Hallo liebe Experten!
Ich habe mit meinem kleinen Sohn Fern gesehen und dort lief ein Film mit einem Sturm und der Kleine fragte, wie denn ein Sturm entsteht? Versuchen sie jetzt einmal einem kleinen Kind zu erklären, wie ein Sturm entsteht. Bitte helfen sie mir! Wie entsteht ein Sturm? Danke für ihre Hilfe.
leider keine solide Kenntnis dazu
Hallo
also normalerweise müsste man erstmal wissen, um was für einen Sturm es sich überhaupt handelt. Tornado, Orkan, tropischer Wirbelsturm?
Aber da es ja vereinfacht erklärt werden soll, kann man es vielleicht so sagen: Stürme entstehen (zumindest in Europa) meistens wenn große Temperaturgegensätze in der Atmossphäre vorhanden sind und um wieder einen Ausgleich herzustellen setzt sich die Luft in Bewegung. Je größer die Temperaturunterschiede, desto stärker der Sturm (Normalerweise hat es mehr mit Luftdruckgegensätzen zu tun, allerdings sind Temperaturgegensätze der Auslöser für die Luftdruckgegensätze)
Ich hoffe das hilft irgendwie weiter.
Ciao
fischi89
Hallo Herr Schreiner!
Wenn sie mit Ihrem Sohn fernsehen dann beachten Sie die Wetterberichte und die darin gezeigten Wetterkarten Ihrer Heimat.
Sie sehen mit H bezeichnete Hochdruckgebiete und mit T bezeichnete
Tiefdruckgebiete.
Normal strömt die Luft von einem Hoch in ein Tief mit normaler Geschwindigkeit,
Das ist der Wind.
Herrschen in den beiden Gebieten noch verschiedene Temperaturen kann sich das ganze beschleunigen und der Wind wird stärker.
Beschleunigt sich die ganze Angelegenheit dann entsteht ein Sturm.
Besonders in den Tropen oder über warmen Meeren werden durch die hohen Temperaturen hohe Geschwindigkeiten hervorgerufen und es kann ein gefürchteter Wirbelsturm entstehen.
Trösten Sie Ihren Sohn wenn er Angst hat vor einem Filmsturm.
Dieser Sturm entsteht durch große Ventilatoren in einem Atelier mit
viel Wasser und Luft. Die Schiffe sind kleine Modelle in einem Aqarium.
Durch geschickte Aufnahmetechnik und viele digitale Tricks entstehen
die beängstigten Szenen.
Übrigens sind bei solchen aufnahmen keine Menschen oder Tier zu Schaden gekommen.
Liebe Grüße,
Wolfgang
Servus,
also das geht dann an die Grundlagen des Wetters. In der Regel entsteht ein Sturm dadurch, dass es ein starkes Gefälle beim Luftdruck gibt. Je stärker der Luftdruckgegensatz ist, desto stärker wird der Wind, weil von Natur aus die Luft von dort, wo hoher Luftdruck ist, dahin fließt, wo niedriger Luftdruck ist. Die niedrigsten Lufdruckwerte, mit manchmal sogar unter 900 hPa, werden in Hurricans (in anderen Meeresgebieten auch Taifune oder Zyklone genannt) gemessen. Ein außertropisches Tief entsteht dadurch, dass sich zwei unterschiedliche Luftmassen gegenüber stehen, eine warme feuchte und eine kalte trockene. Und je unterschiedlicher die Luftmassen sind, desto stärker kann sich das Tief ausprägen und desto stärker sind dann auch die Luftdruckgegensätze, die sich aufbauen. Außerdem entstehen Winde dadurch, dass warme Luft nach oben steigt und dann ersatzweise wieder Luft von der Seite nachströmen muss. So ist es zum Beispiel auch bei Wärmegewittern. Sie entstehen über dem erhitzten Land im Sommer, weil die Luft über dem warmen Boden sehr warm wird und aufzusteigen beginnt. So bilden sich erst Cumuluswolken und dann ein Cumulonimbus, eine Gewitterwolke also, und wenn aus der Gewitterwolke wieder viel Niederschlag rausfällt, reißt auch dieser wieder Luft mit, und so kommen die kalten Fallböen, die einem Gewitter vorausgehen. Wenn das Gewitter besonders stark ausgeprägt ist, dann kann sich dort auch eine Rotation (Drehbewegung) einstellen, und wenn diese stark genug wird, kommt ein Rüssel unten aus der Wolke raus, und wenn der den Boden erreicht, dann ist das ein Tornado, also auch wieder ein Sturm. Man sieht schon, das Wetter ist eine komplexe Geschichte und man kann es nicht so in kurze Worte fassen. Es geht alles um Gegensätze, kalt - warm, hoher Luftdruck, tiefer Luftdruck, oft auch Land-Meer. So, ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen!
wissenschaftlich ist das wirklich nicht so einfach zu erklären. Ich weiß nicht, wie alt das Kind ist und ob es überhaupt die Luft als Faktor in seinem Umfeld registriert hat. (Luft ist eben nicht nichts) Deshalb sollte dies zuerst erklärt werden. Dann kommt der Luftdruck dran, schon nicht mehr einfach wenn man erklären möchte, dass der auch noch sich ändert und Druckgebiete sich bilden in Hoch oder Tiefdruck, an deren Grenzen… da kommen die Stürme dann ins Spiel.
Wieviel versteht das Kind?
Macht es Sinn die kreisenden Bewegungen der Luftdruckgebiete aufgrund der sich drehenden Erde zu erklären?
Das ist alles zusammen wirklich nicht einfach. Ein Sturm ist ja auch noch ein Extremfall…
Durch hohe Luftdruckgegensätze auf kleinem Raum. Rest überlasse ich Deiner Fantasie. Wie ich das meiner 6 jährigen Tochter erklären würde weiß ich auch nicht so genau. Bin jedenfalls bei der Fukushima-Katastrophe mit dem Theman Plattentektonik trotz großer Ausdauer grandios gescheitert…
Beste Grüße, Hans Marten
Lieber SchreinerM,
ein Sturm entsteht, wenn warme Luft aus dem Süden und kalte Luft aus dem Norden aufeinander prallen, diese vermischen sich zu einem Wirbel. Die Luft kämpft miteinander und so entsteht der Wind. Je wärmer und kälter die verschiedenen Luftströme sind, des so kräftiger wird der Wind und wird mit der Luftfeuchtigkeit zu Wolken.
Geschieht das über dem Meer oder einem See, verdunstet das Wasser, der Dunst steigt nach oben, vermengt sich mit der Sturmluft und daraus entsteht ein Sturm.
Wenn sehr viel Wasser verdunstet, füllen sich die Sturmwolken mit Wasser, werden immer dicker und voller und entladen sich schlussendlich als Regen.
Wenn der Sturmwind und der Regen zusammen fallen, entsteht ein richtiger Regen Sturm.
Vereinfacht ausgedrück, ist es nur warme Luft die mit kalter Luft kämpft. Passiert das Über Wasser wird daraus ein Regensturm.
Ich hoffe ich konnte Dir weiter helfen.
Lily1986
Wie sag ich es meinem Kind? Für die gleiche Frage könnte man auch leicht eine Vorlesungsstunde brauchen, um den Sachverhalt einigermaßen genau und umfassend darzustellen.
Dem Kind (welches Alter?)würde ich nur sagen: wenn warme und kalte Luft sich begegnen, kommt es beim Zusammentreffen zu Stürmen. Einem älteren Kind (etwa 12 Jahre) würde ich sagen, dass es hohen und niedrigen Luftdruck gibt, d.h. im ersten Fall Trockenheit, keine
Wolken, weil absinkende Luft , im zweiten Fall (aufsteigende Luft) Feuchtigkeit, Regen und Wolken.
Je näher diese beiden Gebiete stark unterschiedlichen Luftdrucks sind, um so stärker weht ein Wind, d.h. „Sturm-Stärke“ hat der Wind, bei uns meist ein Sturm
aus NW, W, SW, selten aus Osten!
Das wärs von fema! Freundliche Grüße!
Nicht ohne, die Frage deines Sohns. Ein Sturm macht sich durch Windgeschwindigkeiten über 9 Beaufort bemerkbar (ca 80 km/h). Diese können z.B. durch Düseneffekte zwischen sich verengenden Gebirgszügen entstehen. Spannender, und auf diese Stürme zielt dein Sohn vermutlich ab, sind jene, die ihre Kraft aus thermodynamischen Prozessen schöpfen. Dabei wird thermische Energie (=die durch Abkühlung einer Luftmasse freiwerdende Energie) in Bewegungsenergie umgesetzt. Derartige Abkühlungsprozesse können z.B. durch die Hebung von Luftmassen an Luftmassengrenzen (=Fronten - grossskaliges meteorologisches Ereignis), durch Föhneffekte (im Lee von Gebirgszügen - mittelskalig) oder durch Wärmegewitter (kleinskalig) ausgelöst werden. Ich würde deinem Sohn das Wärmegewitter zu erklären versuchen - da kann Wiki helfen, die Komplexität der Frage zu reduzieren.
Winde in Sturmstärke kommen durch entsprechend hohe Druckdifferenzen zustande. Dein Sohn wird sicher als nächstes fragen, wie denn ein Hoch- bzw. ein Tiefdruckgebiet entsteht und du musst hier wieder eine Frage posten 
oder er entscheidet einfach, später Meteorologe zu werden.
Weil dein Sohn mit Begriffen wie „Druckgradient“ vermutlich nichts anzufangen weiss, erkläre ihm doch eine mögliche Erscheinungsform für „Sturm“ anhand eines Beispiels, das er aus eigener Erfahrung kennt.
Hallo,
leider ist „ein Sturm“ zu ungenau definiert, um darauf antworten zu können.
Meinen Sie
- einen Orkan/Sturmtief?
- einen Hurrikan?
- einen Tornado?
- etwas ganz anderes?
Bitte grenzen Sie das ein, dann kann ich antworten
Viele Grüße
Friederike
Sorry für die späte Antwort, aber ich bin gerade erst heimgekommen.
Hier mein Versuch, den Kleinen schlau zu machen:
Wenn Luft warm wird, steigt sie auf. Das kann man gerade jetzt im Winter an Schornsteinen beobachten. Wenn man Luft in einer Hülle erwärmt, dehnt sie sich aus, in der Hülle befindet sich weniger „dünnere“ Luft. Weniger Luft ist leichter, drückt die Hülle hoch, aus der schwereren kälteren Luft heraus. Der Ballon steigt. Je länger der Brenner unter dem Balkon heizt, umso höher oder auch schneller steigt der Ballon auf.
Nun ist der Brenner wie die Sonne. Sie heizt den Boden auf. Der Boden erwärmt die Luft, sie dehnt sich aus – steigt auf. Je wärmer die Luft wird, umso höher und schneller steigt sie auf. Damit dort kein „Luftloch“ entsteht, strömt die kühlere Luft aus der näheren oder auch weiteren Umgebung nach. Das spürt man als Wind.
Je stärker die Luft aufsteigt, je stärker der Wind der nachströmenden Luft, - aber noch kein Sturm.
Wenn in der Höhe, z.B. Gletscherhochebenen in Grönland oder der Antarktis sich sehr kalte Luft sammelt, so bricht sie irgendwann wie ein überlaufender Stausee ins Tal. Und weil diese Luft sehr kalt und viel schwerer als die umgebende Luft ist, passiert das recht oft in Sturm- oder gar Orkanstärke. Das gleiche passiert auch im Sommer in Gewittern. Wenn in großer Höhe viel Eis (bei Hagel) schmilzt, kühlt es die Umgebungsluft sehr stark ab. Diese stürzt dann regelrecht zu Boden und fließt aus der Wolke wie eine Walze heraus. Diese „Böenwalze“ erreicht nicht selten Unwettercharakter mit Geschwindigkeiten bis über 150km/h.
Je enger große Temperaturunterschiede beieinander sind, umso heftiger (stürmischer) gleichen sie sich aus.
In der großen Wetterküche kommen dabei große Druckunterschiede zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten zustande. Dabei fließt die Luft immer vom Hochdruckgebiet (sinkt zu Boden) zum Tiefdruckgebiet (wo sie aufsteigt). Je dichter die beiden Druckgebilde beieinanderliegen, umso heftiger (stürmischer) gleichen sich die Temperaturunterschiede aus.
Hallo Herr Schreiner,
ganz so schnell und einfach geht das natürlich nicht. Es gibt ja verschiedene Stürme. So zum Beispiel tropische Stürme. Diese haben ihre Ursache in dem warmen Meerwasser. Daraus beziehen sie ihre Energie und können unter idealen Bedingungen bis hin zu Hurrikans heranwachsen. Wichtig ist dafür, dass das Wasser ausreichend warm ist (>26 Grad) und das es keine größeren Gegensätze in den Windrichtungen und -geschwindigkeiten gibt, wenn man von unten nach oben geht.
Schaut man auf die Stürme in unseren Breiten, so entstehen diese, im Gegensatz zu den tropischen System, durch große Temperaturgegensätze. Treffen Luftmassen polaren Ursprungs (aus dem Norden) auf subtropische Luftmassen (aus dem Süden), so entwickeln sich kräftige Tiefdruckgebiet. Der Grund liegt darin, dass die Natur immer danach bestrebt ist Unterschiede auszugleichen. In Tiefs fließt kalte Luft an der Westflanke nach SÜden und warme Luft an der Ostflanke nach Norden. Je größer die Temperaturgegensätze, desto kräftiger die Tiefs (niedriger Druck) und desto stärker die Winde.
Das ist übrigens auch der Grund, weshalb im Sommer in der Regel keine bzw. schwächere Sturmtiefs auftreten. Da sind die Luftmassengegensätze einfach nicht so groß (Polartag am Pol).
Ich hoffe ich habe Ihnen und ihrem Sohn helfen können.
Viele Grüße
Marcus Beyer