Liebe/-r Experte/-in,
ich habe ein kleines Nebengebäude mit 2 Räumen. Einer ca. 4m², einer ca. 16m².
Ich mache Musik und habe auch ein kleines Studio und würde nun ganz gerne in dieses Nebengebäude umziehen um dort meine Aufnahmen zu machen. Bisher sitze ich im Wohnhaus unterm Dach.
Der große Raum soll als Regieraum (Mischpult, Lautsprechner, Rechner, Couch etc.) genutzt werden, der kleine als Gesangskabine/Aufnahmeraum.
Mein Problem: Außer einem Stromanschluss (auch Starkstrom für bspw. einen Herd) ist in dem Raum nur ein einfacher Kaltwasseranschluss, der auch im Winter abgedreht werden muss damit die Leitungen keinen Schaden nehmen. Eben weil der Raum bisher unbeheizt ist.
Nun stellt sich mir die Frage was es für Möglichkeiten gibt diesen Raum möglichst kostengünstig mit einer Heizung auszustatten um im Winter zumindest eine Grundwärme zu haben damit die elektrischen Geräte keinen Schaden davon tragen.
Eine Elektroheizung/Heizlüfter für die Steckdose scheidet meiner Meinung nach aus, da das auf die Dauer bei weitem zu teuer wird.
Im Wohnhaus haben wir eine Gaszentralheizung. Da aber an einem Rohr abzweigen wird auch zu teuer sein. Zumal das neue Rohr dann entsprechend unterirdisch verlegt werden müsste wg. dem Bodenfrost (die beiden Gebäude haben keine direkte Verbindung zu einander).
Eine Möglichkeit wäre (wenn das überhaupt machbar und erlaubt ist) vom Gas-Hausanschluss (allerdings noch VOR dem bisherigen Zähler) weg zu fahren (zweiter Zähler?), das Garagendach zu durchbrechen (darüber befindet sich ein Wäschetrockenraum, die Leitung wäre also nicht direkt im Freien) und von da 5m weiter in das Nebengebäude (befindet sich direkt hinter der Garage, da Hanglage aber höher). Dort einen kleinen Brenner mit Heizkessel hinstellen und einen normalen Heizkörper zu betreiben.
Aber von der Machbarkeit abgesehen denke ich auch das wird recht teuer.
Nun habe ich mir überlegt, ob ein einzelner Ölofen was wäre. Und den halt manuell nachfüllen. Allerdings habe ich keinerlei Wissen wie lange ich mit einer Füllung heizen kann und mit welchen Kosten ich da rechnen muss.
Haben Sie vielleicht eine noch viel bessere Idee? Oder ist eine meiner Ideen doch nicht so schlecht?
Vielen Dank und beste Grüße,
Ingo Kolb
Hallo Frau Kolb,
Ihre Ideen sind vollkommen in Ordnung. Man müßte zunächst den Wärmebedarf errechnen, um zu wissen, welchen Heizbedarf Sie benötigen. DAnn kann entschieden werden, welches Heizsystem verwendet werden kann.
-Gasbrennwertkessel mit Gasleitung und Heizkörper kostet ca. 6.-8.000 €
-Kaminofen ca. 6-7.500 €
-Pelletofen mit Füllung ca, 40 Liter Inhalt ca. 10.-12.000 €
Wenn man sich die Zahlen anschaut, dann ist zu überlegen, ob doch nicht mit Strom beheizt werden sollte, da zu den o.g. Investkosten zusätzlich noch die Energiekosten/Jahr hinzugerechnet werden muß.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig helfen.
MFG
J. Becker
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Nach ihrer Schilderung stehen beide Räume freiliegend im Gelände. Energieart nur Strom.
Eine Beheizung, die einen Kamin erfordern (z.B. Ölofen oder offener Kamin) sind hier nicht möglich.
Da sie die Räume nur zeitweise nutzen, wäre eine Beheizung der Räume über einen Flachbrenner mit Propanflasche eine kostengünstige Alternative um auch Wohntemperaturen von 20 Grd. oder eine Grundtemperatur zu gewährleisten.
Die Anschaffung der Beheizung wäre sehr kostengünstig, bedarf keiner speziellen Kenntnisse und benötigt nur
das Wechseln der Gasflasche. Diese kann als Kaufflasche oder als Leihflasche immer wieder gefüllt werden. Die Beheizungszeit mit einer 13kg Gasflasche kann ich nicht abschätzen, da mir keine Gebäudeangaben vorliegen.
Die Gasflaschen sind auch batteriemäßig zusammenschaltbar, so dass eine Anlieferung von Propan möglich wäre. Einen Installateur kostenmäßig fragen ob dies sich lohnt.
Das evtl. auch für Wärmedämmung und Zweifachfenster als kostenminderung ins Gewicht fallen, braucht wohl nicht besonders erwähnt zu werden.
LG
Heinz Thiemann
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Sehr geehrter Herr Kolb,
meiner Meinung nach wäre die einfachste Alternative ein
einzelner Ofen.
Ich würde aber keinen Ölofen nehmen denn dafür benötigt man einen Öltank.
Wenn ich es zu machen hätte, würde ich einen Kaminofen einbauen, der mit Pellets beheizt wird.
Je nach Fabrikat haben die bis zu 8kW Heizleistung und das müsste zur Beheizung der Räume ausreichen.
Die Öfen haben einen Vorratsbehälter in den man die Pellets einfüllt. Der brennt dann, wieder je nach Fabrikat, bis zu 36 Stunden.
Die Pellets kann man in Säcken kaufen. Man muss sie nur trocken lagern.
Die Kosten werden, mit Kamin, schätzungsweise bei 5000,-- Euro liegen, wenn man ein Markenfabrikat wie beispielsweise Buderus nimmt. Es gibt aber auch billigere Fabrikate, die es auch tun.
Ich hoffe, ich konnte helfen.
Gruß Little Wolf
Nach ihrer Schilderung stehen beide Räume freiliegend im
Gelände. Energieart nur Strom.
Richtig (nach aktuellem Stand). Die Frage ist ja auch, ob es nicht doch einigermaßen finanziell überschaubar eine Möglichkeit gibt doch was anderes zu machen (Öl, Gas etc.)
Eine Beheizung, die einen Kamin erfordern (z.B. Ölofen oder
offener Kamin) sind hier nicht möglich.
Was ich (zu meiner Schande) vergessen habe zu erwähnen: Einen Kamin hat das Gebäude. Bei Holzbefeuerung sehe ich nur das Problem, das ich im Winter wirklich permanent sicherstellen muss, dass der Raum auch behzeit ist. Bei manueller Befeuerung stelle ich mir das recht aufwendig/stressig vor, besonders wenn man mal zwei Tage (oder mehr) weg fahren möchte.
Da sie die Räume nur zeitweise nutzen, wäre eine Beheizung der
Räume über einen Flachbrenner mit Propanflasche eine
kostengünstige Alternative um auch Wohntemperaturen von 20
Grd. oder eine Grundtemperatur zu gewährleisten.
Die Anschaffung der Beheizung wäre sehr kostengünstig, bedarf
keiner speziellen Kenntnisse und benötigt nur
das Wechseln der Gasflasche. Diese kann als Kaufflasche oder
als Leihflasche immer wieder gefüllt werden. Die
Beheizungszeit mit einer 13kg Gasflasche kann ich nicht
abschätzen, da mir keine Gebäudeangaben vorliegen.
Die Gasflaschen sind auch batteriemäßig zusammenschaltbar, so
dass eine Anlieferung von Propan möglich wäre. Einen
Installateur kostenmäßig fragen ob dies sich lohnt.
Sehr guter Tipp, danke! Was muss ich denn finanziel in etwa pro Flasche rechnen?
Das evtl. auch für Wärmedämmung und Zweifachfenster als
kostenminderung ins Gewicht fallen, braucht wohl nicht
besonders erwähnt zu werden.
Das ist klar 
Moin:wink:
Jede Feuerstätte braucht einen Schornstein/Abgasführung.
Zudem ist die Genehmigung des BzSfm notwendig. Abgasführungen werden natürlich auch überprüft.
Möglicherweise ist die Verwendung eines elektr. Einzelraumheizers mit 1-2KW doch sinnvoll.
Ich rate, vor jeder Verwendung eines Heizgerätes zunächst die Wärmedämmung der Gebäudehülle zu optimieren. Die Kosten dafür werden i.d.R. schnell durch Einsparung von Energiekosten ausgeglichen!
Zur Kostenermittlung gehören neben den Anschaffungen des Heizgerät und Zubehör (Regeleinheit nach ENeV), die Betriebskosten (Energie, Wartung, Sfm, Reparaturen,) auch die Abgasanlage.
Ein Ölverdampfer geht natürlich auch, er heizt (mit Schornsteinanschluß:wink:) ohne weiteres drei Tage und länger durch. Alles eine Frage der Investitionen.
Deswegen: Dämmen und Steckdose oder eine Campingheizung, reicht für die Grundwärme…
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