Wie erhöhe ich die Verfügbarkeit von el. Anlagen

Welche Möglichkeiten bestehen im Rahmen der el. Anlagenerrichtung schon während der Angebotsphase auf die Verfügbarkeit einer Anlage einzugehehen und sie zu erhöhen. Hier einige Beispiele:
Wartungsverträge und Serviceverträge anbieten,
Reservebaugruppen vorsehen,
redundante Systeme planen
usw.
Wer hat zu diesem Thema noch weitere Ideen?

Hallo Gerd,

wie wär’s mit Schnittstellen, die per Fernabfrage (via Modem) den Anlagenstatus erkennen lassen?

Gruß
Wolfgang

Hallo,

das gibt es eine pfiffige Sache wie ich meine.
Wir bieten Energiemeß- und Analysegeräte an, welche gleichzeitig:

  • die relevanten Meßgrößen in einem Spannungsnetz ständig messen und anzeigen
  • zudem Störungen (z.B. Spannungseinbrüche, erhöhte N-Leiter o. Erdströme, Transienten, Flicker, Harmonische, …) mit einer Auflösung kleiner 1ms erkennen und aufzeichnen
  • frei definierte Schwellwerte für „alles mögliche“ überwachen und dementsprechend Ein- oder Ausgänge ansteuern
  • eine lastoptimierendes Betriebsverhalten der Anlage gewährleisten.

Alle diese Funktionen können zudem per Software von mehreren PC`s auch per Fernabfrage ausgelesen und beeinflußt werden. Diese Möglichkeit ist z.B. auch über eine Modemstrecke mit einem Laptop möglich.
Mit solchen Geräten bestückte Anlage machen sich meist bei einer Laufzeit von weniger 2 Jahren wieder bezahlt und sind eine optimale Lösung wenn es um die Überwachung und Kosteneinsparung in einem Spannungsnetzwerk geht.
Als Zugabe können natürlich noch Reports ausgedruckt werden, welche z.B. die Stromkostenaufteilung aufschlüsselt oder andere Ereignisse aufzeigt.

Sollten Sie hierzu noch fragen haben, können Sie mir gerne eine E-Maile zukommen lassen.

Chiao Tom
[email protected]

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Ein Hinweis aus der Entwicklungspraxis:
Erhöhte Verfügbarkeit heißt auch Reduzierung der Ausfallquote. Das bedeutet, daß man bei der Dimensionierung in der Auslegungsphase nicht immer aus Kostengründen an die Klassengrenzen von Bauteilen geht sondern die nächst höhere Klasse wählt. Also auch bei der Verdrahtung mal lieber 1,5 mm² als gerade mal 1 mm².

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Ganz einfach! Verlange eindeutige Aussagen zu MTTF bzw. MTTR.
(MTTR = Mean Time To Failure; Zeit zwischen zwei Fehlern)
(MTTR = Mean Time To Repair; Zeit zwischen zwei Reperaturen)
Beide Werte werden in 10^9 Betriebsstunden (1 Milliarde)!

Diese Werte sollte Bestandteil der Abnahme sein und garantiert werden … Über entsprechende theoretische Modelle (Markov’sche Ketten , etc.) sind ganze Leitsysteme/ Anlagen berechenbar. Im allgem. sind derartige Aussagen in Produktzertifikaten enthalten. Und daraus lassen sich Inspektionsintervalle als auch empfohlene Austauschbaugruppen und deren Anzahl ableiten.

Das ganze Thema wird unter Zuverlässigkeitsprignosen oder -berechungen in der Literatur beschrieben.

Ach so, die oben genannten Aussagen haben nur einen Vertrauensbereich von einem Sigma (ungef. 60%)!

Hoffe es hilft etwas weiter, ansonsten genügt eine email.

gez. Stefan

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Ich habe da noch einen Nachtrag!

Im Forum http://www.ecircle.de/forum/thermografie habe ich super Folien von einem RCM Vortrag gefunden.

Vielleicht hilfts was … :smile:

gez. Stefan

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