würde.
das ist konstruktiv - einfacher blanker stiller rückzug ist destruktiv und ihr wollt doch beiden helfen oder las ich das falsch?
ihr seid erwachsen und so … handelt auch so*smile
nochmal zur freundin:
klar ist immer eines. ein mensch der bei jemandem bleibt der einen quält hat immer unbewusste gründe dies mitzutragen oder auszuhalten.
nicht selten liegen hier kindheitserlebnisse/-prägungen zu grunde.
jeder von uns hat das…im allem und bei allem.
von aussen ists immer einfacher zu sagen, das ist nicht gut für dich… hilfreicher ist eigentlich nach der einmaligen aussage für die person da zu sein und in den momenten immer wieder darauf zu beharren dass die person über sich redet und nicht über den partner - aber das ist nur ein faktor von vielen. damit meine ich sie und ihn - er sucht ja offenkundig schuld bei anderen für seine stimmungen etc - und sie wird sicher eher von ihm als von sich sprechen - so aber wird einem nicht bewusst warum man etwas mitträgt was eher untragbar ist - also helft mit den wenigen mitteln die man als aussenstehender hat bei der bewusstwerdung des eigenen handelns (wozu auch nichthandeln gehört). gleichzeitig muss man auf sich selbst aufpassen - also sein konsequent und überlege dir mit freunden was ihr für euch tun wollt, was ihr dem freund „schuldig“ seid und in wie weit das eine (wenn auch nicht offensichtliche) hilfe für die freundin sein kann. - aber das alles sollte eben nicht in eine zeitaufwendige maßnahme ausarten wenn ihr es machen wollt. es soll nie wie ein tribunal wirken und es auch nicht sein.
ich hoffe du konntest mir folgen - um die uhrzeit arbeitet mein wortfindungszentrum noch nicht so rund*lach
liebe grüsse
nina