Hallo,
am Anfang meines Studiums mußte ich das alles mal lernen, ich hab dazu auch eine Klausur geschrieben und sogar bestanden. Als ich eben deine Frage gelesen habe wurde mir bewußt, daß ich schon wieder fast alles vergessen habe. Aber ich hab ja alte Hefter. 
Die Vokale haben im deutschen einige Wandlungen durchgemacht mit Monophtongierungen, Diphtongierungen, Rundungen usw. Zeitlich verschob sich das in Deutschland auch alles. Langsam breitete es sich aus und ist an den heutigen Dialekten teilweise immer noch erkennbar, bis wo welche Lautverschiebung wirkte.
Ich krieg das jetzt alles nicht mehr in 5 min. auf die Reihe, aber was ich hier auf den ersten Blick in meinen Unterlagen zu dem Thema noch so sehe, ist, die Monophtongierung von ai>e: vor r,h,w und ou>o: vor Dentalen d,t,s,z,n,r,l und germanisch h. Dadurch entstand ein zweites e: und o: deshalb:
Diphtongierungvon germanisch e:>ie und o>uo
Dann hab ich hier noch was gefunden: Frühneuhochdeutsch 1350-2650, die Prozesse begannen aber schon im Mittelhochdeutschen
Monophtongierung: von ie>i: d.h. ie wurde vorher einzeln ausgesprochen.(liäber>lieber)
üe>ü süezer>süßer und uo>u bruoder>Bruder
Naja, vielleicht ist es ein wenig durcheinander, ich muß mich eben auch erst wieder in die Materie einarbeiten und wenn ich jetzt etwas ausführlicher werden würde, müßte ich ganz ausführlich werden um auch die ganzen Fachbegriffe zu erklären. Das will, glaub ich, keiner lesen, meine vielen ungeordneten Gedanken, daher hab ich hier noch ein Internetverweis. Ich denke doch die Seite existiert noch, da hab ich mir damals auch was ausgedruckt zum lernen.
www.linguist.de/Deutsch/gds1.htm
„Allgemeiner Längsschnitt vom Indogermanischen zum Neuhochdeutschen“ so heißt der Artikel.
Dann hoffe ich mal, daß ich weiterhelfen konnte und deine Frage jetzt oder wenigstens nach dem Aufsatz vollständig beantwortet ist.
Liebe Grüße Ramona
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